Alle Inhalte von FAL
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Elliotwellen | Handeln von Gold und Silber
Aha, hier steckt Ihr jetzt. Ist aber eine gute Idee die fachliche Diskussion zu separieren. Leider habe ich diese Location gestern nicht gefunden, sonst hätte ich gerne noch eine Warnung gepostet. Nicht, dass ich diesen Abverkauf vorhergesehen hätte. Das kann ich wirklich nicht behaupten. Ich selbst habe allerdings meine Stopps ziemlich eng nachgezogen, nachdem Gold die schöne Rallye von Silber am Mo/Di nicht entsprechend mitgehen konnte. So etwas passte wirklich nur grenzwertig in das vorgestellte Szenario (einer Welle 3). Silber rennt los wie von der Tarantel gestochen (und ist jetzt immer noch stärker als Gold), während Gold die Impulsivität des Anstiegs noch nicht einmal nachvollziehen kann? Für mich war diese Abweichung des Kursverlaufs von dem "Charakter" der ertwarteten Welle Grund genug, meine Stopps ziemlich eng zu ziehen. Einen solch drastischen Abverkauf habe ich allerdings auch nicht erahnt. Sorry! Im Moment bin ich mir nicht ganz sicher, welchen Film wir da gerade sehen. Meine erste Reaktion war, dass die erste Aufwärtsbewegung (Welle 1) in Silber doch erst mit dem Hochpunkt am Di beendet wurde. Jetzt erst eine ordentliche Korrektur (vielleicht in einer Art Zickzack) und dann doch aufwärts. Zum Charakter einer Welle 2 passt es recht gut, dass man den Glauben an einen bereits vollzogenen Trendwechsel in Frage stellt. Durch eine solche Fehleinschätzung werden später viele Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischt. Das kann dann den Treibstoff für eine möderische Gegenbewegung sein (diese Welle 3, von der ich zuvor dachte, dass sie bereits läuft). Ich will Euch nichts vormachen, ich muss mir das jetzt auch erst einmal sehr genau ansehen. Isoliert betrachtet sieht ein solcher Verlauf für Silber halbwegs realistisch aus, aber Gold spricht eine etwas andere Sprache. Ich weiß im Moment nur noch nicht, ob das bullisch oder bärisch gezählt werden sollte/muss. Wird Zeit, dass ich aus diesem sch... Krankenhaus entlassen werde. Viel Glück Euch allen! FAL PS: Long-Ambitionen sind im Moment mit Vorsicht zu sehen. Ich werde im Fall der Fälle allenfalls prozyklisch mitgehen. PPS: gab es eigentlich einen erkennbaren Anlass für diesen Abverkauf? @Kleinerbroker Das hat Dich ja echt blöd im Silber erwischt. Zuerst durch diesen kleinen Dip auf $33 knapp herausgekegelt und jetzt noch einmal ausgestoppt. Mit engen Stopps passiert einem so etwas, und mit weiter entfernten Stopps kann man wegen des höheren Risikos keine attraktiven Positionsgrößen aufbauen. Wie man es auch macht, es scheint immer verkehrt zu sein. Die Börse geht offenbar gerne den Weg des größten Schmerzes.
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Elliotwellen | Handeln von Gold und Silber
Nach einmal ganz herzlichen Dank für Eure guten Wünsche! Gut erkannt, Kleinerbroker. So ähnlich ist es bei mir auch meistens. Irgendwie fühle ich mich mit der n-tv Informationsversorgung 10+ Jahre zurückversetzt, nur haben die damals noch etwas bessere Qualität geliefert. Zumindest bilde ich mir das ein ;) Ich leide gerade arg an der UMTS-funzt-hier-nich Krankheit. GSM scheint völlig überlastet, so dass ich immer ausbüchsen muss um einen halbwegs vernünftigen Internetzugang zu haben. Bislang ist mir noch keine gute Tarnung für den Infusionsständer eingefallen, den ich immer noch mitschleppen muss. Na ja, auch das wird vorbei gehen. Meine Güte, das ist heftig. Genauso teuer wie der Roundtrip im Future für 5000 Unzen :( Hoppla, die Stopps waren aber ziemlich eng. In welchen Zeitebenen tradest Du? Ergänzung zu meiner Einschätzung nach Elliott-Wellen: Für Insider: in beiden Werten läuft aktuell vermutlich eine Welle 3 mit (Mindest)-Kurszielen von $41 in Silber und knapp $2100 in Gold. Dieses bitte wirklich als Mindestziel für eine Welle 3 betrachten. Nach Erreichen dieser Kursziele muss man allerdings vorsichtiger werden, da eine längere Korrektur folgen wird. (aber noch keine Trendumkehr, nur eine ausgedehnte Korrektur) Warum schreibe ich das so, als ob ich die Zukunft kennen würde? Natürlich kenne ich die Zukunft nicht. Und selbstverständlich könnte auch alles anders kommen. Als erfolgreiche Trader müssen wir uns irgendwie an Wahrscheinlichkeiten orientieren. Mein Instrumentenkasten dazu ist die Elliott-Wellen Analyse. Ich nutze die Elliott Wellen wie ein Alphabet um zu beschreiben was ich beobachte. Der Prognosecharakter kommt dadurch ins Spiel, dass die Wellen gerne eine gewisse Harmonie aufweisen. Im Grunde spiegeln die Elliott-Wellen Muster typische Verhaltensmuster der Anleger wider, die eher in der Anleger/Trader-Psychologie begründet sind. Damit bekommen sie eine gewisse Progosefähigkeit. Als Analogie sage ich immer gerne: was erwartet man als Beobachter, wenn sich Single-Mann und Single-Frau treffen, die sich gegenseitig attraktiv und sympathisch empfinden? In diesem Sinne, natürlich sind immer viele möglichen Alternativen denkbar. Aber man kann einen einen begründeten Verdacht hegen, einen "educated guess". Und wenn sich dieser Verdacht im Laufe der Zeit erhärtet... (nichts da, ich meine natürlich die Muster im Chart) Und... Leider muss ich auch intensiv nach solchen Mustern suchen, die sind dummerweise selten ganz offensichtlich. Also, zunächst erwartete Ziele (für eine recht dynamische Aufwärtsbewegung = Trendbewegung): Silber >=$41.1 und sehr wahrscheinlich <= $46.4 Gold >=$2098.2 und sehr wahrscheinlich <= 2340.2 (erste Einschätzungen basierend auf Fibonacci-Ralationen, die für diese Muster typisch sind. Evtl sind später noch Anpassungen erforderlich) Wenn wir dann in die Nähe dieses Bereichs kommen, sehen wir mal weiter ob die Muster schon mehr hergeben... Schöne Grüsse und bis bald FAL
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Elliotwellen | Handeln von Gold und Silber
Ganz lieben Dank für Eure guten Wünsche! Ich bin wirklich gerührt. Kleiner Service: Ich bin in Gold und Silber long gegangen. Leider kann ich Euch im Moment keine Analyse schreiben, aber die Lage ist wie folgt: Aus wellentechnischer Sicht scheint die Korrektur bei Gold und Silber beendet zu sein (Wochenchart!). In beiden Werten deuten die Elliott-Wellen darauf hin, dass eine schnelle und lange Aufwärtsbewegung laufen könnte. erste Ziele Gold zunächst > 2000 Silber um 50 das mit den "ersten Zielen" meine ich wirklich so. Das sind Ziele, die jetzt bereits erkennbar sind. Ich muss wirklich die Muster abwarten um später mehr sagen zu können. Wichtig zu wissen: diese beiden Ziele sind nicht direkt vergleichbar. Auch Gold wird die 2000 deutlich überschreiten, aber bei Silber sehe ich mehr im Chart (und damit sozusagen weiter), daher ist das Kurziel schon etwas mutiger. Geht auch bei Silber von Kurszielen über $60 aus und denkt Euch etwas entsprechendes für Gold aus. Nur gibt das die Elliott-Wellen Analyse von Gold noch nicht her. Diese Analyse hat ein gewisses Risiko, weshalb man den Kapitaleinsatz für einen Trade begrenzen und den Trade gut managen sollte. In beiden Werten ist es noch möglich - aber inzwischen unwahrscheinlich, - dass sich die Korrektur noch einmal unter 32 bei Silber und 1700 bei Gold läuft. Ich habe es so gemacht: für das Gesamtrisiko aller Trades ist insgesamt maximal 5% vom Depotvolumen vorgesehen. Werde ich vermutlich nicht ausschöpfen, lieber Stopps nachziehen bisher 1% Risiko für einen Trade in Gold und 1% für Silber eingegangen Stopp jeweils relativ eng. Die erwartete Bewegung wird vermutlich recht dynamisch laufen. Aufgrund meiner Lage muss ich ohnehin bald versuchen, den Stopp baldmöglichst auf break even zu ziehen. Normalerweise würde ich etwas mehr Luft geben. Geht jatzt aber nicht anders :( Spätere Pyramidisierung ist vorgesehen. Mist, ich muss aufhören. Grüße FAL
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arbeitet noch jemand an neuronalen Netzen?
vielen Dank schon einmal für Eure Antworten! Ich bin im Moment leider ein Totalausfall und kann nicht viel beitragen, siehe auch diese kurze Mittelung. Machts gut und bis bald FAL
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Hallo zusammen
Hallo Leute, ich möchte mich kurz entschuldigen, dass ich mich nicht früher gemeldet habe. Leider hat 2012 für mich extrem schlecht angefangen und bin direkt wieder Langzeitgast im Krankenhaus geworden. Für das Wochenende durfte ich jetzt zum ersten Mal wieder nach Hause. Die bereits angefangenen Diskussionen müssen - was mich anbelangt - leider noch warten bis ich wieder auf der Höhe bin. Im Moment geht da leider nichts. Sorry Schöne Grüße und bleibt gesund! FAL
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Gold verliert rapide an Wert
Ecart, aus Elliott Wellen Sicht hat Gold demnächst eine richtig gute Chance seine Abwärtsbewegung zu beenden. Hat jemand Interesse an einer Einschätzung aus Elliott Wellen Sicht? Gibt es vielleicht noch andere Waver hier? Grüße FAL
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Hallo zusammen
Euch allen ein ganz lieben Dank für Euren herzlichen Empfang! @Ecart die 4:23 Uhr kommen zustande, weil ich dann doch noch lange mit mir gerungen habe, ob ich diese Vorstellung tatsächlich so verüffentlichen soll. Ich hatte das erst einmal einige Stunden ruhen lassen und bin noch einmal in mich gegangen :-) @Vola Du hast schon recht, die Elliott Wellen haben ein umfangreiches Regelwerk. Die Situation wird noch dadurch veschlimmert, dass man aus den Mustern in der Elliott Wellen Analyse gar nicht so extrem viel trade-technisch nutzbares für die Zukunft sagen kann. Im Grunde sind es zwei Dinge, mit denen die Elliott-Wellen Analyse viele Jahre Mühe belohnt. 1. Man hat eine Chance gute Einstiege mit recht engen Stopps zu finden. Man braucht vielleicht einige Einstiege, weil immer noch Alternativen denkbar sind (und die Börse geht ja bekanntlich immer den schmerzhaftesten Weg), aber die Methode ist sehr ertagsstark. 2. Mit ausreichender Erfahrung sagen einem die Muster etwas über die Zukunft. Natürlich nicht deterministisch, aber mit einer gewissen Wahtrscheinlichkeit. Im Grunde kann einem das manchmal auf der Suche nach "den richtigen" Fibonacci-Zielen helfen, weil man in den vorhergehenden Mustern bereits aufkommende Stärke oder Schwäche erkennen kann. (z.B. kann ein Muster besonders bullisch aussehen, weil manche Korrekturmuster untypisch in Trendrichtung "überschießen" und damit eine Stärke andeuten, die an der Stellen normalerweise nicht vorhanden ist. Wenn man so etwas erkennt, kann man sich auf einen gewaltigen Ausbruch gefasst machen. usw, usw, ...) Aber im Grunde hast völlig Recht, Vola. 2 Jahre Quälerei bis man die Elliott-Wellen vernünftig erkennt muss man mindestens einplanen. Ich hatte da Glück, weil ich direkt viele Counts zu erstellen versucht habe, die ich richtig guten Leuten zeigen konnte. Durch die Kombination aus selber machen und vielen Antworten wie "geht nicht, weil" oder "schau mal, ob das an der Stelle wirklich impulsiv oder korrektiv", usw, konnte ich eine Abkürzung auf der Überholspur nehmen. Die meisten geben viel, viel zu früh auf. Vielleicht schreibe ich hier und da mal eine Einschätzung, den Anfang macht vielleicht Gold oder Silber in den nächsten Tagen. Aus meiner Sicht stehen wir bei beiden Werten nach Elliott kurz vor einer Chance auf ein Ende der Abwärtsbewegung. Das muss nicht deterministisch sicher so kommen, aber es hat eine gute Chance, dass es passieren wird. @All Einen guten Rutsch ins neue Jahr und viele gute Trades in 2012!!! http://www.smileygarden.de/smilie/Silvester/FRENZY.GIF
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Hallo zusammen
Vielen Dank, Rumpel!
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TWS schaltet sich manchmal komplett aus
Entschuldigung, Korrektur: 7:00 Uhr Europe/Berlin war gemeint (0:00 Uhr Amerika/Chicago ist der entscheidende Punkt) Grüße Euer FAL
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TWS schaltet sich manchmal komplett aus
TWS hat eine Art Zwangs-logout nach 24 Stunden. Man kann das aber verlängern, ändern und so weiter. Aber die TWS schließt definitiv auch. Ich persönlich habe das logout auf 5:59 Uhr morgens gesetzt. Ab 6:00 Uhr (Europe/Berlin) funktioniert ohnehin das Update der meisten laufenden Charts nicht mehr richtig (nur noch eine einzige Kerze in der alles "vermanscht" wird). Wenn ich das richtig gesehen habe, existiert das Problem bis heute - wie so viele andere, die nicht in Angriff genommen werden. Grüße Euer FAL
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arbeitet noch jemand an neuronalen Netzen?
kleine Frage, da das Thema einen etwas verwaisten Eindruck macht: Arbeit von Euch noch jemand an oder mit neuronalen Netzen? Ich habe selbst einmal (vor Jahren) auf dem Gebiet market prediction in der Forschung gearbeitet und wir kamen über mäßige Ergebnisse nicht hinaus. Bevor ich anfange Monologe zu halten, ist hier noch jemand aktiv oder haben alle aufgegeben? Grüße Euer FAL
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Hallo zusammen
Ein freundliches Hallo in die Runde! Tja, was wird Euch möglicherweise interessieren? Fangen wir mal so an. Ich trade schon ziemlich lange (so etwa seit 1983/84), lebe aber erst seit etwa 2004 ganz vom Traden. Angefangen habe ich während meines Studiums und auch eher gelegentlich. Obwohl ich anfangs ordentlich viel Geld versenkt habe (ich nehme an, dass das den meisten so gegangen ist, die schon länger "überlebt haben"), habe ich mir - mehr mit Glück als mit Können - am Ende doch noch mein Studium komplett damit finanziert. Dissertation und Auslandsaufenthalte haben mich dann glücklicherweise vom Traden immer mehr abgehalten. Warum glücklicherweise? Nun, ich habe damals sehr viel Geld mit japanischen Optionsscheinen "verdient". Das war zu der Zeit eigentlich eine Einbahnstrasse zum Reichtum. Rückblickend weiß ich nicht, ob ich die Trendwende (ca. 1990) erkannt hätte, wenn ich zu der Zeit voll aktiv gewesen wäre. Freunde von mir waren damals durch die Scheine zu Millionen gekommen und haben dann alles oder fast alles wieder verloren. Da ich zu der Zeit auch kaum tragfähige Strategien für das Risikomanagement (bzw. Moneymanagement, wie wir das heute nennen) entwickelt hatte, hätte mir das ganz leicht auch so gehen können. Aber diese Zeit und die japanischen Optionsscheine haben es unter dem Strich ziemlich gut mit mir gemeint. Ich habe einem Porsche und anderen Verlockungen widerstanden und ein sehr schönes Startkapital für meine späteren Aktivitäten ertradet. Aber wie gesagt, wenn man damals auf Japan gesetzt hat, dan konnte man eigentlich kaum Fehler machen. Gute Gewinne ohne viel Arbeitsaufwand bei der ganzen Traderei. Eine ganz gemütliche Angelegenheit war das, aber leider vorbei. Forschung und Beruf haben mich dann immer weiter vom Traden abgebracht, ich war auch einige Jahre in den USA und dort witzigerweise lange Zeit technisch (vernünftige Kursversorgung) eher abgeschnitten. So blieb ich einige Zeit mehr als Anleger und weniger als Trader im Spiel. Die Crashtage 1987 und 1989 habe ich erstmals als Daytrader agiert. Der Zufall wollte es, dass ich an beiden Tagen Realtimekurse nutzen konnte. Und fast noch wichtiger, mein Broker hatte eine Standleitung auf den Floor in Chicago, so dass ich im Gegensatz zu vielen anderen auch handlungsfähig war. Ende 1989 kam ich ganz nach Deutschland zurück. Aber das Schicksal wandte sich gegen mich und ich hatte in den 90er Jahren viel mit Krankheit, Krankenhaus & Co zu tun. 1991 habe ich kurz nach Gründung der DTB (heute Eurex) die Marketmaker-Prüfung abgelegt und anschließend einige Zeit in dem Bereich gearbeitet und für einen großen Player in der Branche einiges aufgebaut. Doch Krankheit und Co haben mich schließlich aus dem Rennen gekegelt. Wenn ich mal die Energie hatte, habe ich privat noch hier und da einen Trade gewagt. Die liefen teilweise über Monate - wenn ich Glück hatte :-) Am Ende der 90er Jahre habe ich noch einen beruflichen Neuanfang probiert, dieses Mal bei einem großen institutionellen Anleger. So ging auch der Neue Markt ziemlich spurlos an mir vorbei. Doch der Krankheit, Krankenhaus & Co Blues hat mich wieder aus dem Rennen geworfen. Als dann 2003 meine Mutter zum Pflegefall wurde, habe ich mich nach langer Überlegung entschlossen, in Ihren letzten Tagen noch für Sie da zu sein und wieder mehr zu traden. So ist es dann auch gekommen, dass ich sozusagen zum Hauptberufstrader und Nebenberufspfleger geworden bin, später dann eher Hauptberufspfleger und Nebenberufstrader, dann leider eine ganze Zeit nur noch Hauptberufspfleger und Gelegenheitstrader. Seit zwei Jahren bin ich nur noch Trader. Falls jemand die menschliche Seite interessieren sollte: im Nachhinein war es falsch, was ich da gemacht habe. Im Grunde habe ich den Leidensweg meiner Mutter über die Maßen verlängert und verlängert und verlängert. Mit dem inzwischen gewonnenen Abstand muss ich eingestehen, dass ein schnellerer Tod sehr viel humaner gewesen wäre. Aber wenn man da drin steckt und sich die Lage nur schleichend verschlechtert (und zwischendurch auch immer mal wieder etwas verbessert), kommt man da irgendwie nicht mehr so einfach raus. Ein psychologischer Effekt, wie so oft an der Börse auch. Dabei steckt man mitten in einem intakten Abwärtstrend und ist gewissermaßen solide long positioniert. Soviel erst einmal zu meinen Erfahrungen. Sie sind recht zahlreich und ich habe schon fast alles ausprobiert, möchte man meinen. Na ja, sagen wir mal besser viel ausprobiert. Im Grunde bin ich aber von Herzen Waver geblieben. Die Elliott Wellen habe ich bereits in den 80ern in Seminaren von Robert Prechter selbst gelernt. Prechter ist ein Buchautor, der Elliotts Werke aufgearbeitet und einem breiteren Publikum zugänglich gemacht hat. Ich habe auch für eine Zeit lang für Prechter gearbeitet. Das war eine wunderbare Zeit, in der ich extrem viel gelernt habe. Schon auch deshalb, weil viele rein gar nichts von den Elliott Wellen hielten und uns mit allem möglichen klugen und unsinnigen Gedanken konforntiert haben. Außerdem hatte Prechter immer mal wieder größere Beachtung in Presse und Fernsehen gefunden, was wir hinter den Kulissen mit hartem Counten unterstützt haben. Ich habe damals extrem brilliante Leute aller möglichen technischen Analyserichtungen kennen gelernt und versucht, so viele Ideen und Erfahrungen dieser Leute aufzusaugen wie möglich. Insofern habe ich mich schon mit vielem beschäftigt, bin aber irgendwie doch ein Waver geblieben. Das Problem ist nur, dass man an einem einzelnen wirklich tragfähigen Count (so nennt man das Ergebnis der Elliott Wellen Analyse) gerne mal einige Arbeitstage inklusive Überstunden arbeiten kann, manchmal sogar noch länger. Es hat leider keinen Sinn, sich das Leben leicht zu machen und nach wenigen Minuten irgendwelche Zahlen und Buchstaben auf dem Chart zu verteilen. Da kann man sich die Arbeit in der Regel gleich ganz sparen und direkt würfeln. Das ist meist auch nicht schlechter als eine oberflächliche Elliott Wellen Analyse. ;-) So kam mir bereits vor einiger Zeit der Gedanke, dass ich mich, sozusagen nebenberuflich, auch einmal mit automatischen Handelssystemen auseinandersetzen könnte. Nicht, dass ich meine, dass ich da groß etwas reißen könnte, aber mal reinschnuppern möchte ich doch mal. Ich habe mich vor Jahren schon einmal mit neuronalen Netzen beschäftigt, vielleicht bietet sich da ein Versuch an. Aber wie gesagt, eher langsam und nur nebenbei. Als Plattform verwende ich ein selbstgestricktes Programm (ich sollte besser sagen ein "work in progress"), das auf Java basiert. Mein Broker ist seit über 10 Jahren Interactive Brokers, daran habe ich es auch angebunden. Aber es ist noch ziemlich weit entfernt von fertig. Im Grunde ist eine endgültige Fertigstellung auch nicht wirklich geplant, da ich immer wieder das eine oder andere Tool dazustricke, von dem ich mir einbilde, dass ich das gerade gut gebrauchen könnte. Naja, ... ;-) Auf Eure Community bin gestoßen, als ich vor einigen Tagen via Google einen Gedanken zum Thema Trenderkennung vs. Volatilitätsausbruch recherchiert habe. Mir hat gefallen, wie hier miteinander umgegangen wird. Und einige kluge Beiträge haben mich dann bewogen mich anzumelden und etwas genauer umzuschauen. Eigentlich bin ich nicht so ein gutes Community-Mitglied, fürchte ich. Ich verfolge immer mal wieder unterschiedliche Ideen, verwerfe sie wieder und komme sehr viel später wahrscheinlich doch noch einmal darauf zurück. Wie gesagt, ich lebe vom Trading mit Elliott Wellen - und die können arg eifersüchtig werden wenn man sie vernachlässigt. Eigentlich stecken wir im Moment auch wieder in so einer Phase, die in einigen Märkten für eine ganze Zeit richtungsentscheidend sein kann. Für einen Waver bedeutet das oft, dass man für praktisch nichts anderes mehr Zeit hat und etliche Varianten sorgfälitig durchdenken bzw. prüfen muss. So, falls es jemand geschafft hat bis hierher zu lesen, dann sollte er/sie eine halbwegs vernünftige Idee über mich bekommen haben. Vielen Dank! Euer FAL