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Ist Schuldenabbau überhaupt möglich?

Geschrieben
Das es soweit kommen konnte, ist ein Desaster. Da wir aber alle in einem Boot sitzen, löffeln wir jetzt die Suppe gemeinsam aus.

Ich fang ja fast ungern wieder mit dem Thema an, aber: Es ging gar nicht anders als das es so kommt. Im aktuellen Geldsystem muss es regelmäßig Pleiten/Kriege geben, sonst läuft das ganze nicht. Die Griechen waren halt die ersten die es erwischt hat. Ja sie haben fleißig mitgeholfen aber mal ne andere Frage: Wenn du fix weißt das auf kurz oder lang alle Pleite gehen, machts da nicht fast Sinn die Zeit bis dahin zu genießen anstatt sich selber mit sinnlosen Maßnahmen zu geiseln?

 

Das zweite Problem, das ich mit der ganzen Griechenlandthematik hab: Alle Politiker reden davon das die Griechen es schaffen können und dann alles wieder gut ist. Aber in unserem System kann man Schulden nur loswerden, wenn man sie einem anderen draufhaut. Und die Schulden werden immer mehr, egal wie sie verteilt sind. Also selbst wenn wir annehmen das Griechenland einen Megareformkurs hinkriegt sind die Schulden nicht weg, sie sind nur woanders. Nur eben nicht bei denen die Geld haben (weil die gebens ja nicht freiwillig her und haben entsprechende Mittel und Wege) sondern sie vergrößeren den Schuldenberg von wem anderen, zB EU. Und dann kommt halt die nächste Welle (Portugal, Spanien, Italien etc.)

 

mMn ist klar das Europaweit der kleine Mann bluten wird, die einzige Frage die sich mir stellt, ist ob wir (als Gesellschaft) beim unheilbaren Patienten (auch genannt "aktuelles Wirtschaftssystem") den Stecker ziehen oder ihn noch länger dahinsiechen lassen und jeden Tag am Krankenbett jammern während draußen die Sonne scheint.

 

 

Alternativen gibt es keine.

Es gibt immer Alternativen, die Frage ist wieweit man gehen/denken will.

 

Ich überlege mir gerade was ich meinen Kindern in 15 Jahren als Antwort geben werde, wenn sie mich nach den Gründen fragen, weshalb sie heute (also dann im 'jetzt') die Schulden der vorherigen Generation(en) zu schultern haben.

 

Also ich hab vor meine Kinder (wenn ich mal welche habe) so zu erziehen das sie mich eher fragen warum die Menschen früher so dumm waren das System so lang zu ertragen. Und da fällt mir nur ein Zitat aus MIB ein: "Ein Mensch ist intelligent. Aber ein Haufen Menschen sind dumme, hysterische, gefährliche Tiere!"

 

just my 2 cent

Featured Replies

Geschrieben
Also ich hab vor meine Kinder (wenn ich mal welche habe) so zu erziehen das sie mich eher fragen warum die Menschen früher so dumm waren das System so lang zu ertragen.

 

Wenn ich nicht wüsste das es nichts bringt würde ich jetzt Fragen was Du für ein besseres und gerechteres System hast.

Geschrieben
Wenn ich nicht wüsste das es nichts bringt würde ich jetzt Fragen was Du für ein besseres und gerechteres System hast.

 

Das muss man anders sehen, es ist das kleinste Übel.

 

Das Problem der Marktwirtschaft ist der Wille zum grenzenlosen Wachstum. Dadurch kommt es zu immer mehr Schulden, wie von Mythos angesprochen.

Das beste ist momentan wirklich, alle paar Dekaden das System zusammenbrechen zu lassen und "von vorne" anfangen, um es mal extrem zu überspitzen.

Geschrieben
  • Autor
Wenn ich nicht wüsste das es nichts bringt würde ich jetzt Fragen was Du für ein besseres und gerechteres System hast.

 

? Wie darf ich das verstehen? Wieso sollte es nichts bringen?

 

Das Problem der Marktwirtschaft ist der Wille zum grenzenlosen Wachstum. Dadurch kommt es zu immer mehr Schulden, wie von Mythos angesprochen.

Das beste ist momentan wirklich, alle paar Dekaden das System zusammenbrechen zu lassen und "von vorne" anfangen, um es mal extrem zu überspitzen.

 

Wenn man unbedingt an dem System festhalten will, dann ja. Aber ehrlich gesagt find ich die Vorstellung von bewusst gewählter "Selbstversklavung" nicht so sexy. Sicher 95% der Bevölkerung ist in diesen Zyklen immer der Verlierer, startet bei 0 und kämpft mit den Anderen darum wer langsamer nach unten wandert. Und die Paar die "wirklich" Realwerte haben lehnen sich entspannt zurück und "genießen" das Schauspiel...

 

Was hat eigentlich der Wille zu grenzenlosem Wachstum mit der Tatsache von immer mehr Schulden zu tun? Das Geldsystem an sich sorgt schon dafür das die Schulden exponentiell wachsen.

Klar grenzenloses Wachstum ist auf einem endlichen Planeten schwer, aber hat als Konsequenz sicher nicht die Anhäufung von Schulden.

Geschrieben
Wenn man unbedingt an dem System festhalten will, dann ja.

Jetzt bin ich aber doch neugierig. Wie soll denn ein "besseres" System aussehen?

 

Im Grunde beruht doch jedes bisher dagewesene System darauf, dass es einer begrenzten Anzahl an Leuten gut geht und das aber auf Kosten der Anderen.

Wenn ich jetzt mal ein paar "Systeme", die ich persönlich kenne, vergleiche, dann kommen wir meiner Meinung nach mit unserer (Sozialen) Marktwirschaft recht gut weg.

Ich würde jetzt ungern im chinesischen Kommunismus leben. Da lässt es sich für einen Teil der Bevölkerung sicherlich recht angenehm leben. Wohnt man aber in einer Gegend, wo ein neuer Staudamm entstehen soll, so ist man ziemlich schnell von der Bildfläche verschwunden (so geschehen bei einer Familie, für die mein Chef eine Patenschaft übernommen hatte).

Auch die Schweiz mit ihrer direkten Demokratie ist eher ein Brutofen für, naja, ich nenne es mal Gedankengut, jenseits der Mitte :hmmmm: und bei uns!? Da hat doch selbst jeder Harz IV Empfänger noch ein mehr als angenehmes Leben.

 

Also welches System dann???

Geschrieben
Sicher 95% der Bevölkerung ist in diesen Zyklen immer der Verlierer,

 

scheisse das es uns allen hier so schlecht geht.

 

sollte man mal die 5 % Gewinner erschießen und alles wird gut.

 

Vielleicht sollte man erst mal überlegen warum es uns allen so gut geht.

Auf der Höhe wo wir am jammern sind sind die meisten anderen Systeme erst gar nicht gekommen,

und das für 99% der Bevölkerung.

 

? Wie darf ich das verstehen? Wieso sollte es nichts bringen?

 

Du schimpfst immer auf das System,

hast aber noch nie auch nur ansatzweise ein anderes(geschweige den besseres) vorgestellt.

Geschrieben
  • Autor
Jetzt bin ich aber doch neugierig. Wie soll denn ein "besseres" System aussehen?

 

Ob es wirklich "besser" ist, ist einerseits Frage des Standpunktes, andererseits ohne Erprobung nicht zu sagen, aber es hat zumindest mMn viel mehr Potential als das aktuelle. Lässt sich leider nicht auf die Schnelle beschreiben und passt auch nicht in den Thread hier, deswegen werd ichs sobald ich mal die Zeit dafür finde in einem eigenen Topic beschreiben. (wer nicht warten kann: Link zu TradeScout)

 

 

scheisse das es uns allen hier so schlecht geht.

 

sollte man mal die 5 % Gewinner erschießen und alles wird gut.

 

Und genau diese Aussagen sind der Grund warum ich

a) mit dir nicht gerne diskutiere

b) bis jetzt bei Tom-Next noch nicht drüber geredet hab

 

Du schimpfst immer auf das System,

hast aber noch nie auch nur ansatzweise ein anderes(geschweige den besseres) vorgestellt.

Aber ich mach mir zumindest Gedanken. Ich hab halt die Ansicht das es besser ist andere darüber aufzuklären wo es Probleme gibt, auch wenn man noch keine Lösung dafür hat.

Geschrieben

Hört sich sehr futuristisch an.

Naja, im 23. Jahrhundert, wenn wir mal die Vereinigte Föderation der Planeten haben, dann wird eh alles besser.

Da gibt's dann nur noch goldgepresstes Latinum und Wohlstand für alle. :hmmmm:

Bearbeitet von WOGO

Geschrieben
Ich meine es ist doch teil des Systems das die Schulden kontinuierlich wachsen.

Da muss ich widersprechen.

Bis in die 80er hatte selbst Deutschland seine Schulden im Griff. Das Problem entstand erst als die Rechtfertigung (Kosten der deutschen Einheit, Wiederaufbau, blablabla) für eine exorbitante Schuldenaufnahme vorhanden war. Als die Hemmschwelle mal überwunden war, machten alle folgenden Regierungen fleissig weiter Schulden.

Heute ist die gängige Meinung, der Staat kann garnicht ohne Schulden existieren. Fehlen die Staatsausgaben, so bricht die Binnennachfrage und somit die Wirtschaft zusammen. Das muss aber nicht der Fall sein. Sicher gäbe es bei einem rapiden Sparkurs erst mal einige Wirtschaftszweige, die schlucken würden, aber das könnte sich durchaus einregeln. Das Ruhrgebiet bestand früher scheinbar nur aus Bergbaus. Was passierte als die Subventionen auslief? Die Industrie hat sich umgestellt, neue Bereiche wurden erschlossen und die Arbeitslosenzahlen sind keineswegs explodiert.

 

Auch wenn es heutzutage schwer umsetzbar ist (Wählerstimmenverlusst, Demonstrationen, ...), ein schuldenfreies Land ist durchaus keine Utopie.

Vorallem die skandinavischen Länder beweisen das ja ziemlich eindrucksvoll.

Geschrieben
  • Autor
Auch wenn es heutzutage schwer umsetzbar ist (Wählerstimmenverlusst, Demonstrationen, ...), ein schuldenfreies Land ist durchaus keine Utopie.

Vorallem die skandinavischen Länder beweisen das ja ziemlich eindrucksvoll.

 

Ernsthaft? Und woher soll das Geld kommen, um die Schulden zurückzuzahlen? Oder ganz anders gefragt: Woher kommt das Geld überhaupt? Wieviel Geld wäre auf der Welt vorhanden wenn alle Schulden zurückgezahlt sind?

 

Edit: eine Anmerkung noch zu "Deutschland hatte die Verschuldung im Griff": Soweit ich weiß ist die Verschuldung konstant gewachsen, das ist für mich alles andere als im Griff. Nur die Spirale hat sich halt früher langsamer gedreht aber das ist charakteristisch für eine exponentielle Funktion.

Geschrieben
Klar kann theoretisch ein Staat oder auch jeder anderer Schuldner seine Schulden los werden. Die Möglichkeit des Bankrotts besteht immer. Dann gehen die Gläubiger halt leer aus und können sich ihre Zinsgewinne an die Wand malen. Ausserdem könnten Notenbanken mit "gedrucktem" Geld Forderungen aufkaufen. Beides hat natürlich Konsequenzen und wird tagtäglich praktiziert. Es ist nicht so, dass es in unserem System unmöglich wäre (wie auf diversen youtube videos aus der Weltverschwörungsecke immer wieder behauptet wird).

Bearbeitet von Roy Awesome

Geschrieben
  • Autor

ja klar, mit bankrott kommt man raus. Aber die Politiker behaupten regelmäßig das Griechenland (und der Rest der EU) nur brav reformieren müssen und dann kommt man aus den Schulden raus. Also ohne den Staat pleite zu schicken.

 

Zu den Notenbanken: Klär(t) mich mal auf, wie das funktioniert. Darf die Notenbank einfach Euros drucken und unter die Leute verteilen (an wen werden die dann verteilt?)? Müssen die dann nicht mehr zurückgezahlt werden?

 

edit: zur Sicherheit: ich mein(t)e mit "aus den Schulden rauskommen" natürlich immer "den Schuldenberg vollständig abbauen" und nicht "Bankrott gehen und die Schulden einfach ignorieren".

 

edit2: mich würden die Antworten auf meine Fragen aus vorigem Post trotzdem interessieren.

Geschrieben

Die Zentralbank kann unbegrenzt Staatsanleihen ohne oder mit sehr niedrigen Zinsen kaufen - also im Prinzip dem Staat Geld zur Verfügung stellen. Passiert derzeit in England. Die Währung verliert aber auf Grund der erhöhten Geldmenge u.U. an Kaufkraft.

 

Die Zentralbank kann auch unbegrenzt Geld an Banken verleihen, zu einem Zinssatz ihrer Wahl(fast 0). In den USA (discount window) and jetzt auch in der ECB (Standing facility) werden als Sicherheiten so ziehmlich alles akzeptiert. Hergeschenkt wird offiziell nichts. Eine Google-Suche nach 'quantitative easing' bringt die relevanten Infos.

Geschrieben
  • Autor
Die Zentralbank kann unbegrenzt Staatsanleihen ohne oder mit sehr niedrigen Zinsen kaufen - also im Prinzip dem Staat Geld zur Verfügung stellen. Passiert derzeit in England. Die Währung verliert aber auf Grund der erhöhten Geldmenge u.U. an Kaufkraft.

 

Die Zentralbank kann auch unbegrenzt Geld an Banken verleihen, zu einem Zinssatz ihrer Wahl(fast 0). In den USA (discount window) and jetzt auch in der ECB (Standing facility) werden als Sicherheiten so ziehmlich alles akzeptiert. Hergeschenkt wird offiziell nichts. Eine Google-Suche nach 'quantitative easing' bringt die relevanten Infos.

 

Ok, aber auch mit 0% Zinsen sind Schulden immer noch Schulden oder täusch ich mich? Inwiefern hilft diese Technik beim Schuldenabbau? Doch nur wenn man darauf spekuliert das durch die Inflation die Schulden irgendwann nix mehr wert sind oder?

 

Wenn ich bei der Bank Schulden habe, und mein Freund leiht mir den Betrag damit ich ihn bei der Bank zurückzahlen kann, hab ich danach doch immer noch den gleichen Haufen an Schulden wie vorher oder versteh ich da was komplett falsch?

Geschrieben

Ja, das ist kein Schuldenabbau, aber jedenfalls kann sich der Staat günstig bzw. überhaupt noch refinanzieren und es wirkt wertmindernd auf die bestehenden Schulden. Soweit ich weiss wird in manchen Ländern direkt Geld Budget-wirksam überwiesen (Negativbeispiel Simbabwe). Abbauen kann man natürlich auch in einem langfristigen schmerzhaften Prozess mit Budget-Überschüssen (sehr wachstums-abhängig) oder durch Bankrott/Schulden-Restrukturierung. Alle drei Möglichkeiten zum Schuldenreduktion sind schmerzhaft.

 

Ich wollte eigentlich nur sagen, dass Zinsen, wie in besagten Videos oft dargestellt, meiner Meinung nach nicht die Wurzel alles Bösen sind, wenn man den Bankrott als sinnvollen Teil des Systems ansieht.

Geschrieben
  • Autor
Ich wollte eigentlich nur sagen, dass Zinsen, wie in besagten Videos oft dargestellt, meiner Meinung nach nicht die Wurzel alles Bösen sind, wenn man den Bankrott als sinnvollen Teil des Systems ansieht.

 

Ich finde auch nicht direkt das Zinsen die Wurzel allen Bösen sind. Aber es bleibt trotzdem dabei das man ohne Bankrott/Hyperinflation nicht aus den Schulden raus kommt. Was mich an dem Zinssystem stört ist die kontinuierliche Umverteilung von unten nach oben. Wer nix/wenig hat, dem wird genommen und wer viel hat dem wirds noch draufgeschaufelt.

 

Und mal ganz ehrlich: ich kann einem Bankrott nix sinnvolles abgewinnen, nach dem Motto wär ein effektives Mittel gegen Überbevölkerung und Lebensmittelknappheit wenn man regelmäßig 5% erschießt, das kanns ja auch nicht sein oder?

Mal ganz abgesehen davon das so ca alle einflussreichen Leute/Medien vorbeten das ein Bankrott vermieden werden muss und man sich nur richtig anstrengen muss um richtig reich zu werden (Und davon das es gar nicht möglich ist das alle reich werden fang ich gar nicht erst an).

 

Aber die wichtige Frage die mich immer noch interessiert: Wieviel Geld ist auf der Welt vorhanden, wenn alle Schulden zurückgezahlt sind? (Also das immer so hoch gepriesene "Wenn wir uns nur genug anstrengen werden wir alle Schulden los")

 

Btw.: inwiefern funktioniert dieses "immerhin kann sich der Staat noch refinanzieren" im konkreten Fall Griechenland? Haben die keine Zentralbank?

 

Edit (gerade erst gesehen): Du sagst man kann Schulden durch Budgetüberschüsse abbauen, woher kommt das Geld für die Überschüsse? Von anderen Staaten die damit mehr ausgeben müssen also vorher und somit ihren eigenen Schuldenberg erhöhen? Dann wärs ja nur eine Umverteilung der Schulden, aber die Gesamtschuldenmenge bleibt wieder gleich (oder steigt durch die entsprechenden Zinsen) oder?

Geschrieben
Ob es wirklich "besser" ist, ist einerseits Frage des Standpunktes, andererseits ohne Erprobung nicht zu sagen, aber es hat zumindest mMn viel mehr Potential als das aktuelle. Lässt sich leider nicht auf die Schnelle beschreiben und passt auch nicht in den Thread hier, deswegen werd ichs sobald ich mal die Zeit dafür finde in einem eigenen Topic beschreiben. (wer nicht warten kann: Link zu TradeScout)

 

 

 

 

Und genau diese Aussagen sind der Grund warum ich

a) mit dir nicht gerne diskutiere

b) bis jetzt bei Tom-Next noch nicht drüber geredet hab

 

 

Aber ich mach mir zumindest Gedanken. Ich hab halt die Ansicht das es besser ist andere darüber aufzuklären wo es Probleme gibt, auch wenn man noch keine Lösung dafür hat.

 

Gedanken machen sich andere auch!

 

Aber ich kann keine Sache als Falsch oder Schlecht darstellen wenn ich keine bessere Alternative habe,

bzw. ein System anpreise was völlig Realitätsfremd ist und so nicht geht oder aber um es zu machen in anderer weisse große Einschnitte an der Bevölkerung machen muss.

 

Das es viele gibt die nicht gerne mit mir diskutieren mag ja stimmen da ich versuche auch Theoretische Sachen bis ins letzte zu beachten,

aber noch gibt es keine Diskussion weil Dein System ausser ein paar Träumereien keine Grundlage dafür gibt.

 

Den Link aus Deinem Link habe ich mir jetzt nicht angeschaut,

nur Deinen Beitag da.

 

Ich hätte jetzt sicherlich gut 2 Dutzend Fragen dazu,

aber für den Anfang würde es mir reichen wenn Du mir 3 Fragen dazu so beantwortest das sie auch wirklich umgesetzt werden können.

 

Danach kann man dann entscheiden ob man über die Idee diskutieren kann,

oder sie nur ein Hirngespinst oder Propaganda(hier zu würde ich auch Deinen Thread über die Vorstellung des Geldlosen Lebens zählen. Es wird mir böses aufgezeigt und ich soll nur an das schöne denken ohne wirklich darüber nach zu denken ob es geht. So könnte ich mir den "Kundenfang" von Sekten vorstellen) ist.

Geschrieben
Ich wollte eigentlich nur sagen, dass Zinsen, wie in besagten Videos oft dargestellt, meiner Meinung nach nicht die Wurzel alles Bösen sind, wenn man den Bankrott als sinnvollen Teil des Systems ansieht.

 

Ich stelle hier mal ganz frech die Behauptung auf das Zinsen dann das Problem sind wenn Sie zu niedrig sind.

 

Wenn man nicht schon vor Jahrzehnten die Bevölkerung mit billigen Geld dazu verleitet hätte sich Konsum zu gönnen den sie weder brauchen noch sich leisten können wäre da die Verschuldung niedriger.

 

Und genauso wie dem Volk ein Wohlstand über Kredit vorgegaukelt wurde haben auch die meisten Staaten über Ihre Verhältnis gelebt nur um ein paar Stimmen zu bekommen und zu zeigen wie Sozial und Gutmütig Sie sind.

 

Eine Endschuldung tritt erst dann ein wenn es steigende Zinsen gibt und man die Ausgabenseite in den Griff bekommt,

egal ob bei dem Einzelnen Bürger oder bei dem Ganzen Staat.

 

Wo bei es dem Bürger da ja hier schon mit der Privat Insolvenz relativ einfach gemacht wurde relativ lange über seine Verhältnisse zu leben und am Ende dann doch Gut da zu stehen.

Geschrieben
  • Autor
Mythos: ein Bankrott ist einfach ein notwendiger Teil des Systems. Wenn schlechten Entscheidungen keine Konsequenzen gegenüberstehen, wird die Marktwirtschaft ad absurdum geführt, und niemand steht mehr in der Verantwortung.

 

Versteh mich nicht falsch: Konsequenzen für schlechte Entscheidungen / falsches Verhalten bin ich voll dafür. Aber der Bankrott im aktuellen System passiert nicht nur bei falschen Entscheidungen. Es ist ein notwendiger Teil des Systems, das ein gewisser Teil regelmäßig bankrott geht. Egal ob sie falsche Entscheidungen getroffen haben oder nicht.

Natürlich ist es eine Riesenmotivation für die Menschen, wenn man weiß das am Ende des Tages die schlechtesten sicher Pleite sind. Aber da gehts dann auch nicht mehr darum selber gut zu sein, sondern nur darum besser als die anderen zu sein (und das bedeutet leider auch oft das man nicht versucht sich selber zu verbessern sondern die anderen zu verschlechtern...)

 

Warum das Argument"schlechte Entscheidungen müssen Konsequenzen haben" für mich auch nicht so zählt: Wenn wir uns die Realität anschauen, dann haben schlechte Entscheidungen in den unteren Schichten (wo sie nur sehr wenig Schaden anrichten) die Konsequenz von Schulden und Bankrott. Wenn aber auf oberer Ebene schlechte Entscheidungen getroffen werden (deren Auswirkungen wesentlich gravierender sind), dann ist der Schuldige (wenn überhaupt) kurz negativ in den Medien, aber aufgrund der Kontakte etc. steigt er mit Bonus aus der Firma aus und in die nächste ein.

Von daher find ich nicht das der Bankrott hier ein gut funktionierendes Mittel ist.

Geschrieben
EDIT: Ein Schuldgeldsystem mit Zinseszins MUSS crashen! Es geht gar nicht anders!

 

Ein Geldsystem ohne Zinsen kann nicht gehen,

jede Ware wäre ja Wertlos wenn ich Sie mit einem Wertlosen Papier bezahlen kann.

 

Wenn ich Geld für nichts bekomme,

bekomme ich auch jede Ware für nichts.

 

Geld ist ja nur ein zwischen Medium für Leistung die ich erbracht habe und wo für ich andere Leistung haben will.

 

bezahle ich eine Leistung oder Ware mit irgend was wo für ich nichts Leisten muss ist auch der Gegenstand den ich dafür erhalte Wertlos.

Geschrieben
  • Autor
Ein Geldsystem ohne Zinsen kann nicht gehen,

warum?

 

jede Ware wäre ja Wertlos wenn ich Sie mit einem Wertlosen Papier bezahlen kann.

Welchen Wert hat denn ein 10 Euro Schein jetzt genau, außer das es gesetzliches Zahlungsmittel ist und somit akzeptiert werden muss?

Geschrieben

.. wie Stefan Risse heute in n24 anmerkte, wurde das Problem der Geldmengenexpansion und Inflationsentwicklung schon vor Euroeinführung von institutionellen Anlegern billigend in Kauf genommen worden.

Nach wie vor bedienen sie sich zum Nahe-Null-Tarif und vermarkten ihre Finanzprodukte im Schneeballsystem.

Im Gegensatz hat der Privatanleger oder Trader i.d.R. sein eigenen Verluste konsequent zu verantworten.

 

Die medialen Verallgemeinerungen nach den "Schuldigen", erzeugen Unsicherheiten in der Bevölkerung.

Die Medien sollten aufklärend und differenziert informieren.

 

Ob 6 Jahre ( in anderen Länder in kürzeren Fristen) Privatinsolvenz unbedingt das Verantwortungsbewusstein fördern,

darf bezweifelt werden. Verschleppte Firmeninsolvenzen deuten in die gleiche Richtung.

 

Entschuldung ist und bleibt eine Illusion , oder wird durch eine Hyperinflation bereinigt.Würde mich überraschen

wenn sich die Geschichte nicht wiederholen würde.... :hmmmm:

 

Der EU/USD liegt fast wieder auf Freitagsniveau...

Geschrieben

ibelieve: Nein, nein nein. Da hast du leider ein völlig falsches Bild über derzeitiges Geldsystem(im finalen Status seit Bretton Woods II). Mach dich halt mal schlau.

 

Mythos: :hmmmm:

Geschrieben
warum?

 

 

Welchen Wert hat denn ein 10 Euro Schein jetzt genau, außer das es gesetzliches Zahlungsmittel ist und somit akzeptiert werden muss?

 

Wo nach richtet es sich wie viel Geld ich mir leihen kann?

Wo liegt der Anreiz je meine erhaltene Leistung zurück zu geben?

Warum sollte ich jemanden anderes überschüssige Leistung von mir geben wenn ich nichts dafür erhalte?

 

10€ = 3,12Kg Pilze(beim mir am Hof)

3,12 Kg Pilze = 8,33 l Diesel (gestern an der Tankstelle bei 1,20)

8,33 l Diesel (in D) = 5,55 Stunden Arbeitskraft (für eine Polin in Polen als Erntehilfe nach dem Stand was ich zuletzt so gehört habe)

 

Um noch mal auf die Zinsen zu kommen,

ich verstehe nicht warum Zinsen was verkehrtes sind oder sie nicht verlangt werden dürfen oder sollen.

Geld ist ja nun mal nichts anderes als ein Speicher für Leistung, egal ob Dienstleistung oder Warenleistung.

Wenn ich jetzt jemanden Ware oder meine Dienste zur Verfügung stelle erwarte ich eine gegen Leistung.

 

Mal ein Beispiel,

 

eine Firma hat 100 gut und Sparsame Beschäftige die 1/3 Ihres Gehaltes sparen.

 

Jetzt kommt der Chef an der sich überlegt hat das er seine Firma vergrößern könnte und sagt,

1/3 Euren Geldes braucht Ihr eh nicht, also zahle ich es auch erst gar nicht und vergrößere damit meine Firma.

Wird wohl kaum jemand mit machen.

 

selbst wenn der Chef ankommt und sagt ich zahle Euch jetzt 1 Jahr 1/3 weniger was Ihr ja nicht braucht und wenn es den klappt mit dem vergrößern zahle ich Euch das drittel in 10 Jahren nach wird es kein Angestellter machen.

Warum sollte er seinem Chef auch 1/3 seiner Leistung umsonst zur Verfügung stellen?

 

Aber die Sache funktioniert wenn der Arbeiter sein Geld zur Bank bringt und dafür Zinsen erhält weil er ja sein mehr an Leistung aus der Vergangenheit anderen zur Verfügung stellt und auch der Chef kann sich dann über die Bank das Geld leihen weil er davon ausgeht das er mit der geliehen Leistung in Zukunft mehr verdient wie sie jetzt Wert ist und dadurch kann er die Zinsen bezahlen.

 

Bekommt der Chef jetzt das Geld zu billig wird er vielleicht die Firma so stark vergrößern das er nachher einen überschuss produziert den er nicht mehr absetzen kann und er wird nicht in der Lage sein seine bezogene Leistung je wieder zurück zu bezahlen, egal ob er Zinsen auf das Geld zahlen muss oder nicht.

 

Und genau das machen die Staaten,

sie leihen sich heute Leistung in Form von Geld und verschenken es in Bereiche wo man genau weiss das Sie die gegen Leistung nie zurück bringen können.

Egal ob mit oder ohne Zinsen.

 

Wenn ich geliehene Leistung(in Form von Geld) nur in Sachen Investiere wo ich von ausgehe das ich das Geld + die Zinsen die ich zahle zurück erwirtschafte ist die Sache kein Problem und gerecht.

Geschrieben
  • Autor

@ibelieve: Wer sagt das der Arbeitnehmer für weniger Geld arbeiten soll? Deine Beispiele mit den Pilzen, Benzin etc. zeigt doch nur das Geld zum Wertevergleich unterschiedlicher Waren genutzt werden kann, aber was hat das mit Zinsen zu tun?

 

Ich sage ja auch nicht das die Zinsen an allem Schuld sind, ein Problem ist, das Geld verliehen wird, das es vorher nicht gab UND dafür auch noch Zinsen verlangt werden, weil woher sollen die Zinsen zur Schuldentilgung kommen?

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