Europas Hedge-Fonds-Industrie sollte weniger Beschränkungen unterliegen. Das fordert eine hochrangige Expertengruppe, die EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy beim künftigen Umgang mit der 325 Mrd. $ schweren europäischen Industrie berät.
In einem Papier, das am Dienstag in Brüssel vorgestellt wird, der FTD aber bereits vorab vorlag, fordern die Experten etwa, Barrieren zu beseitigten, die die Industrie bisher hindern, ihre Produkte grenzübergreifend anzubieten. Eine Regulierung von Hedge-Fonds lehnt die Gruppe ab.
Die Experten stellen sich damit gegen den Trend. Eine Reihe internationaler Institutionen betrachtet das Wachstum der Hedge-Fonds-Branche mit Sorge. Die Europäische Zentralbank etwa warnte erst kürzlich, der Kollaps eines oder mehrerer Fonds könne die Stabilität des Weltfinanzsystems gefährden.
Für Investoren soll es nach der Forderung der Experten leichter sein, Geld in Hedge-Fonds anzulegen. Unter anderem wollen sie Hedge-Fonds stärker für Privatkunden öffnen. Institutionelle Anleger sollen keinen Obergrenzen für ihre Investitionen mehr unterliegen. "Diese Anpassungen würden die weitere erfolgreiche Entwicklung des Geschäfts erleichtern, ohne regulatorische Ziele wie den Schutz von Privatkunden oder die Marktstabilität zu gefährden", heißt es im dem Bericht. Die 16 Experten, bei Finanzkonzernen wie Goldman Sachs, Allianz und Axa für Hedge-Fonds verantwortlich, haben den Bericht unter Führung der EU-Kommission erarbeitet.
EU lehnt Regulierung ab
Die Empfehlungen der Experten werden in ein Strategiepapier zur Investmentbranche einfließen, das die Kommission im Herbst vorlegen will. McCreevy hat bereits klargestellt, dass er eine Regulierung von Hedge-Fonds ablehnt. Die Politik der Kommission dürfte sich nun in eine eher marktfreundliche Richtung bewegen.
Institutionelle Anleger, insbesondere Versicherer, dürfen in einigen EU-Staaten nur sehr wenig in Hedge-Fonds anlegen. Diese Obergrenzen, kritisieren die Experten, wichen voneinander ab und seien willkürlich. Sie sollten daher beseitigt werden. Institutionelle Anleger sollten sich lediglich an das Prinzip einer "vernünftigen" Anlage halten. Die neuen Eigenkapitalregeln für Banken (Basel II) sowie Versicherer (Solvency II) sollten zudem so angepasst werden, dass die Unternehmen nicht daran gehindert werden, in Hedge-Fonds zu investieren.
Bisher können Versicherer in Deutschland 35 Prozent der Kapitalanlagen in Risikokapitalanlagen wie Aktien oder Hedge-Fonds investieren. Sie schöpfen dies aber bei weitem nicht aus: 2005 hatte die Branche 15,9 Prozent so angelegt. Davon machten Hedge-Fonds nach Angaben der Finanzaufsicht BaFin 4,6 Mrd. Euro oder 0,5 Prozentpunkte aus.
Die Experten fordern zudem eine Debatte über einen verstärkten Zugang für Privatkunden zu Hedge-Fonds: "Das sollte nicht länger ein Tabu sein." Um die Anleger zu schützen, sollten nicht Produkte oder der Vertrieb reguliert werden. Vielmehr schlagen die Experten unter anderem Mindestschwellen für zulässige Investitionen vor. Sie könnten etwa bei 50.000 Euro liegen.
Europas Hedge-Fonds-Industrie sollte weniger Beschränkungen unterliegen. Das fordert eine hochrangige Expertengruppe, die EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy beim künftigen Umgang mit der 325 Mrd. $ schweren europäischen Industrie berät.
In einem Papier, das am Dienstag in Brüssel vorgestellt wird, der FTD aber bereits vorab vorlag, fordern die Experten etwa, Barrieren zu beseitigten, die die Industrie bisher hindern, ihre Produkte grenzübergreifend anzubieten. Eine Regulierung von Hedge-Fonds lehnt die Gruppe ab.
Die Experten stellen sich damit gegen den Trend. Eine Reihe internationaler Institutionen betrachtet das Wachstum der Hedge-Fonds-Branche mit Sorge. Die Europäische Zentralbank etwa warnte erst kürzlich, der Kollaps eines oder mehrerer Fonds könne die Stabilität des Weltfinanzsystems gefährden.
Für Investoren soll es nach der Forderung der Experten leichter sein, Geld in Hedge-Fonds anzulegen. Unter anderem wollen sie Hedge-Fonds stärker für Privatkunden öffnen. Institutionelle Anleger sollen keinen Obergrenzen für ihre Investitionen mehr unterliegen. "Diese Anpassungen würden die weitere erfolgreiche Entwicklung des Geschäfts erleichtern, ohne regulatorische Ziele wie den Schutz von Privatkunden oder die Marktstabilität zu gefährden", heißt es im dem Bericht. Die 16 Experten, bei Finanzkonzernen wie Goldman Sachs, Allianz und Axa für Hedge-Fonds verantwortlich, haben den Bericht unter Führung der EU-Kommission erarbeitet.
EU lehnt Regulierung ab
Die Empfehlungen der Experten werden in ein Strategiepapier zur Investmentbranche einfließen, das die Kommission im Herbst vorlegen will. McCreevy hat bereits klargestellt, dass er eine Regulierung von Hedge-Fonds ablehnt. Die Politik der Kommission dürfte sich nun in eine eher marktfreundliche Richtung bewegen.
Institutionelle Anleger, insbesondere Versicherer, dürfen in einigen EU-Staaten nur sehr wenig in Hedge-Fonds anlegen. Diese Obergrenzen, kritisieren die Experten, wichen voneinander ab und seien willkürlich. Sie sollten daher beseitigt werden. Institutionelle Anleger sollten sich lediglich an das Prinzip einer "vernünftigen" Anlage halten. Die neuen Eigenkapitalregeln für Banken (Basel II) sowie Versicherer (Solvency II) sollten zudem so angepasst werden, dass die Unternehmen nicht daran gehindert werden, in Hedge-Fonds zu investieren.
Bisher können Versicherer in Deutschland 35 Prozent der Kapitalanlagen in Risikokapitalanlagen wie Aktien oder Hedge-Fonds investieren. Sie schöpfen dies aber bei weitem nicht aus: 2005 hatte die Branche 15,9 Prozent so angelegt. Davon machten Hedge-Fonds nach Angaben der Finanzaufsicht BaFin 4,6 Mrd. Euro oder 0,5 Prozentpunkte aus.
Die Experten fordern zudem eine Debatte über einen verstärkten Zugang für Privatkunden zu Hedge-Fonds: "Das sollte nicht länger ein Tabu sein." Um die Anleger zu schützen, sollten nicht Produkte oder der Vertrieb reguliert werden. Vielmehr schlagen die Experten unter anderem Mindestschwellen für zulässige Investitionen vor. Sie könnten etwa bei 50.000 Euro liegen.
Quelle: ftd.de