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LevDAX - neuer Strategie-Index

Geschrieben

Die Deutsche Börse hat heute mit dem LevDAX einen neuen Strategie-Index auf den Markt gebracht. Der Index ist an die Entwicklung des DAX gekoppelt, allerdings mit einem Hebel, einem so genannten Leverage, versehen. Deshalb steigt und fällt der Index doppelt so stark wie der DAX. Damit bietet der LevDAX eine einfache Strategie, um überproportional an Marktbewegungen zu partizipieren. Er ist wie die anderen Strategie-Indizes der Deutschen Börse als Basis für ETFs und strukturierte Produkte konzipiert.

 

Der LevDAX-Hebel wird täglich angepasst, so dass der Index die doppelte Performance des DAX bezogen auf den Schlussstand vom Vortag erzielt. Aufgrund der untertägigen Anpassung des Hebels bei einem Tagesverlust größer als 25 Prozent ist ein Schutz vor Totalverlust gegeben.

 

Quelle: aktiencheck.de/

 

WP STAMMDATEN

WKN A0C4B3, ISIN DE000A0C4B34

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Geschrieben
  • Autor

Mit dem LevDAX bietet die Deutsche Börse einen neuen Strategieindex, der mit einem Hebel ausgestattet ist. Der neue Index zeichnet die Entwicklung des DAX mit doppelter Performance nach.

 

Wenn der DAX steigt, nimmt der LevDAX mit dem Faktor zwei zu. Fällt der DAX, verliert der LevDAX auch doppelt so stark. Dazu bietet Luxor Asset Management, eine Tochter der Société Générale, als erste einen Exchange Traded Fund (ETF) an.

 

Damit wird der Markt für börsengehandelte Indexfonds immer differenzierter. Denn auch auf einen weiteren Strategieindex der Deutschen Börse, den DAXplus Covered Call, bietet Luxor einen Indexfonds an. Dieser Index wird seit Anfang dieses Jahres angeboten.

 

Dahinter steht die Strategie mit Rolling Discounts, die vor allem in Seitwärtsmärkten Renditevorteile bietet. Bisher sind die Zertifikate mit Rolling Discounts jedoch nicht überzeugend gelaufen, da der DAX in den vergangen zwei Jahren kräftig gestiegen ist. Möglicherweise ist die Zeit jetzt nach dem Minicrash vorteilhafter.

 

Für beide ETFs wird eine jährliche Managementgebühr von 0,40 Prozent fällig. Schließlich bringt Luxor als noch einen normalen DAX-ETF, der mit einer Managementgebühr von 0,15 Prozent pro Jahr ausgestattet ist.

 

Insgesamt werden zurzeit 129 Indexfonds auf dem XTF-Segment der Deutschen Börsen gehandelt. Allein 52 Produkte sind in diesem Jahr hinzugekommen.

 

Quelle: www.boerse-online.de

Geschrieben
  • Autor

Dax-Brüder mit Charakter

 

Die Deutsche Börse berechnet und veröffentlicht mehr als 2100 Indizes, darunter in erster Linie Aktien-, Renten und Volatilitätsindizes, die mit Abstand die größte Aufmerksamkeit genießen. Zwei Strategieindizes sind insbesondere für ausgewiesene Derivatefans interessant.

 

Gemeint sind der Daxplus Covered Call und der erst Ende Juni lancierte LevDax. Beide haben gemeinsam, dass sie bereits derivative Elemente enthalten und auf Kursveränderungen des Basiswertes Dax ähnlich reagieren wie andere Investmentzertifikate.

 

Beide Indizes können über zwei in der vergangenen Woche an der Börse gelistete Exchange-Traded Funds (ETFs) der Lyxor Asset Management gehandelt werden. Gleichzeitig kündigte die 100-prozentige Tochter der Société Générale an, ihr Angebot an ETFs im laufenden Jahr von derzeit 17 auf rund 50 erhöhen zu wollen.

 

 

Ein Sicherheitspuffer

 

Ausgangspunkt ist jeweils der Dax: Beim Daxplus Covered Call wird der Leitindex mit einem an der Terminbörse Eurex verkauften Kaufoption (Call) kombiniert - der Call notiert dabei fünf Prozent aus dem Geld. Das heißt, dass der Kurs des Basiswerts Dax unterhalb des Basiskurses notiert. Die aus dem Call-Verkauf erzielte Optionsprämie sorgt für zusätzliche Einkünfte und reduziert auf diese Weise das Anlagerisiko.

 

Für diesen Sicherheitspuffer ist der maximale Anstieg des Index auf etwas über fünf Prozent pro Monat begrenzt. Da hier ein Index mit einem Derivat kombiniert wird, muss der Daxplus Covered Call monatlich neu angepasst werden (Rolling).

 

Somit entspricht die Struktur des Produkts der eines Rolling-Discount-Zertifikats. Mit dem Daxplus Covered Call profitieren Anleger dann, wenn sich der deutsche Leitindex seitwärts bewegt oder leicht fällt. Bei stark steigenden Aktienkursen wird er gegenüber dem Dax an Boden verlieren.

 

Höheres Risiko

 

Ganz anders sieht es beim LevDax aus. Zwar ist auch dieser an die Entwicklung des wichtigsten deutschen Aktienmarktbarometers gekoppelt, allerdings mit einem Hebel, einem so genannten Leverage. Deshalb steigt und fällt der LevDax doppelt so stark wie der Dax selbst. Als Investitionsbasis eignet er sich somit für Investoren, die gegenüber deutschen Blue Chips eine Outperformance anstreben, dafür aber auch bereit sind, ein höheres Risiko zu tragen.

 

Das Prinzip der Indexberechnung beruht darauf, dass der vorhandene Geldbetrag nicht einmal, sondern doppelt in den Index investiert wird. Dazu wird der zweite Anteil "als Kredit aufgenommen", wobei die theoretisch zu zahlenden Zinsen (Interbankentagesgeldsatz) als virtuelle Kosten in die Indexberechnung mit einfließen.

 

Auf den Zertifikatebereich übertragen, lässt sich der LevDax von seiner Wertentwicklung her mit einem Outperformance-Zertifikat mit zweifachem Hebel vergleichen. Die Strukturierung und die bei der Berechnung unterstellten Prämissen fallen aber anders aus.

 

Erhebliche Kostenvorteile

 

Die beiden Indizes können als ETFs gehandelt werden. Gegenüber ihren nicht börsengehandelten Pendants weisen ETFs im Allgemeinen erhebliche Kostenvorteile auf. So fallen statt eines Ausgabeaufschlags lediglich die üblichen Handelsprovisionen, die denen einer normalen Aktienorder entsprechen, an. Auch die jährliche Verwaltungsgebühr der beiden Produkte liegt mit 0,4 Prozent eher am unteren Ende der Marktskala.

 

Ein weiterer Vorteil gehandelter Indexfonds ist ihre hohe Transparenz. Während bei traditionellen Fonds der Inventarwert und damit der Rücknahmepreis nur einmal täglich festgestellt wird, ermittelt die Deutsche Börse oder ein vom Emittenten beauftragter Dienstleister den "fairen Preis" der in Frankfurt gehandelten Indexfonds jede Minute neu. Der Ein- oder Ausstieg ist für Anleger damit jederzeit möglich - also auch mehrmals täglich - , und zwar zu vorher bekannten Kursen.

 

Hinzu kommt, dass anfallende Erträge nach Abzug der Verwaltungsgebühr grundsätzlich dem Anleger und nicht - wie bei manchen Derivaten üblich - dem Emittenten zugute kommen.

 

Einen Nachteil gegenüber herkömmlichen Zertifikaten gibt es allerdings: Derzeit reichen ETFs hinsichtlich ihrer Anlage-, Absicherungs- und Spekulationsmöglichkeiten bei weitem nicht an das Spektrum heran, das Investmentzertifikate inzwischen anbieten.

 

Quelle: Ftd.de

  • 3 Wochen später...
Geschrieben
  • Autor

Als erster und bisher einziger Emittent bietet die Société Générale jetzt Turbo-Zertifikate auf den LevDAX an. "Mit den neuen Produkten, die ab sofort börsenhandelbar sind, ermöglichen wir es Anlegern, den Hebeleffekt bei DAX-Investments zusätzlich zu steigern", erklärt Frank Burkhardt, Managing Director Equity Derivatives bei der Société Générale. Während der Strategieindex LevDAX die Bewegungen des DAX bereits überproportional nachzeichnet, können Investoren den Hebel mit den neuen Turbo-Zertifikaten weiter erhöhen und auch von Abwärtsbewegungen profitieren.

 

Der LevDAX ist an die Entwicklung des DAX gekoppelt, gleichzeitig aber mit einem zweifachen Hebel versehen. Deshalb fällt und steigt der Strategieindex doppelt so stark wie der DAX. Ein Direktinvestment in den LevDAX eignet sich dementsprechend nur für risikofreudige Anleger, die auf steigende Kurse spekulieren und an diesen überproportional profitieren wollen. Gleichzeitig nehmen sie für den Fall, dass die Dax-Kurse fallen, das doppelte Verlustrisiko in Kauf. Sollte der DAX allerdings im Tagesverlauf im Vergleich zum Schlusskurs des vorangegangenen Handelstages um mehr als 25 Prozent fallen, wird der Hebel des LevDAX untertätig deutlich reduziert.

 

Nun können Investoren aber auch überproportional von Abwärtsbewegungen des Strategieindex profitieren. Denn neben Turbo-Zertifikaten des Typs Long hat die Société Générale Open End Turbo Shorts auf den LevDAX emittiert. Verfügt beispielsweise der Open End Turbo Short mit der WKN SG9BQB über einen Hebel von 5,29 und sinkt der LevDAX um 5 Prozent, dann steigt der Wert des Zertifikates um 26,45 Prozent. Bei den Open End Turbo Longs profitiert der Anleger hingegen überproportional von Kurssteigerungen. Neben dem großen Hebel sind die Turbo-Zertifikate dadurch gekennzeichnet, dass sie keine Laufzeitbegrenzung haben, Anleger beim Erwerb kein Aufgeld bezahlen müssen und es eine automatische Restwerterstattung im Falle eines Knock-Outs gibt. Ein weiteres Merkmal ist die hohe Transparenz. Komplexe Kennzahlen wie die implizite Volatilität, die bei Optionsscheinen eine große Rolle spielen, sind für die Preisentwicklung der Turbo-Zertifikate irrelevant.

 

Quelle: finance-daily.de

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