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Tom Next - Daytrading Community
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Bequem mit System, alles easy ...


Maerl Brontius

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Es fängt meist mit der Idee an, dass man selbst immer weniger für die Kapitalentwicklung tun muss, lediglich noch abschöpft. Was liegt da näher das einem Handelssystem zu überlassen? Klar, es gibt genug funktionierende Handelssysteme da draussen. Man muss diese nur finden und ab und an kann man diese kaufen, leasen oder die Signale kaufen. Man liest so einiges darüber im Netz und Zeitschriften. Wieviele der Menschen - denen das imponiert - haben sich wirklich mit der Story dahinter beschäftigt, mit den wirklichen Interessen? Die wenigsten. Weiterhin bin ich der Meinung, dass ein Handelssystem, was einem stetig Geld erwirtschaftet, nicht den ausschliesslichen Sinn hat genau das zu tun. Ich bin nicht der Erklärbär aber um das zu erklären ... man will immer das sehen und hören, was dem ureigensten Interesse / Bedürfnis gerecht wird, alles andere wird ausgeblendet, sonst würde man verrückt werden. Also sehnt man sich danach, wovon in den Medien geschrieben wird oder auf Seiten wie Collective2 und Ayondo so anschaulich dokumentiert .. es ist ja so einfach. Ist man in der Lage selbst mit Programmcode umzugehen versucht man - wie Millionen anderer ! - ein automatisches System zu schreiben oder adaptiert man aus diversen Foren vorhandene. An der Stelle ansetzend versucht man sich den sehnlichen Wunsch zu erfüllen, dass jemand anderes oder eben ein System die Arbeit übernimmt, man rechnet sich reich, geht auf in dem Gedanken, es irgendwann erreicht zu haben. IMHO ist das der Hauptnutzen, den die Information über Handelssysteme im Netz dem User bietet, sich in dem Gedanken auf fremdverdientes Geld sonnen zu können, ohne viel Eigenarbeit - man fühlt sich wohl bei dem Gedanken

:full: :wub: :full:

 

Ehrlich gesagt bin ich der Meinung, dass man in den letzten Jahren im Netz soviel an Informationen findet, was gute Tradeansätze betrifft, egal ob manuell, halb oder vollautomatisch. Wahrlich zuviel Informationen. Wie kann man diese Information filtern und realisieren? Nicht ohne jahrelange harte Arbeit und nicht ohne grundlegendes Verständnis vom Markt und der Systeme, die man tradet oder fremd-nutzt. Wie will man ein System sicher laufen lassen, ohne grundlegendes Verständnis der Interessen verschiedener Markteilnehmer. Wie viele Davids versuchen von Goliath ein paar Cent zu ergattern, wieso sollten Privatanwender mit einem EA mit Hilfe eines Bucketshops auf lange Sicht Geld verdienen, wo doch genau das entgegen dem ureigensten Geschäftsinteresse dieser Marketmaker ist? Laufende Systeme sind top aber werfen immer neue Probleme mit dem MM oder der Infrastruktur, von Marketmakern hat man sich in dem Stadium längst verabschiedet ... man muss ständig am Ball sein und Händchen halten :wub: wie geduldig ist man normale Drawdowns über mehrere Monate hinwegzunehmen, wie garantiert schliesst man die Trades, wenn vordefiniertes Risiko überschritten wurde? Wie bekommt man den Balanceakt hin das sich über Jahre ändernde Marktverhalten anzupassen, ohne Curvefitting zu betreiben? Wo bleibt bei all dem die ursprüngliche Bequemlichkeit, die von den Systemen erwartet wurde? Schliesslich sollte es ja Arbeit abnehmen und nicht generieren ... dieser Realitätsverlust wird in den Medien und im Internet eher weniger dokumentiert oder wird es einfach nur ausgeblendet ...

 

Was ist mit den Systemen, die in Foren dargeboten oder dort per Brainstorming entwickelt werden? Ab und an gibt es gute Ansätze, die gute Regeln für manuelles Traden bieten oder gar automatisches -- das kann für sich ausprobiert und zur Reife gebracht werden mit akzeptablen Systemparametern. Dieses Ergebnis-Level des Brainstormings wird man in Reinform eher nicht im Netz finden, die Postings enden an der Stelle, wo es lediglich manuelle Regeln bzw. nicht akzeptable Systemparameter bei automatischen Systemen gibt oder Threads werden manipiliert bzw. gelöscht. Teils interessant zu sehen, wie wirklich gute Ideen in langen Threads immer weiter getrieben werden und dann irgendwann die eine und andere Person vom wirklichen Nutzen der Idee erleuchtet wird und sich genau dann alles in Luft auflöst, die negative Seite des Systems betont wird, bis auch der letzte überzeugt ist, dass dieser Ansatz zu den 99% der nicht nutzbaren gehört.

 

Wie sicher kann man sein, dass man bei solch Ansätzen / Systemen im Netz nicht mit das wahre Potential erkennt - ohne auch das vorher zu verwerfen und weiter nach dem heiligen Gral zu suchen? Interessanter Gedanke :unsure:

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