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"Lieber Aktien auf Pump kaufen als fürs Eigenheim sparen" FAZ.net


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3 replies to this topic

#1 Henrik

Henrik

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Posted 12 February 2015 - 07:39 AM

Lieber Aktien auf Pump kaufen als fürs Eigenheim sparen

 

#Noch nie war es so günstig, sich fremdes Geld zu borgen. Das ermöglicht ganz neue Strategien - vor allem beim Hauskauf.

09.02.2015, von DYRK SCHERFF

 

Im neuen Zeitalter der Mikrozinsen könnte hingegen ein anderes Vorgehen weniger kostspielig sein. Wer langfristig in Aktien anlegt, kann deutlich mehr Rendite erzielen, als er für den Baukredit Zinsen bezahlt.

 

http://www.faz.net/a...n-13415928.html

 

Also das Haus mit Aktien zu beleihen halte ich persönlich ja für eine Schnapsidee. Gerade jetzt, wo (in meinen Augen) mehr Potenzial nach unten als nach oben bei den Aktienmärkten ist. 

 

Die Niedrigzinsphase wird nicht ewig so bleiben - in 10 Jahren kann und wird das wieder ganz anders aussehen. Entwickeln sich die Aktien nicht wie gewünscht, dann macht man dort Verluste und muss die Kredite verlängern zu deutlich höheren Zinsen. 

Also das wäre mir das Risiko nicht wert.

Ich "sammle" auch Aktien und lasse sie einfach liegen. Aber ich würde nicht auf die Idee kommen das auf Pump zu machen...

Gerne gehe ich auch kurzfristige Risiken ein beim Trading. Aber was der FAZ-Artikel ja beschreibt, ist nichts anderes als die eigene Rente (das Haus) aufs Spiel zu setzen. Und nicht nur das, sondern auch das Risiko einer Privatinsolvenz wenn es ganz dumm läuft...

 

Wie seht ihr das?


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"Weder die stärkste noch die intelligenteste Spezies überlebt. Sondern jede, die sich am besten dem Wandel anpasst."
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#2 lutzs

lutzs

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Posted 12 February 2015 - 10:18 AM

http://www.faz.net/a...n-13415928.html

 

Wie seht ihr das?

 

Ich halte das auch für eine blöde Idee. Als bei mir damals (2007) nach zehn Jahren die Zinsbindung auslief habe ich auf variablen Zins umgestellt, mehr Risiko würde ich bei Immobilienfinazierung nicht eingehen. Und auch da muss man konsequent sein - zunächst sanken die Zinsen, als die dann aber wieder leicht anfingen zu steigen habe ich zu jedem Quartal mit allem verfügbaren eine Sondertilgung gemacht und so die Raten immer weiter gedrückt. Das war der Plan und der ist aufgegangen, noch dazu hätte man zu jedem Zeitpunkt wieder in ein Darlehen mit Laufzeit und Zinsbindung wandeln können. Das Risiko war also überschaubar, und so sollte es nach guter Sitte auch sein.

 

Mich wundert ohnehin dass im Moment so für Aktien getrommelt wird, sind wir schon wieder oben?

http://www.welt.de/f...Dax-kaufen.html

 

Lutz


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#3 ajkonly

ajkonly

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Posted 16 February 2015 - 06:17 PM

Im Prinzip ist es generell eine blöde Idee auf " Pump" zu spekulieren. Zur "FAZ" sage ich jetzt gar nichts! Aber der Redakteur wird schon wissen von was er spricht?! crazy.gif

 

Vor allen Dingen in der Gefahr der eventuellen möglichen Enteigung durch den Staat. Siehe Grundschuldeintragung. Schon 2 mal passiert in Deutschland. Dann werden einfach 10 % fällig. Natürlich auch auf Aktien und dann abkassiert. Dann fallen die Häuserpreise weil die Kreditnehmer die Schulden nicht mehr tilgen können und man hat nur noch Schulden. Das Haus wird man auch nicht mehr los zumindest nicht für den Preis auf den der Grundschuldeintrag berechnet wurde.

Ich würde jetzt gar nichts auf Pump kaufen. Weder Haus noch Aktien bevor die Sache mit dem Euro geklärt ist.

 

Aber das wird ja nicht passieren. Alles wird gut.mocking.gif


  • 0

Buhh!


(Achtung! Alle von mir vorgeschlagenen Trades, Eas,Anlagetipps stellen keine Handelsaufforderung dar.)


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#4 Maerl Brontius

Maerl Brontius

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Posted 18 February 2015 - 08:02 PM

vom Grundsatz her mag dieser publikumswirksame Titel passen, soferm man von einem weiterhin blühenden Aktienmarkt ausgeht, selbst rechnerisch könnte man sich das so bunt rechnen, wie man es gerne hätte. Es soll ja auch Staaten geben, die bei einem Ölpreis unter 90-100US$ aufgrund der dominanten Abhängigkeit der eigenen Wirtschaft seit einer Weile nur noch auf den Knien kriechen ... Venezuela mal so als Beispiel, es kann natürlich auch weitere Länder geben, die an der Spitze an Paranoia und gesteigertem Realitätsverlust leiden und damit das eigene Land u. mehr riskieren. Klar, wer rechnet schon damit, dass der Ölpreis mal wieder runterkommt und dann auch so heftig und mit einem lehrbuchhaftem Downmove seit letztem Sommer. Der Aktienmarkt wird auch immer weiter steigen, vielleicht mal so 20-40% einbrechen aber dann wieder steigen und auf zu neueren Hochs. Mit ein bisschen bzw. ein bisschen mehr und vielleicht auch zuviel QE kann man sich eben so einiges herbeizaubern, gerne auch eine laufende Wirtschaft, aufgebaut auf Spielgeld. Ändert sich dadurch etwas z.B. bei BASF & Co? Umsatz, etc. ja aber letzten Endes ist die Bewertung auf Basis von Währungen, die keine wirkliche Deckung haben, wie es früher war und nach oben gezogen durch eine Liquiditätshausse. Nur die Betrachtung hat eine gesteigerte Erwartung bzw. Werteinschätzung gebracht. Ein alter Börsenspruch sagt ja, dass eine Aktie immer nur soviel wert ist, wie die Menschen dafür bezahlen und wenn sie sich eben überbieten dann ist es so, das ändert aber an der Aktie nichts. Und damit jetzt die eigenen VierWände verwetten? Ein bisschen Realitätsempfinden sollte man hier schon erwarten können, sollte man meinen.

 

Ich kann mich aber auch gewaltig täuschen. Vielleicht haben ja deutsche Banken & Co, die Zinsmanipulationsvorwürfen ausgesetzt sind und auch sonst nichts unversucht lassen, Recht und man sollte kräftig in Immobilien investieren, am besten mit Hilfe von Aktien ... ach ja, die natürlich auf Pump, das ist ja so billig im Moment. Die paar Verpflichtungen kann man auf der linken Backe absitzen, wenn doch mal etwas passieren sollte. Notfalls gibt es eben eine neue Finanzkrise und ... moment mal, dann hätte man ein Problem ... aber was solls, dann bekommt das Haus eben jemand anderes, es ändert halt nur den Besitzer. Und auf der großen Bühne wird eben eine Badbank gegründet, die alles auffängt ... und ja, manche Banken können ja nicht Bankrott gehen, da hilft dann der eifrige Steuerzahler aus, also für alles eine Lösung, nur das Haus ist dann trotzdem weg und die Steuern erhöht.

 

Es gibt hier in Spanien so viele Luftschlösser, ganze Dörfer sind von Grund auf gebaut, samt Strassen, Strassenlaternen, Zebrastreifen, Bäcker, einfach alles ... als Alternative gerne auch all diese Strassenlaternen/Elektrokästen u. sonstige Infrastruktur aber ohne Häuser, sehr bizarr! Ich weiss, das waren die bösen Banken, vermutlich nicht die, die einem vollmundig Immobilien anpreisen u. ja, das würde in Deutschland nie passieren. Die meisten Immobilien, die hier auf dem Markt sind, werden von Banken verkauft, eigentlich nichts ungewöhnliches, nur ist der Großteil davon entweder von einem bankrotten Bauunternehmer oder Privatpersonen, die Immobilien nur auf Basis von Versprechungen und Zinstilgung gekauft haben. Ja, Zinstilgung u. nicht darüber hinaus! Immobilien sind etwas tolles und jeder sollte sowas tolles haben, Altersinvestment und ständig im Preis steigend. Mit dem 100%tig gesichterten Preisanstieg ist man dann auf der sicheren Seite. Wer den Kredit selbst tilgt, anstatt nur die Zinsen ist selbst schuld. Diese Denkweise war hier lange üblich. Mittlerweile sind davon nur noch die Immobilien übriggeblieben, die für einen Appel & ein Ei auf den Markt geworfen werden. Die Makler selbst reden noch verträumt von diesen goldenen Zeiten und haben die selbstherrliche Arroganz noch nicht ganz abgelegt. Alles braucht eben seine Zeit. Und wenn eines sicher ist, dann sind es 1. die Renten, 2. der langfristig steigende Aktienmarkt (mit ein paar Korrekturen, versteht sich) und 3. vollmundige Versprechen von Banken & Co., die nur das Beste wollen

 

Es wäre da noch 4. Jeder ist seines eigenes Glückes Schmied und für ganz große Warmduscher, Handyhüllenbesitzer & Co gäbe es da noch die verruchte, altmodische Art. Man lebt entsprechend den Maßstäben, die sich einem bieten, also nutzt das und Punkt - kein Pump. Eigentlich wollte ich nur kurz dazu etwas schreiben, war jetzt leider ein wenig ausschweifend. Diese ganze Wirtschaft auf kleinem und großen Teller nährt sich seit Jahrzehnten (insbesondere aber dem letzten Jahrzehnt) nur von QE, also Geldschwemme, einer Ausweitung des Spreads zwischen dem wirklichen privaten Einkommen und dem aufgenommenen Credit (ich habe dazu mal sehr interessante Charts gesehen) und der Goldpreis wird künstlich unten gehalten. Vielleicht bin ich wirklich altmodisch oder zu konventionell aber ehrlich gesagt bin ich viel zu geizig Geld dafür zu bezahlen, dass ich mir etwas kaufen kann, was ich mir so nicht leisten kann. Mögen da die Zinsen noch so niedrig sein. Noch weniger würde es mir in den Sinn kommen statt Zinsen mir in Wertpapieren gebundenes Kapital und somit ein wesentlich schwerer kalkulierbares Risiko als nur ein paar Prozent Kreditzinsen für die Deckung meiner Immobilie zu verwenden. Spielen sollte man im Kasino oder Testdepot aber nicht, wenn es um die Wurst geht.


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