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Milliardär Merckle begeht Selbstmord

Geschrieben
Der schwäbische Großindustrielle Adolf Merckle ist tot. Am Montagabend ließ sich der 74-Jährige von einem Zug überrollen - die Hinterbliebenen teilten mit, die schwere Krise seiner Firmengruppe habe "den leidenschaftlichen Familienunternehmer gebrochen"

 

Merckles Unternehmen - darunter der Pharmakonzern Ratiopharm, der Baustoffhersteller HeidelbergCement und die VEM Vermögensverwaltung - waren durch die Finanzkrise und nach Verlusten bei Spekulationen mit VW-Aktien ins Wanken geraten.

 

Quelle/Source: linked.gif

Featured Replies

Geschrieben
Traurig, wie verzweifelt muss jemand sein? Mir fehlen die Worte, denn eigentlich hatte ich ihn als einen charakterfesten Menschen gehalten...
Geschrieben

Der erste VIP, den die Finanzkrise mit sich nimmt.

 

Es ist traurig, wenn ich allerdings daran denke, wie viele namenlose Opfer es gab/ gibt/ geben wird, dann relativiert sich der Schmerz und die Trauer.

 

Interessant ist, dass die Finanzkrise ein Gesicht bekommen hat. Vielleicht bringt die Bundesregierung das nächste Milliarden-Euro-Vernichtungsprogramm auf den Weg, damit dem Land ein weiterer vorzeitiger "Ausstieg" eines Vorzeigeunternehmers erspart bleibt.

 

 

Ich habe von dem Selbstmord aus der FAZ erfahren. Merkwürdig ist, wieso der Unternehmer einen solchen Schritt geht, wo (nach Darstellung der Presse) das Firmenimperium als (beinahe) gerettet galt.

Geschrieben
Einen Tag nach Merckles Tod erschoss sich in Chicago der Immobilienmakler Steven L. Good in seinem Jaguar in einem Wald bei Chicago. Kurz zuvor hatte er noch über geschäftliche Probleme geklagt. Kurz vor Heiligabend schnitt sich in New York der Fondsmanager Rene-Thierry Magon des Villehuchet die Pulsadern auf – der von ihm gegründete Investmentfonds Access International Advisors hatte durch den Großbetrüger Bernard Madoff 1,4 Milliarden Dollar verloren.

 

Es werden nicht die letzten Selbstmord-Todesopfer der Finanzkrise gewesen sein. Und es trifft nicht bloß Manager in den Chefetagen.

 

[...]

 

In Japan kletterte die Zahl der Suizide auf dem Höhepunkt der Asienkrise 1998 beispielsweise um 35 Prozent auf 33 000. „Bitte nicht in der Hauptverkehrszeit springen", mahnte pietätlos ein Schild an den Gleisen der Tokioter U-Bahn Station Shinjuku. Wissenschaftler, die die Todeswelle untersuchten, fanden in Abschiedsbriefen und beim Gespräch mit Angehörigen vor allem ein Motiv für die Selbsttötungen: Schulden.

 

Gefolgt von Aussagen wie „Geschäftsmisere", „Existenznot" und „Arbeitslosigkeit".

 

Endstation Finanzkrise - Manager-Selbstmorde

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