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FLDs, die nächste

Posted by Maerl Brontius , 10. May 2010 · 1,282 views

die gewünschten 1200 beim S&P waren da, wie weiter jetzt nach der Rutsche? Dass die Leutchen jetzt naiv drauf los - alles wieder in Butter - da weitermachen, wo sie vor gut zwei Wochen aufgehört haben und über die 1200 hinaus spazieren?? Schwer vorzustellen - eine Art rechte Schulter mit max 1180?  :blink: mmmhhh ... eines jedoch war ich mir vor dem Griechenland-Debakel sicher: die solide Grundlage für eine wirkliche Wirtschaftskrise wurde letztes Jahr gelegt. Dass jetzt in Europa die EZB nur noch Marionette ratloser Politiker ist, sämtliche Prinzipien über Board wirft und nun auch Staatsanleihen aufkauft ...   :vangry: Dass die finanziellen Zusicherungen der  Staaten gegenüber Griechenland nicht nur festgelegt sondern auch eingefordert werden, da bin ich mir ziemlich sicher. Wo bitte soll das hinführen? Drucke mir doch mal schnell einen Tausender, dann kann ich dir auch deine Zinsen bezahlen. Dass Papiergeld aus der Mode kommt, kann ja sein, aber das Zinskarusell auf derart hölzerne Füsse stellen? Je mehr Geld ich mir drucke, um so eher sinkt meine Bonität (Die Deckelung mit Gold ist ja nicht gegeben und die eigene Wirtschaftsleistung dem frischen Geld gegenüberzustellen geht auch nur bis zu einem bestimmten Grad - weiter gibt es ja Regelungen, die besagen, dass die jeweilige Institution nur ab einer bestimmten Bonität aktiv werden darf. Wie schnell gibt es kleinere Schübe im Gesamtmarkt, wenn sich Bigplayer im Rating ändern, da die Regeln eine gewisse Boni vorgeben. Welches Interesse sollte also ein Staat haben immer mehr Geld zu drucken für Finanzkrisen, für die jährliche routinierte Neuverschuldung, für Griechenland, für Portugal ... wenn es nicht in seiner eigenen Bonität sinken möchte, also Gefahr läuft keine Abnehmer für Staatsanleihen mehr zu bekommen, mit anderen Worten nicht mehr liquide zu sein, quasi pleite? Wäre das das ureigenste Interesse eines Staates?

Zitat aus einem Artikel der FAZ:In einer Art letztem Ausweg versucht die Regierung dann, ihre Schulden loszuwerden, indem sie die Notenpresse anwirft. Wenn ihr die Gläubiger kein Geld mehr leihen, muss sie es eben selbst drucken. Es kommt zur Inflation, oft endet es sogar in Hyperinflation: Geld ist dann nicht einmal mehr das Papier wert, auf dem es gedruckt ist. Das ist der Grund, warum auf einen Staatsbankrott oft ein Währungsschnitt folgt. Eine neue Währung wird eingeführt, die wieder Vertrauen schaffen soll. Umtauschen kann man dann nur zum ungünstigeren Tauschkurs. Als Deutschland 1948 die D-Mark einführte, löste sie die Reichsmark im Verhältnis 100 zu 6,5 ab.



Auf welchem Kontinent sitzen eigentlich die relevanten Ratingagenturen, wenn es um die Bewertung der Staatsanleihen von € - Staaten geht? Und welche Währung gibt es dort? Genau US$.  Ein besseres Fressen gäbe es für die Herren aus Übersee wohl kaum. Scheinbar hat die EU dem Übel aus Griechenland wohl noch ein weiteres Übel entgegenzusetzen und unterhöhlt ales mit noch mehr Geld, das sicher auch eingefordert wird, aber auch bezahlt? Ja? Wovon?

Deshalb bin ich der Meinung, dass die eigentliche Katastrophe erst noch kommt, eine weltweite Entwertung, fragt sich nur, wie sich das für uns darstellt.

Meinen Daily Dax-Chart mit den FLDs habe ich mal aktualisiert, die eingezeichneten weissen Linien so ausgerichtet, dass sie am Hochpunkt beginnen und die halbe Länge den 1er MA schneidet. Diese Vorgabe genügt, wenn man sich einen Tag nach dem Schnitt mit dem 1er MA befindet - eine deutliche Regel. Der letzte Trade wäre kaum handelbar gewesen, der vorletzte hätte fast die gleiche Entfernung wie vor dem Schnitt erreicht - Staun! - Anders als im November 2009 gibt es aktuell noch kein wildes Penetrieren des Chartverlaufs mit dem 1er MA. Sollte der Kurs halbwegs gerichtet den MA schneiden, könnte man direkt nach Schneiden ein Signal einzeichnen (Bild 2). Mal schauen, was daraus wird.

:respekt:

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whipsaw
11. May 2010
ZITAT
ass die Leutchen jetzt naiv drauf los - alles wieder in Butter - da weitermachen, wo sie vor gut zwei Wochen aufgehört haben


Wenn ich Parallelen zur Bankenrettung in den USA (der andere Milliarden-"Sonnenschirm" Aktion) ziehe, ist das ein denkbares Szenario.
In meinen Augen ist das wie eine Vollkasko für einen 15jährigen Porschefahrer ohne Führerschein.

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