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Abgeltungssteuer aber auf was....?

Geschrieben

So werte Kollegen,

 

Auf was muss ichnun Abgeltungssteuer zahlen jeder erzählt mir irgendwie was anderes, kurzes Beispiel.

 

am 01.01.10 beträgt mein Depotstand 2000 Euro

am 31.01.10 beträgt mein Depotstand 4000 Euro

Gewinn : 2000 Euro

 

Ich lasse mir jetzt 1000 Euro auszahlen, auf meinem Depot verleiben somit 3000 Euro

 

Frage muss ich jetzt von der 1000 Euro Auszahlung 250 Euro (25%) ans Finanzamt abführen.

 

Manche sagen nämlich das ich nur auf irgendwelche Zinsen die 25 % abführen muss, bloß frag ich mich auf welche Zinsen.

 

Fällt die Abgeltungssteuer nur dann an wenn ich Gewinne auf meinen Privatkonto buchen lasse.

 

:argue:

Featured Replies

Geschrieben

Ich geh mal davon aus das du keinen deutschen Broker hast sonst würde er es für dich übernehmen (ob du das willst oder nicht).

Die Steuer musst du auf deinen Gewinn zahlen und ist egal ob du dir was ausgezahlt hast oder nicht.

Geschrieben
Fällt die Abgeltungssteuer nur dann an wenn ich Gewinne auf meinen Privatkonto buchen lasse.

 

 

AgSt fällt für alle realisierten Gewinne an. Verluste können gegengerechnet werden.

Maßgeblich ist das Steuerjahr. D.H. du musst alle GuV angeben, die du (in deinem Bsp) in 2010 gemacht hast.

Geschrieben
  • Autor
AgSt fällt für alle realisierten Gewinne an. Verluste können gegengerechnet werden.

Maßgeblich ist das Steuerjahr. D.H. du musst alle GuV angeben, die du (in deinem Bsp) in 2010 gemacht hast.

 

Broker IG Markets (England)

 

hmm also wenn ich im Jahr 50000 Euro Gewinn habe aber auch 30000 Euro Verlust dann müste ich also 20000 Euro versteuern lassen das wären dann ca. 5000 Euro richtig ?

 

Was ist denn wenn die Verluste höher sind als die Gewinne...?

Geschrieben
Broker IG Markets (England)

 

hmm also wenn ich im Jahr 50000 Euro Gewinn habe aber auch 30000 Euro Verlust dann müste ich also 20000 Euro versteuern lassen das wären dann ca. 5000 Euro richtig ?

 

Die Steuern fallen auf die Gewinne an, die unterm Strich übrigbleiben.

Verechnet werden können alle GuV die irgendwo (also auch bei der Hausbank) als Kapitalerträge anfallen.

 

 

Was ist denn wenn die Verluste höher sind als die Gewinne...?

 

Die Verluste ersetzt dir die Merkel,

allerdings nur wenn du Commerzbank oder Hypp Real Estate mit Nachnamen heisst.

Geschrieben
  • Autor
Die Steuern fallen auf die Gewinne an, die unterm Strich übrigbleiben.

Verechnet werden können alle GuV die irgendwo (also auch bei der Hausbank) als Kapitalerträge anfallen.

 

 

 

 

Die Verluste ersetzt dir die Merkel,

allerdings nur wenn du Commerzbank oder Hypp Real Estate mit Nachnamen heisst.

 

:argue: Alles klar danke.

 

hmm spielt also keine rolle ob das geld auf n depot bleibt oder ich es mir auszahlen lasse naja gut muss man a ganz schön auf passen nicht das ich am ende des jahres 10000 Euro an Abgeltungssteuer zahle und drei tage später habe nur 1000 Euro auf depot weil ich mich verspekuliert habe deshalb dachte ich anfangs das die 25 % nur auf die gewinne anfallen die man auch wirklic real in den händen hält sprich sich auzahlen lässt....

Geschrieben

Interessant ist noch, wie Kommissionen etc. dabei berücksichtigt werden.

Sofern Kommissionen und Swaps unmittelbar und zwingend mit den Finanztransaktionen zusammenhängen, werden sie mit angerechnet.

 

Wenn ich also 1000 € Gewinn mache und 500 € Verlust und 200 € Kommissionen angefallen sind, muss ich 300 € versteuern. Die 300 € sind dann auch der "Netto-Gewinn" vor Abgeltungssteuer.

 

Ausgaben wie Datafeeds-Abos jedoch nicht.

 

 

Ich frage mich grad nur, wie ich dem Finanzamt meine Transaktionen mitteile. Hatte dieses Jahr ja live getradet bei

- Nordmarkets

- ActivTrades

- TadawulFX

- XTB

- IB

hab ich einen vergessen? ^^

 

 

EDIT:

hab nachgeschaut und folgende vergessen:

FXcm

FXcbs

Geschrieben
:argue: Alles klar danke.

 

hmm spielt also keine rolle ob das geld auf n depot bleibt oder ich es mir auszahlen lasse naja gut muss man a ganz schön auf passen nicht das ich am ende des jahres 10000 Euro an Abgeltungssteuer zahle und drei tage später habe nur 1000 Euro auf depot weil ich mich verspekuliert habe deshalb dachte ich anfangs das die 25 % nur auf die gewinne anfallen die man auch wirklic real in den händen hält sprich sich auzahlen lässt....

 

Kleiner Tipp dazu, so mache ich es auch:

Am 31.12. das Geld, was man an Steuern zahlen muss (kann man sich ja vorher ungefähr ausrechnen) vom Brokerkonto aufs eigene (Tagesgeld-)Konto packen und nicht anfassen, bis das FA die Summe einzieht. Dann kann man es nicht verzocken.

Geschrieben

Zähl IG markets eigentlich zu einem deutschen oder einem englischen Broker?

 

Und wie genau kontrolliert das Finanzamt ob man genug steuern bezahlt hat. Wenn man ein Konto im ausland hat?

 

Und wenn nur die Gewinne-Verluste versteuert werden. Dann ist doch theoretisch ein Gewinn erst dann ein Gewinn, wenn ich den auf meinem (Tagesgeld-)Konto verbucht habe. Bist dahin ist es doch eigentlich sozusagen mein Werkzeug.

 

Also wenn ich am 31.12.09 auf dem Traderkonto 10000 Euro habe, am 3.01.10 Verliere ich dann 4000 Euro.

 

Dann ist mein realisierter Gewinn eigentlich ja nur 6000 Euro, vorausgesetzt ich zahle sie mir aus.!?

Geschrieben
Und wenn nur die Gewinne-Verluste versteuert werden. Dann ist doch theoretisch ein Gewinn erst dann ein Gewinn, wenn ich den auf meinem (Tagesgeld-)Konto verbucht habe. Bist dahin ist es doch eigentlich sozusagen mein Werkzeug.

 

Also wenn ich am 31.12.09 auf dem Traderkonto 10000 Euro habe, am 3.01.10 Verliere ich dann 4000 Euro.

 

Nein, der Gewinn ist nicht erst dann realisiert wenn du es auf dein Girokonto oder sonstwohin packst, sondern wenn der Trade abgeschlossen ist. Jahr ist das Steuerjahr, also 1.1. bis 31.12. - das heißt, die Steuern werden fallen an sobald du einen erfolgreichen Trade gemachst hast.

Im Steuerveranlagungszeitraum kannst du die Gewinne mit Verlusten gegenrechnen. Aber 31.12. 24 Uhr ist Stichpunkt, ab da fängt eine neue Periode an. Am 3.1. (des Folgejahres) verzocktes Geld kannst du nur im Folgejahr steuerlich wieder geltend machen.

 

Ist auch logisch und sinnvoll, wie ich finde, sonst würde man ja Gewinne, die man nicht in bar zuhause brauch, ewig im Ausland vor sich her schieben.

Geschrieben

Auch noch eine Frage.

Muss ich Gewinne/Verluste selbst ausrechnen, oder gibt es bei IGMarkets so eine Art

Jahresdepotauszug, wie man das von deutschen Banken kennt?

Geschrieben
  • Autor
Auch noch eine Frage.

Muss ich Gewinne/Verluste selbst ausrechnen, oder gibt es bei IGMarkets so eine Art

Jahresdepotauszug, wie man das von deutschen Banken kennt?

 

Das habe ich bei IG angefragt, also du kannst dort einen Jahresauszug beantragen was gewinne und verluste etc. anbelangt den schicken sie dir dann zu als Nachweiss deiner Tranzaktionen.

  • 2 Wochen später...
Geschrieben
Zähl IG markets eigentlich zu einem deutschen oder einem englischen Broker?

 

Und wie genau kontrolliert das Finanzamt ob man genug steuern bezahlt hat. Wenn man ein Konto im ausland hat?

 

Und wenn nur die Gewinne-Verluste versteuert werden. Dann ist doch theoretisch ein Gewinn erst dann ein Gewinn, wenn ich den auf meinem (Tagesgeld-)Konto verbucht habe. Bist dahin ist es doch eigentlich sozusagen mein Werkzeug.

 

Also wenn ich am 31.12.09 auf dem Traderkonto 10000 Euro habe, am 3.01.10 Verliere ich dann 4000 Euro.

 

Dann ist mein realisierter Gewinn eigentlich ja nur 6000 Euro, vorausgesetzt ich zahle sie mir aus.!?

IG Markets ist nach eigener Darstellung ein englischer Broker. Abgeltungsteuer wird nicht erhoben. Du mußt daher Deine Gewinne in Deiner Einkommensteuererklärung dem Finanzamt gegenüber angeben. Diese werden dann Deinem persönlichen Einkommensteuersatz unterworfen, wobei dieser maximal so hoch ist wie die Abgeltungsteuer (25 % plus Soli). Ist er jedoch geringer, zahlst Du entsprechend weniger Steuern.

 

Ein Gewinn oder Verlust fällt steuerlich immer dann an, wenn er realisiert worden ist. Nicht realisierte Gewinne und Verluste unterliegen nicht der Einkommensteuer. Realisiert ist er dann, wenn eine Position geschlossen wird (also gekaufte Stücke verkauft sind, eine offene Future-Position durch das entsprechende Gegengeschäft geschlossen usw.)

 

Wenn Du bei einem ausländischen Broker ein Konto hast, von dem das Finanzamt nichts weiß, und Du die Gewinne dem Finanzamt nicht mitteilst, wird unmittelbar erst einmal gar nichts passieren. Denn im Ausland haben die deutschen Steuerbehörden keine Hoheitsrechte. Allerdings machst Du Dich dann wegen Steuerhinterziehung strafbar, wenn Du die Gewinne dem deutschen Fiskus verschweigst.

Geschrieben

Mal davon abgesehen, wie es juristisch korrekt wäre. Ist es Theoretisch so, dass ich meinen Gewinn erst dann versteuern muss, wenn ich das Geld auf ein deutsches Konto überweiße? Denn erst dann hat das Finanzamt auch die Möglichkeit mir Steuerhinterziehung nachzuweisen?

 

Muss man eigentlich dem Finanzamt die Depotauszüge Zeigen?

 

lg

Geschrieben
Mal davon abgesehen, wie es juristisch korrekt wäre. Ist es Theoretisch so, dass ich meinen Gewinn erst dann versteuern muss, wenn ich das Geld auf ein deutsches Konto überweiße? Denn erst dann hat das Finanzamt auch die Möglichkeit mir Steuerhinterziehung nachzuweisen?

 

Muss man eigentlich dem Finanzamt die Depotauszüge Zeigen?

 

lg

Der Gewinn muß für das Kalenderjahr versteuert werden, in dem er angefallen ist. Wann dieser Gewinn auf andere Konten überwiesen wird bzw. ob überhaupt, spielt keine Rolle. Wenn Du zum Beispiel in diesem Jahr Gewinne gemacht hast, mußt Du diese im nächsten Jahr im Rahmen Deiner Steuererklärung angeben, sofern diese noch nicht der Abgeltungsteuer unterworfen worden sind.

 

Depotauszüge mußt Du dem Finanzamt vorlegen, sofern es diese verlangt. In der Regel genügt dem Finanzamt eine Aufstellung der Gewinne und Verluste ohne Belege. Erst wenn diese einen großen Umfang annehmen, dürfte das Finanzamt die Belege haben wollen bzw. eine Außenprüfung machen.

Geschrieben
Der Gewinn muß für das Kalenderjahr versteuert werden, in dem er angefallen ist. Wann dieser Gewinn auf andere Konten überwiesen wird bzw. ob überhaupt, spielt keine Rolle. Wenn Du zum Beispiel in diesem Jahr Gewinne gemacht hast, mußt Du diese im nächsten Jahr im Rahmen Deiner Steuererklärung angeben, sofern diese noch nicht der Abgeltungsteuer unterworfen worden sind.

 

Depotauszüge mußt Du dem Finanzamt vorlegen, sofern es diese verlangt. In der Regel genügt dem Finanzamt eine Aufstellung der Gewinne und Verluste ohne Belege. Erst wenn diese einen großen Umfang annehmen, dürfte das Finanzamt die Belege haben wollen bzw. eine Außenprüfung machen.

 

Hallo,

 

genau so ist es, es reichen zunächst die Jahresaufstellungen, Erträgnisbescheinigungen und Gesamttradeaufstellung; jedoch im Falle eines Falles sollte damit gerechnet werden auch Trade für Trade dem FA nachweisen zu müssen, ebenso Zins- und Dividendeneinnahmen. Also immer schön Konto- und Depotauszüge, Tradeaufstellungen, usw. sammlen und am besten zehn Jahre aufbewahren für den Fall des Falles :vibration:

 

Es wird sich zeigen ob künfitg alle in der EU, Europa zugelassenen Broker und Market-Maker sowie KAGs für Ihre deutschen Kunden nicht doch automatisch Abgeltungssteuer abführen werden? IG Markets war Ende 2008 schon vorbereitet die Abgeltungssteuer für alle deutschen Kunden einzuführen.

 

Ebenso wird es sich zeigen ob die geplante Finanzmarktsteuer kommt und ebenso automatisch abgeführt wird?

 

Da wird einem vor lauter Steuern ja ganz schwindelig -- Abgeltungs-, Börsenumsatz- und Finanzmarktsteuer :vibration:

 

Good Luck for your trades ...

Bearbeitet von Roti

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