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Wenn die Bank sich tot stellt

Geschrieben

Weil ja immer gerne über die CFD und FX Broker geschimpft wird - hier mal zur 'Entlastung' ein Artikel, der den Ausnahmezustand bei Liquiditätsmangel hinsichtlich der Quotierung von Zertifikaten und Warrant etwas näher thematisiert.

 

Einer der häufigsten Beschwerdegründe: Aufträge werden gar nicht oder zu einem anderen Preis ausgeführt, als von den Anrufern erwartet. Die meisten fühlen sich über den Tisch gezogen. "Zum Teil entstehen Probleme einfach deshalb, weil diverse Banken Privatanlegern Kurse mit einer Viertelstunde Zeitverzögerung weitergeben", sagt Michael Zollweg, Leiter der Überwachungsstelle. Binnen 15 Minuten kann sich der Kurs einer Aktie oder eines Zertifikats längst geändert haben.

 

"Eine Unterbrechung ist vollkommen legitim, solange der Emittent berechtigte Gründe hat", sagt Zollweg. Emittenten setzen den Handel immer dann aus, wenn der einem Zertifikat zugrunde liegende Basiswert, zum Beispiel eine Aktie, ein Index oder ein Rohstoff, illiquide ist, das heißt kaum oder gar nicht gehandelt wird, oder wenn er sehr stark schwankt.

 

Alternativ können die Emittenten die Spanne zwischen An- und Verkaufspreis, im Fachjargon Geld/Briefspanne, so stark erhöhen oder das handelbare Volumen reduzieren, dass eine Transaktion keinen Sinn mehr macht.

 

©2010 - Handelsblatt

Featured Replies

Geschrieben

Neutral formuliert heißt es in dem Zitat "Aufträge werden zu einem anderen Preis ausgeführt", der Preis musste also schlechter aber auch

ab zu einmal besser sein als erwartet. Nach meinen Erfahrungen sind die Algorithmen der Anbieter (Zeitverzögerung, nicht Erreichbarkeit der Plattform) so ausgeklügelt, dass man praktisch immer einen schlechteren Preis erhält und der Verkäufer so ohne eigenes Risiko durch seine algorithmengestützten Tricksereien einen zusätzlichen Profit für sich generieren kann.

Das ist einer der Gründe, warum ich keine Zertifikate mehr handele, weil es zu viele Anlässe gibt, bei denen der Markt aus Sicht der Anbieter illiquide ist.

Geschrieben

Das stimmt, wobei sich Zertifikate in meinen Augen für Investments immer noch besser eignen, als Fonds. Für Investments wohlgemerkt, und rein unter dem Aspekt Transaktionskosten betrachtet.

Kauf und Verkauf werden dauern meistens 2-3 Werktage und warum wann zu welchem Preis die Order ausgeführt wird ist völlig undurchsichtig. Die Slippage, die der Normalsterbliche dabei bezahlt, ist so dermaßen übertrieben, dass ich mich frage, warum das überhaupt noch jemand handelt. Ich kann mir das beim besten Willen nur mit mangelndem Verständnis seitens der Anleger erklären.

Das gilt auch für ETFs, sobald Thesaurierung ins Spiel kommt.

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