Papiere verloren in den vergangenen Tagen zweistellig - Analysten sehen jetzt Gelegenheit zum günstigen Einstieg
Shanghai - Die an der US-Technologiebörse Nasdaq notierten chinesischen Internet-Unternehmen Sina, Sohu.com und NetEase.com. haben im Juli insgesamt eine Mrd. Dollar an Marktkapitalisierung eingebüßt. Der Grund sind die jüngsten harten Vorhaben der chinesischen Regierung bei Werbeaktivitäten im Inter- net.
Die Aktie des größten chinesischen Internetportals Sina verlor an der Nasdaq in diesem Monat zehn Prozent. Sohu, das drittgrößte Internetportal verlor im Juli 13 Prozent. Das NetEase-Papier verzeichnete Kursverluste von neun Prozent. "Bei diesen Aktien sehen die Anleger jetzt ein höheres Risiko, unabhängig davon, wie sich ihr Umsatz zusammensetzt", sagt Richard Ji, Analyst bei Morgan Stanley Asia in Hongkong.
Sina, Sohu und NetEase.com sind seit dem Jahr 2000, kurz vor dem Platzen der Internetblase an der US-Börse gelistet. 2003 hatten sich ihre Aktienkurse wieder auf Höchstwerte erholt, weil das Geschäft mit dem Herunterladen von Handyspielen oder Klingeltönen aus dem Internet florierte. Jetzt drohen neue Auflagen in China, den Umsatz zu schmälern.
Die neuen Werberichtlinien des staatlich kontrollierten und größten chinesischen Mobilfunkanbieters China Mobile zwingen Sina, mit Sitz in Shanghai, und die in Beijing ansässigen Internetportale Sohu und NetEase, ihren Kunden längere Gratis-Testzugänge anzubieten. Außerdem sollen Kunden kostenpflichtige Angebote ablehnen können. Darüber hinaus müssen sie zweimal explizit darüber informiert werden, daß sie ein Abonnement abgeschlossen haben.
Alle Bestrebungen der chinesischen Regierung, Inhalte im Netz zu kontrollieren und etwa Glücksspiel im Internet oder das unrechtmäßige Verbreiten oder Herunterladen von Musik oder Pornographie zu verbieten, haben bislang nicht gefruchtet. Die Internetnutzer können die Verbote umgehen und die Zahl der Chinesen, die Online gehen, steigt und steigt. In den nächsten drei Jahren wird China mehr Internetnutzer als die USA haben, schätzt Dick Wei von J.P. Morgan Securities in Hongkong.
"Die Aktienkurse werden voraussichtlich im dritten Quartal den Boden bilden, das wäre eine günstige Gelegenheit, zu kaufen", sagt Walter Price, geschäftsführender Direktor von RCM Capital in San Francisco und Fondsmanager des Allianz RCM Technology Fund. "Der Umsatz im zweiten Quartal wird am meisten unter den neuen Werbeauflagen leiden. Vielleicht schon im vierten Quartal steigt er wieder."
Papiere verloren in den vergangenen Tagen zweistellig - Analysten sehen jetzt Gelegenheit zum günstigen Einstieg
Shanghai - Die an der US-Technologiebörse Nasdaq notierten chinesischen Internet-Unternehmen Sina, Sohu.com und NetEase.com. haben im Juli insgesamt eine Mrd. Dollar an Marktkapitalisierung eingebüßt. Der Grund sind die jüngsten harten Vorhaben der chinesischen Regierung bei Werbeaktivitäten im Inter- net.
Die Aktie des größten chinesischen Internetportals Sina verlor an der Nasdaq in diesem Monat zehn Prozent. Sohu, das drittgrößte Internetportal verlor im Juli 13 Prozent. Das NetEase-Papier verzeichnete Kursverluste von neun Prozent. "Bei diesen Aktien sehen die Anleger jetzt ein höheres Risiko, unabhängig davon, wie sich ihr Umsatz zusammensetzt", sagt Richard Ji, Analyst bei Morgan Stanley Asia in Hongkong.
Sina, Sohu und NetEase.com sind seit dem Jahr 2000, kurz vor dem Platzen der Internetblase an der US-Börse gelistet. 2003 hatten sich ihre Aktienkurse wieder auf Höchstwerte erholt, weil das Geschäft mit dem Herunterladen von Handyspielen oder Klingeltönen aus dem Internet florierte. Jetzt drohen neue Auflagen in China, den Umsatz zu schmälern.
Die neuen Werberichtlinien des staatlich kontrollierten und größten chinesischen Mobilfunkanbieters China Mobile zwingen Sina, mit Sitz in Shanghai, und die in Beijing ansässigen Internetportale Sohu und NetEase, ihren Kunden längere Gratis-Testzugänge anzubieten. Außerdem sollen Kunden kostenpflichtige Angebote ablehnen können. Darüber hinaus müssen sie zweimal explizit darüber informiert werden, daß sie ein Abonnement abgeschlossen haben.
Alle Bestrebungen der chinesischen Regierung, Inhalte im Netz zu kontrollieren und etwa Glücksspiel im Internet oder das unrechtmäßige Verbreiten oder Herunterladen von Musik oder Pornographie zu verbieten, haben bislang nicht gefruchtet. Die Internetnutzer können die Verbote umgehen und die Zahl der Chinesen, die Online gehen, steigt und steigt. In den nächsten drei Jahren wird China mehr Internetnutzer als die USA haben, schätzt Dick Wei von J.P. Morgan Securities in Hongkong.
"Die Aktienkurse werden voraussichtlich im dritten Quartal den Boden bilden, das wäre eine günstige Gelegenheit, zu kaufen", sagt Walter Price, geschäftsführender Direktor von RCM Capital in San Francisco und Fondsmanager des Allianz RCM Technology Fund. "Der Umsatz im zweiten Quartal wird am meisten unter den neuen Werbeauflagen leiden. Vielleicht schon im vierten Quartal steigt er wieder."
Quelle:welt.de