Strenger als jedes Staatsgeheimnis hüteten die Emittenten lange Zeit, wie viel sie von Ihren Papieren verkaufen. Jetzt sollen alle „Geheimniskrämer“ ihre Daten offen legen
Eine interessante Information geht schnell unter oder findet wenig Beachtung, wenn Fußball angesagt ist. So auch vergangenen Freitag, als um 17 Uhr die Deutsche Nationalmannschaft auf dem Rasen stand: Das Deutsche Derivate Institut (DDI) meldete an diesem Nachmittag, dass es seinen Mitgliedern empfiehlt, das verwaltete Vermögen in Zertifikaten zu veröffentlichen. Eine Nachricht, die auf den ersten Blick wenig bedeutend erscheint.
Doch einerseits scheint hinter den Kulissen viel los zu sein. Mit der Empfehlung des DDI an seine Mitglieder nähern sich die beiden Verbände Derivate Forum und DDI aneinander an. Aus gut informierten Kreisen war zu erfahren, dass es bereits Gespräche über gemeinsame Arbeitsthemen gibt. Vor allem auf politischer Ebene und in der Öffentlichkeit würde etwas mehr Einigkeit in dieser jungen Industrie sicher ein besseres Bild abgeben als zwei konkurrierende Organisationen.
Andererseits sind die Daten wichtig. So wird klar, welche Produkte wie stark abgesetzt werden und die Absatzzahlen ermöglichen einen Vergleich mit der Fondsindustrie. Bisher gaben nur die sieben Mitglieder der Derivate Forums und zwei weitere Emittenten ihre Absatzzahlen in einer Gesamtsumme preis. Weitaus offener gibt sich da die schweizerische UBS: Als einziges Institut wird Monat für Monat gezeigt, wie viel in welcher Produktkategorie abgesetzt wurde. Insgesamt beläuft sich das in Zertifikaten angelegte Vermögen derzeit auf schätzungsweise knapp 100 Milliarden Euro.
Überraschend für viele Marktbeobachter ist bei den bisher bekannten Zahlen immer wieder der hohe Anteil an Garantiezertifikaten – sind sie doch gegenüber Garantiefonds im Nachteil. Bei Garantiefonds müssen nur Zinserträge versteuert werden und Kursgewinne bleiben steuerfrei. Garantiezertifikate gelten steuerlich dagegen als Finanzinnovationen. Damit ist jeder Cent Ertrag voll steuerpflichtig. Viele Anleger scheinen das nicht zu wissen.
Strenger als jedes Staatsgeheimnis hüteten die Emittenten lange Zeit, wie viel sie von Ihren Papieren verkaufen. Jetzt sollen alle „Geheimniskrämer“ ihre Daten offen legen
Eine interessante Information geht schnell unter oder findet wenig Beachtung, wenn Fußball angesagt ist. So auch vergangenen Freitag, als um 17 Uhr die Deutsche Nationalmannschaft auf dem Rasen stand: Das Deutsche Derivate Institut (DDI) meldete an diesem Nachmittag, dass es seinen Mitgliedern empfiehlt, das verwaltete Vermögen in Zertifikaten zu veröffentlichen. Eine Nachricht, die auf den ersten Blick wenig bedeutend erscheint.
Doch einerseits scheint hinter den Kulissen viel los zu sein. Mit der Empfehlung des DDI an seine Mitglieder nähern sich die beiden Verbände Derivate Forum und DDI aneinander an. Aus gut informierten Kreisen war zu erfahren, dass es bereits Gespräche über gemeinsame Arbeitsthemen gibt. Vor allem auf politischer Ebene und in der Öffentlichkeit würde etwas mehr Einigkeit in dieser jungen Industrie sicher ein besseres Bild abgeben als zwei konkurrierende Organisationen.
Andererseits sind die Daten wichtig. So wird klar, welche Produkte wie stark abgesetzt werden und die Absatzzahlen ermöglichen einen Vergleich mit der Fondsindustrie. Bisher gaben nur die sieben Mitglieder der Derivate Forums und zwei weitere Emittenten ihre Absatzzahlen in einer Gesamtsumme preis. Weitaus offener gibt sich da die schweizerische UBS: Als einziges Institut wird Monat für Monat gezeigt, wie viel in welcher Produktkategorie abgesetzt wurde. Insgesamt beläuft sich das in Zertifikaten angelegte Vermögen derzeit auf schätzungsweise knapp 100 Milliarden Euro.
Überraschend für viele Marktbeobachter ist bei den bisher bekannten Zahlen immer wieder der hohe Anteil an Garantiezertifikaten – sind sie doch gegenüber Garantiefonds im Nachteil. Bei Garantiefonds müssen nur Zinserträge versteuert werden und Kursgewinne bleiben steuerfrei. Garantiezertifikate gelten steuerlich dagegen als Finanzinnovationen. Damit ist jeder Cent Ertrag voll steuerpflichtig. Viele Anleger scheinen das nicht zu wissen.
Quelle: boerse-online.de