Bei Hebelprodukten ist in den ´Times&Sales´ der EUWAX öfter ein Umsatz mit der Menge 1 und dem Kurszusatz C verzeichnet. Die Erklärung der Börse hierzu lautet sinngemäß: Kompensationsgeschäft, bei dem Käufer und Verkäufer identisch sind. Wie kommt es zu diesen `Kompensationsgeschäften? Was steckt dahinter?
Vielleicht eine gezielte Aktion von Emittenten, um abzufischen?` Häufig
folgt unmittelbar auf ein solches `C-Geschäft´ ein größerer Umsatz. Wäre schön, wenn Sie weiterhelfen könnten.“
Meine Antwort:
Diese „1 Stück C-Umsätze“ sind nichts Schlechtes – im Gegenteil! Sie sorgen dafür, dass unsere Stoppkurse zeit- und kursnah ausgeführt werden.
Denn damit ein Stoppkurs ausgelöst wird, muss es zu einem Umsatz auf bzw. unter Stoppkurs kommen. Wenn so ein Umsatz ausbleibt, dann kann das dazu führen, dass ein von uns gesetzter Stoppkurs erst zu einem Kurs deutlich unter Stoppkurs abgerechnet wird.
Das verhindern die Makler der Euwax. Denn wenn der zuständige Kursmakler sieht, dass der Emittenten-Quote (der von den Emittenten fortlaufend gestellte Geld- und Briefkurs, d.h. An- und Verkaufskurs) auf ein Niveau gefallen ist, auf welchem ein Stoppkurs platziert ist…
…dann tätigt er einfach einen Umsatz von einem einzigen Stück. Das geschieht, damit der Stoppkurs ausgelöst werden kann, möglichst genau zum Stoppkurs oder nur leicht darunter.
Das ist der Grund, warum oft unmittelbar auf ein solches „C-Geschäft“ ein relativ hoher Umsatz folgt.
Also: In diesem Fall ist es kein Abfischen der Emittenten, sondern ein Service der Euwax, der zu unserem Gunsten ist! Deshalb ist es kein Problem, wenn Sie Scheine kaufen, bei denen wochenlang kein Umsatz war. Hauptsache, der Emittent stellt fortlaufend Kurse – dann wird schon ggf. ein „C-Geschäft“ getätigt, damit Ihre Stoppkurse zeit- und kursnah ausgeführt werden können.
*** Trader´s Daily-Leser Jean H. fragt:
„Habe eine Frage wegen Handel an verschiedenen Börsenplätzen. Wenn ich Aktien, Optionen etc. am Börsenplatz A kaufe, kann ich dann diese am Börsenplatz B, am selben oder einige Tage später, wieder verkaufen oder ist dies nur bei A wieder möglich bzw. erlaubt?
Bsp.: Vor einigen Tagen Optionsschein N13d in Frankfurt für 0,75 zu haben in Stuttgart kriege ich dafür am selben Tag 0,85. Also wenn ich in Frankfurt kaufe und in Stuttgart verkaufe gewinne ich 0,10. Hoffe sie können mir meine Frage rasch beantworten.“
Meine Antwort:
Der Börsenplatz ist kein Problem…wenn Sie in Frankfurt kaufen, können Sie natürlich in Stuttgart verkaufen und umgekehrt.
Ein Problem ist es allerdings, wenn es um verschiedene Aktien-Kategorien geht. Wenn Sie z.B. in Moskau russische Aktien kaufen, und in Frankfurt nicht diese russischen Aktien, sondern ADRs auf diese gehandelt werden. Darum geht es in diesem Fall aber offensichtlich nicht.
Ein Wort zu den „leichten Gewinnen“: Sehr unwahrscheinlich, dass es an deutschen Börsen zu so drastischen Kursunterschieden wie im geschilderten Fall kommt (0,75 Euro in Frankfurt, 0,85 Euro in Stuttgart). Da war der Kurszeitpunkt sicherlich nicht identisch. Denn sonst wäre ein schneller, risikoloser Gewinn möglich, durch den Kauf am günstigeren Börsenplatz und den Verkauf am anderen.
Solche Gewinn-Möglichkeiten bestehen durchaus. Auf Börsendeutsch heißt das Arbitrage-Gewinne. Marktteilnehmer, die nur auf solche Gewinne aus sind, heißen Arbitrageure.
Das sind meistens institutionelle = professionelle Marktteilnehmer. So setzen z.B. Hedgefonds auf diese Arbitrage-Gewinnmöglichkeiten. Diese Profis nutzen jede kleinste unterschiedliche Kursstellung sofort aus. Das hat einen für die Allgemeinheit nützlichen Nebeneffekt: Mögliche Kursunterschiede verschwinden sofort, da umgehend ein Profi für den Ausgleich sorgt.
Deshalb ist es unwahrscheinlich, dass es zu so einem deutlichen Kursunterschied von 13,3% (10 Cents) kommen kann!
Bei Hebelprodukten ist in den ´Times&Sales´ der EUWAX öfter ein Umsatz mit der Menge 1 und dem Kurszusatz C verzeichnet. Die Erklärung der Börse hierzu lautet sinngemäß: Kompensationsgeschäft, bei dem Käufer und Verkäufer identisch sind. Wie kommt es zu diesen `Kompensationsgeschäften? Was steckt dahinter?
Vielleicht eine gezielte Aktion von Emittenten, um abzufischen?` Häufig
folgt unmittelbar auf ein solches `C-Geschäft´ ein größerer Umsatz. Wäre schön, wenn Sie weiterhelfen könnten.“
Meine Antwort:
Diese „1 Stück C-Umsätze“ sind nichts Schlechtes – im Gegenteil! Sie sorgen dafür, dass unsere Stoppkurse zeit- und kursnah ausgeführt werden.
Denn damit ein Stoppkurs ausgelöst wird, muss es zu einem Umsatz auf bzw. unter Stoppkurs kommen. Wenn so ein Umsatz ausbleibt, dann kann das dazu führen, dass ein von uns gesetzter Stoppkurs erst zu einem Kurs deutlich unter Stoppkurs abgerechnet wird.
Das verhindern die Makler der Euwax. Denn wenn der zuständige Kursmakler sieht, dass der Emittenten-Quote (der von den Emittenten fortlaufend gestellte Geld- und Briefkurs, d.h. An- und Verkaufskurs) auf ein Niveau gefallen ist, auf welchem ein Stoppkurs platziert ist…
…dann tätigt er einfach einen Umsatz von einem einzigen Stück. Das geschieht, damit der Stoppkurs ausgelöst werden kann, möglichst genau zum Stoppkurs oder nur leicht darunter.
Das ist der Grund, warum oft unmittelbar auf ein solches „C-Geschäft“ ein relativ hoher Umsatz folgt.
Also: In diesem Fall ist es kein Abfischen der Emittenten, sondern ein Service der Euwax, der zu unserem Gunsten ist! Deshalb ist es kein Problem, wenn Sie Scheine kaufen, bei denen wochenlang kein Umsatz war. Hauptsache, der Emittent stellt fortlaufend Kurse – dann wird schon ggf. ein „C-Geschäft“ getätigt, damit Ihre Stoppkurse zeit- und kursnah ausgeführt werden können.
*** Trader´s Daily-Leser Jean H. fragt:
„Habe eine Frage wegen Handel an verschiedenen Börsenplätzen. Wenn ich Aktien, Optionen etc. am Börsenplatz A kaufe, kann ich dann diese am Börsenplatz B, am selben oder einige Tage später, wieder verkaufen oder ist dies nur bei A wieder möglich bzw. erlaubt?
Bsp.: Vor einigen Tagen Optionsschein N13d in Frankfurt für 0,75 zu haben in Stuttgart kriege ich dafür am selben Tag 0,85. Also wenn ich in Frankfurt kaufe und in Stuttgart verkaufe gewinne ich 0,10. Hoffe sie können mir meine Frage rasch beantworten.“
Meine Antwort:
Der Börsenplatz ist kein Problem…wenn Sie in Frankfurt kaufen, können Sie natürlich in Stuttgart verkaufen und umgekehrt.
Ein Problem ist es allerdings, wenn es um verschiedene Aktien-Kategorien geht. Wenn Sie z.B. in Moskau russische Aktien kaufen, und in Frankfurt nicht diese russischen Aktien, sondern ADRs auf diese gehandelt werden. Darum geht es in diesem Fall aber offensichtlich nicht.
Ein Wort zu den „leichten Gewinnen“: Sehr unwahrscheinlich, dass es an deutschen Börsen zu so drastischen Kursunterschieden wie im geschilderten Fall kommt (0,75 Euro in Frankfurt, 0,85 Euro in Stuttgart). Da war der Kurszeitpunkt sicherlich nicht identisch. Denn sonst wäre ein schneller, risikoloser Gewinn möglich, durch den Kauf am günstigeren Börsenplatz und den Verkauf am anderen.
Solche Gewinn-Möglichkeiten bestehen durchaus. Auf Börsendeutsch heißt das Arbitrage-Gewinne. Marktteilnehmer, die nur auf solche Gewinne aus sind, heißen Arbitrageure.
Das sind meistens institutionelle = professionelle Marktteilnehmer. So setzen z.B. Hedgefonds auf diese Arbitrage-Gewinnmöglichkeiten. Diese Profis nutzen jede kleinste unterschiedliche Kursstellung sofort aus. Das hat einen für die Allgemeinheit nützlichen Nebeneffekt: Mögliche Kursunterschiede verschwinden sofort, da umgehend ein Profi für den Ausgleich sorgt.
Deshalb ist es unwahrscheinlich, dass es zu so einem deutlichen Kursunterschied von 13,3% (10 Cents) kommen kann!
Quelle:FinanzNachrichten.de