So kann man sich täuschen. War der mexikanische Peso Ende Februar des laufenden Jahres in eine Abwertungsbewegung gegen den Euro und den Dollar übergegangen, so schien er sich im April zunächst zu stabilisieren.
Das war allerdings nur eine vorübergehende Erscheinung, die zudem nur gegen den Dollar zu beobachten war. Denn im Mai begann dann die allgemeine Korrektur an den Finanzmärkten, die insbesondere auch zu einem gewissen Rückzug internationaler Anleger aus den Schwellenländern geführt hatte. In diesem Rahmen ist die mexikanische Währungen noch einmal deutlich unter Druck geraten.
Nervosität mit internationalen und regionalen Gründen
Seit ein paar Tagen deutet sich zwar wieder eine Art von Konsolidierung an. Ob sie Bestand haben wird, dürfte einerseits von der weiteren geldpolitischen Entwicklung weltweit abhängen. Sollten die Zentralbanken die Liquidität weltweit weiter reduzieren, dürften Märkte, die normalerweise eine hohe Risikoprämie bieten müssen, nicht mehr so viel Flair erhalten wie in der liquiditätsgetriebenen Erholungsbewegung der Jahre 2003 bis ins Frühjahr des laufenden Jahres.
Abgesehen von den internationalen Aspekten gibt es jedoch auch regionale. So stehen kommenden Wochenende in Mexiko Präsidentschafts- und Kongreßwahlen an, deren Ausgang noch offen ist. Drei Kandidaten stehen zur Wahl: Felipe Calderón Hinojosa für die gegenwärtige Regierung, der linksgerichtete Andrés Manuel López Obrador, ehemaliger Oberbürgermeister von Mexico City, und Roberto Madrazo Pintado.
Umfragen deuten auf Obrador als Wahlsieger hin. Denn er spricht sich in seinem Wahlprogramm für die Verbesserung der Situation der armen Bevölkerungsteile des Landes aus und spricht auf diese Weise rund drei Viertel der mexikanischen Bevölkerung an. Calderón dagegen baut auf die Mittelschicht. Beobachter rechnen mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen.
Sollte Obrador gewählt werden, dürften die Finanzmärkte des Landes volatil bleiben. Er plant, das verfügbare Einkommen der Geringverdiener durch Steuersenkungen und erhöhte Transferzahlungen um 20 Prozent erhöhen. Dadurch dürften die Staatsausgaben steigen, auch wenn er plant, gleichzeitig Ausgaben im Budget durch den Abbau von Bürokratie zu reduzieren. Das klingt einfacher als getan.
Was wird gewählt: Populistische Versprechen oder reformerische Phantasie?
Interessanter und gewichtiger wären jedoch Aussagen, nach denen der Staat unter seiner Führung regulierend in die Wirtschaft eingreifen könnte. Diese Strömung ist mit Blick auf Südamerika nicht ganz neu, dürfte jedoch bei internationalen Anlegern auf wenig Gegenliebe stoßen und möglicherweise zu einem Rückgang der Investitionen führen. Obrador spricht sich unter anderem auch gegen die Aktivität privater Unternehmen im Öl- und Gassektor des Landes aus.
Dagegen dürften die Finanzmärkte positiv reagieren, wenn Calderón gewählt werden sollte. Immerhin entstünden dann wieder gewisse Hoffnungen auf längst überfällige Wirtschaftsreformen. Zumindest dann, wenn er auch eine Stimmenmehrheit im Kongreß organisieren können sollte. In diesem Sinne dürften die Anleger den Blick auf den Wahlausgang richten, um sich danach zu positionieren.
So kann man sich täuschen. War der mexikanische Peso Ende Februar des laufenden Jahres in eine Abwertungsbewegung gegen den Euro und den Dollar übergegangen, so schien er sich im April zunächst zu stabilisieren.
Das war allerdings nur eine vorübergehende Erscheinung, die zudem nur gegen den Dollar zu beobachten war. Denn im Mai begann dann die allgemeine Korrektur an den Finanzmärkten, die insbesondere auch zu einem gewissen Rückzug internationaler Anleger aus den Schwellenländern geführt hatte. In diesem Rahmen ist die mexikanische Währungen noch einmal deutlich unter Druck geraten.
Nervosität mit internationalen und regionalen Gründen
Seit ein paar Tagen deutet sich zwar wieder eine Art von Konsolidierung an. Ob sie Bestand haben wird, dürfte einerseits von der weiteren geldpolitischen Entwicklung weltweit abhängen. Sollten die Zentralbanken die Liquidität weltweit weiter reduzieren, dürften Märkte, die normalerweise eine hohe Risikoprämie bieten müssen, nicht mehr so viel Flair erhalten wie in der liquiditätsgetriebenen Erholungsbewegung der Jahre 2003 bis ins Frühjahr des laufenden Jahres.
Abgesehen von den internationalen Aspekten gibt es jedoch auch regionale. So stehen kommenden Wochenende in Mexiko Präsidentschafts- und Kongreßwahlen an, deren Ausgang noch offen ist. Drei Kandidaten stehen zur Wahl: Felipe Calderón Hinojosa für die gegenwärtige Regierung, der linksgerichtete Andrés Manuel López Obrador, ehemaliger Oberbürgermeister von Mexico City, und Roberto Madrazo Pintado.
Umfragen deuten auf Obrador als Wahlsieger hin. Denn er spricht sich in seinem Wahlprogramm für die Verbesserung der Situation der armen Bevölkerungsteile des Landes aus und spricht auf diese Weise rund drei Viertel der mexikanischen Bevölkerung an. Calderón dagegen baut auf die Mittelschicht. Beobachter rechnen mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen.
Sollte Obrador gewählt werden, dürften die Finanzmärkte des Landes volatil bleiben. Er plant, das verfügbare Einkommen der Geringverdiener durch Steuersenkungen und erhöhte Transferzahlungen um 20 Prozent erhöhen. Dadurch dürften die Staatsausgaben steigen, auch wenn er plant, gleichzeitig Ausgaben im Budget durch den Abbau von Bürokratie zu reduzieren. Das klingt einfacher als getan.
Was wird gewählt: Populistische Versprechen oder reformerische Phantasie?
Interessanter und gewichtiger wären jedoch Aussagen, nach denen der Staat unter seiner Führung regulierend in die Wirtschaft eingreifen könnte. Diese Strömung ist mit Blick auf Südamerika nicht ganz neu, dürfte jedoch bei internationalen Anlegern auf wenig Gegenliebe stoßen und möglicherweise zu einem Rückgang der Investitionen führen. Obrador spricht sich unter anderem auch gegen die Aktivität privater Unternehmen im Öl- und Gassektor des Landes aus.
Dagegen dürften die Finanzmärkte positiv reagieren, wenn Calderón gewählt werden sollte. Immerhin entstünden dann wieder gewisse Hoffnungen auf längst überfällige Wirtschaftsreformen. Zumindest dann, wenn er auch eine Stimmenmehrheit im Kongreß organisieren können sollte. In diesem Sinne dürften die Anleger den Blick auf den Wahlausgang richten, um sich danach zu positionieren.
Quelle: FAZ