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CFD und Abgeltungssteuer- Bestandsschutz für Aktieninvestments

Geschrieben

Guten Abend.

 

Bevor ich mich an meinen Steuerberater wende und mich da blamiere, tue ich das lieber hier.

Mein Anliegen dreht sich um die Abgeltungssteuer und die Möglichkeit, diese mittels CFD "aushebeln" zu können.

Drauf gekommen bin ich beim Lesen eines Interviews, welches der Sprecher von CMC Markets, der ehemalige NTV Moderator Stephan Riße dem Herausgeber der Finanzseite Broker-Test gegeben hat.

http://www.broker-test.de/forexbroker_port...a78547da8cad82c

 

Es gibt aber auch die Möglichkeit, nicht nur Steuern auf Gewinne mit CFDs zu zahlen, sondern auch Steuern mit CFDs zu sparen...

Das Zauberwort für die Steueroptimierung heißt Bestandsschutz plus CFDs. Und das trifft nicht direkt den Handel mit CFDs, sondern diese sind nur der Mittel zum Zweck. Mit CFDs kann der steuerliche Bestandsschutz für Aktieninvestments so lange wie möglich unangetastet bleiben.

 

Wie funktioniert das genau?

Für Wertpapiere, die bis einschließlich 31. Dezember 2008 erworben werden, gilt wie bisher: Kursgewinne sind nach Ablauf der 12-monatigen Spekulationsfrist steuerfrei. Werden diese Wertpapiere dann aber verkauft und wieder neu investiert, ist auch der steuerliche Bestandsschutz hinfällig. Um also sowohl die bis dahin angefallenen Gewinne als auch den Bestandsschutz abzusichern, kann ein Anleger ein CFD-Konto eröffnen und die gleiche Art und Anzahl an CFDs auf die Aktien verkaufen, die er in seinem klassischen Long-Depot hält. Mit solch einer Transaktion nimmt der Anleger das gesamte Risiko aus dem Depot, denn jeder Euro Verlust im Aktiendepot wird durch einen Euro Gewinn auf dem CFD-Konto kompensiert.

 

Aber dieser muss dann versteuert werden...

Genau. Erwartet der Anleger dann wieder steigende Kurse, kauft er die Short-Position zurück, damit ist der Anleger dann wieder wie vor der Absicherung voll investiert. Der Gewinn aus dieser Transaktion muss dann zwar versteuert werden. Der Effekt wird aber überlagert von dem weiter geltenden Bestandsschutz auf das klassische Aktiendepot. Egal wann der Anleger diese Bestände verkauft, der Gewinn aus dem Verkauf dieses Depots ist dann weiterhin steuerfrei.

 

Je öfter ich mir den Text durchlese, desto weniger verstehe ich wie das mit dem "Sparen" funktionieren soll. Meine Bitte an das Forum ist die, mir in möglichst einfachen Worten zu erklären, was mit der obigen Aussage gemeint ist und wie der Steuerspareffekt erreicht werden kann.

 

Vielen herzlichen Dank

Beste Grüße

Ralph

Featured Replies

Geschrieben
Ich bin mir auch nicht so 100%ig sicher, was uns SR damit sagen wollte :D . Ein wenig sieht es so aus, als ob er uns das Hedgen einer Aktien Long Position mittels CFD Short erklären wolle. Den von ihm beschriebenen "Bestandsschutz" ;) bekommst du auch mit einem Warrant hin. CFDs haben den Vorteil, dass sie weniger kompliziert sind. Du darfst auch nicht vergessen, dass solche Interviews immer auch ein Stück weit Marketing sind.
Geschrieben

Das ist relativ einfach zu verstehen. Wenn du vor dem Stichtermin Aktien kaufst und länger wie 12 Monate hälst, dann sind die Gewinne daraus steuerfrei.

Trägst du dich mit dem Plan, zum Vermögensaufbau langfristig in bestimmte Werte zu investieren, dann müsstest du das heute tun. Kaufst du eine Aktie bevor die AS in Kraft tritt, dann sind sämtliche Gewinne steuerfrei. Möchtest du nach 10 Jahren die Aktie mit 1000% Gewinn verkaufen, bekommt der Fiskus keinen Pfennig davon. Tatigst du das gleiche Investment nach dem Stichtag, musst du bei Verkauf diese 1000% mit 25% plus Soli etc. versteuern.

 

Die CFDs sollen nach Meinung von Riße helfen, mögliche Kursrückschläge der Basiswerte abzufedern. Das ist noch nicht einmal ein schlechter Ansatz. Ich sehe allerdings mehrere Probleme, weshalb das für viele kaum ein Thema sein wird.

 

A) Geht der CMC'ler generell von steigenden Aktienkursen über einen langen Zeitraum aus.

B) Es gibt viele Menschen die in Aktien investieren. Kaum jemand dieser "konservativen" Investoren hat/ will sich mit CFDs beschäftigen

C) Mögliche positive Effekte aus dem Bestandsschutz werden durch die Versteuerung der Verluste von CFDs relativiert. Verluste können zudem nur über einen begrenzten Zeitraum mit Gewinnen aus anderen Transaktionen gegengerechnet werden. Wenn ich heute Verluste abfange kann ich die in 10 Jahren gegen meine Gewinne ganz bestimmt nicht geltend machen

D) Ein Long-Term Hedging der Position hilft nicht wirklich (Stichwort Finanzierungskosten)

 

 

Ich betrachte den Inhalt dieses Interview nicht mehr als ein unausgereiftes Konzept, mit dem Reizthema Steuersparen Aufmerksamkeit auf den Anbieter lenken zu können.

Geschrieben
  • Autor

@2c, entgegen der von dir gebrachten Erklärung würde das folgende Zitat stehen

 

Wir fokussieren durchaus auf Anleger, die Erfahrung mit Hebelprodukten gesammelt haben. Aber wir wollen auch private Investoren ansprechen, die bisher eher in Einzelaktien engagiert waren. Außerdem sind CFDs hervorragend zur Absicherung eines größeren Depots geeignet. Aber klar ist natürlich: CFDs sind kein Investment- oder Anlageprodukt, etwa gar zur Altersvorsorge.

 

Vom gleichen Autor

Geschrieben

"Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern..."

 

MRalph67, glaube du hast den letzten Satz von 2¢ überlesen :-)

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