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Tom Next - Daytrading Community
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Best of Oz


Mythos

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Hi there,

 

erstmal sorry für die Verspätung, aber die 35° Temperatur-unterschied und 2 kranke Neffen haben dafür gesorgt, dass ich die letzte Woche in horizontaler Lage verbracht hab. Der menschliche Körper ist scheinbar doch nicht dafür gemacht vom Hochsommer in den tiefsten Winter zu wechseln...

 

Also: Best of Oz. Ich muss zugeben, nach 4 Monaten Oz (wobei wir die Ostküste ja weggelassen haben) gibt es soviele Best Of's, dass ich gar nicht weiß wo anfangen. Ich kann hier sicher nicht alle tollen Plätze und Geschichten erzählen, da ihr sonst nach der Hälfte aufhört zu lesen, aber ich versuch mal einen guten Überblick zu geben.

 

Sydney

Die wohl bekannteste Stadt Australiens. Entgegen mancher Meinungen ist sie nicht die Hauptstadt, das is Canberra, die ist dafür uninteressant, klein und von den Einheimischen eher als notwendiges Übel akzeptiert.

In Sydney gibts 2 bekannte Attraktionen: Das Opernhaus (ein Prestigebau der das Budget gesprengt hat und von den Einheimischen ursprünglich natürlich nicht gewollt war) und die Sydney Harbour Bridge (die wurde von den Einheimischen gewollt und die Eröffnung riesig gefeiert). Interessantes Detail zur Bridge: Sie sollte die längste Hafenbrücke werden, aber ein paar Tage vor Eröffnung haben die irgendwo auf der Welt (kA mehr wo) eine andere eröffnet die ein paar Meter länger ist... dumm gelaufen.

Sydney hat aber noch viel mehr zu bieten: Neben einer geschäftigen, lauten Innenstadt, gibts einen Nationalpark direkt in der Stadt wodurch ein Stadtspaziergang schnell mal durch den tiefsten Urwald führen kann.

 

Indian Pacific

Die (touristische) Zugverbindung von Sydney nach Perth. Ganz klar ein Erlebnis für sich! 3 Tage und Nächte am Zug sieht man gleich mal wie vielfältig und weitläufig dieser Kontinent ist. Von den Blue Hills bis zur Nullarborebene mit der längsten schnurgeraden Zugstrecke der Welt. Bei den Whistlestops (u.a. in Kalgoorlie) kann man sich die Beine vertreten und auch gleich eine riesige Tagbaugoldmine "erkunden".

Wer das nötige Kleingeld hat kann sich von eigener Kabine bis zu einem eigenen Waagon (mit Piano etc.) die Fahrt versüssen, aber auch im RedService sind die Sitze bequem und es gibt in jedem Wagon eine Dusche. Alles in allem: empfehlenswert ;)

 

Perth

Hauptstadt von Westaustralien. Im Vergleich zu Sydney eher "klein" und als wir dort waren sehr stark im Umbau begriffen. Dennoch eine schöne Stadt und im Vergleich zu allen anderen Städten in WA auch sehr groß. Der SwanRiver wird hier so breit, dass sich so mancher See bei uns was abschauen könnte. "Markenzeichen" ist der schwarze Schwan den man im Norden der Stadt in seinem natürlichen Umfeld beobachten kann. Für uns war Perth der Ausgangspunkt für unseren Australien-Roadtrip und Heimat unseres Aussieporsche ;) Auch erwähnenswert ist Freemantle, eine kleine Vorstadt von Perth, die ihren Kleinstadtcharakter bewahrt hat.

 

Der Südwesten vom Südwesten (Ja es gab sogar ein Schild das einen da willkommen geheißen hat ;)

Der dicht besiedeltste Teil von WA. Hier gibts einige tolle Dinge wie den Tree Top Walk in der Nähe von Albany wo man in 40m Höhe durch die Baumwipfel gehen kann, den Leuchtturm am Cape Naturaliste mit der Chance Wale zu beobachten, Magaret River mit einer tollen Fudge Factory und den Wave Rock, ein Fels in Form einer riesigen Welle, nicht unbedingt die 400 km Reise von Perth Wert, aber wenns am Weg liegt trotzdem beeindruckend.

 

Nördlich von Perth gibts gleich mal die Pinnacles, ein Haufen Felsen die in einer kleinen Wüste nördlich von Perth aus dem Boden wachsen. Wie sie genau entstanden sind ist noch nicht klar, aber es ist eine typisch westaustralische Attraktion wo man sogar mit dem Auto durchfahren kann.

Danach kommt eine weitere Kuriosität wie man sie wohl nur in den Weiten von Westaustralien finden kann: das Fürstentum Hutt River, eine Farm die 1970 nach einem Streit mit der Regierung ihren eigenen Staat ausgerufen hat. Von niemandem wirklich anerkannt, aber zumindest offiziell australisches Ausland (zumindest laut Steuerbescheid). Und es war das erste mal das ich mit einem Prinz und Prinzessin gequatscht hab und ich hab einen Stempel mehr in meinem Pass.

Wieder weiter nördlich kommt man nach Denham, dem westlichsten Ort von Westaustralien mit dem westlichsten Pub und Ausgangspunkt für eine Fahrt nach Monkey Mia, wo man jeden Morgen wilde Delphine füttern kann. Unterwegs kann ein kurzer Stop beim Shell Beach nicht schaden, ein Strand der statt Sand aus Millionen kleiner Muscheln besteht.

Von dort aus gings über Coral Bay, wo man mit Mantarochen und Walhaien schnorcheln kann, weiter zum

 

Karijini Nationalpark

Aus meiner Sicht eines der Highlights in WA und womöglich der schönste NP in ganz Australien. Mehrere tiefe Schluchten ziehen sich durchs Gelände und mit den richtigen Schuhen und körperlicher Fitness kann man runterklettern und in den kühlen Felsenbecken schwimmen.

 

Port Hedland links liegen gelassen gehts weiter nach Broome, der Perlenhochburg. Hier kann man von Demonstrationen wie gefährlich Krokodile wirklich sind über Mangofarmen, Dinosaurierfußabdrücken, Kamelreiten am Strand bis zur Besichtigung einer Perlenfarm alles erleben. Und da man bereits nördlich des tropischen Wendekreises ist, ist es auch dementsprechend warm und die Gefahr von Zyklonen ist allgegenwärtig.

Also weiter nach Kununurra wo man im Kanu den OrdRiver vom Lake Argyle (grösster Menschen gemachter See in Australien mit mehr Wasser als im Hafen von Sydney) bis zurück nach Kununurra erkunden kann. Dort ist auch das einzige Vorkommen von Zebrarock (also farbliche gestreifte Felsen) weltweit.

Danach verlässt man WA und kommt ins Northern Territory. Hier wirkt das Gras grüner und man darf plötzlich mit 130 über den Hwy rasen (nicht das das unserem Auto gut getan hätte, aber man dürfte). Das NT kann mit noch weniger großen Städten aufwarten wie WA, dafür hat es Darwin. Eine Großstadt (auf jeden Fall wenn man aus den Weiten von WA kommt) mitten in den Tropen. In Darwin selber kann man viele Relikte aus dem 2. Weltkrieg besuchen und es ist ein guter Ausgangspunkt für die Nationalparks Litchfield (mit wunderschönen Wasserfällen) und Kakadu (mit Felsmalereien und Wasserfällen die man aber besser per Helicopter erkundet). Für uns war Darwin auch Schauplatz unseres ersten Weihnachten im tropischen Sommer mit BBQ am Strand und Cocktails im Pool.

Ab durch die Mitte gings dann vorbei an Katherine (eine Stadt am Weg, wieder mit Nationalpark in der Nähe, aber irgendwann reichts ;), den Devils Marbles (riesige runde rote Felsen neben dem Hwy), Tennant Creek (mit tollem Youth Hostel), Three Ways und Wycliffe Well (dem Ufo Zentrum von NT) nach

 

Alice Springs

Früher eine typische kleine Aussteigerstadt, wo eigentlich keiner hin will. Heute eine große Aussteigerstadt mitten im heißen, trockenen Zentrum. Für die meisten ist Alice mit seinem Flughafen nur Zwischenstop auf dem Weg zum Uluru aber man kann hier auch ein Museum des Royal Flying Doctor Service besuchen oder einen Abstecher in die McDonnell Ranges machen: Wieder ein Nationalpark, diesmal heißer und trockener, dafür mit farbigen Felsen. Und wenn man schon mal im Zentrum ist kommt man an DER Touristenattraktion Australiens natürlich nicht vorbei:

 

Uluru (Ayers Rock) und Kata Tjuta (Olgas)

Ein Nationalpark, der inzwischen den Aboriginees gehört, aber nur unter der Bedingung, dass sie ihn für 99 Jahre an die Regierung zurückleasen. Der Uluru an sich ist ein großer Fels mitten in der flachen Steppe wobei die Größe und Tatsache dass da sonst nur flach ist schon sehr beeindruckend ist. Auch sehr schön ist das Farbenspiel bei Sonnenauf- und untergang, das man zusammen mit Unmengen anderer Touristen und ein paar kreisenden Hubschraubern erleben kann. Kata Tjuta ist eine Felsformation in der Nähe. Auch groß aber nicht ein großer zusammenhängender Block sondern mehrere eng zusammenstehende Felsen. Natürlich auch rot so wie alles in Oz.

 

Von der Hitze beim Uluru gehts dann in die Opalstadt Coober Pedy wo man froh ist ein paar Meter unter der Erde im Kühlen schlafen zu dürfen. Wenn man in der Umgebung achtlos herumläuft muss man das womöglich länger als gewünscht, da es Unmengen unmarkierter Löcher (Opalminen) gibt und die Einheimischen so gern mit Sprengstoff hantieren.

Ein paar hundert Kilometer weiter südlich trifft man in Port Augusta endlich wieder das Meer, das Wetter ist dementsprechend kalt, aber windig.

 

Nach einem kurzen Zwischenstopp in Adelaide (Hauptstadt von Südaustralien), Victor Harbour (sehr schön, sehr windig) und Hahndorf (ehemals deutsche Siedlung nahe Adelaide) gehts weiter ostwärts zu einem weiteren Highlight von Australien:

 

die Great Ocean Road

im wesentlichen eine lange Küstenstrasse. Wobei man für Europa sagen muß dass "lang" viel länger ist als wir es gewohnt sind und "Küstenstrasse" im Sinne von "an der Küste" in Australien auch nicht heißt dass man durchgehend den Ocean sieht.

Die Hälfte der Strecke läuft "entlang" einer Steilküste und bietet viele Aussichtspunkte auf die Highlights wie London Bridge (wobei ein Bogen vor ein paar Jahren eingestürzt ist) oder die 12 Apostels (von denen nur mehr 6 stehen oder so), ein sehr beliebtes Fotomotiv. Danach gehts direkt in die zweitgrösste Stadt Australiens:

 

Melbourne

Nach 3 Monaten einsame Straßen ist diese 4 Mio Stadt zu Beginn deutlich beeindruckender als Sydney nach einem 24 Stunden Flug. Die Stadt an sich hat viele schöne Gebäude, eine Chinatown und alles was eine Großstadt haben muss (inkl. Stock Exchange). Mein persönliches Highlight in Melbourne ist aber das 100km (also für Australien nur ein bissl außerhalb) entfernt gelegene Philipp Island mit der Penguin Parade, wo jeden Abend hunderte Zwergpinguine im Schutz der Dämmerung den riskanten Weg vom Meer zu ihren Höhlen in den Dünen zurücklegen. Das Ganze natürlich im Scheinwerferlicht und beobachtet von unzähligen zahlenden Touristen die auf den Tribünen in Wind und Regen frösteln.

 

Tjo damit endet unser erster Australientripp auch "schon" wieder. Es gäbe natürlich noch so viel mehr zu erzählen, aber dafür müsst ihr dann persönlich vorbeikommen ;)

 

lg und no worries

Mythos

 

Wer bis hierher durchgehalten hat wird dafür mit Fotos belohnt. Da in ein Best Of irgendwie viele Fotos gehören, hab ich sie zum Platzsparen resampelt, sollten aber immer noch eine schöne Auflösung haben. Ich hab auch versucht keine Bilder zu nehmen die schon im Blog sind, wenn jemand noch spezielle Fotowünsche hat: ich hab über 1000 ;)

 

Hier gibts auch "endlich" die Pics vom Gebäude "Australian Stock Exchange" und dem Hotel Rialto gegenüber wo die ASX inzwischen wirklich ist.

5 Comments


Recommended Comments

nice - vor allem der Truck :grins-:

Ja das ist der grösste den wir stehend gesehen und fotografiert haben. Auf der Strasse haben wir einige mit noch einem zusätzlichen Anhänger gesehen...

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:shakehands: :doubleup:

 

Klasse - thx Mythos!

 

 

btw. das nächste Mal ruhig die Alben/ Galerie nutzen. Bald gibt's ein richtig schickes Update des Moduls. Da macht das Anschauen dieser tollen Bilder richtig Spass.

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Galerie muss ich mir mal ansehen. Machts Sinn das ich es nachträglich umstelle (Also jetzt ein Oz-Ablum erstelle?)

EDIT:Kann es sein das man einzelne Bilder aus dem Album nur schwer mit dem Blog verknüpfen kann?

Dann wär das beste das Album parallel erstellen und dann die Bilder per link verknüpfen oder?

 

 

Muss auch einmal sagen das es mich sehr gefreut hat immer so positive Rückmeldungen zu kriegen. Es tut gut wenn man am anderen Ende der Welt ist und merkt das es Leute gibt die sich auch dafür interessieren ;)

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