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€ 590 oder € 1.500

Geschrieben
Die BA gehe bei ihrer Haushaltsplanung davon aus, dass sie für einen Kurzarbeiter 590 Euro im Monat aufwenden müsse, für einen Arbeitslosen aber 1.500 Euro, sagte Weise in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.

 

ic.arrow.right.png ...weiterlesen FTD

 

Wie hier mit 'Sprache' umgegangen wird: >>> "Bundesagentur spart mit Kurzarbeit rund 900 Euro"

 

 

Allerdings bestehe das Risiko ein, dass einige Arbeitnehmer nach langer Kurzarbeit doch ihren Arbeitsplatz verlieren. «Dann haben wir viel Geld bezahlt und die Menschen noch eine Weile in Arbeit gehalten und sie womöglich davon abgehalten, sich woanders zu bewerben. Und dann ist es für alle ein Nachteil», räumte der Chef der Bundesagentur ein.

 

Wieder diese Sprache: '' Dann haben wir viel Geld bezahlt ... '' (= Binnennachfrage) Ah, was reg ich mich auf... :laugh:

Featured Replies

Geschrieben
  • Autor
Oder meinst du, wie über die Arbeitnehmer geredet wird?

 

Nein, sondern wie 'Demokratie hier in Deutschland gelenkt wird' (Medien, Politik usw.).

 

Zum Einstieg empfehle ich den 'Mitlesern' nachfolgende Links: (gesamten Themenkomplex kann man nicht mal so 'durcharbeiten', sondern

das ist ein stetiger 'Erkenntnisprozeß'.

 

http://www.cleanstate.de :laugh:

 

 

http://www.egon-w-kreutzer.de :wub:

Links_von_Egon_W._Kreutzer.jpg

Geschrieben

Mh, also ich finde nichts verwerfliches dabei, wenn die BA wirtschaftlich rechnet. Immerhin sind das (auch meine) Steuergelder.

Dass in dem Moment zukünftig arbeitslose Menschen als "Produkte" angesehen werden, um mit ihnen dann Rechnungen aufzustellen, ist leider zwingender Bestandteil einer Haushaltsplanung.

 

Und die Durchführung der Verwaltung bestimmt die Verwaltung selbst, also die Exekutive. Die Politik gibt als Legislative nur Rahmenbedingungen (also grob gesagt, praktisch haben wir natürlich keine glasklar getrennte Gewaltenteilung: Exekutive ist zT auch Legislative und sogar Judikative und andersherum).

 

An den Ursachen, wie es dazu kommen konnte, hat allein die Politik sich zu verantworten, die BA muss es dann nach dem Minimumprinzip umsetzen.

Geschrieben
Mh, also ich finde nichts verwerfliches dabei, wenn die BA wirtschaftlich rechnet. Immerhin sind das (auch meine) Steuergelder.

 

Warum nicht? Das Problem ist nunmal, das sich wirtschaftlich und menschlich meist ausschließt. Wenn man eine gesellschaftspolitische Verantwortung hat, darf man nicht nur wirtschaftlich rechnen.

 

Blödes Beispiel Bahn: Wenn die nur wirtschaftlich rechnen sind die kleinen Kaffs plötzlich ohne öffentlichen Verkehrsanschluss. Wär da auch nichts verwerfliches dabei? schließlich werden dann die Zugtickets billiger.

 

An den Ursachen, wie es dazu kommen konnte, hat allein die Politik sich zu verantworten, die BA muss es dann nach dem Minimumprinzip umsetzen.

Seit wann ist allein die Politik für die wirtschaftliche Lage verantwortlich? Die breite Masse ist genauso Mitschuld an der derzeitigen wirtschaftlichen Lage, also wäre es nur rechtens das ein paar mehr Steuergelder genutzt werden um zumindest die "Opfer aus der breiten Masse" zu unterstützen. Sprich zu schauen was langfristig für die das bessere ist, und nicht was sich für die BA kurzfristig rechnet.

 

Sorry, is vielleicht ein bissl zu "alternativ" :laugh:

Geschrieben

Natürlich ist die Politik nicht alleine Schuld, ich meine nur mit meiner Aussage, dass die Politik sich für die Rahmenbedingungen rechtfertigen muss.

 

Ab einer bestimmten Größenordnung müssen auch Menschen direkt betreffende Sachen abstrahiert werden.

Es ist ja den Betroffenen gegenüber nicht beleidigend gemeint. Aber nur so ist eine gewisse Steuerung möglich, dabei kann natürlich nicht der Einzelne beachtet werden.

 

(Henrik, der als Exekutive arbeitet, aber per Gesetz zugewiesene judikative Aufgaben wahrnimmt)

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