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2007: 335 Milliarden Euro

Geschrieben

Einer Studie der ic.arrow.right.png Steinbeis Hochschule Berlin (SHB) zufolge, hat sich der Handelsumsatz mit Differenzkontrakten (CFDs) im Jahr 2007 auf 335 Milliarden Euro mehr als verdreifacht. Verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum soll sich der Umsatz in den ersten fünf Monaten des Jahres 2008 nochmals fast verdoppelt haben. Wenn das keine imposanten Zahlen sind!

 

Ich habe die SHB angeschrieben, ob diese Studie öffentlich zugänglich ist. Mich würde interessieren, wie sie zu dem Ergebnis (335 Milliarden) gelangt sind. Z.B. wäre von Interesse, ob im Ergebnis die Umsätze deutscher Trader gesamt ermittelt/ geschätzt wurden oder nur die, welche bei Unternehmen mit Zweigstelle in Deutschland umgesetzt worden.

 

 

Links:

Saxo Bank verzeichnet Rekordjahr – Gewinn steigt um 78 Prozent

 

80 Milliarden Euro Handelsvolumen mit CFDs 2006 in Deutschland

 

CFD-Markt - Wachstumsraten zwischen 25 und 50 Prozent p.a. prognostiziert

 

IG Group - Wachstum par excellence

Featured Replies

Geschrieben
  • Autor

Wäre schön, wenn sich die SHB bei uns melden würde. Einstweilen dürfte die Zusammenfassung der ic.arrow.right.png Börse Online ausreichen, um einen etwas detaillierten Einblick zu bekommen.

 

Frage:

Z.B. wäre von Interesse, ob im Ergebnis die Umsätze deutscher Trader gesamt ermittelt/ geschätzt wurden oder nur die, welche bei Unternehmen mit Zweigstelle in Deutschland umgesetzt worden.

 

Antwort:

ABN Amro Marketindex, CMC Markets sowie IG Markets legen mit der Studie erstmals konkrete Zahlen zum CFD-Markt vor

 

Naja, dass Folgende muss man wohl eher mit "ich-lasse-mir-nicht-in-die-karten-sehen" abtun. Den Parameter technisch zu ermitteln, sollte für IT'ler oder ein gutes Datamining Programm kein Problem darstellen.

 

Keine Angaben konnten nämlich zum Hebel bei CFDs gemacht werden. Dies liegt nach Angaben der drei größten Market Maker daran, dass es aufgrund des Verhältnisses Margin zu absoluter Kontogröße schwer zu bestimmen ist, mit welchem Hebel der Anleger wirklich handelt.

 

 

Wünschenswert wäre zudem eine Angabe dazu, wie viele Trader nach einigen Monaten oder einem Jahr noch aktiv sind und wie hoch damit die Ausfallrate jener ist, die alles verloren haben.

 

Soviel zu dem Punkt der Anfrage an die Bundesregierung

Geschrieben
Einstweilen dürfte die Zusammenfassung der :shocked: hat,

bekam ich die o.g. Antwort. :full:

 

Es wird Zeit das Lentrader uns den US-Markt näherbringt... :laugh:

 

Nachbemerkung:

Differenz Eurex: 0.5 Punkte WHS Verkauf/Kauf

Habe ActiveTrades mit 1.5 Punkte CFD Spread parallel laufen lassen.

Mist das ich das noch nicht "aufnehmen" konnte. (Freeware)

Geschrieben

Die Prozentzahlen decken sich mit denen der OS Emittenten. Die EUWAX Umsatzspitzenreiter sind entweder DAX Long oder Short.

 

Wenn es die Studie zum DL gibt, dann melde ich Interesse an. Der BO Artikel wirft mit einer Menge Zahlen um sich, man weiß allerdings nie, wann von Transaktionsvolumen und tatsächlichem Kapitaleinsatz die Rede ist. Mir scheint, als hätte der verantwortliche Redakteur Schwierigkeiten bei der Differenzierung.

 

Der Satz hier zum Beispiel, was bedeutet der?

Den Einstieg wagen die Neuinteressierten dabei mit im Schnitt 5000 Euro im Depot.

 

Wurden durchschnittlich 5'000 € überwiesen, 5'000 € als Margin hinterlegt oder entsprach die Positionsgröße diesem Betrag?

Geschrieben
  • Autor

Die Financial Times hat der Studie auch einen Artikel gewidment. Mehr als die Kernzahlen werden nicht genannt, der Rest ist eine Neuauflage bereits vorhandener Informationen.

 

Eine neue und nicht einmal uninteressante Information kam aus dem Hause CMC Markets. Stefan Risse nahm Stellung zu einer möglichen Verbandsgründung ähnlich dem DDV.

 

Risse deutete an, dass die drei Marktführer einen eigenen Verband gründen könnten.
Geschrieben
Was ist mit Saxobank und FXdirekt und den vielen kleinen Anbietern?

 

Gibt es Zahlen zum FX Handel?

 

Spitzenreiter unter den Indizes ist ganz klar der DAX mit einem Anteil von 80,6 Prozent gefolgt vom Dow Jones mit 9,8 Prozent.

 

80,6 + 9,8 = 90,4 %

 

Die übrigen 9 % teilen sich Aktien, Rohstoffe, Anleihe und Währungen? :laugh:

 

Ich behaupte, das mindestens 25 - 30% der Umsätze aus dem Divisenhandel stammen dürfen.

  • 2 Monate später...
Geschrieben
  • Autor

Sind das die ersten Sorgenfalten einer Industrie, die bisher uneingeschränktes Wachstum kannte

 

Derivate im Baukastenprinzip

 

Das Investmenthaus, eine Tochter der Royal Bank of Scotland, reagiert damit auf das derzeit schlechte Derivategeschäft. Nach Jahren des sprunghaften Wachstums wird der deutsche Zertifikatemarkt 2008 aller Voraussicht nach erstmals schrumpfen. Im August wurden an den Börsen Stuttgart und Frankfurt 4,3 Mrd. Euro mit Zertifikaten umgesetzt - 76 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Gemessen am Börsenumsatz ist ABN Amro nach Deutscher und Commerzbank die Nummer drei auf dem deutschen Zertifikatemarkt.

[...]

Die neuen Finanzprodukte sind am ehesten mit Differenzkontrakten, sogenannten Contracts for Difference (CFDs), vergleichbar.[...]

 

CFDs [...] Dieser Markt wächst rasant - wenn auch von niedrigem Niveau aus.

 

 

ic.arrow.right.png Zertifikate Marke Eigenbau

Geschrieben
76 % weniger innerhalb von einem Jahr - das ist heftig. Eventuell kommt hier alles auf einmal zusammen - immer mehr wandern zu CFD & Co. ab, dann die Immokrise, Knockouts durch rechtlich unanfechtbares (da im Verkaufsprospekt stehend) Pushen seitens des Emittenten über die KO-Schwelle...
Geschrieben
  • Autor
76 % weniger innerhalb von einem Jahr - das ist heftig. Eventuell kommt hier alles auf einmal zusammen - immer mehr wandern zu CFD & Co. ab, dann die Immokrise, Knockouts durch rechtlich unanfechtbares (da im Verkaufsprospekt stehend) Pushen seitens des Emittenten über die KO-Schwelle...

 

 

Emittentenrisiko wäre aus aktuellem Anlass noch zu erwähnen. Die entscheidende Frage ist, wie lange es noch dauert, bis sich OS und Zertifikatetrader aktiv dem Handel von alternativen Hebelprodukten widmen.

Geschrieben

genau, Emittenten können in letzter Zeit ja auch von heut auf morgen abschmieren :devil:

 

Da der OS/Zerti-Markt sowieso recht unüberschaubar geworden ist im Laufe der Jahre, werden viele schon aus Komfortgründen abwandern bzw. sind es schon.

  • 2 Wochen später...
Geschrieben
  • Autor

Nach der gestrigen Hart aber Fair Sendung wird es vermutlich ein paar hunderttausend Anleger weniger geben, mit denen die Emittenten als zukünftige Käufer rechnen können.

 

 

Sendung vom 01.10.2008

Börsencrash und Bankenpleite – wie sicher ist unser Geld noch?

 

 

 

NB:

Dabei war unter anderem der Wirtschaftswissenschaftler Max Otte (Buchautor „Der Crash kommt“).

 

Der hat bereits 2006 vor dem Crash gewarnt und ist überzeugt: Hätte der Staat richtig reagiert, wäre die Krise zu verhindern gewesen

 

 

Ich habe vor geraumer Zeit ein wenig nach dem Prof. gegoogelt. Er ist nicht ganz unumstritten, was womöglich an seinen Kasandrarufen und/ oder der Art, wie er seine Popularität verwertet, liegen könnte.

 

 

ic.arrow.right.png Website des Professors

Geschrieben

hm, ich erhalte seit Jahren auch schon Werbebriefe für Finanzdienste, in denen auch genau vor diesem Riesen-Bankschuldenberg gewarnt wurde, teilweise schon vor über 2 Jahren.

 

Und in denen auch gesagt wurde, das Banken wie Klappstühle zusammenfallen...

 

Imho hätte man noch nicht mal ein Buch kaufen müssen - die Frage ist, was noch kommt :rofl2:

  • 1 Monat später...
Geschrieben
  • Autor

Zwei neue Artikel zum Thema CFDs - diesmal aus der FAZ (leider kostenpflichtig)

 

Transparent, liquide und günstig

 

Kursdifferenzkontrakte (CFDs) setzen sich auch in Deutschland zunehmend bei Privatinvestoren durch. Vor allem Direktanleger schätzen die Möglichkeiten, die CFDs bieten.

 

Die Nachfrage nach transparenten und kostengünstigen Anlageprodukten ist seit dem Ausbruch der Finanzkrise deutlich gestiegen. Zertifikate und Optionsscheine sind seit Jahren bei Privatinvestoren sehr beliebt, unter anderem weil sie mit Hebel und Kapitalgarantie ausgestattet werden können.

 

Ein Derivat entwickelt sich

 

Der Ruf von Derivaten hat im Rahmen der Finanzmarktkrise stark gelitten. Doch es gibt auch Gewinner der Krise. Contracts for Differences erfreuen sich bei Anlegern immer größerer Beliebtheit.

 

Es gibt derzeit kaum einen Artikel zur Finanzwelt, der sich nicht mit der Finanzkrise beschäftigt. Jahrhundertealte Banken verschwinden in nur wenigen Tagen von der Bildfläche, und die so hochgelobte Zertifikatebranche verbucht hohe Mittelabflüsse - ein ungewohntes Bild

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