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Die Mutter aller Carry-Trades löst sich aufDies hat vor allem Auswirkungen auf den japanischen Yen. Jahrelang liehen sich Banken aus Ländern mit einem hohen Zinsniveau Geld in Japan, wo die Leitzinsen seit langem nahe am Nullpunkt liegen. Diese Kredite werden dann von der heimischen Zentralbank in die Landeswährung umgetauscht und man bietet ausländischen und inländischen Kunden hochverzinste Anlagen in der einheimischen Währung an, die mit den günstigen Krediten wieder zurückgezahlt werden, während die Einlagen der Kunden investiert werden.
Durch den austrocknenden Geldmarkt und das "Deleverage" sind die Institute, die jahrelang mit dem Carry-Trade gute Geschäfte gemacht haben, gezwungen, ihre Kredite zurückzuzahlen. Dies betrifft die Schweiz und vor allem Japan. Für die USA ist dieser Effekt neutral – einerseits haben auch amerikanische Banken den Carry-Trade mit der Bank of Japan genutzt, andererseits haben europäische Institute den niedrigen Leitzins der FED ebenfalls genutzt, um Carry-Trade Geschäfte im Euroraum zu tätigen.
Abbau von Carry-trades treibt Yen und Dollar auf Rekordstände...