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Das leise Sterben der White Labels

Geschrieben

11.04.2008 - 12.02.2009 R.I.P. Shark World - Shark Trading

 

Entweder klebt das Pech an Schnigges Händen oder .... 50.000 Trader wollte man für sich gewinnen, so hieß es in einer sehr optimistischen PR aus dem Jahr 2008.

Jetzt stellt man das Angebot ein und erteilt damit einem der wachstumsträchtigsten (und für WL Partner relative risikolosen) Geschäftsmodelle eine Abfuhr.

 

"Shark-Trading zum 12.02.2009 eingestellt"

 

Vor dem Hintergrund der veränderten Rahmenbedingungen durch die Wirtschafts- und Finanzkrise, hat sich der Vorstand der SCHNIGGE AG dazu entschieden, das Angebot "Shark-Trading" in seiner jetzigen Form mit sofortiger Wirkung einzustellen. Die SCHNIGGE AG konzentriert sich vorerst wieder verstärkt auf ihr Kerngeschäft, insbesondere den börslichen Fondshandel und die Skontroführung.

 

Der Vorstand

Florian Weber Martin Liedtke

 

Düsseldorf, den 12.02.2009

 

 

Wenn man das liest, bleiben doch Fragen offen, oder? Die Begründung passt doch so überhaupt nicht in das Bild, dass andere Finanzdienstleister in dem Sektor derzeit zeichnen.

Es steckt wie immer mehr dahinter :cold:

und ...

es wird nicht die letzte Meldung aus dem Bereich bleiben. Deshalb gibt's ein eigenes Topic dazu.

 

 

Pressemitteilung vom 20. Mai 2008 : Saxo Bank und SCHNIGGE Wertpapierhandelsbank gründen Partnerschaft

Featured Replies

Geschrieben

Das leise Sterben.....treffender koennte man das Thema wohl nicht aufmachen. Warum sollte ich über irgendeinen Vermittler gehen, wenn ich auch direckt beim Marketmaker ein Konto eröffnen kann. Da sist doch der Vorteil vom CFD-Geschäft. Ich kann als keiner Trader quasi an der Eurex handeln , brauche keine Bank mehr. Das ist die Zukunft des Handels finde ich,

 

Grüsse

 

 

 

 

Entweder klebt das Pech an Schnigges Händen oder .... 50.000 Trader wollte man für sich gewinnen, so hieß es in einer sehr optimistischen PR aus dem Jahr 2008.

Jetzt stellt man das Angebot ein und erteilt damit einem der wachstumsträchtigsten (und für WL Partner relative risikolosen) Geschäftsmodelle eine Abfuhr.

Bearbeitet von ronner
Tag korrigiert & Zitat eingekürzt

Geschrieben
  • Autor
Warum sollte ich über irgendeinen Vermittler gehen, wenn ich auch direckt beim Marketmaker ein Konto eröffnen kann.

 

d'accord, vor allem dann, wenn es keinen erkennbaren Mehrwert für den Kunden gibt.

 

Das White Label Business funktioniert schon so wie es soll, allerdings - und wie dieses Beispiel zeigt - nicht zwangsläufig für die White Labels.

 

Auf Dauer (auch aus den von Dir genannten Gründen) bleiben die Kunden weg. Dabei geht es noch nicht einmal um den bittren Nachgeschmack, dass zwischen Endkunde und Broker eine dritte (manchmal vierte) Instanz steht, die für welche Dienstleistungen auch immer, eine Provision bezieht.

 

Wenn die Saxobank mittelfristig nichts an ihrer (Deutschland-) Strategie ändert, ist davon auszugehen, dass ihr nicht nur die Partner wegsterben. Ich bin der Meinung, dass es heute mehr denn je notwendig wäre, Stellung zu beziehen. Um in einem Land der EU Fuß zu fassen, ist es am Anfang nicht zwingend erforderlich, vor Ort präsent zu sein. Wenn man aber seit Jahren große Teile des Geschäfts mit hiesigen (B2C+B2B) Kunden generiert, dann reicht das jetten von DK nach DE nicht mehr aus.

 

Davon mal abgesehen ist es auch so, dass die Broker nicht verstehen, dass sich die (Retail-) Kunden in den vergangenen Jahren weiterentwickelt haben. Gerade im Bereich Margin-Trading/ High-Risk-Products hat sich eine (ich sags ungern, ist aber so) Elite herausgebildet, der man nichts vorgaukeln kann. Ich möchte nicht von einer neuen Generation Trader sprechen, doch wenn ich einige der Diskussionen allein hier im Forum näher betrachte, weiss ich, dass es so ist. Da kann CityIndex noch so viele Deutschland-CFD-Börsen ausrufen - wenn sie nicht in der Lage sind, die (richtige) Zielgruppe zu aktivieren, kommt zu dem einen Flop ein nächster hinzu.

Geschrieben

Was man so hört, bemühen sich gleich mehrere deutsche Banken, Discount-Broker tec.um einen Einstieg in das ertragsreiche CFD-Geschäft. Sollte das wirklich der Fall sein, wird es für jeden ausländischen Anbieter schwer, sich Marktanteile zu sichern, selbst für Saxo, CityIndex oder CMC. Flatex hat es ja schon vorgemacht mit Ihrem Einkonten-Model.

 

Wie muss ich das mit der "Deutschland-CFD-Börse" im Bezug auf Cityindex verstehen? Tut sich da was?

 

Grüsse

 

 

 

d'accord, vor allem dann, wenn es keinen erkennbaren Mehrwert für den Kunden gibt.

 

Das White Label Business funktioniert schon so wie es soll, allerdings - und wie dieses Beispiel zeigt - nicht zwangsläufig für die White Labels.

Bearbeitet von ronner
Zitat eingekürzt

  • 3 Monate später...
Geschrieben
  • Autor

Hier mal ein aktuelles Beispiel aus dem Mutterland der CFDs.

 

 

Blue Index, der Finanzdienstleister um den es hier geht, operierte als White Label und Introducing Broker für verschiedene Firmen. So unter anderem für CMC Markets, City Index und IG Markets.

 

 

The Financial Services Authority stripped Blue Index of its right to do regulated business after an operation this week involving six arrests and raids on eight properties in London and Essex, people familiar with the case said.

 

The investigation is part of a flurry of FSA activity on insider trading in recent months, although many lawyers say it is still too focused on small companies rather than household names.

 

The raids and arrests related to Blue Index’s trading in so-called contracts for difference, or bets on short-term changes in the values of shares, people with knowledge of the case said. The FSA declined to comment, although its website shows that Blue Index is now closed to regulated business.

 

Copyright The Financial Times Limited 2009

 

Wer heute bei dem als Advisory Broker bekannten und mehrfach ausgezeichneten Finanzdienstleister ein Konto eröffnen möchte, der bekommt folgende Mitteilung angezeigt.

 

rip.blue.index.png

 

Klick [ Apply Now ]

 

Awards

 

blueindex_awards.png

 

Blue Index @ FSA Register

  • 1 Jahr später...
Geschrieben
  • Autor

Inzwischen ermittelt alles was irgendwo Rang und Namen hat. Fehlt nur noch die Homeland Security ....

Erstaunlich (oder auch nicht): Was sich nicht alles mit so einer kleinen Klitsche für Dummheiten anstellen lassen. Und das in einem Land, in dem es eine einigermaßen funktionierende Aufsicht gibt.

 

In a parallel investigation by the Financial Services Authority (FSA), the Securities and Exchange Commission (SEC), Department of Justice (DoJ), and with assistance from the Federal Bureau of Investigation (FBI), a former Deloitte Tax LLP partner and his wife were yesterday charged by the SEC with insider trading in violation of the U.S. federal securities laws.

 

Arnold McClellan and his wife Annabel, of San Francisco, California were charged by the SEC with repeatedly leaking confidential merger and acquisition information to family members overseas in a multi-million dollar insider trading scheme.

 

The parallel investigation is directly related to the announcement on the 25 November 2010 where five individuals, including two former directors and one former senior trader of Blue Index Limited, a specialist Contract for Difference brokerage, were charged by the FSA with 17 counts of insider dealing, contrary to section 52 of the Criminal Justice Act 1993.

 

Violá

 

© mondovisione 2010

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