Klaus Nieding - Anwaltsblog | Graumarktinfo: Kapitalanlagebetrug ist heute weiter verbreitet als je zuvor
Seit mehreren Jahren halte ich Vorträge auf Schulungen im Bereich Kapitalanlagedelikte für Ermittler des Bundeskriminalamts und der Landeskriminalämter aus ganz Deutschland. Diesmal habe ich Ende Oktober in Wiesbaden über meine Erkenntnisse als Anlegeranwalt berichtet. Der Erfahrungsaustausch mit den Ermittlern ist sehr interessant. Besonders wertvoll sind auch die dabei geknüpften Kontakte. Ab und zu ist die Ansicht zu hören, die Opfer hätten ja nur aus "Gier nach Gewinnen und hohen Renditen" investiert oder Schwarzgeld angelegt. In meinem diesjährigen Vortrag habe ich klar gestellt, dass eine solche Sicht der Sache sicherlich nicht gerecht wird.
Kapitalanlagebetrug ist heute weiter verbreitet als je zuvor. Seien es nahe zu wertlose Aktien, hoch riskante Termingeschäfte oder der Handel auf Basis dubioser Bankgarantien unglaublich viele Anleger fallen immer wieder und neuerdings wieder verstärkt auf fragwürdige Angebote am freien Kapitalmarkt herein. Zur Zeit nutzen Betrüger die Angst der Bürger vor den schwachen Aktienmärkten und bieten andere, angeblich lukrativere Investmentmöglichkeiten an.
In zunehmendem Maße stecken laut einer Studie des Bundeskriminalamts hinter den auffälligen Anlageberatern Gruppierungen der organisierten Kriminalität. Oft gehören ihnen zehn bis 20 Täter an, die ganz gezielt vorgehen. Einfallsreiche Tricks wie das Abspielen von Tonbändern die Börsengeräusche im Hintergrund eines Telefongespräches simulieren, gehören ebenso zu den Methoden der Betrüger wie das Androhen von Gewalt. Betroffene lassen sich in allen Bevölkerungsschichten finden vom Universitätsprofessor bis hin zum BAföG-Empfänger. Das Bundeskriminalamt hat aber festgestellt, dass ein Trend hin zu finanziell weniger gut gestellten Anlegern erkennbar sei.
Ich beschäftige mich nunmehr seit über 20 Jahren mit dem Schutz von Kapitalanlegern unter anderem vor Betrügereien im Kapitalmarkt. Die Tatsache, dass ich bis zum heutigen age nicht arbeitslos bin, sondern im Gegenteil von diesem Geschäft gut leben kann, zeigt deutlich, dass wir trotz aller zwischenzeitlichen Verbesserungen immer noch nicht so weit sind, dass Anleger in Deutschland nicht mehr über das Ohr gehauen werden.
Klaus Nieding - Anwaltsblog | Graumarktinfo: Kapitalanlagebetrug ist heute weiter verbreitet als je zuvor
Seit mehreren Jahren halte ich Vorträge auf Schulungen im Bereich Kapitalanlagedelikte für Ermittler des Bundeskriminalamts und der Landeskriminalämter aus ganz Deutschland. Diesmal habe ich Ende Oktober in Wiesbaden über meine Erkenntnisse als Anlegeranwalt berichtet. Der Erfahrungsaustausch mit den Ermittlern ist sehr interessant. Besonders wertvoll sind auch die dabei geknüpften Kontakte. Ab und zu ist die Ansicht zu hören, die Opfer hätten ja nur aus "Gier nach Gewinnen und hohen Renditen" investiert oder Schwarzgeld angelegt. In meinem diesjährigen Vortrag habe ich klar gestellt, dass eine solche Sicht der Sache sicherlich nicht gerecht wird.
Kapitalanlagebetrug ist heute weiter verbreitet als je zuvor. Seien es nahe zu wertlose Aktien, hoch riskante Termingeschäfte oder der Handel auf Basis dubioser Bankgarantien unglaublich viele Anleger fallen immer wieder und neuerdings wieder verstärkt auf fragwürdige Angebote am freien Kapitalmarkt herein. Zur Zeit nutzen Betrüger die Angst der Bürger vor den schwachen Aktienmärkten und bieten andere, angeblich lukrativere Investmentmöglichkeiten an.
In zunehmendem Maße stecken laut einer Studie des Bundeskriminalamts hinter den auffälligen Anlageberatern Gruppierungen der organisierten Kriminalität. Oft gehören ihnen zehn bis 20 Täter an, die ganz gezielt vorgehen. Einfallsreiche Tricks wie das Abspielen von Tonbändern die Börsengeräusche im Hintergrund eines Telefongespräches simulieren, gehören ebenso zu den Methoden der Betrüger wie das Androhen von Gewalt. Betroffene lassen sich in allen Bevölkerungsschichten finden vom Universitätsprofessor bis hin zum BAföG-Empfänger. Das Bundeskriminalamt hat aber festgestellt, dass ein Trend hin zu finanziell weniger gut gestellten Anlegern erkennbar sei.
Ich beschäftige mich nunmehr seit über 20 Jahren mit dem Schutz von Kapitalanlegern unter anderem vor Betrügereien im Kapitalmarkt. Die Tatsache, dass ich bis zum heutigen age nicht arbeitslos bin, sondern im Gegenteil von diesem Geschäft gut leben kann, zeigt deutlich, dass wir trotz aller zwischenzeitlichen Verbesserungen immer noch nicht so weit sind, dass Anleger in Deutschland nicht mehr über das Ohr gehauen werden.
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