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IFO - Geschäftsklimaindex - Meldung um 10:12 Uhr

Featured Replies

Geschrieben
10:00 Uhr kommt die Meldung ... :vogel:

Ja, Börsenpsychologie ist ne interessante Sache. Also, wenn ich mich nochmal irgendwann zu ner Promotion aufraffen kann, dann schreib ich über das Thema.

Geschrieben

Dax 10 % :vogel:, die Leute kaufen, als würde es morgen keine Aktien mehr geben. Woher kommt eigentlich der Optimismus?

Noch bevor das Jahr herum ist, wird ein weiteres Kreditinstitut eine 3stellige- Milliardenspritze brauchen. Dann sind da noch die Kreditkartenfirmen, die abgewickelt werden wollen.

 

Ich meine, wir haben die Tiefs (noch lange) nicht gesehen.

Geschrieben
Dax 10 % :vogel:, die Leute kaufen, als würde es morgen keine Aktien mehr geben. Woher kommt eigentlich der Optimismus?

(Nur ein paar Hypothesen:)

Die Frage ist, wer da jetzt kauft. Ich glaube nicht, dass soviele Kleinanleger jetzt einsteigen.

 

Und die nächste Frage ist, hat derjenige, der da kauft mehr Infos/Erfahrungen als der "gemeine Börsenanleger" ?

 

Ich hab leider noch nicht so den großen Durchblick, da mir jede Menge Grundlagenwissen fehlt, aber wenn man sich längere Zeitreihen ansieht (Kurse, Wirtschaftsdaten, Arbeitslosenzahlen, Bruttoinlandsprodukt,...)... alles verläuft irgendwie in Zyklen. Daher auch mein Interesse an Zeitreihenanalyse, die genauso solche Periodizität zu modellieren versucht (mit diversen Ansätzen und unterschiedlichem Erfolg).

 

Parallel dazu kann ich auch den Bofinger als Bettlektüre empfehlen ( ic.arrow.right.png Grundzüge der Volkswirtschaftslehre: Eine Einführung in die Wissenschaft von Märkten. Der liest sich echt super verständlich auch für Wirtschaftslaien wie mich. Und auch bei ihm wird ganz offen von den Zyklen gesprochen und viele Abbildungen belegen das auch. Für VWler ist es also Grundstudiumswissen, nur der normale Bürger fällt aus allen Wolken, wenn's mal nach ein paar fetten Jahren auch ein paar magere gibt.

 

Vielleicht werden die extrem miesen Daten von besser informierten (oder volkswirtschaftlich geschulteren) Personen/Institutionen auch als "Wir haben die Talsohle (fast) erreicht in einem ganz normalen Tief einer Wirtschaftsschwingung" interpretiert.

 

Der Kleinanleger hingegen gibt sich emotional eher der auch medial verbreiteten Meinung hin, dass der Weltuntergang bevorsteht usw., wohingegen die Erfahreneren auf die Zyklik vertrauen und jetzt Positionen aufbauen, da sie andere Wenn-Dann-Regeln als der "gemeine Börsenanleger" verwenden.

 

Deswegen wirken auf "den gesunden Menschenverstand" die obigen Abbildungen etwas paradox.

Geschrieben
Parallel dazu kann ich auch den Bofinger als Bettlektüre empfehlen

 

Hast du VWL studiert?

Geschrieben

Passt ganz gut hier hinein, da Jochen Steffens in seinem Newsletter { http://img98.imageshack.us/img98/2416/lowswk0.png

 

Sowohl im S&P500, als auch im Nasdaq100 sind noch nicht einmal die sehr wichtigen Oktobertiefs von unten wieder erreicht worden! Das bedeutet, es kann sich tatsächlich „noch“ um nichts weiter als ein reguläres Testen dieser wichtigen Tiefs von unten handeln! Erst wenn diese Tiefs wieder nachhaltig nach oben überwunden werden, hellt sich das Bild in den USA wieder auf. Bis dahin kann auch diese starke Bewegung der letzten beiden Handelstage noch für weiter fallende Kurse sprechen, da ein Test solcher Marken von unten typisch für einen wegbrechenden Kursverlauf ist.

 

Ich will hier nicht die Stimmung vermiesepetern. Ich selbst bin immer noch Anhänger der großen Seitwärtsbewegung, und dann müsste sich auf dem aktuellen Niveau irgendwo ein Boden ausbilden. Dass es dabei im S&P500 zu einem kurzen Unterschreiten der 2002/3er Tiefs kommen kann, hatte ich ebenfalls vorher in Erwägung gezogen. Im Dax haben zudem die Oktobertiefs gehalten.

 

Aber ich möchte auf der anderen Seite auch noch nicht euphorisch werden, wenn es dazu noch keinen Grund gibt. Hier muss eindeutig mehr passieren. Ansonsten ist das, was wir heute im Dax erlebt haben, nichts mehr als eine dramatische Short-Squeeze und zwar wahrscheinlich auch von den Marktteilnehmern verursacht, die nach dem schlechten Donnerstag letzter Woche auf noch viel weiter fallende Kurse gesetzt hatten.

 

Ifo fällt auf den schlechtesten Stand seit 1993 [...mehr...]

Geschrieben
Hast du VWL studiert?

 

 

Leider nein, deswegen les ich ja grad nebenher Grundstudiumslektüre von VWL, damit ich mal ein bisschen mehr Wissen bekomme über Geldpolitik, Inflation, Märkte etc.

Ich selbst bin lediglich Dipl. Psych/Dipl. Inf. :vogel:, was mir aber herzlich wenig nützt, wenn sie mal wieder die Zinsen anheben/senken/unverändert lassen und der Markt komisch reagiert und ich mich immer frage: Häh ? Die News sind ja auch eher kurz und faktenbezogen und man lernt die Hintergründe nicht. WARUM reagiert der Markt wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen, die Sparkasse zahlt doch dann nur z.B. 0.25% mehr/weniger/... auf Sparguthaben (oder so), das reißt mich doch als Otto-Normalbürger auch nicht von den Socken ?!

 

Irgendwann nervt mich meine Unwissenheit so sehr und ich kaufe mir nen Buch, wenn es sich mir in den Weg wirft. Der Bofinger war so eines. Und es liest sich sehr gut als Einstiegslektüre, denn Bofinger hat ne gute Schreibe und es ist, finde ich, didaktisch gut aufbereitet. Vor allem werden so nach und nach die verschiedenen Fragen beantwortet.

 

Geschrieben
  • Autor
Irgendwann nervt mich meine Unwissenheit so sehr und ich ...

Da hab ich noch einen täglichen Tipp... und 7 Minuten reichen... "klick mich" :vogel:

Geschrieben
  • Autor

Im Sachverständigenrat der Regierung entscheidet die Mehrheit, nicht das bessere Argument

 

Parallel dazu kann ich auch den Bofinger als Bettlektüre empfehlen

 

Ein Blick in das Jahresgutachten 2008 des Sachverständigenrates zeigt immerhin, dass sich die verkrusteten Denkstrukturen ein wenig lockern. Der Würzburger Volkswirt Peter Bofinger ist nicht mehr der einzige, der mit einer Minderheitenmeinung an alten Dogmen rüttelt.

 

Der Schlagabtausch zu dieser Frage ist vor allem deshalb interessant, weil er Einblick gibt in das intellektuelle Niveau einer Debatte. Die Mehrheit des Rates lehnt einen Mindestlohn - von 4,50 Euro pro Stunde - kategorisch ab, weil das den Verlust von bis zu 842.000 Arbeitsplätzen verursachen würde.

 

Als Beleg werden drei "empirische" Studien angeführt. Die Minderheit widerspricht im Wesentlichen mit zwei Argumenten. Rürup zeigt, dass die erwähnten Expertisen das Ergebnis schon in ihren Annahmen einprogrammiert haben. Sie greifen zu diesem Zweck auf ein unübliches theoretisches Modell zurück. Würde man dieselben Fakten in das Modell einspeisen, das sie normalerweise anwenden, wäre das Ergebnis unbestimmt. Man könnte weder sagen, dass Mindestlöhne Jobs schaffen, noch dass die solche vernichten.

 

....klick

Geschrieben
Parallel dazu kann ich auch den Bofinger als Bettlektüre empfehlen

 

Steht da zufällig etwas darüber geschrieben, ab welchem Niveau die USA zahlungsunfähig ist. Bisher kennen wir das nur von den Lateinamerikanern.

 

Milliarden für die Banken, Milliarden für die Autokonzerne und Milliarden für die Häuslebauer: Die Verschuldung der USA steigt. Goldman Sachs schätzt, dass im kommenden Jahr das Defizit auf 1000 Mrd. $ steigt. Die Zahl sei sogar optimistisch.

 

Schuldenfinanziertes Konjunkturprogramm

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