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Wiener Börse zieht erneut Glücksspiel-Aktie an

Geschrieben

Bet-at-home ist der fünfte Glücksspiel-Titel.

 

Die Wiener Börse entwickelt sich allmählich zu einem beliebten Tummelplatz für internationale Glücksspielfirmen. Nach Bwin (vormals Betandwin), Century Casinos, Admiral Sportwetten und Betbull notiert seit heute, Donnerstag, auch Bet-at-home am Kurszettel in Wien. Der Erfolg der verschiedenen Aktien an der Börse war bisher jedoch ziemlich unterschiedlich.

 

Bet-at-home notiert bereits in Frankfurt. Für Wien beantragte das Unternehmen eine Notiz am Dritten Markt. Dort sind die zu erfüllenden Vorschriften am geringsten. Das 1999 von zwei Welsern gegründete und in Düsseldorf beheimatete Unternehmen hat ein ähnliches Geschäftsmodell wie Bwin. Mit einer maltesischen Lizenz werden über das Internet Wetten und Glücksspiele angeboten. Im Vorjahr erzielte die Firma einen Umsatz von 69 Mio. Euro. Für heuer wird eine Steigerung auf 320 Mio. Euro angepeilt.

 

Auch die jüngste Kursentwicklung erinnert an den ATX-Wert Bwin. Nachdem die Aktie in Frankfurt lange Zeit um den Ausgabepreis von sieben Euro geblieben war, katapultierte sich der Kurs Anfang des Jahres innerhalb von wenigen Monaten auf über 70 Euro. Seit Mai brach er jedoch wieder stark ein und steht aktuell bei etwa 35 Euro. Ähnlich volatil ist die Entwicklung beim ebenfalls im Dritten Markt notierten Internet-Wettanbieter Betbull. Im Jänner verdreifachte sich der Kurs, um im März wieder auf den vorherigen Wert abzustürzen.

 

Ruhiger ist die Entwicklung beim US-Casinobetreiber Century Casinos. Die von zwei ehemaligen Casinos Austria Managern (darunter der jetzige Bwin-Vorstand Norbert Teufelberger) gegründete Firma wird seit Oktober 2005 im Prime-Market gehandelt und konnte seither kontinuierlich zulegen. Anders die Situation bei Admiral Sportwetten. Die Novomatic-Tochter soll demnächst die Börse verlassen. Grund: Da der Streubesitz unter fünf Prozent gefallen ist, gibt es zu wenig Handelsvolumen.

 

Quelle: diepresse.com

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