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Selbstversuch in Sachen Reichtum

Geschrieben

Ein von Journalisten der «Welt» initiertes Pendant als Gegenstück zu Daily-Soaps a la «Wer wird Forex Millionär» :door:

 

Reich werden ohne Plackerei. Davon träumen viele. Online-Broker werben sogar mit diesem Versprechen. Zwei Autoren der "Welt am Sonntag" haben ausprobiert, ob es sich einlösen lässt. Mit wenigen Tausend Euro auf einem virtuellen Konto bewegten sie an einem Tag mit CFDs Millionenbeträge an der Börse.

 

 

Der Tag, an dem wir unter die Zocker gingen

 

 

Um das Fazit vorweg zu nehmen, was (q.e.d) nicht gegenteiliger sein könnte ^^ :door:

 

Ich schließe alle meine Positionen und stelle befriedigt fest, dass mein Kontostand – „Redi“ sei Dank – 5585,12 Euro beträgt. Würde ich es jeden Tag auf elf Prozent Rendite bringen, hätte ich die 5000 Euro in einem Jahr in ein Vermögen von 31 Billionen Euro verwandelt. Bill Gates nennt gerade einmal ein Fünfhundertstel davon sein Eigen. (Ob der CFD-Anbieter das auszahlen kann?) In der Erwartung, damit meine geliebte Ehefrau und beide Söhne zu beeindrucken, radle ich nach Hause.

 

Mit der Verlustgeschwindigkeit wäre ich in weiteren neun Handelstagen pleite. Spekulation lohnt sich eben nicht.

 

 

Gut, Journalisten sind manchmal auch "nur" Event Manager. In dem Fall würde ich aber attestieren, dass sie mit ihrer Entschätzung deutlich näher am Markt dran sind, als .... ;-)

Featured Replies

  • 2 Monate später...
Geschrieben

ich hoffe NICHT, das so jeder anfängt...

 

Meine Kaufentscheidung treffe ich natürlich nicht einfach so aus dem Bauch heraus. Ich habe ein System: den MACD-Indikator.
Innerhalb von drei Stunden habe ich CFDs im Wert fast zwei Monatsgehältern verbraten - 3100 Euro. Bei Linda Cole sah das alles einfacher aus.
Rund 42.000 Zocker versuchen mittlerweile in Deutschland, auf diese Art schnelles Geld zum machen - für einen Tag bin ich einer von ihnen.

 

ic.arrow.right.png Selbstversuch eines Zockers

Geschrieben
  • Autor

Selbstversuch eines Zockers

 

 

Contracts for Difference mausern sich in Deutschland zu einer etablierten Anlageform. 42.000 Zocker sind bereits mit den riskanten Derivaten unterwegs. Wie es ist, in wenigen Sekunden Tausende Euro zu gewinnen - oder alles zu verlieren. Ein Protokoll.

 

Ich weiß, eigentlich ist das absolut tabu. Im übernächsten Satz werde ich aber mein Gehalt offenbaren. Achtung: 1650 Euro. Brutto, versteht sich. So viel verdient man also als Volontär im ersten Jahr bei der FTD. Netto und nach Kantinenabzug bleiben davon 1100 Euro, nach Miete und iPhone 600 Euro. Kein Wunder also, dass ich manchmal lieber ein bisschen mehr wie Linda Cole wäre. 1650 Euro macht sie ganz locker. Nicht im Monat, sondern pro Sekunde.

 

Zumindest sieht das auf N-TV immer so aus, wenn Linda wieder in so einem Werbespot von CMC Markets auftritt.[...]

 

© 2009 Financial Times Deutschland

Geschrieben
  • Autor
ich hoffe NICHT, das so jeder anfängt...

 

Mit Augenzwinkern geschrieben :blink:

 

Man muss sich das mit dem MACD so vorstellen: Unter dem Dax-Chart schlängeln sich zwei Linien. Eine in Rot, die andere in Schwarz. Wenn die schwarze die rote Linie von unten nach oben schneidet, ist das für mich ein Kaufsignal. Fällt sie wieder unter die rote zurück, ist es Zeit, zu verkaufen und short zu gehen. Auch Profis machen das so - auch wenn sich bei denen ein paar mehr Linien schlängeln.

 

:laugh:

Geschrieben

Das erinnert mich an das Buch von Heike Faller: "Wie ich einmal versuchte, reich zu werden". Da geht es zwar nicht ums Traden, sondern investieren, aber sie ist auch Journalistin... Gibts auch als Hörbuch, gesprochen von Anke Engelke.

 

Ich fand es gut, stellenweise komisch, aber auch interessant. Als Urlaubs- oder Feiertagslektüre empfehlenswert.

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Pressestimmen

»Heike Fallers Abenteuer in der fremden und bizarren Finanzwelt sind faszinierend, gelegentlich irre komisch, immer aber lehrreich.« (Bild am Sonntag )

 

»Als die 38-Jährige startet, ahnt sie nicht, dass sie direkt in die Wirtschaftskrise hineingeraten wird. Gerade das aber und Fallers Perspektive einer eigentlich in Finanzdingen Ahnungslosen machen ihren Selbstversuch so spannend und lehrreich.« (Financial Times Deutschland )

 

»Wer Heike Faller auf ihrer Tour durch die Welt des Geldes begleitet, kann getrost einen Großteil der aktuellen Crash-Literatur beiseitelegen.« (Der Spiegel )

 

 

Kurzbeschreibung

Von einer, die auszog, das Spekulieren zu lernen

Bisher waren der Journalistin Heike Faller Themen wie Aktienkurse, Vermögensbildung, Altersvorsorge ziemlich egal, aber Anfang 2008 wollte sie es wissen. Sie nahm eine Auszeit vom Job und ging unter Investoren und Spekulanten, mit dem Ziel, innerhalb eines Jahres ihr Geld zu verdoppeln. Dann kam der Börsencrash. In jeder Krise liegt eine Chance, sagte sie sich, und noch läuft das Experiment ...

 

Anrufe unermüdlicher Bankberater und Wörter wie »Bundesschatzbrief« entlockten Heike Faller lange Zeit ein Gähnen. Um Zahlenpost schlug sie einen Bogen, den Wirtschaftsteil der Zeitung verschmähte sie. Ihr Geld lag auf dem Sparkonto und rührte sich wenig. Sie verpasste die Höhenflüge der New Economy, aber auch deren Absturz. Dann, Anfang 2008, entschließt sie sich zu einem Experiment. Sie verabschiedet sich für ein Jahr aus ihrer Redaktion und begibt sich in die fremde Welt des Geldes, unter Spekulanten, Investoren, Hedgefondshaie, Superreiche, Spieler - auf der Suche nach riskanten Anlagen. Ihr Ziel: das eingesetzte Geld zu verdoppeln. Bereitwillig weihen Börsenakteure sie in ihre Geheimnisse ein, erstaunt stellt sie fest, wie schnell sie selbst dem Sog des Finanzmarktes erliegt. In einer wunderbaren Mischung aus journalistischer Recherche, Selbstbeobachtung und Erfahrungsbericht, die viele komische Momente enthält, beschreibt sie ihre Erlebnisse an den Finanzplätzen dieser Welt und erzählt, wie sie versucht, der Krise zu trotzen.· Sympathisch offen und bisweilen komisch: der Erfahrungsbericht einer Amateurinvestorin· Ein aufschlussreicher Blick hinter die Kulissen der Finanzwelt in Zeiten der Krise· Eine Abenteuerreise zwischen Bagdad, Berlin, London, Marbella, Niederbayern und New York· Heike Faller ist mehrfach preisgekrönte Journalistin

 

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