Geschrieben 27. Oktober 201213 Jr. comment_140049 (Ich tu mal so, als hieße die Forenrubrik: ' Wirtschaft, Politik, Kultur & Soziales'. Hab leider keinen anderen Platz gefunden.) Im Deutschen Historischen Museum Berlin ist vom 17. Oktober 2012 bis 10. Februar 2013die Ausstellung "Verführung Freiheit" zu sehen. Wie möchten wir leben? Woran orientieren wir uns? Welche Verantwortung haben Politik, Staat und Gesellschaftfür ein menschenwürdiges Leben? Gehört der Wunsch nach einer sozial wie ökologisch gesicherten Zukunft zu den Menschenrechten? Was hab ich mir nicht alles erhofft... Leider handelte es sich bei der Mehrzahl der Ausstellungsobjekte um platte ideologische Kapitalismuskritik, im Stile der 70er,die über den stereotypen Begriff des brutalen, börsennotierten und doch sich ja in absoluter Minderzahl befindlichenGierschnabels nicht hinaus kommt. Dieser findet sich dort in gnadenloser Objektnachbarschaft zu ukrainischen Foltermethoden,einem obsessiv Führergruß übenden Anselm Kiefer und einem vom Fehlen des 'Freien Maktes'(Als hätte es den jemals gegeben.)geköpften Adam Smith. Wer Lust hat sich Kunst anzuschauen, welche sich, unter einem so hervoragenden Titel, bei der Vielzahl der Objekte,lediglich altbackener ideologischer Feindbilder bedient, ist herzlich aufgefordert das Experiment zu wagen.Dem Anspruch, sich auch den, sich feindlich gegenübergestandenen, Machtblöcken des 'Kalten Krieges'zu widmen, wurde die Ausstellung nicht im Ansatz gerecht. Eigenständige Denkprozesse waren wohl nicht erwünscht,die Einteilung der Mächte in Gut und Böse wurde einem sorgfältig abgenommen. Aus Angst man hätte auch zu differenzierteren Einsichten(von Urteilen möchte ich nicht sprechen) gelangen können?War sich die Leitung ihrer Argumente so unsicher? Oder möchte sie uns kein eigenes Bild zutrauen?Ach du schöne seichte Welt. Hat uns die Kunst, mit dem Anspruch den Freiheitsbegriff in seiner Verführbarkeit,in seiner Verführungskraft, zu beleuchten, nicht mehr zu sagen?Gerade in unseren Zeiten!? Der Eintrag im Gästebuch fiel deutlich und ganzseitig aus:"Wo ist Google? Wo ist Facebook? Nur 'Unzeitgemäße Betrachtungen!' "Und welche Zukunft blüht dem freien Wort? Somit war mein Museumsnachmittag im Deutschen Historischen Museum heutnicht nur kostenlos, sondern auch umsonst.Schade, dabei hätte es wirklich drängende Inhalte gegeben. my2cent Melden
Geschrieben 28. Oktober 201213 Jr. comment_140066 Ich habe dem "Wort zum Sonntag" nichts hinzuzufügen. http://www.tom-next.de/community//public/style_emoticons/default/good2.gif Nur unter menschlichen Interaktionsgesichtspunkten war es nicht "umsonst". http://www.tom-next.de/community//public/style_emoticons/default/beers.gif Melden
(Ich tu mal so, als hieße die Forenrubrik: ' Wirtschaft, Politik, Kultur & Soziales'. Hab leider keinen anderen Platz gefunden.)
Im Deutschen Historischen Museum Berlin ist vom 17. Oktober 2012 bis 10. Februar 2013
die Ausstellung "Verführung Freiheit" zu sehen.
Was hab ich mir nicht alles erhofft...
Leider handelte es sich bei der Mehrzahl der Ausstellungsobjekte um platte ideologische Kapitalismuskritik, im Stile der 70er,
die über den stereotypen Begriff des brutalen, börsennotierten und doch sich ja in absoluter Minderzahl befindlichen
Gierschnabels nicht hinaus kommt. Dieser findet sich dort in gnadenloser Objektnachbarschaft zu ukrainischen Foltermethoden,
einem obsessiv Führergruß übenden Anselm Kiefer und einem vom Fehlen des 'Freien Maktes'(Als hätte es den jemals gegeben.)
geköpften Adam Smith.
Wer Lust hat sich Kunst anzuschauen, welche sich, unter einem so hervoragenden Titel, bei der Vielzahl der Objekte,
lediglich altbackener ideologischer Feindbilder bedient, ist herzlich aufgefordert das Experiment zu wagen.
Dem Anspruch, sich auch den, sich feindlich gegenübergestandenen, Machtblöcken des 'Kalten Krieges'
zu widmen, wurde die Ausstellung nicht im Ansatz gerecht. Eigenständige Denkprozesse waren wohl nicht erwünscht,
die Einteilung der Mächte in Gut und Böse wurde einem sorgfältig abgenommen.
Aus Angst man hätte auch zu differenzierteren Einsichten(von Urteilen möchte ich nicht sprechen) gelangen können?
War sich die Leitung ihrer Argumente so unsicher? Oder möchte sie uns kein eigenes Bild zutrauen?
Ach du schöne seichte Welt. Hat uns die Kunst, mit dem Anspruch den Freiheitsbegriff in seiner Verführbarkeit,
in seiner Verführungskraft, zu beleuchten, nicht mehr zu sagen?
Gerade in unseren Zeiten!?
Der Eintrag im Gästebuch fiel deutlich und ganzseitig aus:
"Wo ist Google? Wo ist Facebook? Nur 'Unzeitgemäße Betrachtungen!' "
Und welche Zukunft blüht dem freien Wort?
Somit war mein Museumsnachmittag im Deutschen Historischen Museum heut
nicht nur kostenlos, sondern auch umsonst.
Schade, dabei hätte es wirklich drängende Inhalte gegeben.
my2cent