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wird Zeit sich den Staub abzuklopfen und weiter zu machen...

Posted by oldschuren , 11. April 2010 · 2,119 views

Was soll ich sagen, hab in letzter Zeit ziemlich S*** gebaut... Hab ein haufen Geld verbrannt... Overtrading, wechselnde Positionsgröße (in brenzligen Situationen natürlich immer nach oben) haben mein Konto dezimiert. Das ist die Gefahr am extremen Hebel. Mit 1:400 kann man richtig schnell sein Konto plätten wenn man seinen Kopf verliert.

Nach einer Woche der Resignation hab ich mich wieder aufgerafft und mir vorgenommen, Risk- und Moneymangament mehr Beachtung zu schenken. Folgendes habe ich mir ausgedacht: Ich werde in Zukunft nur noch mit einem Risk pro Trade von ca. 1% arbeiten. Diesen Monate werde ich mit 0,1L traden. Wenn der Monat im großen und ganzen erfolgreich verläuft, geht es mit 0,2Lot weiter usw.

Im Durchschnitt handele ich 25 Trades pro Woche. Ist im Prinzip auch ein Resultat des Overtrading. Aber währe schon OK. Was passen muß ist der Durchschnitt an Pips pro Trades die man gewinnt. Ist leider ziemlich lausig bei mir. Bei 25 Trades (relativ hohe Frequenz) währe Delta +1Pips pro Trades super. Momentan ist es leider im negativen Bereich. Vermute mal auch mangelnde Selektivität. Ok. So weit so gut. Um mein Auge für die Anzahl der Trades und dem Ergebnis unterm Strich zu schulen, habe ich mir folgendes auferlegt: Ich werde eine Gebühr für das Tradevolumen bestimmen, dass am Monatsende auf ein Extrakonto überwiesen wird. Wie hoch soll die Gebühr sein? Hab mal rumgerechnet. Ich werde 50 Dollar pro Million definieren. Das macht aktuell 3,75 EUR pro Lot und somit 0,5Pips. Bei 25 Trades mit 0,1Lot steht am Wochenanfang eine Gebühr von 9,38 EUR im Raum, die ich erst mal abarbeiten muß. Am Monatsende werde ich die Gebühr nach tatsächlichem Umsatz berechnen und abziehen. Bisschen Augenwischerei ist mir ganz lieb. Bin halt ganz gut im  "Feld von hinten aufräufeln"... :)

Ich finde, durch diese Betrachtungsweise bekommt man auch einen Eindruck von den Kosten, die man auch beim FX-Handel bezahlt. Spreads hin oder her. Da geht ein Haufen Kohle an den Broker die im Prinzip zu den Transaktionskosten gehören, ohne das man sich (oder ich mir) dessen bewusst ist.

Zweite Idee: Ich werde auf mein Hauptkonto den Hebel von 1:400 ausnutzen. Eigentlich brauch man ja nicht all seine Tradingkohle auf einen Accout zu haben. In diesem Sinne werde ich auf den Handelsaccount soviel Kohle einzahlen, dass es für Margin und -10% des gesamten Tradingkapital reicht. Mein Broker ist recht fix mit dem hin und her überweisen von Beträgen von ein Account auf den anderen. Von der zeitlichen Warte aus gesehen, hätte ich kein großen Nachteil. Vorteil währe, dass ich nicht so schnell in die Situation kommen kann, dass ich wie irre die maximale Margin ausnutze. Das führt mir auch vor Augen, wie hoch die Fluktuationen der Kohle pro Trade in Relation zum Konto ist... Das scheint mir in letzter Zeit etwas abhanden gekommen zu sein.

So, dann bin ich mal selber gespannt, wie sich das entwickelt.... :)

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Na dann viel Erfolg bei deinem Vorhaben .... wink2.gif
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oldschuren
12. April 2010
Danke Rumpel... @all Könnte ruhig mal euren Senf dazu geben. Vorbehalte, Tipps ??? Her damit....
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im Grunde hast Du ja schon gesagt, was geändert werden müßte.

ZITAT
Eigentlich brauch man ja nicht all seine Tradingkohle auf einen Accout zu haben.


jep, es ist vom psychologischen Standpunkt her wesentlich besser, wenn man von 300 € startet und z.B. auf 600 € verdoppelt, als von 1000 € auf 1300 € bspw. Mit wachsendem Erfolg legt man eine kleine Schippe nach.

Ich hab es z.b. früher bei IG so gemacht, das ich immer um 0,1 den Einsatz erhöht habe. Also praktisch kaum spürbar. Viele andere fangen mit zwar nur 1 CFD an, erhöhen aber dann auf 2 und mehr. Oft gehts auch technisch nicht anders, aber das ist immerhin eine Verdoppelung des Einsatzes. Man sollte sich also eventuell einen Broker suchen, der kleine Schritte ermöglicht.
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Wie siehts mit einem Business Plan aus. Hast du einen? Wenn nicht dann wäre es evt. sinnvoll einen zu erstellen. Dort kannst du dann deine Posi-Sizes festlegen und noch viele andere schöne Dinge die hilfreich sind.

Ich schick dir mal eine PDF "10 Tips to Help Avoid a Trading Tragedy" per PM von GFT, ist zwar auf englisch aber vieleicht ist ja der eine oder andere Tipp für dich dabei. wink2.gif
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oldschuren
13. April 2010

Einen rudimentären BusinessPlan habe ich schon... Ist aber mehr ein loses Stückwerk. Vielleicht sollte ich einiges konkretisieren. Mal schaun... Und Danke für das PDF... :)
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oldschuren
13. April 2010
also momentan:
Stopp 8-10 Pips
TP 8-12 (oder mehr)
pro 700EUR 0,1Lot
InitialRisk: ca -1% >> Stopp wird aber bei der erst besten Gelegenheit nachgezogen...
max Verlust per Day: -3% >> sehr selten eingehalten :(
max Verlust per Week: -10% >> öffter überschritten :(
auf Handelskonto Magin + 10% des Kapitals (als Puffer für ne Verlustwoche)
Tagesziel: 5 - 10 Pips
Wochenziel: so in Richtung 25 Pips
Pause nach 3 Verlusten in Folge, auf nächste TradingGelegenheit wird gewartet
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Hört sich interessant an. Ich für mich finde immer folgendes noch sehr hilfreich: Nach jedem geschlossenen Trade wird der Rechner für ca. 10 - 15 Minuten komplett verlassen.
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oldschuren
13. April 2010
Gute Idee... Da fällt mir noch ne Verhaltensregel ein: Nach dem eingehen des Trades bis zum eröffnen der nächsten M10, M15...ect. Kerze warten und sich mit was anderem beschäftigen...
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Wo liegen denn deine Probleme beim einhalten der Punkte?

- InitialRisk
- max Verlust per Day
- max Verlust per Week

Sind sie dir in dem Moment bewusst?
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oldschuren
13. April 2010
Probleme resultieren meist durch Overtrading mit der Tendenz, die Positionsgröße hochzufahren. In diesem Zuge bin ich so im Rausch, dass ich keinen Blick mehr für die Relationen habe und auch kein feeling mehr für das eingegangen Risiko...
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Mensch, hier ist ja richtig was los.
Zum Thema Rausch (den ich leider auch sehr gut kenne): Ich habe mich heute beim kostenlosen Newsletter von Jochen Steffens eingetragen, da gab es ein PDF "Die 7 wichtigsten Regeln für Trader" dazu. Zuerst dachte ich, das ist wieder dieses allgemien bekannte Blabla, aber ich wurde angenehm überrascht. Kann ich gern mal in die Knowledge Base hochladen, Verbreitung ist erlaubt (erwünscht?).
Hier mal ein Auszug zum Rausch:
ZITAT
Der Unterschied zwischen positivem Stress und Panik
Diese aus Angst erwachsende Nervosität bedeutet Stress. Beim Traden brauchen Sie Stress. Aber den „normalen“, positiven Stress. Dieser lässt Sie konzentriert, wach und wachsam sein. Das ist der Stress, den Sie anstreben sollten.
Aber der andere, negative Stress lässt Sie nicht wachsam, sondern ängstlich sein und kann unter bestimmten Voraussetzungen in Panik münden. Bei Panik reagieren Sie aber nicht mehr rational. Tradingpläne, Stopps, Geldmanagement und alle diese Dinge werden dann zu Makulatur. Ur-Instinkte bestimmen Ihr Handeln. Verhaltensmuster, die den Menschen früher geholfen haben, wirklich gefährlichen, lebensbedrohlichen Situationen zu entkommen.
Die abgeschaltete Vernunft
Heutzutage kommen solche Situationen zum Glück nur noch selten vor. Aber die Muster aus Urzeiten funktionieren immer noch und werden vom Unterbewusstsein praktisch automatisch aktiviert. Der Gedanke „Flucht“ beim Anblick eines Löwen durfte ja einem Urmenschen gar nicht erst in den Sinn kommen, da musste er schon weg sein.
Dann rennt er durch das dickste Gestrüpp und spürt keinen Schmerz, verschwendet keinen Gedanken an den, der vor ihm rennt und fällt. Der Mensch verfällt in eine Art Trance und kommt dadurch erst kilometerweit bzw. nach (sehr) langer Zeit wieder zu sich. In dieser Zeit ist die berechnende, analysierende und sachlich abwägende Vernunft abgeschaltet.
Sie können sich vorstellen, wie unpassend dieser Automatismus „Angst“ beim Trading ist. Doch leider geraten viele Trader da häufiger hinein, als sie wahrhaben wollen. Diese Trancen sind der Grund für die Ausverkaufstage, an denen wirklich jeder seine Aktien oft entgegen jeder Vernunft zu Tiefstkursen verramscht. Oder für die verrückten Zeiten, in denen jeder kauft, als gäbe es kein Morgen mehr (Kaufpanik).
Finden Sie die geeignete Positionsgröße
Das Aufwachen ist dann allerdings schmerzlich, wenn man erkennt, wie man sich wieder einmal hat mitreißen lassen und was das für das eigene Konto bedeutet
Zwar ist den meisten wenigstens theoretisch dieses Problem bekannt. Einige werden es schon erlebt haben und – viel wichtiger! – auch vor sich selbst zugeben. Aber nur die wenigsten werden einige ihrer Tradingverluste damit in Zusammenhang bringen.
Nun gerät man nicht nur an solchen extremen Paniktagen in die Nähe der Trancen, die durch Angst/Nervosität eingeleitet werden. Das kann jedem Trader jederzeit passieren. Dann sind die Zustände vielleicht nicht so intensiv, aber der Effekt ist derselbe: Sobald der Stress ein bestimmtes Level überschreitet, besteht die Gefahr, dass die Vernunft zunehmend von urzeitlichem Verhalten verdrängt wird. Das muss vermieden werden.
Und hierbei wird von vielen Anlegern unterschätzt, wie schnell bestimmte Summen genau diese negativen Stress bewirken. Wie schnell man in „Trance“ fällt und dann nicht mehr Herr seiner Sinne ist. Ich glaube, die meisten würden sich wundern, wie oft ihnen das bereits widerfahren ist, und somit schnell erkennen, warum sie zum Beispiel immer und immer wieder die gleiche Fehler machen oder immer und immer wieder Dinge tun, die sie im Nachhinein nicht mehr verstehen. Nämlich dann, wenn sie aus dieser „Stress-Trance“ wieder aufwachen.
Es ist demnach wichtig zu erkennen, ob man, und wenn ja, wann man in solche „tranceartigen Zustände“ eintritt. (Ich behaupte, jedem Menschen geschieht das ab einer bestimmten Summe). Deshalb ist es für Sie wichtig herauszufinden, ab welcher Summe Sie „unruhig“ werden, nervös, ängstlich, etc. Also wann sich der positive Stress in negativen Stress wandelt. Das ist nicht so leicht, wie es sich anhört, aber mit etwas Ausprobieren kommt man schnell dahinter.

usw.
Ich habe es noch nicht ganz durch, finde es aber lesenswert...
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oldschuren
13. April 2010
Danke Tino, macht Lust auf mehr...
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Ich habe die PDF hier hochgeladen. Es ist noch nicht freigegeben von den Mods, aber mit dem Link müsstest du es runterladen können. Viel Spaß beim Lesen.
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Mh die kannte ich noch gar nicht. Mal sehen was er so schreibt ....
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Zum Thema Rausch, Mentale Blockaden und ähnlich gelagerte Problematiken des Tradings kann ich aus eigener Erfahrung
wärmstens das Buch von Marc Douglas " Der disziplinierte Trader " empfehlen.

Dieses Buch hinterleuchtet Dinge die einem selbst so noch nicht mal bewusst sind...
In meinen Augen eins der wenigen "Musst have" Bücher

Wer der englischen Sprache mächtig ist, müsste dieses mit wenig Suche im Netz als PDF entdecken....
In Deutsch wird das sicher schon schwieriger, aber es gibt ja Amazon, dort ist es sicher gebraucht zu bekommen.
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Danke für den Tipp, Vola. Ich hab's mal auf meinen Wunschzettel gesetzt. Kannst es doch bei Gelegenheit mal hier im Forum mit reinstellen, ich glaube nämlich nicht, dass das allzu viele von uns kennen...
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@tinozi
Okay mache ich, habe noch was altes von Joe Ross gefunden, ne PDF in Deutsch
http://www.tradinged...ale-fitness.pdf

Hier mal der Link zum Inhaltsverzeichnis vom Buch Mark Douglas, nicht täuschen lassen, es geht wirklich nur um Trading in allen Variationen
http://www.finanzbuc...103_content.pdf
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oldschuren
16. April 2010
Das Buch " Der disziplinierte Trader " von Marc Douglas hab ich auch da. Was soll ich sagen. Der deutschen Übersetzung merkt man an, dass der Übersetzer nicht so der Sprachfetischist ist. Lese gerne Bücher, aber dass strotzt nur so von Schachtelsätze. Davon abgesehen sind mir noch einige Passagen in Erinnerung die wie die Faust aufs Auge getroffen haben. Also durchaus lesenswert... :)

ZITAT
Okay mache ich, habe noch was altes von Joe Ross gefunden, ne PDF in Deutsch
http://www.tradinged...ale-fitness.pdf

Kannte ich noch nicht. smile.gif

BSW
Von Joe habe ich mir mal die TradingMinde CD gekauft. Hab mir das ne zeitlang reingezogen. Weiß aber ehrlich nicht, ob es was gebracht hat. Ich denke mal, dem mentalem Training widme ich mal einen eigenen Artikel. Hab da ein zwei Dinge gefunden die erwähnenswert sind...
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ZITAT
Okay mache ich, habe noch was altes von Joe Ross gefunden, ne PDF in Deutsch
http://www.tradinged...ale-fitness.pdf

Danke Vola, kannte ich natürlich auch noch nicht. Du hast ja wirklich ne umfangreiche Bibliothek claphands.gif

@oldschuren: wg. der "Trading Mind": Ich war auch oft drauf und dran, die mir zu kaufen, aber so ohne Hörprobe über 100 Euro hinzulegen hat mich dann doch davon abgehalten spiteful.gif.
Freu mich schon auf den mentalen Artikel...
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ZITAT
Danke Vola, kannte ich natürlich auch noch nicht. Du hast ja wirklich ne umfangreiche Bibliothek


Wenn du wüsstes was er alles so für nettes Material hat, da wird dir so schnell nicht mehr langweilig yep.gif
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, ich schon fleißig, aber manchmal wird mir vom vielen echt .

Und muss man auch manchmal...

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oldschuren
16. April 2010
Aber wir legen ein ziemliches Tempo an den Tag. Finds schön, dass hier so viele unterwegs sind, mit wahrscheinlich ähnlichem Entwicklungsstand... Gestandene Trader findens ja eher belangweilende tagein tagaus (jahrein jahraus...) das selbe zu predigen... außer man hat natürlich ein Helferkomplex... pleasantry.gif
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Tjoa, vieleicht sollten wir uns einmal zusammentun - immerhin arbeiten wir am selben Problem. gum.gif
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oldschuren
16. April 2010
Machen wir ja schon... :) Für mich hat sich die Arbeit im Blog hier schon gelohnt. Die Profession Trader besteht für mich aus vielen Bausteinen die zusammengesetzt ein schlüssiges ganzes ergibt. Aber irre wie das ist, sind manche Bausteine am Anfang, kanns nicht anders sagen, unsichtbar. Nach und nach lernt man den Wert schätzen und kümmert sich darum. Das braucht seine Zeit, Nerven und Geld...

P.S.
Hatte mal Bock zum philosophieren gehabt... Also Leute, hier schon mal ein Danke von mir für die Beiträge von euch.
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oldschuren
16. April 2010
Die Sache mit dem Rausch als Ursache von negativen Streß in Extremsituationen ist für mich momentan der Knackpunkt. Da habe ich meine Baustelle gefunden. Bin mir aber noch nicht sicher, was ich da machen will. Man hört ja auch von "man muß sich langsam an eine Positionsgröße gewöhnen" oder "die muß so klein sein dass Sie einen gar nicht mehr berührt" ect...
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Man hört ja auch von "man muß sich langsam an eine Positionsgröße gewöhnen" oder "die muß so klein sein dass Sie einen gar nicht mehr berührt" ect...


Sehe ich ähnlich. Bei mir ist es nicht die Positionsgröße an sich, sondern wenn ich mit einer höheren Position handle als meinem Konto gut tut. 0,5-1% pro Trade, alles darüber macht mich nervös und ich treffe garantiert die falsche Entscheidung... Also ob ich 5 Euro im 500-er oder 50 Euro im 5000-er riskiere ist mir eigentlich egal. Wie es dann im 50k oder noch höheren Konto aussieht, kann ich noch nicht sagen, wahrscheinlich kommt dann noch ein anderer psychologischer Aspekt dazu... Der Handel in einem entsprechend hohen Demokonto hat bei mir jedenfalls nichts gebracht. Dann lieber ein Microkonto im Echtgeld.

Eine meiner Baustellen ist das "rechthabenwollen". Also der rechtzeitige Ausstieg, wenn es gegen mich läuft. Das kommt glaube ich noch aus der Zeit, wo ich grundsätzlich mit Verlust ausgestiegen bin und dann der Kurs wieder in meine Richtung drehte. Stattdesssen kaufe ich jetzt oft noch nach, damit es sich richtig lohnt, wenn der Kurs zurück kommt. So war ich vor kurzem mit 8 Shorttrades in einer Währung drin, immerhin 4% vom Konto. Das habe ich nur durchgehalten, weil es Microlots waren, die riskierte Summe an sich war also nicht so schlimm. Aber bis ich wieder ein Normalkonto führe muss ich diese Unart ablegen, sonst wird das nix mit Geld verdienen...
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Na dann will ich doch auch mal meine Baustelle hier präsentieren. nictation.gif
Also über die Probleme des Recht haben wollen bin ich schon hinüber. Ich setze einfach meinen Stop gleich beim Einstieg und dann ist das eigentlich erledigt. Mein Problem liegt eher darin das ich noch keine Strategie für mich gefunden hab ausserdem werd ich die Tage mal meinen Trading Plan vervollständigen wink2.gif
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Was das recht haben wollen angeht, bin ich auch drüber hinweg, ich bin so zum zwischendurch Scalper geworden.
Ich gehe nach ausgestoppt werden sofort mit einer doppelten Posi in die andere Richtung, aber nur für ein paar Pips, also nach Voigt Ausbruch handeln.
Dann warte ich auf neue Signale, die Richtung war mir schon immer egal...

Das mit der Posi Größe was Tinozi angesprochen hat, da kämpfe ich auch immer noch mit, irgendwie schwer zu handhaben...
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oldschuren
17. April 2010
Die Sache mit dem Recht haben wollen ist mir noch gut in Erinnerung. Ist sonst nicht das Problem weil ich enge Stopps setze und wenn der Trade ausgestoppt wurde, die Sache erst mal beendet ist. Bei der besagten Situation, weiß ich auch nicht wie es dazu gekommen ist, habe ich den Stopp immer weiter weg gesetzt. War voreingenommen. Glaube Euro sah shortlastig aus. Calbe eher Seitwärtstendenz und bewegte sich gerade an das untere Ende der Range. Dachte mir doch zack, gleich gehts los. Mit einer zu großen Position eingestiegen (auch merkwürdig, da ich die Tendenz erst nach einigen Verlusttrades habe...). Nachdem ich eingestiegen stabilisiert sich der Cable und ging in Richtung Norden. Zuerst dachte ich mir, ok kleine Korrektur ist durchaus drin, Stopp weiter weg gelegt. Dann, ja das Cable, wird immer gerne gepusht um Stopp abzufischen, nciht mit mir, Stopp gelöscht. Dann nahm die Bewegung fahrt auch und ich habe den Trade mit 31 Pips im Minus geschlossen. Ist dieses Jahr der großte Einzelverlust gewesen. Für mich war frustrierend zu sehen, dass die Bollinger Bands im M15-Chart die Zielzone für den Kursverlauf war. Kurz vorher habe ich die Position glatt gestellt. Danach ging es wieder runter und so in den Bereich meines Einstieges. Was soll man davon halten...? Würde ich jetzt das Resümee daraus ziehen, doch in Zukunft laufen lassen weil ja die Kurse wieder zurück kommen, dann unterliege ich bereits einen Irrglauben. Ein zwei dreimal geht es gut, aber der Trade, der mein Konto dann plättet ist so gut wie vorprogrammiert...

@Rumpel
Gibt ne Menge guter Strategien. Wichtig ist zu wissen, was einem liegt. Ob kurzfristig oder langfristig, mechanische Handelssysteme, diskretionäres Handeln. Sollte was sein, was man mit seiner Persönlichkeit und der zu Verfügung stehenden Zeit harmoniert. Und mit deinen Glaubensansätzen. Was hältst Du vom Markt. Wenn du sagst, der Markt bewegt sich in Wellen dann sind evt. Trendstrategien interessant. Wenn Du sagst, keiner weiß in welche Richtung die nächste Bewegung geht, dann evt. ne Scalping Strategie. Letzteres sagte ein Scalper von sich, der auf Termintrader.de ein Webinar gegeben hat...

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@rumpel
Strategie entwickeln kann sehr sehr lange dauern bist du was passendes für dich persönlich gefunden hast.
Fang doch erstmal mit dem Markt an. Dax, Devisen etc.
Dann den Zeitrahmen festlegen, einen zum handeln, den höheren zur Richtungsbestimmung des Handels.

Liegt dir der Trendhandel oder eher das Reversal, die Korrektur des Trends ?
Breakout Trading oder Pullbacks an MA's, Pivots etc ?
Sessions Breakout oder Trendkanal Handel ?
Indikatoren gestützt oder Preisgestützter Handel ?
Widerstand und Unterstützungs Handel oder Trendlinen, Flaggen, Wimpel etc. Handel ?
Candle Formationen oder / und 1 2 3 Handel ?

Letztendlich wird alles mit MM und RM funzen, aber es muß dir liegen und das allerwichtigste IMHO, du mußt ein und denselben Ansatz
sprich Zeitrahmen, Indikatoren, Art des Handels eine gewisse Zeitlang treu bleiben um nachvollziehen zu können was es brachte.

Wenn ständig gewechselt wird, sieht das in einer Gewinnerphase gut auf dem Konto aus, Problem dabei, du hast nix was du immer wiederholen kannst, da du ständig gwechselt hast ist das nicht mehr genau nachvollziehbar.

In einer Verliererphase verlierst du jegliches Vertrauen ins Trading da nix laufen will und du nicht weißt warum.

Dadurch kommt Unsicherheit auf, weil mal klappte der Ansatz mal der, aber welchen jetzt nehmen.

Beispiel:
Ich habe zum Anfang bestimmt x Systeme getestet, mal das mal das, übertrieben jeden Tag ein anderes probiert.
Zum Schluß hat man dann für jeden einzelnen Monatstag ein funktionierendes System.
Problem, du weißt nicht welches an welchem Tag funktioniert !
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