Paris, Palo Alto, Mailand, 27. Juni. (Reuters) Nach dem Zusammenschluss der Vierländerbörse Euronext mit der New Yorker Börse (NYSE) werden die US-Aktionäre das Sagen haben. Rund 70% der Anteilseigner der neuen Gruppe stammten aus den USA. Das sagte Euronext-Präsident Jean-François Théodore der Wirtschaftszeitung «Les Echos». Dennoch sieht er darin Vorteile für sein Unternehmen. Die Fusion mit der NYSE erlaube Euronext, zum «Motor» beim weltweiten Zusammenschluss von Handelsplätzen zu werden.
Das Zusammengehen mit der Euronext ergebe Sinn, sagte derweil NYSE-Chef John Thain im kalifornischen Palo Alto. Thain verwies dabei auf Äusserungen des Chefs der Tokioter Börse (TSE), Taizo Nishimuro. Dieser hatte gesagt, dass das fusionierte Unternehmen ein attraktiver Partner für die TSE sei. Thain signalisierte auch Interesse an Zukäufen oder Fusionen in Asien. Bis dahin würden aber noch einige Jahre vergehen, sagte er. Der NYSE-Chef erwartet bis Anfang 2007 einen Abschluss der Fusion mit Euronext. Im Herbst sei mit einer Abstimmung der Aktionäre beider Unternehmen über die Pläne zu rechnen.
Die Mailänder Borsa Italiana wiederum wird sich noch in dieser Woche ausführlich mit einem Kooperations-Vorschlag der Deutschen Börse beschäftigen. Dies erklärte Alessandro Pansa, ein Mitglied des Lenkungsausschusses der Borsa Italiana, am Dienstag in Mailand. Nach Informationen aus Finanzkreisen wird sich dieses Gremium am Donnerstag treffen und die Inhalte eines Briefes der Deutschen an die Italiener diskutieren. Ferner hiess es, Euronext und Borsa Italiana hätten am Freitag über Details einer Kooperation gesprochen. Dabei sei es insbesondere um Möglichkeiten der Integration der dem Handel nachgelagerten Bereiche der Börse (Clearing und Settlement) gegangen.
US-Aktionäre haben das Sagen
Paris, Palo Alto, Mailand, 27. Juni. (Reuters) Nach dem Zusammenschluss der Vierländerbörse Euronext mit der New Yorker Börse (NYSE) werden die US-Aktionäre das Sagen haben. Rund 70% der Anteilseigner der neuen Gruppe stammten aus den USA. Das sagte Euronext-Präsident Jean-François Théodore der Wirtschaftszeitung «Les Echos». Dennoch sieht er darin Vorteile für sein Unternehmen. Die Fusion mit der NYSE erlaube Euronext, zum «Motor» beim weltweiten Zusammenschluss von Handelsplätzen zu werden.
Das Zusammengehen mit der Euronext ergebe Sinn, sagte derweil NYSE-Chef John Thain im kalifornischen Palo Alto. Thain verwies dabei auf Äusserungen des Chefs der Tokioter Börse (TSE), Taizo Nishimuro. Dieser hatte gesagt, dass das fusionierte Unternehmen ein attraktiver Partner für die TSE sei. Thain signalisierte auch Interesse an Zukäufen oder Fusionen in Asien. Bis dahin würden aber noch einige Jahre vergehen, sagte er. Der NYSE-Chef erwartet bis Anfang 2007 einen Abschluss der Fusion mit Euronext. Im Herbst sei mit einer Abstimmung der Aktionäre beider Unternehmen über die Pläne zu rechnen.
Die Mailänder Borsa Italiana wiederum wird sich noch in dieser Woche ausführlich mit einem Kooperations-Vorschlag der Deutschen Börse beschäftigen. Dies erklärte Alessandro Pansa, ein Mitglied des Lenkungsausschusses der Borsa Italiana, am Dienstag in Mailand. Nach Informationen aus Finanzkreisen wird sich dieses Gremium am Donnerstag treffen und die Inhalte eines Briefes der Deutschen an die Italiener diskutieren. Ferner hiess es, Euronext und Borsa Italiana hätten am Freitag über Details einer Kooperation gesprochen. Dabei sei es insbesondere um Möglichkeiten der Integration der dem Handel nachgelagerten Bereiche der Börse (Clearing und Settlement) gegangen.
Quelle: Neue Züricher Zeitung