Alexander Biedermann: Ich habe mich mit deutschen Hackern auseinandergesetzt. Da die Wirtschaft in Deutschland einen relativ hohen Bedarf an technisch versierten Menschen hat, ist es für die meisten Hacker nicht so problematisch, legal zu Geld und Ehren zu kommen. Insofern müssen sich viele Hacker auch nicht verstecken. Es ist im Grunde wie mit jeder Suche nach spannenden und eigensinnigen Menschen: Man kommt über Empfehlungen und Internetrecherchen von einem zum anderen und wenn jemand dabei ist, den man interessant findet, gilt es, diesen von seiner Idee zu überzeugen. Dass Hacker meist im Verborgenen vor sich hinhacken auf der Suche nach dem nächsten Cyberopfer, ist ein Märlein.
Der Hacker wird aufgrund einer gesellschaftlich verankerten Angst vor Technologie mythologisch aufgeladen und muss als Prügelknabe herhalten, weil er etwas beherrscht, was kaum jemand nachvollziehen kann.
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