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Tom Next - Daytrading Community

Grundformen der Angst


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Privat und beruflich (manchmal) und natürlich beim Traden habe ich

mit der Angst zu tun. In diesem Zusammenhang kam ich heute wieder

zu Riemann und den "Grundformen der Angst". In diesem Zusammenhang

gehört die Angst auch zu unserer Existenz - Traden, Beruf, Familie.

 

- Angst vor z.B. Verlust

- Angstobjekte (DrawDown) ändern sich

- Mittel der Bekämpfung ändern sich

- richtige Bewältigung nur durch Weiterentwicklung - definitiv

Aufgabe eines jeden Traders

- Ziel: Angstverarbeitung durch Nachreifen - definitv

Aufgabe eines jeden Trades

 

4 Grundformen unterteilen sich in:

 

- Hysterisch

- Schizoid

- Zwanghaft

- Depressiv

 

 

Wenn ich meine Angst erkenne und weiß, wo meine Probleme liegen, kann

ich diese auch angehen. In diesem Zusammenhang habe ich eine schöne

Seite gefunden.

 

90 Fragen zum Thema

 

Grundformen der Angst == Tiefenpsychologie

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Nach Riemann

 

http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/EMOTION/Riemann.shtml

 

Der depressive Mensch: Die Erde umkreist die Sonne. Das Zentrum der Rotation liegt außerhalb der Erde. Genau dieser Effekt tritt auch bei einigen menschlichen Persönlichkeiten auf: Sie rotieren im übertragenen Sinne um andere Menschen herum. Dabei versuchen sie die Rotation um sich selbst herum so weit wie möglich zu unterbinden. Diese Menschen sind im weitesten Sinne als Gruppenmenschen zu bezeichnen. Die zugrundeliegende Angst ist die Angst vor der Selbstwerdung, die als Ungeborgenheit und Isolation erlebt wird. Die gefühlsmäßige Trennung von seiner sozialen Umwelt, also Einsamkeit, bedeutet für ihn einen kleinen Tod.

 

Der schizoide Mensch: Die Erde rotiert um sich selbst und hat somit das Zentrum der Rotation in sich. Übertragen auf die menschliche Psyche bedeutet dies, daß der betroffene Mensch mit seinen Gedanken und Gefühlen um sich selbst kreist; dabei versucht er die Rotation um andere Menschen so weit wie möglich zu vermeiden. Hier finden wir häufig Einzelgänger. Seine typische Grundangst liegt darin, daß er sich vor der Selbsthingabe fürchtet, die er als Ich-Verlust und Abhängigkeit erlebt. Ein Ich-Verlust bedeutet für ihn nichts anderes als ein psychologischer Tod.

 

Der zwanghafte Mensch strebt die Dauer an, möchte sich in dieser Welt häuslich niederlassen und die Zukunft planen. Sein Wunsch ist eine feste, verläßliche, Zukunft. So wie die Zentripetalkraft möchte er alles verdichten, auf das es sich nicht mehr bewegt, damit eine Stabilität gegeben ist. Seine Angst betrifft die Vergänglichkeit, das Irrationale und Unvorhergesehene. Alles Neue ist für ihn ein Wagnis und planen ins Ungewisse ist ihm ein Greuel. In seinem Erleben ist die Vergänglichkeit gleich einem Tod.

 

Der hysterische Mensch: Er ist immer bereit, sich zu wandeln, Veränderungen und Entwicklung zu bejahen, Vertrautes aufzugeben und alles nur als einen Durchgang zu erleben. Das Neue hat für ihn einen unwiderstehlichen Reiz, das Unbekannte zieht ihn magisch an. Damit verbunden ist die Angst vor Ordnung, Notwendigkeiten, Regeln und Festlegungen. Sein Freiheitsdrang schlägt um in die Angst vor dem Tod als Erstarrung.

 

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1. Angst vor der Selbsthingabe

Ich-Verlust und Abhängigkeit

2. Angst vor der Selbstwerdung

Ungeborgenheit und Isolation

3. Angst vor der Wandlung

Vergänglichkeit und Unsicherheit

4. Angst vor der Notwendigkeit

Endgültigkeit und Unfreiheit

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Interessant... wh, treffen die vier Punkte auf Dich zu?

 

oder besser gefragt, warum nur diese vier? Eher unwahrscheinlich das jemand unter mehreren leidet, würde ich sagen...

 

Persönlichkeitsstörung liegt wohl erst vor, wenn sich die Züge massiv häufen. Nichts desto trotz können Tendenzen in die jeweilige Richtung vorliegen.

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Interessant... wh, treffen die vier Punkte auf Dich zu?

 

oder besser gefragt, warum nur diese vier? Eher unwahrscheinlich das jemand unter mehreren leidet, würde ich sagen...

 

Persönlichkeitsstörung liegt wohl erst vor, wenn sich die Züge massiv häufen. Nichts desto trotz können Tendenzen in die jeweilige Richtung vorliegen.

 

Passt schon mit den vier Grundformen und bei mir auch. Ich habe von jedem ein wenig. Versuche ein Gleichgewicht zu finden und zu halten.

Alle möglichen Ängste sind Varianten dieser vier Grundformen. Die Art der jeweils erlebten Angst und ihrer Intensität ist nach Riemann

in hohem Maße abhängig von der mitgebrachten Anlage und von den vorgefundenen Entwicklungsbedingungen, von unserer psycho-physischen Konstitution also wie auch von unserer persönlichen Biographie, d.h. von der Geschichte unseres Gewordenseins.

 

Meine Erkenntnis richtet sich nach

 

http://ecx.images-amazon.com/images/I/318ZDCYK7XL._SL500_AA300_.jpg

 

 

PS. Ist natürlich ein schwieriges Thema. Man kann mit Riemanns Standardwerk alles beweisen, also in Wirklichkeit nichts. Beim Trading kann auch alles funktionieren und in Wirklichkeit nichts. Wenn ich also weiß, wo meine Ängste(Furcht und Gier) in mir verankert sind, ...

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Die ganze Thematik ist so dermassen umfangreich, das ich versucht bin einen seitenlangen Text darüber zu schreiben.

Aber ich verschone euch, es bleibt nur bei 1 bis 2 Sätzen.

 

Mein Problem ist oft eher die Gier als die Angst, würde mich interessieren ob es dort auch Grundformen ähnlich der Angst gibt.

Oder resultiert Gier wiederum aus Angst vor xxx ?

 

Reales Tradingbeispiel:

Trade läuft super, teilweise pyramidisiert, dann kommt die anfängliche "Korrektur", man (Ich) denke da geht noch mehr....

Gewinne schrumpfen, die "Korrektur" hat sich als Trendwende herausgestellt und ich schließe die Position mit einem Mini Gewinn,

ärgere mich aber Grün und Blau...

 

Anbei noch nen Bild was ich vorhin entdeckt habe:

 

forexcont484.jpg

Quelle

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Die ganze Thematik ist so dermassen umfangreich, das ich versucht bin einen seitenlangen Text darüber zu schreiben.

Aber ich verschone euch, es bleibt nur bei 1 bis 2 Sätzen.

Mach ruhig. Ist aber immer die Gefahr da, dass man mehr von sich preis gibt, als einem Lieb ist...

 

Mein Problem ist oft eher die Gier als die Angst, würde mich interessieren ob es dort auch Grundformen ähnlich der Angst gibt.

Oder resultiert Gier wiederum aus Angst vor xxx ?

Ich würde sagen, Gier ist eine Form der Angst, die Angst was zu verpassen. Irgend wo anders habe ich mal gelesen, auch die Angst das etwas zu lange dauert, was ich wiederum nicht unbedingt nachvollziehen kann. Man will was sofort, sieht ein Signal und geht mit Hebel bis zum Anschlag in die Sache rein. Evt. kann man sich nicht vorstellen, das man ein Ziel auch nach und nach erreichen kann, sieht sonst sein Ziel gefährdet...

 

Zum Thema fällt mir diese Dune-Litanei gegen die Furcht ein:

 

Bene Gesserit Litanei gegen die Furcht:

"Ich darf mich nicht fürchten.

Die Furcht tötet das Bewußtsein.

Sie ist der kleine Tod, der die Vernichtung bringt.

Ich werde der Furcht ins Angesicht sehen.

Sie wird mich durchdringen und von mir gehen.

Und wenn sie gegangen ist, werde ich ihren Weg mit dem inneren Auge verfolgen.

Dort, wo die Furcht gegagen ist, wird nichts zurückbleiben.

Nichts außer mir."

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