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Fußball-WM aus Börsenperspektive

Geschrieben

Zwei Tage Spielpause! Einerseits bestürzend, weil man jetzt abends wieder überlegen muss, wie man seine Zeit füllt. Andererseits aber die Gelegenheit, auch beim Ausrüster-Cup mal Zwischenbilanz zu ziehen.

 

Und siehe da, im Viertelfinale sind nicht nur sportlich gesehen fast ausschließlich übliche Verdächtige übrig. Auch bei den Ausrüster-Marken bietet sich ein vertrautes Bild: Adidas hat mit drei Teams (Deutschland, Argentinien und Frankreich) noch die meisten Eisen im Feuer, Nike folgt mit zwei Mannschaften (Brasilien und Portugal).

 

Puma kann nach dem Ausscheiden der elf anderen ausgerüsteten Teams wieder mal froh sein, dass man vorsichtshalber auch in die Italiener investiert hat. Umbros Engländer schlagen sich besser als gedacht, sind aber keine echten Titelfavoriten. Einzig die Ukraine fällt etwas aus dem Rahmen, denn mit ihr hat auch der Ausrüster Lotto den Sprung unter die – auf dem Papier – acht weltbesten Mannschaften geschafft.

 

"Klasse statt Masse" belohnt

 

Was bedeutet das nun? Vor allem, dass diese WM auch aus Ausrüster-Perspektive keine WM der Sensationen ist. Wer wie Adidas vorher bewusst auf Top-Teams gesetzt hat, sieht sich belohnt. Wer dagegen wie Puma zwar viele, dafür aber hauptsächlich zweitklassige Mannschaften sponsert, muss weiterhin ganz fest an die Zukunft glauben...

 

Szenenapplaus für Marathon

 

Mit minimalem Einsatz hat der japanische Hersteller Marathon im Ausrüster-Cup für Furore gesorgt. Dank der überzeugenden Auftritte der Ecuadorianer dürfte die Marke einen enormen Bekanntheitsgewinn verzeichnen. Und das trotz des Ausscheidens im Achtelfinale gegen England – immerhin war selbst diese Vorstellung Ecuadors eindrucksvoller als beispielsweise der ukrainische Sieg gegen die Schweiz.

 

Im Endspurt ist alles möglich

 

Betrachtet man die Ansetzungen der nächsten K.O.-Runden, ergibt sich viel Raum für Spekulationen. Sicher ist nur, dass Adidas dank der Partie Deutschland-Argentinien mindestens einen Titelanwärter ins Halbfinale bringt. Pumas Italiener sind im Spiel gegen Lottos Ukrainer Favorit. Bei England (Umbro) gegen Portugal (Nike) mag man sich beim besten Willen nicht festlegen, und Frankreich (Adidas) könnte Brasilien (Nike) zum ersten Mal ernsthaft in Gefahr bringen.

 

Läuft alles gemäß den Wettquoten, ist jedenfalls ein Finale Adidas (Deutschland oder Argentinien) gegen Nike (Brasilien oder Portugal) alles andere als unwahrscheinlich. Das hätte erstens den Reiz, dass damit zugleich die Konkurrenten um die Weltspitze auf dem Sportartikel-Markt aufeinanderträfen.

 

Zweitens wäre es aber auch das Entscheidungsspiel im "weltweit einzigartigen" (Eigenwerbung der Redaktion) boerse.ARD.de-Ausrüster-Cup. Denn bisher liefern sich die beiden Top-Marken noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Da würden die dank der progressiven Punktestaffel zu vergebenden 48 Zähler für den Endspielgewinn sicherlich auch über den Gesamtsieg entscheiden. Nicht umsonst haben sowohl die deutsche als auch die argentinische Nationalflagge drei Streifen...

 

Quelle: boerse.ard.de

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