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> Abgeltungssteuer und das First-in-first-out-Prinzip (FiFo)
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whipsaw
post Oct 12 2008, 02:52 PM
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Für erfahrene Börsianer ist FiFo keine Unbekannte. Da die Funktionsweise in dem Artikel sehr schön zusammengefasst ist und um den Faktor Abgeltungssteuer erweitert wurde, ist der Artikel durchaus empfehlenswert.

ZITAT
Die Abgeltungsteuer nimmt Anlegern ab nächstem Jahr viel Arbeit ab. Die Banken begleichen die Steuerschuld gleich beim Eingang des Geldes, das lästige Ausfüllen der Anlage KAP in der Steuererklärung entfällt. In einem Punkt sollten jedoch selbst Anleger, die ihre Finanzangelegenheiten einfach gestaltet haben, etwas Aufwand nicht scheuen: Ein zweites Konto erspart viel Ärger. Sonst droht unter Umständen beim Verkauf von Wertpapieren die ungewollte Besteuerung der Gewinne.

Hintergrund ist das sogenannte First-in-first-out-Prinzip, kurz Fifo-Verfahren genannt.


Quelle: FTD.de


Die Empfehlung, ein zweites WP Depot zu eröffnen, wird besonders von den Finanzinstituten empfohlen, die technisch nicht in der Lage sind, Wertpapiere entsprechend ihres Kaufdatums zu verifizieren und Portfolio-, Abrechnungs- und Steuertechnisch entsprechend als Position auszuweisen.
Ein Depot bei einer Online Bank z.B. ist nichts anderes als eine Art "Topf" in den alles was kommt, hineingeworfen wird. Weil Papiere unterschiedlichen Kaufdatums (gleiche Wertpapierkennnummer vorausgesetzt) beim Verkauf nicht nach diesem Kriterium gefiltert werden können (das ging bei der 12 monatigen Spekulationsfrist auch nicht), geht das Finanzamt bei der Bewertung der Position von FiFo aus.

Durch die Einführung der Abgeltungssteuer erfährt das Thema eine neue Brisanz, da im worst case der so genannte Bestandsschutz verloren gehen kann/ wird.

Die Mehrzahl der Kunden von auf Wertpapierhandel- und abwicklung spezialisierter Broker gehen davon aus, dass sie sich um solche "Nebensächlichkeiten" nicht zu kümmern brauchen. Das ist leider ein Irrglaube und kann nach dem Verkauf/ Steuerbescheid böse Überraschungen geben. Es ist in jedem Fall ratsam, sich zu erkundigen, ob der jeweilige Institut über die technischen Möglichkeiten der WP Trennung verfügt.

Die ING Diba zum Beispiel bietet das Einrichten vonn Unterkonten an. Bei anderen Depotbanken dagegen müssen neue Konten (doppelte Verwaltung/ Kosten!) eingerichtet werden.


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