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Ausahmezustand - 90-prozentige Sondersteuer

Geschrieben

Marktwirtschaft out of control....

 

Mit einem neuen Gesetz will Washington die umstrittenen Boni des staatlich geretteten Versicherungskonzerns American International Group (AIG) zurückholen. Die Abgeordneten des Repräsentantenhauses stimmten am Donnerstag für eine 90-prozentige Sondersteuer auf Prämien von Managern, deren Einkommen über 250.000 $ liegt. Es soll für alle Unternehmen gelten, die mindestens 5 Mrd. $ Staatshilfe erhalten haben. AIG hat rund 180 Mrd. $ Nothilfe aus Steuergeldern bekommen und ist mittlerweile zu 80 Prozent in Staatsbesitz.

 

Für das desaströse Jahr 2008 zahlte AIG Gehaltszulagen in Höhe von 165 Mio. $. Dies hatte eine Welle der Entrüstung ausgelöst.

 

 

Quelle: FTD.de

Featured Replies

Geschrieben

:wub:

d-land schaut sich doch einiges ab. mal sehen wann die merkel mal ein versuch startet.

Geschrieben

Ich kann mir irgendwie keine richtige Meinung dazu bilden.

Einerseits haben dir wirklich insgesamt Mist gebaut, andererseits haben die auch Verträge, die auch der Arbeitgeber einhalten muss.

Dazu kommt, dass nicht alle Manager damit etwas zu tun haben. Es wird da sicher auch Manager in Abteilungen geben, die für ganz andere Sachen zuständig waren, und nichts dafür können.

 

Ich bin fast der Meinung, die Regierungen hätten niemanden retten müssen. Wenn eine Bank pleite geht - na und. Schlecht gewirtschaftet. Das ist nunmal freie Marktwirtschaft. Stattdessen werden Firmen gerettet, die total .... und wo man zweifelt, ob die überhaupt noch irgendwann positiv wirtschaften werden.

Dafür werden Billionenkredite aufgenommen, die noch unsere Enkel abtragen werden.

 

 

Es wäre vielleicht besser gewesen, man ließe entsprechende Firmen pleite gehen, und der Staat ersetzt nur den Privatanlegern bis zu einer gewissen Grenze das darauf gelagerte Geld. Parallel dazu sollte die jeweilige Staatsbank angewiesen werden, Kredite günstigen Konditionen herauszugeben, sofern objektiv eine Kreditwürdigkeit besteht.

 

Die Zentralbanken haben Billionen versenkt, in der Hoffnung, dass Aktien oben bleiben. Alles verbranntes Geld. Dann wäre der DAX eben bis 1000 Punkte gefallen, na und? Es gibt eben immer ein rauf und runter, und wenn man sich den Dax-Chart der letzten 80 Jahre anschaut, sieht man auch, dass die Indizien/Aktien niemals dauerhaft oben bleiben können. Die Expansionsmöglichkeiten sind nunmal von Natur aus begrenzt.

Geschrieben
Dafür werden Billionenkredite aufgenommen, die noch unsere Enkel abtragen werden.

Wenn ich meinen neuen Lieblingsvolkswirt ic.arrow.right.png Bernd Senf :wub: richtig verstanden habe, ist - wenn es zu schlimm kommt - mal ne Geldentwertung fällig. Dann ist der Staat auf einen Schlag die Schulden los.

 

Guckst Du v.a. in Teil 1:

http://www.dailymotion.com/video/x75y6c_pr...rsachen-de_news

 

 

Mittlerweile seh ich die "Geldvernichtung" an den Aktienmärkten auch mit anderen Augen, eher als "Geldsenken" (die werden in Onlinespiele, die über ein Wirtschaftssystem wie World of Warcraft verfügen extra vom Spieledesigner eingebaut, um die Inflation zu steuern und für mehr Stabilität zu sorgen), die aber ansich eher der Systemerhaltung dienen. Über diese Idee grübel ich übrigens momentan nach.

Geschrieben
  • Autor

Volkszorn meets Polemik ...

 

[...]Charles "Chuck" Grassley ist Republikaner durch und durch. Zugleich ist der Senator aus Iowa der wichtigste Vertreter seiner Partei im Finanzausschuss des US-Kongresses. Und: Er ist ein Brandstifter der übelsten Sorte. Grassley hat die Manager des einstigen Versicherungsriesen American International Group (AIG), der nur noch dank der 180 Mrd. $ teuren Hilfe des Staates am Leben ist, aufgeordert, entweder zurücktreten oder Selbstmord zu begehen - am besten aber beides zu tun

[...]

 

Quelle: FTD.de - Todsünde bleibt Todsünde

Geschrieben
  • Autor
Wenn ich meinen neuen Lieblingsvolkswirt Bernd Senf

richtig verstanden habe, ist - wenn es zu schlimm kommt - mal ne Geldentwertung fällig.

 

:wub: :wub:

 

Dann ist der Staat auf einen Schlag die Schulden los.

 

Yep -just another ultima ratio. Das "Drumherum" möchte ich mir allerdings nicht vorstellen.

Geschrieben
...

Es wäre vielleicht besser gewesen, man ließe entsprechende Firmen pleite gehen, und der Staat ersetzt nur den Privatanlegern bis zu einer gewissen Grenze das darauf gelagerte Geld. Parallel dazu sollte die jeweilige Staatsbank angewiesen werden, Kredite günstigen Konditionen herauszugeben, sofern objektiv eine Kreditwürdigkeit besteht.

...

So denken viele Leute…

 

Die Folgekosten wären aber dann viel höher gewesen. Das der Staat eingreifen muss ist richtig um unvorhersehbare Folgekosten zu vermeiden. Die Verträge müssen eingehalten werden. Gebe ich dir auch recht jedoch ist doch ein Bonus meist am Erfolg des Unternehmen gebunden.

Wenn ich mein Gehalt spalte x-Grund und y-Bonus –was man ab einer bestimmten Stufe machen muss- und der Mitarbeiter zockt mit dem Bonus und wählt sein Grund entsprechend klein aus so muss ich doch damit rechnen dass diese durchschnittlichen >200% Bonuszahlungen bis auf NULL sinken können. Auch wenn man die vertraglichen Bedingungen erfüllt -„sollten“ diese Boni jetzt zumindest es mit Unternehmenserfolg gekoppelt werden.

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