Die Renditeentwicklung von Hedge-Funds verläuft zunehmend parallel. Darin sieht die Europäische Zentralbank (EZB) eine Gefahr für die Stabilität der Finanzmärkte, wie sie in einem Bericht schreibt. Eine Krise bei einem Fonds könnte zu einer Kettenreaktion führen. Bei Hedge-Funds handelt es sich um Anlagevehikel, die kaum reguliert werden. Allerdings äussert sich die EZB nur vage dazu, was denn ein solches Szenario auslösen könnte. Als einziges Beispiel führt sie ein abruptes Versiegen der zurzeit noch reichlich vorhandenen Liquidität an.
In ihrer Analyse greift die EZB auf das Mass der Korrelation zurück. Diese Kennziffer gibt an, ob sich zwei Wertpapiere parallel oder gegenläufig entwickeln. Sie liegt zwischen -1 bei völlig diametraler und +1 bei völlig paralleler Entwicklung. Die wichtigsten zehn verschiedenen Strategien von Hedge-Funds wiesen im vierten Quartal 2005 untereinander im Schnitt eine Korrelation von +0,5 aus - der höchste je gemessene Wert. Was die EZB besonders hervorhebt: Die Renditen hatten selbst 1998 weniger stark korreliert. Damals war der Hedge-Fund Long Term Capital Management (LTCM) in Schwierigkeiten geraten. Dies hatte eine Reaktion der Notenbanken provoziert, die eine Ansteckung befürchteten und einen Rettungsplan ausarbeiteten. Mehrere Geldinstitute verhinderten schliesslich den Zusammenbruch von LTCM mit einer Finanzspritze von 3,6 Mrd. $.
Die weltweit 6900 Hedge-Funds verwalten zurzeit rund 1,4 Bio. $. Sie verzeichneten im vierten Quartal 2005 erstmals seit drei Jahren netto Mittelabflüsse. Darunter litten besonders die Dachfonds (Funds of Hedge-Funds). Dahinter vermutet die EZB auch strukturelle Gründe. So würden institutionelle Investoren zunehmend direkt in einzelne Hedge-Funds investieren, um Gebühren zu sparen. Zudem könnten Anleger ihr Geld in Hedge-Fund-Indizes stecken, was eine Alternative zu Dachfonds sein kann. Die EZB hat ferner festgestellt, dass Hedge-Funds auf ihrer Suche nach rentablen Anlagemöglichkeiten vermehrt in weniger liquide Vermögenswerte investieren. Sie agieren damit ähnlich wie Beteiligungsgesellschaften. Aber im Unterschied zu Private-Equity-Firmen, die eine Mindestanlagedauer kennen, können Investoren von Hedge-Funds ihre Anteile leichter zurückgeben. Dies kann für Hedge-Funds dann problematisch werden, wenn viele Anleger gleichzeitig aussteigen wollen. Immerhin schliesst die EZB ihre Ausführungen auf einer optimistischen Note. So habe sich die Branche bisher trotz den Abflüssen im vierten Quartal als widerstandsfähig erwiesen. Die jüngst stärkeren Bewegungen an den Märkten dürften zudem ganz nach dem Gusto der auf solche Marktverhältnisse spezialisierten Vehikel sein.
Die Renditeentwicklung von Hedge-Funds verläuft zunehmend parallel. Darin sieht die Europäische Zentralbank (EZB) eine Gefahr für die Stabilität der Finanzmärkte, wie sie in einem Bericht schreibt. Eine Krise bei einem Fonds könnte zu einer Kettenreaktion führen. Bei Hedge-Funds handelt es sich um Anlagevehikel, die kaum reguliert werden. Allerdings äussert sich die EZB nur vage dazu, was denn ein solches Szenario auslösen könnte. Als einziges Beispiel führt sie ein abruptes Versiegen der zurzeit noch reichlich vorhandenen Liquidität an.
In ihrer Analyse greift die EZB auf das Mass der Korrelation zurück. Diese Kennziffer gibt an, ob sich zwei Wertpapiere parallel oder gegenläufig entwickeln. Sie liegt zwischen -1 bei völlig diametraler und +1 bei völlig paralleler Entwicklung. Die wichtigsten zehn verschiedenen Strategien von Hedge-Funds wiesen im vierten Quartal 2005 untereinander im Schnitt eine Korrelation von +0,5 aus - der höchste je gemessene Wert. Was die EZB besonders hervorhebt: Die Renditen hatten selbst 1998 weniger stark korreliert. Damals war der Hedge-Fund Long Term Capital Management (LTCM) in Schwierigkeiten geraten. Dies hatte eine Reaktion der Notenbanken provoziert, die eine Ansteckung befürchteten und einen Rettungsplan ausarbeiteten. Mehrere Geldinstitute verhinderten schliesslich den Zusammenbruch von LTCM mit einer Finanzspritze von 3,6 Mrd. $.
Die weltweit 6900 Hedge-Funds verwalten zurzeit rund 1,4 Bio. $. Sie verzeichneten im vierten Quartal 2005 erstmals seit drei Jahren netto Mittelabflüsse. Darunter litten besonders die Dachfonds (Funds of Hedge-Funds). Dahinter vermutet die EZB auch strukturelle Gründe. So würden institutionelle Investoren zunehmend direkt in einzelne Hedge-Funds investieren, um Gebühren zu sparen. Zudem könnten Anleger ihr Geld in Hedge-Fund-Indizes stecken, was eine Alternative zu Dachfonds sein kann. Die EZB hat ferner festgestellt, dass Hedge-Funds auf ihrer Suche nach rentablen Anlagemöglichkeiten vermehrt in weniger liquide Vermögenswerte investieren. Sie agieren damit ähnlich wie Beteiligungsgesellschaften. Aber im Unterschied zu Private-Equity-Firmen, die eine Mindestanlagedauer kennen, können Investoren von Hedge-Funds ihre Anteile leichter zurückgeben. Dies kann für Hedge-Funds dann problematisch werden, wenn viele Anleger gleichzeitig aussteigen wollen. Immerhin schliesst die EZB ihre Ausführungen auf einer optimistischen Note. So habe sich die Branche bisher trotz den Abflüssen im vierten Quartal als widerstandsfähig erwiesen. Die jüngst stärkeren Bewegungen an den Märkten dürften zudem ganz nach dem Gusto der auf solche Marktverhältnisse spezialisierten Vehikel sein.
Quelle: NZZ online