Aktien von Börsengesellschaften, gehörten in den vergangenen Jahren zum Besten, was Anleger an der Börsen finden könnten: mittendrin die Aktie der Deutschen Börse AG. Die Börse in Frankfurt hält dem Vergleich mit anderen Handelsplätzen auf der Welt stand.
DÜSSELDORF. Trotz des jüngsten Kurssturzes bezahlen Anleger die Mutter der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) heute höher als die Mutter aller Börsen: die New Yorker Stock Exchange (Nyse). Mit einer Börsenkapitalisierung von mehr als 10 Mrd. Euro ist die Deutsche Börse AG nicht nur wertvoller als beispielsweise die Lufthansa oder Henkel und acht weitere Unternehmen, deren Aktien als Blue-Chips an der FWB gehandelt werden. Die New York Stock Exchange bringt es, wenn man den Wert aller Nyse-Aktien zusammenzählt, auf knapp 10 Mrd. Dollar Börsenkapital. Die New Yorker sind im September 2004 dem Beispiel der Deutschen gefolgt, die Anfang Februar 2001 anfingen, ihre Aktien an ihrer Börse notieren und handeln zu lassen.
Den Unterschied zwischen 10 Mrd. Euro und 10 Mrd. Dollar machen Eurex und Clearstream aus. Eurex ist die Europäische Terminbörse, die Frankfurt gemeinsam mit Zürich betreibt. Clearstream ist die Abwicklungs- und Verwahrungsbank, quasi der ausführende Arm der hektischen Börsenhändler. Clearstream sorgt dafür, dass die hin und her gehandelten Papiere auch tatsächlich vom Verkäufer zum Käufer geliefert werden - virtuell natürlich nur, auf den Konten der beteiligten Banken und Finanzdienstleister. Verständlich also, dass Börsen-Chef Reto Francioni - trotz der jüngsten Erfolge der Wallstreet um die Übernahme von Euronext - nicht an Aufgeben denkt.
Jahrhunderte lang befand sich die Frankfurter Wertpapier in öffentlich rechtlicher Trägerschaft. 1993 war es damit vorbei. Die Aktiengesellschaft Deutsche Börse entstand. Sie wagte 2001 den Sprung auf ihr eigenes Parkett. Frühe Kritik an dieser Art Quadratur des Börsenkreises wurde nicht ernst genommen. Die Ursprungsaktionäre der AG, vor allem die Geschäftsbanken, nutzten den Börsengang ihrer Börse, um auszusteigen. Mit den dabei realisierten Gewinnen stopften sie Löcher, die die allgemeine Baisse in ihre Ertragsrechnungen riss.
Inzwischen haben amerikanische Hedge Fonds den Kurs der Deutschen Börse AG enorm in die Höhe gekauft. Sie - und nicht der Finanzplatz Frankfurt - entscheiden früher oder später darüber, wer mit wem fusioniert und welches Börsenhandelssystem auf der künftigen 24-Stunden-Weltbörse zum Einsatz kommen wird. Dietrich Hoppenstedt, Alt-Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, hat es immer schon für einen Fehler gehalten, dass die deutschen Banken ihre Börsen-Aktien verkauft haben. In Paris hat die Caisse des Dépots et Consignations, die Dachgesellschaft der französischen Sparkassen, gerade ihren Anteil an der mit Frankfurt konkurrierenden Euronext-Börse erhöht.
Aktien von Börsengesellschaften, gehörten in den vergangenen Jahren zum Besten, was Anleger an der Börsen finden könnten: mittendrin die Aktie der Deutschen Börse AG. Die Börse in Frankfurt hält dem Vergleich mit anderen Handelsplätzen auf der Welt stand.
DÜSSELDORF. Trotz des jüngsten Kurssturzes bezahlen Anleger die Mutter der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) heute höher als die Mutter aller Börsen: die New Yorker Stock Exchange (Nyse). Mit einer Börsenkapitalisierung von mehr als 10 Mrd. Euro ist die Deutsche Börse AG nicht nur wertvoller als beispielsweise die Lufthansa oder Henkel und acht weitere Unternehmen, deren Aktien als Blue-Chips an der FWB gehandelt werden. Die New York Stock Exchange bringt es, wenn man den Wert aller Nyse-Aktien zusammenzählt, auf knapp 10 Mrd. Dollar Börsenkapital. Die New Yorker sind im September 2004 dem Beispiel der Deutschen gefolgt, die Anfang Februar 2001 anfingen, ihre Aktien an ihrer Börse notieren und handeln zu lassen.
Den Unterschied zwischen 10 Mrd. Euro und 10 Mrd. Dollar machen Eurex und Clearstream aus. Eurex ist die Europäische Terminbörse, die Frankfurt gemeinsam mit Zürich betreibt. Clearstream ist die Abwicklungs- und Verwahrungsbank, quasi der ausführende Arm der hektischen Börsenhändler. Clearstream sorgt dafür, dass die hin und her gehandelten Papiere auch tatsächlich vom Verkäufer zum Käufer geliefert werden - virtuell natürlich nur, auf den Konten der beteiligten Banken und Finanzdienstleister. Verständlich also, dass Börsen-Chef Reto Francioni - trotz der jüngsten Erfolge der Wallstreet um die Übernahme von Euronext - nicht an Aufgeben denkt.
Jahrhunderte lang befand sich die Frankfurter Wertpapier in öffentlich rechtlicher Trägerschaft. 1993 war es damit vorbei. Die Aktiengesellschaft Deutsche Börse entstand. Sie wagte 2001 den Sprung auf ihr eigenes Parkett. Frühe Kritik an dieser Art Quadratur des Börsenkreises wurde nicht ernst genommen. Die Ursprungsaktionäre der AG, vor allem die Geschäftsbanken, nutzten den Börsengang ihrer Börse, um auszusteigen. Mit den dabei realisierten Gewinnen stopften sie Löcher, die die allgemeine Baisse in ihre Ertragsrechnungen riss.
Inzwischen haben amerikanische Hedge Fonds den Kurs der Deutschen Börse AG enorm in die Höhe gekauft. Sie - und nicht der Finanzplatz Frankfurt - entscheiden früher oder später darüber, wer mit wem fusioniert und welches Börsenhandelssystem auf der künftigen 24-Stunden-Weltbörse zum Einsatz kommen wird. Dietrich Hoppenstedt, Alt-Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, hat es immer schon für einen Fehler gehalten, dass die deutschen Banken ihre Börsen-Aktien verkauft haben. In Paris hat die Caisse des Dépots et Consignations, die Dachgesellschaft der französischen Sparkassen, gerade ihren Anteil an der mit Frankfurt konkurrierenden Euronext-Börse erhöht.
Quelle: Handelsblatt.de