Da es in letzter Zeit immer wieder Fragen/Kommentare zu den Backtestdaten des MT4 gab, hab ich ein paar Tests gemacht um herauszufinden, wie genau der MT4 Strategietester seine Backtest-Tickdaten generiert.
Verglichen wird hierbei die Generierung von Daten im M1 und im H1 TF. Man bekommt hierdurch auch eine Vorstellung, wie die Generierung in anderen TFs abläuft.
Vorneweg, das Ergebnis ist keineswegs aufregend.
Hier die Details:
Alle Daten wurden generiert, nachdem „saubere“ M1-Daten in die MT-Historie geladen wurden und diese Daten dann per period-converter Script in die höheren TFs umgerechnet wurden.
Daten sind somit lückenlos.
Backtest mit M1-Daten
Die dunkelblaue Linie mit den Rauten stellt die Tickdaten dar. Es werden pro M1-Candle maximal 4, minimal 1 Tick generiert.
Die blau-grauen großen Balken stellen die Range high-low der einzelnen Minuten dar.
4 Ticks gibt es, wenn High und Low außerhalb von Open/Close liegen aber nicht zwangsläufig bei großer Candle-Range.
Die Tickdaten sind linear über den Candle-Körper verteilt.
Backtest mit H1-Daten
Die H1-Tickdaten scheinen sich von den M1 Tickdaten leicht zu unterscheiden. Läuft der selbe Zeitraum im M1 TF durch, dann werden dort etwas mehr Daten generiert.
Anzahl generierter Tickdaten
Backtest bei schlechter Datenqualität
Wie die Tickdaten für den H1-Timeframe aussehen können, wenn man schlechte Kursdaten hat zeigt folgendes Diagramm (Orginal MT-Kursdaten)
Man beachte, daß beispielsweise in der Stunde zwischen 14:00 und 14:59 nur 3 (!!!) Tickdaten generiert wurden!
Einfluß von Trades auf die Tickdaten
Um zu testen, ob offene Positionen die Anzahl der generierten Tickdaten erhöhen habe ich den selben Zeitraum nochmal getestet und dabei eine Long Position geöffnet.
Ergebnis:
Eine offene Position hat keinen Einfluß auf die generierten Tickdaten. Die besagte Position wurde bei
Ask: 1.3415 geöffnet mit einem TP von 1.3463
Die Position wurde dann zu 1.3465 geschlossen.
Die generierten Tickdaten waren exakt dieselben wie beim Lauf ohne offener Position.
Option Kontrollpunkte
Verwendet man als Modell die Option Kontrollpunkte, so werden:
*im H1
alle 2-4 Minuten 1 Tick erzeugt
*im M1
2-3 Ticks pro Minute erzeugt
Option Open Price
Verwendet man als Modell die Option Open-Price, so werden:
*im H1
1 Tick pro Stunde erzeugt, der dem jeweiligen Open-Preis entspricht
*im M1
1 Tick pro Minute erzeugt der dem jeweiligen Open-Preis entspricht
Zusammenfassung:
Generell kann man sagen, dass man aufgrund der recht grob generierten Tickdaten einen ziemlich großen Schlupf sowohl bei SL als auch bei TP haben kann.
Die Verwendung von hochwertigen Daten ist dringend zu empfehlen.
Ein Backtest von Strategien, die auf Tickdaten beruhen, ist wenig bis garnicht sinnvoll.
Am Besten, man verwendet die Methode, die im Post von Bull68 beschrieben wurde.
Hoffe das hilft dem einen oder anderen bei seinen nächsten Tests.
Da es in letzter Zeit immer wieder Fragen/Kommentare zu den Backtestdaten des MT4 gab, hab ich ein paar Tests gemacht um herauszufinden, wie genau der MT4 Strategietester seine Backtest-Tickdaten generiert.
Verglichen wird hierbei die Generierung von Daten im M1 und im H1 TF. Man bekommt hierdurch auch eine Vorstellung, wie die Generierung in anderen TFs abläuft.
Vorneweg, das Ergebnis ist keineswegs aufregend.
Hier die Details:
Alle Daten wurden generiert, nachdem „saubere“ M1-Daten in die MT-Historie geladen wurden und diese Daten dann per period-converter Script in die höheren TFs umgerechnet wurden.
Daten sind somit lückenlos.
Backtest mit M1-Daten
Die dunkelblaue Linie mit den Rauten stellt die Tickdaten dar. Es werden pro M1-Candle maximal 4, minimal 1 Tick generiert.
Die blau-grauen großen Balken stellen die Range high-low der einzelnen Minuten dar.
4 Ticks gibt es, wenn High und Low außerhalb von Open/Close liegen aber nicht zwangsläufig bei großer Candle-Range.
Die Tickdaten sind linear über den Candle-Körper verteilt.
Backtest mit H1-Daten
Die H1-Tickdaten scheinen sich von den M1 Tickdaten leicht zu unterscheiden. Läuft der selbe Zeitraum im M1 TF durch, dann werden dort etwas mehr Daten generiert.
Anzahl generierter Tickdaten
Backtest bei schlechter Datenqualität
Wie die Tickdaten für den H1-Timeframe aussehen können, wenn man schlechte Kursdaten hat zeigt folgendes Diagramm (Orginal MT-Kursdaten)
Man beachte, daß beispielsweise in der Stunde zwischen 14:00 und 14:59 nur 3 (!!!) Tickdaten generiert wurden!
Einfluß von Trades auf die Tickdaten
Um zu testen, ob offene Positionen die Anzahl der generierten Tickdaten erhöhen habe ich den selben Zeitraum nochmal getestet und dabei eine Long Position geöffnet.
Ergebnis:
Eine offene Position hat keinen Einfluß auf die generierten Tickdaten. Die besagte Position wurde bei
Ask: 1.3415 geöffnet mit einem TP von 1.3463
Die Position wurde dann zu 1.3465 geschlossen.
Die generierten Tickdaten waren exakt dieselben wie beim Lauf ohne offener Position.
Option Kontrollpunkte
Verwendet man als Modell die Option Kontrollpunkte, so werden:
*im H1
alle 2-4 Minuten 1 Tick erzeugt
*im M1
2-3 Ticks pro Minute erzeugt
Option Open Price
Verwendet man als Modell die Option Open-Price, so werden:
*im H1
1 Tick pro Stunde erzeugt, der dem jeweiligen Open-Preis entspricht
*im M1
1 Tick pro Minute erzeugt der dem jeweiligen Open-Preis entspricht
Zusammenfassung:
Generell kann man sagen, dass man aufgrund der recht grob generierten Tickdaten einen ziemlich großen Schlupf sowohl bei SL als auch bei TP haben kann.
Die Verwendung von hochwertigen Daten ist dringend zu empfehlen.
Ein Backtest von Strategien, die auf Tickdaten beruhen, ist wenig bis garnicht sinnvoll.
Am Besten, man verwendet die Methode, die im Post von Bull68 beschrieben wurde.
Hoffe das hilft dem einen oder anderen bei seinen nächsten Tests.