Geschrieben 27. Juni 200619 Jr. comment_519 In den letzten Monaten ist ein Zauberwort im Umlauf. Das Zauberwort heißt Glücksspiel und vor allem Sportwetten. Wieso oft bei Zauberwörtern wächst die Fantasie oftmals über die Realität hinaus und erreicht ungeahnte Höhen. So scheinbar auch bei diesem Boom. Man kommt sich vor als würde man wieder mitten zwischen Internetaktien stecken, die in astronomische Höhen schießen könnten. Dieses Szenario kommt Ihnen bekannt vor? Dann denken Sie daran wie dieser Boom endete, denn so traumhaft sind die Voraussetzungen auch in diesem Fall nicht. Schaut man sich den Markt genauer an wird man erkennen, dass der Kauf dieser Aktien sehr leicht selbst zum Glücksspiel geraten kann. So sind vor allem rechtliche Probleme ein Faktor, bei denen zwar gewisse Tendenzen in Richtung von weltweiter Liberalisierung zeigen, aber keinesfalls als gewiss angesehen werden dürfen. So sind die Urteile, die in Deutschland gefällt wurden durchwachsen, aber beim genauen Betrachten vor allem für den „big player“ Betandwin von Nachteil, da die meisten Urteile gegen die DDR-Lizenz von Betandwin entschiedene haben. Ebenfalls oftmals unterschätzt sind die Marketingkosten speziell von Betandwin, da der Werbewahn des an der Wiener Börse notierten Unternehmens kaum zu bremsen ist, so dass inzwischen kaum eine Sportveranstaltung ohne eine Werbung von Betandwin stattfindet. Grundsätzlich wird so eine aggressive Werbung als eher positiv eingestuft, doch genau da steckt der Teufel im Detail. So könnte genau der größte Trumpf von Betandwin zum größten Nachteil werden, denn mit der weltweiten Verbreitung des Internets steigt zwar die potenzielle Kundenzahl der reinen Internetfirmen, damit aber auch die Informationsmöglichkeit und selbstverständlich (wie damals beim Internetboom) auch die Konkurrenz. Hier zeigt sich der zweite große Nachteil der Betandwin-Strategie: Die sehr hohen Werbekosten müssen auch wieder reingeholt werden und dies geht bei einem Sportwettenanbieter vor allem durch geringere Auszahlungen und indem man die „Profis“ möglichst ausschließt. Doch dieser Schuss kann nach hinten losgehen, da zu beobachten ist, dass Sportwetten-Neulinge oftmals bei einem der „Bekannten“ anfangen und mit der Zeit anfangen Quoten zu vergleichen und Berichte in Foren zu lesen, bei denen Betandwin (berechtigt oder nicht soll hier nicht beurteilt werden) bei einem der wichtigsten Punkte für den klassischen Nutzer aus Deutschland schlecht abschneidet und das ist der Support. Ebenfalls sollte nicht vergessen werden, dass fast jeder Börsenboom einer Branche erst dann zu einem Boom wird kurz bevor die „Großen“ ihre Gewinnmitnahmen tätigen und somit auch kurz bevor der Kurs durch Verkäufe nach unten getrieben wird. Ebenfalls bleibt eine richtige Liberalisierung abzuwarten, denn die Konkurrenz schläft nicht, sie lauert lediglich, so ist die Hilton Group mit ihrem Unternehmen Ladbrokes bis jetzt noch nicht im deutschen Markt, es wäre jedoch äußerst blauäugig zu denken, dass sich dies nicht innerhalb von Monaten ändern wird, so bald eine Liberalisierung besiegelt wurde, vor allem nun wo sich die Hilton Group von ihrer Hotelkette losgesagt hat und zu einem reinen Sportwettenanbieter mutiert ist. Der zweite große Konkurrenz William Hill ist ebenfalls noch nicht auf dem deutschen Markt und wartet auf Rechtssicherheit. Und genau da könnte es sich lohnen einen Blick auf die Konkurrenz, die man kaum kennt, zu werfen. Bei einer Liberalisierung wäre William Hill ein sehr empfehlenswerter Wert, da hier noch Potenzial nach oben besteht und es kaum zu glauben ist, dass der in England mit einigen Tausend(!!!) Filialen vertretene Anbieter, nicht in Deutschland Fuß fassen könnte. Schaut man sich die Beteiligungen von Betandwin an, so wird man auch da nicht wirklich von der richtigen Strategie überzeugt. Hier fällt vor allem Betbull auf, die eine reine Wettbörse betreiben und genau das ist ihr Nachteil, da sie hier Betfair als Konkurrenten haben, die schon fast eine Monopolstellung bei den Wettbörsen haben und hier ihre Position eher Ausbauen als Marktanteile zu verlieren. Ebenfalls zu Betbull gehört Primebet, die beispielsweise in Deutschland trotz einiger Filialen nicht richtig Fuß fassen konnten. Neben dem wohl in Deutschland bekanntesten börsennotierten Unternehmen BAW sind da noch einige Kleinere Unternehmen, die den Gang an die Börse gewagt haben. Bekannt dürfte hier vor allem das in Frankfurt notierte Unternehmen „bet-at-home“ sein. Schaut man sich jedoch den Kurs an, stellt man schnell fest, dass bereits von dem Boom profitiert hat und nahezu explodiert ist in den letzten Monaten. So sind hier eher Korrekturen nach unten zu erwarten, der zwar bereits seit zwei Monaten im vollen Gange ist, jedoch beim genauen Betrachten der wahren Größe des Unternehmens noch lange nicht vollzogen wurde. Ein großer Name des österreichischen Marktes ist seit einigen Tagen nun sogar von der Börse zurückgetreten. Admiral Sportwetten Aktien sind vom Handel ausgesetzt worden und werden komplett von der Börse verschwinden.Ein weiteres Unternehmen an der Börse ist die Sportwetten AG, die ebenfalls in Deutschland gehandelt werden. Auch hier ist zu beobachten, dass noch lange keine schwarzen zahlen auf dem hart umkämpften Wettmarkt in der Bilanz stehen. Was bleibt abschließend zu sagen?Falls man jetzt in den Markt einsteigen möchte gibt es zwei Möglichkeiten. Spekulieren auf kurzfristige Anstiege, die jedoch kaum zu erwarten sind, vor allem falls sich bei dem Großereignis WM die Favoriten durchsetzen sollten und es somit eine teure WM für die Buchmacher wird oder man spekuliert eher in der Rechtssprechung und setzt auf Unternehmen, die eine klare Liberalisierung des gesamteuropäischen Marktes erwarten und genau diese Werte jetzt kaufen. Vergessen Sie dabei niemals das wichtigste Gesetz der Börse: die Börse handelt nie in der Gegenwart, sondern in der Zukunft, somit muss ein Unternehmen längerfristig erfolgreich um einen Kauf zu rechtfertigen. Konservativer, jedoch sicherer könnte der Anstieg in einen reinen Glücksspiel-Fond sein, der sich aus Techniklieferanten, Glücksspielanbietern und Dienstleistern der Branche zusammensetzt und somit eine breitere „Fläche“ abdeckt und damit auch das Risiko geringer hält. Quelle:sportwetten-magazin.de/ Melden
In den letzten Monaten ist ein Zauberwort im Umlauf. Das Zauberwort heißt Glücksspiel
und vor allem Sportwetten. Wieso oft bei Zauberwörtern wächst die Fantasie oftmals über
die Realität hinaus und erreicht ungeahnte Höhen. So scheinbar auch bei diesem Boom. Man
kommt sich vor als würde man wieder mitten zwischen Internetaktien stecken, die in
astronomische Höhen schießen könnten. Dieses Szenario kommt Ihnen bekannt vor? Dann
denken Sie daran wie dieser Boom endete, denn so traumhaft sind die Voraussetzungen auch
in diesem Fall nicht.
Schaut man sich den Markt genauer an wird man erkennen, dass der Kauf dieser Aktien sehr
leicht selbst zum Glücksspiel geraten kann. So sind vor allem rechtliche Probleme ein
Faktor, bei denen zwar gewisse Tendenzen in Richtung von weltweiter Liberalisierung
zeigen, aber keinesfalls als gewiss angesehen werden dürfen. So sind die Urteile, die in
Deutschland gefällt wurden durchwachsen, aber beim genauen Betrachten vor allem für
den „big player“ Betandwin von Nachteil, da die meisten Urteile gegen die DDR-Lizenz von
Betandwin entschiedene haben. Ebenfalls oftmals unterschätzt sind die Marketingkosten
speziell von Betandwin, da der Werbewahn des an der Wiener Börse notierten Unternehmens
kaum zu bremsen ist, so dass inzwischen kaum eine Sportveranstaltung ohne eine Werbung
von Betandwin stattfindet. Grundsätzlich wird so eine aggressive Werbung als eher
positiv eingestuft, doch genau da steckt der Teufel im Detail.
So könnte genau der größte Trumpf von Betandwin zum größten Nachteil werden, denn mit
der weltweiten Verbreitung des Internets steigt zwar die potenzielle Kundenzahl der
reinen Internetfirmen, damit aber auch die Informationsmöglichkeit und
selbstverständlich (wie damals beim Internetboom) auch die Konkurrenz. Hier zeigt sich
der zweite große Nachteil der Betandwin-Strategie: Die sehr hohen Werbekosten müssen
auch wieder reingeholt werden und dies geht bei einem Sportwettenanbieter vor allem
durch geringere Auszahlungen und indem man die „Profis“ möglichst ausschließt.
Doch dieser Schuss kann nach hinten losgehen, da zu beobachten ist, dass Sportwetten-
Neulinge oftmals bei einem der „Bekannten“ anfangen und mit der Zeit anfangen Quoten zu
vergleichen und Berichte in Foren zu lesen, bei denen Betandwin (berechtigt oder nicht
soll hier nicht beurteilt werden) bei einem der wichtigsten Punkte für den klassischen
Nutzer aus Deutschland schlecht abschneidet und das ist der Support. Ebenfalls sollte
nicht vergessen werden, dass fast jeder Börsenboom einer Branche erst dann zu einem Boom
wird kurz bevor die „Großen“ ihre Gewinnmitnahmen tätigen und somit auch kurz bevor der
Kurs durch Verkäufe nach unten getrieben wird. Ebenfalls bleibt eine richtige
Liberalisierung abzuwarten, denn die Konkurrenz schläft nicht, sie lauert lediglich, so
ist die Hilton Group mit ihrem Unternehmen Ladbrokes bis jetzt noch nicht im deutschen
Markt, es wäre jedoch äußerst blauäugig zu denken, dass sich dies nicht innerhalb von
Monaten ändern wird, so bald eine Liberalisierung besiegelt wurde, vor allem nun wo sich
die Hilton Group von ihrer Hotelkette losgesagt hat und zu einem reinen
Sportwettenanbieter mutiert ist. Der zweite große Konkurrenz William Hill ist ebenfalls
noch nicht auf dem deutschen Markt und wartet auf Rechtssicherheit. Und genau da könnte
es sich lohnen einen Blick auf die Konkurrenz, die man kaum kennt, zu werfen. Bei einer
Liberalisierung wäre William Hill ein sehr empfehlenswerter Wert, da hier noch Potenzial
nach oben besteht und es kaum zu glauben ist, dass der in England mit einigen Tausend
(!!!) Filialen vertretene Anbieter, nicht in Deutschland Fuß fassen könnte.
Schaut man sich die Beteiligungen von Betandwin an, so wird man auch da nicht wirklich
von der richtigen Strategie überzeugt. Hier fällt vor allem Betbull auf, die eine reine
Wettbörse betreiben und genau das ist ihr Nachteil, da sie hier Betfair als Konkurrenten
haben, die schon fast eine Monopolstellung bei den Wettbörsen haben und hier ihre
Position eher Ausbauen als Marktanteile zu verlieren. Ebenfalls zu Betbull gehört
Primebet, die beispielsweise in Deutschland trotz einiger Filialen nicht richtig Fuß
fassen konnten.
Neben dem wohl in Deutschland bekanntesten börsennotierten Unternehmen BAW sind da noch
einige Kleinere Unternehmen, die den Gang an die Börse gewagt haben. Bekannt dürfte hier
vor allem das in Frankfurt notierte Unternehmen „bet-at-home“ sein. Schaut man sich
jedoch den Kurs an, stellt man schnell fest, dass bereits von dem Boom profitiert hat
und nahezu explodiert ist in den letzten Monaten. So sind hier eher Korrekturen nach
unten zu erwarten, der zwar bereits seit zwei Monaten im vollen Gange ist, jedoch beim
genauen Betrachten der wahren Größe des Unternehmens noch lange nicht vollzogen wurde.
Ein großer Name des österreichischen Marktes ist seit einigen Tagen nun sogar von der
Börse zurückgetreten. Admiral Sportwetten Aktien sind vom Handel ausgesetzt worden und
werden komplett von der Börse verschwinden.
Ein weiteres Unternehmen an der Börse ist die Sportwetten AG, die ebenfalls in
Deutschland gehandelt werden. Auch hier ist zu beobachten, dass noch lange keine
schwarzen zahlen auf dem hart umkämpften Wettmarkt in der Bilanz stehen.
Was bleibt abschließend zu sagen?
Falls man jetzt in den Markt einsteigen möchte gibt es zwei Möglichkeiten. Spekulieren
auf kurzfristige Anstiege, die jedoch kaum zu erwarten sind, vor allem falls sich bei
dem Großereignis WM die Favoriten durchsetzen sollten und es somit eine teure WM für die
Buchmacher wird oder man spekuliert eher in der Rechtssprechung und setzt auf
Unternehmen, die eine klare Liberalisierung des gesamteuropäischen Marktes erwarten und
genau diese Werte jetzt kaufen. Vergessen Sie dabei niemals das wichtigste Gesetz der
Börse: die Börse handelt nie in der Gegenwart, sondern in der Zukunft, somit muss ein
Unternehmen längerfristig erfolgreich um einen Kauf zu rechtfertigen. Konservativer,
jedoch sicherer könnte der Anstieg in einen reinen Glücksspiel-Fond sein, der sich aus
Techniklieferanten, Glücksspielanbietern und Dienstleistern der Branche zusammensetzt
und somit eine breitere „Fläche“ abdeckt und damit auch das Risiko geringer hält.
Quelle:sportwetten-magazin.de/