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#149405 RM/MM: Sigmoides Risiko im Trading

Posted by RAiNWORM on 06 April 2014 - 12:49 PM

Privat:
Entschuldigt, dass ich die letzten Wochen/Monate hier eher nicht anwesend war. Es lag nicht an euch wink2.gif Ich habe geheiratet, Kind ist unterwegs und um eine Firmenakquisition musste ich mich auch kümmern. sunglass.gif Aber nun zum Thema.

Ausgangslage:
Nahezu jede Tradingliteratur und vor allem gefühlt alle Tradingportale empfehlen bei Trade-Eröffnung ein initiales Risiko basierend auf dem aktuellen Equity/Balance. Es herrscht gefühlte Einigkeit, dass das eingesetzte Kapital zwischen 1% und 3% des zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Kapitals betragen soll.


Ich persönlich konnte mich damit noch nie richtig anfreunden. Ich widerspreche keineswegs der Notwendigkeit einer sinnvollen Begrenzung, wie vor allem der http://www.equitycurvesimulator.com/ zeigt. Viel mehr suggeriert dieses Vorgehen vor allem in Backtests, dass sich Kapital beliebig steigern lässt. Das relative Risiko bleibt konstant, das absolute Risiko variiert: Risiko ist bspw. immer 3%, aber 3% von 10.000 Euro ist in absoluten Zahlen und vor allem gefühlrt was anderes, als 3% von 100.000 Euro. Kurz könnte man sagen, dass mein emotionales Risikoempfinden sich eher an absoluten Größen orientiert und die Gewöhnung sich langsamer volzieht, als die Veränderung des Kapitalstocks. Dies führt zu Stressempfinden.

Mathematisch ausgedrückt ist der anscheinenden im breiten Konsens - bei z.B. 3% - abgesegnete Risikoeinsatz g(x)=x*0,03. Das absolute Risiko verhält sich somit linear zum eingesetzten Kapital. Siehe Graph 1.

 

Graph1.png


x-Achse: Kapital
y-Achse: Risiko (absolut) für den nächsten Trade
Werte in Euro

Modifikationsparameter des Modells:
Rein subjektiv würde ich mir wünschen, dass ich mit vereinnahmten Gewinnen größere Risiken eingehen würde, aber ab einem gewissen Limit doch eher Gewinnsicherung betreibe. Im Verlustfalle fühle ich mich sicherer, wenn das Risiko überproportional sinkt.

Umsetzung in eine mathematische Formel:
Die Lösung für meine Situation - und sicherlich für viele andere Trader - ist, den Risikoeinsatz mit einer Sigmoid-Funktion abzubilden. Eine Sigmoid-Funktion besitzt eine exponentielle Steigung, einen Wendepunkt und ein degressives Auslaufen. Perfekt für meine Ansprüche. Das Ergebnis ist in Graph 2 abgebildet: f(x)=300+300*tanh((x-10000)/2*0,0005)

Graph2.png

Der Wendepunkt liegt auf dem eingangs vorhandenen Kapital (hier 10.000 Euro) mit einem ersten Risikoeinsatz von 300 Euro (3%). Im Gewinnfall (Kapital > 10.000 Euro) wird ein erhöhtes Risiko eingegangen bis eine von mir persönlich festgelegte Zielgröße erreicht wird. Das Risiko eines jeden weiteren Trades nimmt rapide ab, es erfolgt Gewinnsicherung. --> Beschleunigungsphase mit Gewinnsicherung
Umgekehrtes Verhalten ist im Verlustfall (Kapital < 10.000 Euro) zu erwarten. Jeder weitere Verlusttrade führt zu einem überproportionalen Abnehmen des Risikos. --> Entschleunigungsphase mit Kontosicherung

Graph 3 verdeutlicht den positiven und negativen Hebel auf das Risiko im Vergleich zum Standardvorgehen und zeigt eine Art Cap im Risiko zum Zwecke der Gewinnsicherung.

Graph3a.png

Graph3b.png


Das Vorgehen ist also wie folgt:

  • ich lege Tradingkapital bereit (z.B. 10.000 Euro)
  • ich lege das initiale Risiko fest (z.B. 3% = 300 Euro)
  • neu und wichtig: ich lege ein persönliches Ziel fest (z.B. 20.000 Euro)
  • diese Parameter setze ich in die Formel ein


f(x) = y+y*tanh((x-w)/2*s)
y: Wendepunkt Risiko = initiales absolutes Risiko
x: Kapital zum Zeitpunkt des Trades (Variable)
w: Wendepunkt Kapital = anfangs zur Verfügung stehendes Kapital
s: Steigung, "Steilheit"

Zu visualisieren unter:
http://rechneronline...nktionsgraphen/


  • 12


#115793 Kann man vom Daytrading leben?

Posted by Vola on 04 April 2011 - 10:14 AM

Hallo;
ich weiß nicht, ob man es als Druck empfinden muss. Nicht mehr und nicht weniger, als gegenwärtig jeden Morgen aufstehen zu müssen, ins Büro zu fahren, und
ein Spiel zu spielen, bei dem man keine Entscheidungen mehr selbst treffen darf. Ob da der Druck nicht größer ist ?


Das ist ein wenig Äpfel mit Birnen vergleichen.
Du kannst den miesesten Job dieser Welt haben, aber du weißt wenn du deine Stunde "absitzen" tuest, bekommst du dein Geld um deine Kosten zu decken.
Bei anspruchslosen Arbeiten kannst du im Kopf sogar abschalten und in Gedanken den Urlaub planen, dich mental mit deinem Hobby beschäftigen etc.
Wenn du im Job Kontakt mit Menschen hast, erhälst du teilweise sogar willkommene Abwechslung von deiner ungeliebten Arbeit.

Hast du beim Daytraden alles nicht. Wenn du mit deiner Position im Minus bist, wirst du ganz sicher nicht an Urlaub denken.
Wenn Rechnungen oder Miete offen sind ebenfalls nicht. Wenn du aus welchem Grund auch immer beim Traden gewinnen mußt, hast du eigentlich schon verloren.

Auch der Druck der durch Verluste in der Partnerschaft entsteht ist nicht zu unterschätzen, irgendwie hast du dabei auch ein Gesicht zu verlieren,
wer steht schon gerne als Looser da... Da können die simpelsten Alltagsaufgaben plötzlich zu einer Riesenlast werden.
Die wenigsten fühlen sich im Wettkampf als zweiter richtig wohl, wenn sie hart traniert haben um erster zu werden.
Beim Traden hast du aber als zweiter zusätzlich auch noch Geld verloren...

Auch wird im allgemeinem jede Arbeit bezahlt, beim traden wird nur ausgezahlt wenn du richtig lagst.
Ein himmelweiter Unterschied. Bei "normaler" Arbeit hast du auch nicht das Gefühl, da hätte ich mehr machen können, der Arbeitstag ist nun mal bei ca. spätestens 14 Stunden vorbei, mehr geht nicht.
Beim traden brauchst du nur deine Gewinnerposition nicht so schnell schliessen und hättest das dreifache Geld (Wenn ich doch usw. Gefühl)
Schon baut sich selbst im Gewinnfall ein unangenehmes Gefühl auf.

Nächstes mal bist du dann aber klüger und schliesst den Gewinner nicht so schnell - und schwupps sind die ehemaligen Buchgewinne weg und du hast wieder eine auf den Deckel bekommen.
Der nächste Trade ist ein Verlierer, puh, was ist das alles für ain Shayze denkst du....
Dann kommt die Frau, sage mal, hast du das und das schon erledigt ? Du könntest ausflippen, weil diese Erledigungen interessieren dich momentan nulll, nicht mal in Ruhe arbeiten kannst du, soll sie
doch gefälligst erst mal selber machen, denkst du dir...

Traden ist der schönste Beruf der Welt wenn es läuft, wenn du aber Geld benötigst, der Markt es dir aber nicht "gibt" ist es dir mieseste Job der Welt.
Und du wünschst dir in dem Moment wieder einen Job, bei dem um 17 Uhr der Hammer fällt, du keine Verantwortung mehr ab 17 Uhr hast und dein Geld verdient ist.

Soviel zum Druck - wenn du noch keinen Druck beim traden gefühlt hast, dann hast du für deine Begriffe der Größenordnung von "Geld" auch noch keine nennenswerten Positionen bewegt.

Deine Vorbereitungszeit sehe ich allerdings als realistisch an, auch das du schon ein Konto zerlegt hast ist eigentlich "gut". Die Frage ist eben was du daraus gelernt hast
und wie du mit dem Druck größerer Positionen umgehen kannst. Man muß imho in größere Positionen reinwachsen, du kannst nicht einfach mal mit 20 Lot handeln, wenn du vorher
immer nur 2 Lot erfolgreich gehandelt hast. Da spielt der Kopf einfach nicht mit.

Hier kam der Vorschlag den Jahresurlaub mal zum antesten des Vollzeit tradens zu nutzen, sicher eine gute Idee. Aber den Urlaub nicht unbedingt in die Hauptsaison legen,
in den Sommermonaten machen die Märkte dann teilweise komische Sachen, zumindest kam es mir gefühlt so vor.

Eine weitere Idee wäre mal ein Demokonto ganz ernsthaft zu traden (Mit Posi Größen die du später Live traden willst) Da steigerst du dich dann in das Konto mental
ganz intensiv rein, als wenn es echtes Geld wäre, und beobachstest dich mal, was so in dir abläuft.
Funktioniert aber nur, wenn du es wirklich als dein echtes Geld betrachtest.

Gibt es jemanden, der diesen Schritt gemacht hat, und ein wenig davon erzählen will ?

Ja, 2 Jahre Vorbereitung, 6 Monate dann Vollzeit. Konto mit etwas Hilfe eines befreundeten Traders fast verdoppelt, Gierig geworden, Position immer größer gemacht.
Konto komplett an die Wand gefahren, dann 2 Jahre mentales Loch/Tief wie immer man das ausdrücken möchte..
  • 12


#124909 Introducing: Nextleveltrader.de

Posted by whipsaw on 29 October 2011 - 03:56 PM

Vielen Dank für das Sharen des Videos. :wub:

Ich wünsche Dir und Deinen Traderkollegen viel Erfolg. Ihr habt ein hartes Stück Arbeit vor Euch und ich gehe mal davon aus, dass Euch des öfteren frostiger Wind entgegen wehen wird.

Die Diskussion im Non Public möchte ich mit der Aussage abschließen, dass Aurelius für mich persönlich das Gütesiegel und ein Garant für die Seriosität dieses Vorhabens ist. Vorschusslorbeeren sind keine zu vergeben, Aurelius hat in der Community ein Standing wie kein anderer. Ich habe vor ihm und dem, was er in den letzten Jahren geschaffen hat, den größten Respekt.
Wer Aurelius und seine Historie nicht kennt, sollte unbedingt hier vorbeischauen. Geballtes Wissen, sorgfältig zusammengetragen, erstklassig moderiert - for free.

An der Stelle will ich etwas machen, was ich unter   :pleasantry: normalen Umständen nie tun würde. Nämlich Pierre Däubner meinen Dank aussprechen. Ohne seine klägliche Selbstinszenierung und öffentliche demontage hat er es erst ermöglicht, dass sich neue Strukturen ausgebildet haben. Ihm haben wir es mehr oder weniger zu verdanken, dass das Projekt Daytradingteam entstanden ist.


Ich traue Aurelius zu, aus nextleveltrader etwas Großes zu machen.
Es wird aber nicht einfach.
Der Service ist kommerziell, was per se bedeutet, dass da Leute am Zaun stehen werden, die nur darauf warten sagen zu können, "habs eh gewusst, dass das nix wird".
Und es wird Subscriber geben, die nicht verstehen, dass es auch mal schlechte Tage an der Börse gibt.

Und es gibt ein paar Altlasten...
Vielleicht sind Däubner's Ziehsöhne tatsächlich so smart wie sie sich geben. In dem sie sich in die Karten schauen lassen, gehen sie in die Offensive und belehren Zweifler möglicherweise eines Besseren.
Ich denke es ist Zeit, Vorurteile hinten an zu stellen und der Truppe eine faire Chance zu geben.
Livetrading ist ein Knochenjob und wenn man dann auch noch permanent unter Beobachtung steht, noch viel - viel - schwieriger.


Ich für meinen Teil unterstütze das Projekt 100%!


Good Luck Aurelius   :shakehands:
  • 9


#122022 Indikatoren richtig nutzen und verstehen

Posted by Aurelius on 26 August 2011 - 01:44 PM

Dieses Video ist kein "Must See", es ist entstanden aus vielen Diskussionen in der letzten Zeit und aus der dabei immer wieder kehrenden Spaltung in die zwei Lager der "Naked-Charts-Trader" und der "Bunte-Bildchen-Trader". Ein Video kommt noch zu den Setup's dann ist die Serie auch komplett.


  • 9


#116890 WH Selfinvest, TA, Scalping & Tape-Reading

Posted by siscop on 27 April 2011 - 06:09 PM

Ist schon eine schwierige Entscheidung wenn man US-Aktien handeln möchte.
Will man US-Aktien Daytrader werden muss man die $25.000 im Konto vorweisen. Die Gebühren von IB sind günstig jedoch hat man auch hier die Restriktionen des Mindestkapital.
Tradet man CFD-Aktien so hat man bei CMC günstige Gebühren aber nur eine beschränkte Anzahl. Will man eine größere Auswahl haben und die Mindestsumme umgehen so hat man gleich so horrende Gebühren dass sich Daytraden gar nicht mehr lohnt.

Ich sehe gerade nur 2 Möglichkeiten:
1 CFD Trader mit beschränkter Anzahl bei CMC
2 IB Konto eröffnen und kein Daytrader sondern Swingtrader zu werden. Du hast ja 3 Daytrades offen pro Woche. Mindestkapital $2000

Eine gute Seite als Swingtrader ist http://www.investors.com . Ich bin ein Abonnement des eIBD aber auch ohne einen Abo kannst du dir die CANSLIM Methode aneignen.
http://www.amazon.de...03922165&sr=8-2
Google hat genug Abspaltungen dieser Methode im Netz. Das gute daran ist das das Grundprinzip funktioniert wenn man es erstmal verstanden hat. Man muss es dann nur noch nach seinen Bedürfnissen anpassen. Um ehrlich zu sein habe ich von niemanden gelesen der die Methode im org. nachtradet. JEDER stellt sie nach den eigenen Bedürfnissen um.
http://stockmarketinvestingtoday.com/ wäre ein guter Anfang dafür.

IBD (Investors Business Daily) ist eine Tageszeitung von  William O'Neil die ein wenig anders an die Themen ran geht. Es gibt dir hilfreiche Tipps und gibt dir genaue Richtungen an. WSJ (Wall Street Journal) soll die Konkurrenzzeitung darstellen sie ist allgemeiner gehalten.


Es gibt 2 große Unterschiede wie man ans Trading ran geht.

Man wird Generalist.
Du hast eine Strategie mit hoher Wahrscheinlichkeit jedoch die recht selten auftritt dann sind Aktien perfekt wegen der großen Masse an Aktien hat irgendeine oder mehrere von denen genau an dem Tag dieses Setup. Das einzige was du brauchst sind Scanner. Achte aber dabei das 3/4 der Aktien den Index folgen.

Man ist ein Spezialist.
Du kennst nur bestimmte Märkte z.B. Forex oder Futures. die aber sehr genau. Du weißt wann sie ausbrechen und wann sie Tunneln.. Dort geht es nicht so sehr an den perfekten Setup sondern nach deinen Kenntnissen dieser Märkte.


Ich war ein Generalist hab mich dann als Spezialist versucht - wollte mal was anderes machen - fand es aber dann doch schwieriger als ein Generalist und bin wieder zurück gewechselt.

Ein Tipp am Rande.... Als Aktientrader gehe ich nur long und meist nur mit den Aktien die im Auftrend sind. Es muss schon ein sehr guter Grund vorhanden sein damit ich eine Aktie shorte.
Ich kenne bisher nur 2 Gründe warum man eine Aktie shortet.
1.Gapplay (such mal im TN rum. Hab dort mal ein paar davon gepostet und das Grundprinzip erklärt)
2.Neutraltrading (1 Aktie im Auftrend long und 1 Aktie im Abwärtstrend short - es müssen aber noch andere Zusammen hänge vorhanden sein. Man findet aber immer etwas bei der Masse der Aktien)
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#130757 special welcome to...

Posted by ronner on 10 February 2012 - 05:03 PM

ich möchte die Gelegenheit nutzen und euch einen neuen Tom-Next-Fanboy vorstellen.
Er ist im Moment etwas verhindert um das selbst zu machen, grüßt euch aber alle ganz herzlich und verfolgt alle Posts soweit möglich gewissenhaft.

Leider hat er noch eine kleine Lese/Rechtschreibschwäche, daher auch die Tom-Next-Einführung über meine Person. Er arbeitet aber daran und ich denke, das wird sich in absehbarer Zeit verbessern.

Der Rest vom Team findet ihn jedenfalls schon nach so kurzer Zeit ganz dufte und er hat bereits jetzt einen Sonderstatus (hat er doch oder ^^ ?).



L.PNG
193 Stunden jung 1
1 Papa & Mama haben im Moment einen Schlafmangel von gefühlten 64 Stunden ^^


Ja wirklich irre was da passiert ist. ronner, bitte spendier uns doch mal einen aktuellen Chart.   :girl_cool:


das muß ich zeitlich etwas schieben (s.o.), ist aber nicht vergessen   :shakehands:
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