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Das Märchen von der Systemrelevanz

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Quelle:

http://www.was-sache-ist.de/2009/09/die-ge...n/#comment-2132

 

Reaktionen zu „Die Geretteten oder das Märchen von der Systemrelevanz der HRE“

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Sehr geehrter Herr Albrecht Müller,

 

da laden Sie uns ein, über eines der komplizierteren Themen nachzudenken, um die Strategiezüge der meinungsmachenden Menschen zu erkennen. Ich habe mich ehrlich gefragt, ob ich überhaupt etwas zur sogenannten Bankenrettung schreiben soll, um nicht Gefahr zu laufen Aspekte nicht oder zu intensiv zu betrachten, sprich mich in der Vielfalt zu verzetteln.

Hier ein Versuch einer wahrheitsoffenbarenden Vereinfachung:

 

1) Das derzeit vorherrschende Wirtschaftssystem ist der angloamerikanische Kapitalismus, seine Ausdrucksform ist das Geld in unterschiedlichen Erscheinungen.

2) Ziel ist es, dass Geld immer mehr wird (Gier), hauptsächlich über Umverteilungen.

3) Banken arbeiten in diesem Sinne mit dem Geld, auch staatliche Banken.

4) Mit einem volkswirtschaftlichen Grundwissen sind „Geldspiele“ nachvollziehbar.

5) Immer größere Geldmengen, denen keine Wirtschaftsleistung mehr gegenübersteht, suchen dringend nach Anlegern (in der Regel Schuldner).

6) Es werden Kunstprodukte (z. B. Zertifikate) geschaffen, die gar nichts wert sind.

7) Die Spirale der Habgier wird immer größer, bis das System zerfällt.

8) Eine gewisse Zeit können Staaten mit Anleihen und Bürgschaften das Kasino der vorherrschenden Geldspieler noch aufrecht erhalten. Steuerzahler zahlen die Einsätze.

9) Zwangsläufig muss diese Art von wirtschaften in den Zusammenbruch führen.

 

Die Erklärung ist ganz einfach. Bei Betrachtung der Schuldnerliste der Firmen und Institutionen, die sich bei der HRE als Investoren Geld geliehen haben, und nun durch uns alle durch Staatsgeldgeschenke und Bürgschaften „gerettet“ worden sind, fällt auf, dass die Wirtschafts- und Finanzelite das Zepter der Macht und Meinung in der Hand hält. Sie hätten dieses Geld gar nicht gebraucht, denn viele von ihnen verfügen über genügend finanzielle Reserven im Hintergrund.

Warum muss eine kleine Kirchengemeinde zu spekulativen Zwecken Lehman-Papiere kaufen, obwohl sie sich eigentlich um Notstände in den eigenen Reihen kümmern sollte?

Weshalb verzichtet der Staat nicht solange auf die Zahlung von Schuld-Zinsen aus dem Staatshaushalt an die Gläubiger-Geldinstitute, die er gerade „gerettet“ hat, bis diese Banken und Firmen ihre Milliarden an den Staat zurück gezahlt haben?

Die Lage war und ist todernst.

 

Als die weltweite Finanzkrise in Deutschland ausbrach, hat unsere Frau Bundeskanzlerin den Sparern versprochen, ihr Geld wäre sicher. Wenn die Bürger tatsächlich aus Angst um ihr Geld, dieses alle an einem Tag vom Konto abgehoben hätten, wäre das System schon vor einigen Monaten zusammengebrochen.

Darüber muss selbstverständlich Stillschweigen bewahrt werden. Denn die Banken sind ja das Blutgefäßsystem unseres Landes, und wenn kein Blut mehr fließt, stirbt das Land. (sinngemäß nach dem ehemaligen Finanzminister) „Deshalb gibt es keine Alternative zu seiner Politik.“ (Meinungsmache)

Wenn wir Menschen zu der Erkenntnis gelangen wollen, dass eine weitere Umverteilung der Geldmittel von Arm nach Reich nicht mehr stattfinden soll, sollte eine eingehende Beschäftigung mit der Finanzkrise uns endlich die Augen öffnen. So darf es nicht weitergehen. Wie kann es sein, dass wir am Rande des Abgrunds stehen, und veröffentlichte Meinung und Politik uns vorgaukeln: „Die Krise sei schon vorbei.“ Einfach unfassbar!!

In der Hoffnung mit zur Ideen- und Gedankenvertiefung beigetragen zu haben übersendet Ihnen ein Gleichgesinnter herzliche Grüße.

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