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"99 Prozent unseres Einkommens stammt aus Werbung.&quot

Geschrieben

Google, CEO Eric Schmidt in einem Interview mit der Los Angeles Times am 12. Juni 2006.)

 

Die Gewinne der Suchmaschinen waren im ersten Quartal 2006 so hoch wie noch nie. Kein Wunder, dass manche anfangen sich diesen Geschäftsbereich ein wenig genauer anzusehen. Nicht nur die Konkurrenz, sondern auch die Anwälte.

 

 

Abgerechnet wird pro Klick

 

Erst Ende Juni 2006 kam es in Los Angeles zu einem Vergleich vor Gericht: Werbekunden hatten eine Sammelklage eingereicht, in der sie Yahoo vorwarfen, zu wenig gegen Klickbetrügereien zu unternehmen.

 

"Click fraud" nennt sich das Vergehen, bei dem Klicks nicht von potentiellen Kunden, sondern in betrügerischer Absicht generiert werden. Die Gewinne streifen dabei das Unternehmen Yahoo und seine Partner-Seiten ein. Zur Kassa gebeten werden die Werbekunden. Schließlich lautete das Geschäftsmodell aller Suchmaschinen: Abgerechnet wird pro Klick.

 

Weitere Sammelklagen

 

Benjamin Edelman von der Harvard Law School brachte im Mai dieses Jahres eine weitere Sammelklage gegen Yahoo ein: in diesem Fall geht es um "Syndication Fraud"; Um den Vorwurf, dass die gebuchten "pay per click" Werbungen nicht so platziert wurden, wie von Yahoo versprochen. "Stellen Sie sich vor, Sie buchen einen Werbeplatz bei der New York Times. Aber ihre Anzeige erscheint nicht dort, sondern in USA Today".

 

Die Seiten der Suchmaschinenanbieter sind eigentlich kein Ort im Netz, an dem man sich besonders lange aufhalten möchte. Trotzdem sind diese Seiten für Werbungen aller Art interessant.

 

Unmut bei den Kunden

 

Lukrativ für Search Engines ist der gesponserte Link. Dabei werden Suchbegriffe an den Meistbietenden versteigert. 50 Euro beträgt der Grundbetrag bei Yahoo, den man dafür bezahlt, um bei der Auktion dabei zu sein.

 

Je beliebter ein Stichwort ist und je höher man gereiht werden will, umso teurer kommt ein Wort und damit der Link. Die Bezeichnung "Security" zum Beispiel ist manchen Firmen bereits 2 Euro pro Klick wert. Nicht gerade billig.

 

Bei diesen Preisen ist es auch nicht verwunderlich, dass sich Unmut unter den Werbern und so genannten "Suchmaschinenoptimierern" breit macht. Aber es geht nicht nur um den Preis.

 

Für Aufregung sorgt bei manchen Firmen auch die Erkenntnis, dass sie für Online Werbung bei Suchmaschinen nicht nur viel Geld bezahlen müssen, sondern dabei auch ihren Ruf ruinieren können: Indem die Suchmaschinen ihre Werbung auf einer mit Viren und Trojanern verseuchten Seiten auftauchen lassen.

 

Quelle:oe1.orf.at

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