Fondsmanager kritisieren Derivate als Ursache für die Kreditkrise. Jetzt erwarten sie eine Abkehr vieler Anleger von den hoch riskanten Finanzinstrumenten
"Der Fall der US-Hauspreise war der Auslöser der aktuellen Kreditkrise", sagte Cindy Sweeting, die 35 Mrd. Euro im Templeton Growth Fonds verwaltet, am Dienstag auf einer Anlegerkonferenz in Mannheim. "Der wirkliche Grund ist die Überschussliquidität, die in den vergangenen Jahren vor allem durch Derivate erzeugt wurde." Das Volumen in Derivaten sei auf das fast Zehnfache der Weltwirtschaftsleistung angewachsen, sagte sie. Derivate stellten inzwischen 82 Prozent der Liquidität an den Weltfinanzmärkten.
Der Verlust von 4,9 Mrd. Euro im Derivategeschäft der Société Générale durch nicht autorisierte Geschäfte eines Händlers hat den Finanzmarkt schockiert. Der schwere Vorfall zeigt die Risiken des Derivategeschäfts auf, bei dem wegen der hohen eingesetzen Summen schon ein einzelner Händler eine Bank gefährden kann. Institute weltweit haben seit Ausbruch der Kreditmarktkrise im vergangenen August hauptsächlich wegen Derivateengagements einen hohen zweistelligen Milliardenbetrag abgeschrieben.
Zu einer total unsinnigen Schlussfolgerung kommt "Marktveteran" Carey
"Vielleicht investieren die Leute bald wieder hauptsächlich in ganz normale Aktien. Ich würde das sehr gut finden", sagte er.
In meinem Bekanntenkreis gibt es viele Privatanleger. Darunter ist nicht ein Einziger, der jemals in CDOs investiert war.
Zu einer total unsinnigen Schlussfolgerung kommt "Marktveteran" Carey
In meinem Bekanntenkreis gibt es viele Privatanleger. Darunter ist nicht ein Einziger, der jemals in CDOs investiert war.
Quelle: FTD