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Wie wird ein CFD aus Sicht des Brokers verwaltet?

Wir alle hier im Forum (bzw.schätzungsweise 99%) sehen CFDs aus Sicht des aktiven Käufers/Verkäufers von CFDs.

 

Wie aber wird aus passiver CFD Broker Sicht eine eingehende CFD-Order gehandhabt?

 

Folgende Fragen stellen sich mir dazu im Detail:

 

Angenommen Kunde A kauft ein CFD über 1000 Daimler Aktien und schickt die Order an seine

Bank (z.B. Flatex, CMC Markets, Consors,...).

 

Frage 1: Betreuen diese eben genannten Banken eigentlich selbst die weitere CFD-Abwicklung oder

schicken diese (gegen Provision) die CFD Orders an spezialisierte CFD-Broker (Dienstleister/Banken) im Hintergund weiter?

 

Ok, jetzt bekommt also der CFD-Broker die CFD-Order. Er will sich absichern in dem er ebenfalls 1000 Daimler Aktien kauft.

 

Frage 2: Passiert das immer am Kassamarkt oder machen das die CFD-Broker auch am Terminmarkt über Optionen?

 

Frage 3: Gibt es CFD-Broker die sogar auf eine Absicherung völlig verzichten und sozusagen als Market-Maker auf eigene Rechnung das Risiko übernehmen? Immerhin könnten Sie ja dann den Spread und die Kapitalkosten voll sparen und als Prämie kassieren. Dazu kommt ja noch die Risikostreuung über manche gegenläufigePositionen die sich gegenseitig (teilweise) aufheben.

 

Danke für die Antworten

Peter

Edited by pstein

Featured Replies

Hallo Peter,

 

das kommt ebend darauf an, was es für ein Broker ist und welches Konzept er verfolgt. So gibt es MarketMaker die eben solche spezialisierten CFD-Broker sind und für die Ausführung zuständig sind. CMC ist zum Bleistift einer. IG Markets ist auch einer. GFT fällt mir auch noch ein.

 

Dann gibt es aber noch die Whitelabel-Partner. Das sind eigenständige Broker die sich eine Serviceleistung einkaufen und als eigenes Produkt vermarkten. Sie kaufen also als Großkunde zu relativ günstigen Preisen ein, kleben ihr Logo drauf und los gehts. Die haben aber mit der Ausführung nichts zu tun, diese macht dann der MarketMaker. Das sieht dann in der Praxis so aus, dass die Software die gleiche ist und die Gebührenstruktur sich ähnelt aber abweicht. Die Serviceleistungen des Whitelabel-Brokers sind auch oft anders, meistens besser um einen Vorteil für den Endkunden zu generieren im Vergleich zum direkten MarketMaker.

 

Im FX Bereich gibt es noch die Introducing Broker, welche deinen Trade ausführen und dafür eine Kommission haben wollen. Dieser Broker verdient nicht am Spread sondern an dieser Gebühr. Dadurch ist er zwar etwas teurer, aber der Spread ist meistens geringer und das Vertrauen ist höher da du den Broker für seine Leistung bezahlst so dass er kein Interesse hat den Spread zu manipulieren.

 

 

Erstmal hedgen die MarketMaker die Kunden untereinander. Das heißt also du kaufst 100 Aktien und ich shorte 75 Aktien. Dann muss der MarketMaker sich nur um die anderen 25 Aktien kümmern.

 

Ich habe mal auf einem CMC-Seminar nachgefragt und da kam heraus das sich MarketMaker untereinander auch hedgen. Das heißt also wenn CMC die 25 Aktien fehlen dann fragen sie bei IG Markets nach ob es da noch jemanden gibt der 25 Aktien short zum Ausgleich ist. Und erst dann gehen sie zum Kassamarkt.

 

Zu 3.: Theoretisch wäre das möglich ja. Sie sind aber dazu verpflichtet sich abzusichern. Sollte soetwas rauskommen dann wäre das der Ruin des MarketMakers. Wenn das also wirklich jemand machen sollte dann wird er es streng geheim halten.

Im FX Bereich gibt es noch die Introducing Broker, welche deinen Trade ausführen und dafür eine Kommission haben wollen. Dieser Broker verdient nicht am Spread sondern an dieser Gebühr. Dadurch ist er zwar etwas teurer, aber der Spread ist meistens geringer und das Vertrauen ist höher da du den Broker für seine Leistung bezahlst so dass er kein Interesse hat den Spread zu manipulieren.

 

Das ist so nicht ganz korrekt. Der IB muss nicht unbedingt eine Kommission bekommen, er kann auch einfach einen Teil des Spreads als Vergütung erhalten. Bspw. der abwickelnde Broker kauft den EUR/USD zu 0,6 Pip ein und gibt ihn zu 1,6 Pip an den Endkunden. Dann teilen sich IB und Broker diese Marge.

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