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Alternative Aktienhandelsplattform Turquoise mit Teilstart im August

Geschrieben
Die alternative Handelsplattform Turquoise wird mit einem ersten kleinen Aktienhandelsangebot im August den Betrieb aufnehmen. Der Betrieb

sei inzwischen in der Testphase und ein 'Teilstart' sei am Freitag, 15. August,

vorgesehen, sagte Unternehmenssprecher Adrian Flook in London. 'Der richtige

Startschuss ist dann der 5. September mit mindestens 50 Mitgliedern undinsgesamt 1.500 Aktien.'

1.200 dieser Aktien seien in einem 'dark book', so dass Anbieter und

Nachfragende keine Kenntnis voneinander haben und auch die Ordergröße nicht

einsehbar ist. Weitere 300 würden sich in 'integrated books' befinden, die eine

Mischung aus offenen Orderbüchern und 'dark books' sind. Für ausreichend

Liquidität sei gesorgt, betonte Flook. 'Jede der großen Investmentbanken hat

zugesagt, als so genannter Market Maker für marktgerechte Kurse bei den 300

wichtigsten Aktien zu sorgen.'

Featured Replies

Geschrieben

Ja, diese alternativen Börsenplattformen werden in Zukunft ein gewichtiges Wort mitreden. CHI-X ist bereits sehr erfolgreich am Start und baut seine Marktanteile konsequent aus. Heute gab es eine Veröffentlichung seitens der LSE, dass man gemeinsam mit den Lehman Brothers eine außerbörsliche Tradingplattform (Baikal) aufbauen möchte. Das ist eine spannende Entwicklung, auch weil verstärkt amerikanische ECN wie BATS in den Markt drängen.

 

Langfristig ist davon auszugehen, dass die Börsen(order)gebühren sinken werden.

Geschrieben
CHI-X ist bereits sehr erfolgreich am Start und baut seine Marktanteile konsequent aus.

 

Auf der Startseite von IG Markets => Live Preise steht:

 

Die obigen Aktienpreise von CHI-X unterliegen den Geschäftsbedingungen der Webseite.

 

 

Sieht so aus, als würden diese neuartigen Handelsplätze auch Kursdaten zu Wertpapieren liefern.

Geschrieben
  • Autor
Ein Vergleich der jüngsten Handelsvolumina zeigt jedoch, dass Chi-X aufgeholt hat. Am 6. Juni wurden auf Xetra Deutsche-Bank-Aktien mit einem Volumen von 599 Mio EUR gehandelt.

Am gleichen Tag belief sich das Deutsche-Bank-Volumen bei Chi-X Europe auf 313 Mio EUR.

 

Die Plattformen locken die Geldhäuser mit niedrigeren Nutzungsgebühren - wodurch der Druck auf die etablierten Börsen wächst, ebenfalls die Gebühren zu senken.

 

Niedrige Latenzzeit

• Chi-X Europe bietet bei nahem Hosting eine mittlere

Roundtrip-Latenzzeit (Verzögerungszeit) von zwei Millisekunden sowie

eine mittlere interne Latenzzeit von 890 Mikrosekunden — eine der

schnellsten der gesamten Branche und bis zu zehnmal schneller als

der schnellste europäische primäre Börsenhandel.

 

Bislang läuft es so: Wer Aktien haben oder loswerden will, macht das zumeist über die Handelssysteme von Deutscher Börse, LSE und Euronext,...Dafür kassieren sie Gebühren - und die sind so hoch, dass sich unter anderem deshalb die Deutsche Börse zum unangefochtenen Renditemeister im Dax gemausert hat: Von jedem Euro, den sie verdient, bleiben ihr 64 Cent Gewinn.
:wwink:

 

Die neuen Angreifer

 

Chi-X Hinter der im April 2007 gegründeten Börse stehen BNP Paribas, Citigroup, Credit Suisse, Goldman Sachs, Merrill Lynch, Morgan Stanley, Société Générale, UBS und der japanische Broker Nomura.

 

Turquoise Die Plattform - zu der neben den Chi-X-Gründern auch die Deutsche Bank gehört, nicht aber Nomura - will ab September den Handel aufnehmen und plant für 2009 auf den Umschlag von Derivaten.

 

Electronic Liquidity Exchange Die Derivateplattform von Finanzdienstleistern wie Credit Suisse, Deutsche Bank und Citadel soll das Monopol der Chicago Mercantile Exchange beim Terminhandel mit US-Staatsanleihen knacken.

 

Rainbow Dieselben Investoren der Electronic Liquidity Exchange wollen auch die Londoner Börse Liffe beim Handel mit Terminkontrakten auf kurzfristige Zinssätze angreifen. Allerdings existieren für die europäische Plattform im Gegensatz zum US-Projekt bisher nur vage Pläne.

Geschrieben
Niedrige Latenzzeit

 

Zum Vergleich

 

http://img179.imageshack.us/img179/5043/averagelatencyvp3.jpg

 

 

Einige (weitere) Vorteile im Überblick

 

Key.benefits.of.Chi_X.pdf

 

 

bleiben ihr 64 Cent Gewinn

 

...noch.

 

 

Aufgrund der Vielzahl der Projekte kann man davon ausgehen, dass irgendwann ein Konsolidierungsprozess einsetzen wird. Zuvor werden wir allerdings einige IPOs und M&A sehen.

Geschrieben
  • Autor

Ich habe folgende Frage ans Forum:

 

"Wird durch die Zunahme der alternativen Plattformen nicht nach und nach der Sekunden genaue DAX-Xetra-Punktestand verwässert?

 

DAX misst die Performance der 30 hinsichtlich Orderbuchumsatz und Marktkapitalisierung größten deutschen Unternehmen des Prime Standard.

Der Index basiert auf den Kursen des elektronischen Handelssystems Xetra®. Seine Berechnung beginnt ab 9.00 Uhr und wird veröffentlicht, sobald tagesaktuelle Preise für mindestens 20 Gesellschaften vorliegen. Sie endet um 17.30 Uhr mit den Kursen der Xetra-Schlussauktion.

:wwink:
Geschrieben

Boah, dass ihr euch bei diesen Temparaturen :wwink: mit so schwer verdaulichen Finanzstoff beschäftig, verdient Respekt.

 

verwässert

 

wird die Berechnung nur dann, wenn die Stücke tatsächlich über diese Plattformen gehandelt werden.

 

In der FAZ stand kürzlich ein Beitrag zur Equiduct, in dem die Funktionsweise (einigermaßen transparent) beschrieben wurde.

 

Die Handelsplattform ruft kontinuierlich von vier Handelsplätzen - der London Stock Exchange, der Deutschen Börse, Euronext und Chi-X - aktuelle Informationen über deren Kauf- und Verkaufsaufträge in einzelnen Aktien ab und berechnet daraus ein konsolidiertes Orderbuch.

 

http://www.faz.net/s/Rub48D1CBFB8D984684AF...n~Scontent.html

Geschrieben
  • Autor
Boah, dass ihr euch bei diesen Temparaturen :pfue: mit so schwer verdaulichen Finanzstoff beschäftig, verdient Respekt.
Die Abwicklung einkommender Signale - Anfragen auf Einblick in das Orderbuch oder Kauf- oder Verkaufsaufträge - dauert bei Equiduct nach eigenen Angaben von Mitte September an nicht mehr als 2 bis 3 Tausendstelsekunden. Je Sekunde könnten so zu jeder handelbaren Aktie bis zu 20.000 Transaktionen :pfue: ausgeführt werden.

...im Garten mit Notebook, wunderbar und kein Problem... :wwink:

Geschrieben
Auf der Startseite von IG Markets => Live Preise steht:

 

Das ist einer der Hauptgründe

 

CHI_X_MarketData.jpg

Geschrieben
Ich habe folgende Frage ans Forum:

 

"Wird durch die Zunahme der alternativen Plattformen nicht nach und nach der Sekunden genaue DAX-Xetra-Punktestand verwässert?

 

:wwink:

 

Ein klares Jein. Volumen wird zwar rausgesaugt, Preise sind aber nahezu die gleichen. Die Frage ist allerdings berechtigt und könnte dazu führen, das der Index aus den führenden Plattformen berechnet wird ?!? Es bleibt spannend....

Geschrieben
Ausserdem gilt es auch noch zu beachten, das der Settlementprice für die Dax Optionen und Futures leichter zu manipulieren wäre, wenn das "Hauptvolumen" über andere Plattformen gehandelt werden würde!
Geschrieben

Interessanter Punkt den harokasch da anschneidet! Dieses Argument genauso wie die Indexberechnung werden früher oder später thematisiert werden (müssen).

 

Bislang ist es so, dass der Interbanken-OTC Handel über die Plattformen abgewickelt wird. Den gab es früher schon und die Orders tauchten auch nicht im Orderbuch auf. Im Moment besteht also nicht die Gefahr einer Verzerrung bzw. Verwässerung, so scheint es wenigstens.

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Equiduct-Plattform

 

Wer eine neue Handelsplattform für Aktien startet, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Denn er muss genügend Liquidität anziehen, da diese dafür sorgt, dass ein Wertpapier zu einem ähnlichen Preis gekauft oder verkauft werden kann, dass die Kursentwicklung also «geschmeidig» verläuft. Man schätzt, dass Gebühren nur etwa 10% der Kosten einer Transaktion ausmachen und der Rest auf das Konto mangelnder Liquidität zurückgeht. Die Börse Berlin weiss um diesen Zusammenhang. Sie fristete in den vergangenen Jahren ein Schattendasein als Regionalbörse.

 

 

ic.arrow.right.png Börse Berlin ergreift die Flucht nach vorn

 

bullet-arrow.gif © 2008 NZZ - all rights reserved
Geschrieben
  • Autor

Link...

Handeln Sie im vollen Vertrauen und im Bruchteil einer Sekunde!
Als eine Handelsplattform mit extrem niedriger Latenzzeit :laugh: bietet das HybridBook äußerst schnelle Turnaround Times. Für algorithmische Handelssysteme und Wertpapierfirmen, die von einer schnellen Ausführung zum besten Preis abhängig sind, ist das HybridBook ein wertvolles Angebot.

hybrid_deutsch_v6.pdf

Geschrieben

Dank für den Link Ecart.

 

Für Trader ist der VBBO (Volume-weighted Best Bid and Offer) möglicherweise von Interesse

The Equiduct Trading VBBO is calculated for the Standard Market Size (SMS) and Retail Market Size (RMS) of each instrument covered, with a volume weighted average based on the market prices available in significant RM, adding MTF and SI (as they come online).

 

"Realtime Kurse" kostenlos

 

 

Kleines Video, damit man sich das besser vorstellen kann...

 

[flash=728,375]http://www.tom-next.com/misc/3/mtf/VBBO/VBBO.swf

Geschrieben
Ausserdem gilt es auch noch zu beachten, das der Settlementprice für die Dax Optionen und Futures leichter zu manipulieren wäre, wenn das "Hauptvolumen" über andere Plattformen gehandelt werden würde!

 

 

und es werden auch schon warnende Stimmen laut, und das nicht einmal zu Unrecht.

 

Die Anlegerschützer der Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) fordern, dass die neuen Handelsplätze die gleichen strengen Regeln einhalten, wie die etablierten Börsen. Dort werden der Handel und die Emittenten mehrfach von unterschiedlichen Behörden kontrolliert. „Die Transparenz und Überwachung der Alternativ-Systeme muss ähnlich wie an den etablierten Handelsplätzen gewährleistet sein“, sagt Ulrich Hocker, Geschäftsführer der DSW.

 

 

Quelle/ Source: source.png Börsen droht der Preiskampf

 

 

bullet-arrow.gif © 2008 Börse Online - all rights reserved
  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Quelle/ Source: source.png Instinet Europe für den Handel beim Start von Turquoise bereit

 

 

,,Sobald Turquoise live geschaltet wird, kann der weltweite Kundenstamm von Instinet über Sales Trader, DMA oder unsere Instinet Execution Experts™ Algorithmen darauf zugreifen. Außerdem hat Instinet Europes BlockMatch™ Dark Pool - selbst ebenfalls eine angemeldete MTF - die Möglichkeit, dynamisch auf die Dark-Pool-Auftragsarten von Turquoise zuzugreifen.[...]"
  • 1 Monat später...
Geschrieben
Langfristig ist davon auszugehen, dass die Börsen(order)gebühren sinken werden.

 

 

ic.arrow.right.png Deutsche Börse senkt Gebühren

 

Außerbörsliche Handelsplattformen haben sich zu großen Rivalen für die Deutsche Börse entwickelt. Die reagiert und setzt auf Preissenkungen. Manche Kunden können dadurch enorm sparen.

 

Jetzt bleibt abzuwarten, wie lange die Onlinebroker benötigen, um die niedrigeren Gebühren an die Kunden weiterzugeben.

  • 1 Jahr später...
Geschrieben

Londoner Börse LSE in exklusiven Übernahmegesprächen mit Turquoise

 

NEWS
Die Londoner Börse LSE hat Interesse an einer Übernahme der alternativen Aktien-Handelsplattform Turquoise. Es seien exklusive Gespräche mit Turquoise Trading Ltd. aufgenommen worden, die zu einer Transaktion führen könnten, teilte die London Stock Exchange (LSE) am Donnerstag in London mit. Weitere Ankündigungen würden "zu gegebener Zeit" gemacht, hiess es weiter. Deutsche-Börse-C ', width: 600, height: 400 } )">
Die Londoner Börse LSE hat Interesse an einer Übernahme der alternativen Aktien-Handelsplattform Turquoise. Es seien exklusive Gespräche mit Turquoise Trading Ltd. aufgenommen worden, die zu einer Transaktion führen könnten, teilte die London Stock Exchange (LSE) am Donnerstag in London mit. Weitere Ankündigungen würden "zu gegebener Zeit" gemacht, hiess es weiter. Deutsche-Börse-Chef Reto Francioni hingegen hatte den Kauf einer alternativen Plattform, die häufig als MTF (Multilateral Trading Facilities) oder ATS (Alternative Trading System) bezeichnet werden, bislang offen ablehnt.

 

Im August hatte die Börsen-Plattform Turquoise dem Vernehmen nach die Schweizer Grossbank UBS beauftragt, Kaufinteressenten ausfindig zu machen. Verkaufsprospekte, so hatte es aus Kreisen verlautet, wurden an alle grossen Börsenbetreiber wie etwa die Deutsche Börse, die LSE oder die NYSE Euronext verschickt. Im April hatte Turquoise-Chef Eli Lederman selbst bereits gesagt, dass sein Unternehmen offen für eine Fusion oder Zusammenarbeit sei.

 

Die im September 2008 gestartete niedrigpreisige Turquoise hatte - wie auch die einige Monate ältere MTF Chi-X - von der EU-Finanzmarktrichtlinie MiFid profitiert. MiFid ermöglichte den Wettbewerb und sorgte damit für Kostensenkungen im Aktienhandel, was vor allem die Umsatz- und Gewinnmargen der Börsenbetreiber belastete. Doch wie Chi-X macht auch Turquoise vor allem der hauptsächlich auf den Aktienhandel fokussierten LSE das Leben schwer. Die Deutsche Börse dagegen ist zwar auch betroffen, profitiert aber von ihrer breiten Konzernaufstellung, wodurch sich der Umsatz- und Ergebnisbeitrag des Aktienhandels stark relativiert. Turquoise unterhält zudem ein ähnliches Handelssystem wie die LSE.

 

Gegründet wurde die Turquoise von den neun Finanzinstituten Citigroup, Credit Suisse, Deutsche Bank, Goldman Sachs, Merrill Lynch, Morgan Stanley, UBS sowie BNP Paribas und Societe Generale und konnte seither ihren Marktanteil in Europa auf sieben Prozent steigern. Schwarze Zahlen hingegen wurden nicht geschrieben./ck/he

 

Quelle: swissinfo.ch

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