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World Cup Trading Championships®

Geschrieben

Trading Contest

Real Time, Real Money amerikanischer Art

 

Die durchaus beachtlichen Resultate aus bspw. 2014 nahmen wohl einige aus dem Deutschsprachigen Raum als Messlatte um diese dann noch höher zu legen....

Nicht nur etwas höher sondern 3 x so hoch...

 

f4.PNG

 

Interessanterweise hat 2013 eine Frau gewonnen. Nicht das dies so aussergewöhnlich ist, ich betone es nur deshalb, weil mir im Deutschsprachigen Bereich bisher keine erfolgreiche Traderin bekannt ist

die sich bewusst dem Medienrummel hingibt.

 

Weiterhin ist interessant, sich mal die Unterschiede der Ergebnisse im Futures und Forex Bereich anzusehen...

 

fff.PNG

 

Die komplette Liste der Standings ist hier einzusehen

 

Dort ist dann auch zu lesen dass in den letzten 32 Jahren der max. Return im reinen Forextrading bei "nur" 164 % lag

Die anderen Forex Ergebnisse lauten 18, 44, 63 und 104 % net return p.A.

 

1997 sind dann ein einziges mal 1000 %return erwirtschaftet worden.(Futures)

Und das wieder von einer Frau, nämlich keiner geringeren als der Tochter von Larry Williams, Michelle Williams.

Man munkelt, es könnte u.U. sein, dass Papa beim Trading etwas geholfen hat laugh.png

 

Zuvor im Jahre 1987 hat Papa nämlich den Vogel abgeschossen und 11387 % erwirtschaftet.(Futures und die Zahl ist kein Schreibfehler)

 

Eigentlich ist es egal ob man diesen Ranglisten vertraut oder nicht, (Dieser Contest wird seit 1983 jährlich veranstaltet) selbst wenn sie geschönt wären, so

sieht man an Hand der Standings wie schwer es überhaupt ist "nur" 200 % zu erreichen. (ist in den letzten 4 Jahren nie erreicht worden)

Anhand dieser Ergebnisse sollten einige Gurus und Medienverliebte Trader vllt. einfach mal etwas auf dem Teppich bleiben und bei einigermassen realitätsnahen Zielsetzungen verweilen...

 

f2.PNG f3.PNG

 

Zu den Regeln

 

Homepage

Featured Replies

Geschrieben

Ich habe mal spaßeshalber gesucht, wie viel Geld denn Larry Williams mittlerweile verdient hat. Als ich die Zahl dann las, konnte ich es gar nicht glauben:

 

Es sind 20 - nicht Milliarden, sondern 20 MILLIONEN.

 

https://aktien-mag.de/zitate/trading-weltmeister-larry-williams/p-2849/

 

Also nochmal: der beste Trader der Welt, der mit Abstand die höchste Performance in einem Real Money Tradingwettbewerb erzielt hat mit über 11.000 % Gewinn und eigenen Angaben zufolge immer erfolgreich war, schafft es mit nach eigenem Bekunden über 50 Jahren Trading "nur" ein Vermögen von 20 Millionen USD aufzubauen...habe ich mich verlesen, stimmt die Zahl nicht?

Geschrieben
  • Autor

Denke das die Quelle der Information vllt. nicht gut recherchiert hat.

Oder es einfach keine offiziellen Zahlen gibt. Die 20 Mio kann ich mir eher als Seminareinnahmen vorstellen, die gibt er seit Jahrzehnten, 4000 $ aufwärts.

Immer ausgebucht, er handelt dort mit einer Mio Live und schüttet 20 % der Gewinne an die Teilnehmer aus.

Daher denke ich eher, dass die Zahlen seines verdienten Geldes eher Understatement sind.

 

Bei Interesse zur Thematik, einfach mal klicken (2004)

 

Zahlen anderer Trader aus 2006

Geschrieben

Daher denke ich eher, dass die Zahlen seines verdienten Geldes eher Understatement sind.

 

Bist Du da so sicher? Erfahrungsgemäß fangen die Leute doch immer dann an Bücher zu schreiben und Seminare zu geben, wenn's an der Börse nicht mehr so läuft. Von irgendwas muß man ja seine Brötchen kaufen. Außer von seinem Sensationserfolg von 1987 finde ich sonst nichts weiter, wieviele hunderte Millionen oder Milliarden er bzw. von ihm gemanagte Fonds erwirtschaftet haben. Auch 1987 hat er wohl mit mehr Glück als Verstand gewonnen, zumindest sagt das der Blick auf die Performance der einzelnen Monate. 7 Monate Gewinn, 5 Monate Verlust, hier die Details:

 

Januar: + 5.000 USD

Februar: +29.000 USD

März: +155.000 USD

April: +671.000 USD

Mai: - 500.000 USD

Juni: + 312.000 USD

Juli: - 312.000 USD

August: + 667.000 USD

September: +1.000.000 USD

Oktober: - 460.000 USD

November: - 394.000 USD

Dezember: -26.000 USD

 

Quelle

 

Das bestätigt eigentlich eher meine These, daß die ganze Traderei langfristig auf ein Nullsummenspiel hinausläuft.

 

Geschrieben

Lex van Dam, auch einer der es Larry gleich machen will. Der Hype um das Seminarangebot ist schon beachtlich. Aber wo er recht hat hat er recht:

 

 

Lex van Dam: Bewährte Handelsmethoden von der berühmten Trading-Legende
https://www.godmode-trader.de/artikel/lex-van-dam-bewaehrte-handelsmethoden-von-der-beruehmten-trading-legende,5372216

2. Erzählen Sie uns etwas über Ihre bisherige Karriere...

...Menschen, die lange gehandelt haben - so wie ich - wissen in der Regel, dass egal wieviel Erfahrung man hat, der Handel immer noch eine Herausforderung ist. Ich habe niemals das Gefühl, dass ich den Markt wirklich verstehe. Und wenn ich das Gefühl bekomme dass ich Ihn verstehe, weiß ich, dass ich gerade dabei bin, viel Geld zu verlieren. Ich sage immer, dass Retail Trader, die mit ihrem eigenen Geld von zu Hause aus traden, auch meine Kollegen sind, da Sie genauso wie professionelle Händler, wie ich, die schon seit einer Weile dabei sind, immer noch vor der einen Herausforderung stehen - den Märkten! Es spielt keine Rolle, ob Sie einen Hochschulabschluss haben, woher Sie kommen, wo Sie leben oder handeln - am Ende sind es immer noch Sie und der Markt. Darauf kommt es an.


4. Man sagt, Erfolg auf den Finanzmärkten ist ein Mythos. Sie allerdings haben ein phänomenales Ergebnis erzielt. Was also ist Ihr Geheimnis?

...Das fragt man mich oft und es ist schwierig, dies auf einen einzigen Faktor zurückzuführen. Ich würde sagen, dass es von einer Menge gesundem Menschenverstand abhängt. In einer komplexen Umgebung ist es leicht, sich zu verirren. Ich würde sagen, dass auf langer Sicht gesehen, der Handel im Kopf gewonnen oder verloren wird. Es gibt mehrere psychologische Attribute, die ich in mir und anderen erfolgreichen Händlern über die Jahre identifiziert habe, und ich glaube, dass diese den Unterschied machen. Vieles kommt auf Ihre Motivation für das Traden, Ihren Charakter, Ihre Widerstandsfähigkeit und darauf an, ob Sie über einen klaren Prozess verfügen.

Geschrieben

4. Man sagt, Erfolg auf den Finanzmärkten ist ein Mythos.

 

So, sagt "man" das? Ich kenne keinen, der das sagt, jedenfalls nicht im relevanten Umfeld, sprich bei all denjeningen, die sich mit der Materie intensiv befaßt haben bzw. selber traden. Zumindest wenn man das Wort "Mythos" im Sinne von Phantasiegeschichte, Hirngespinst etc. begreift, obwohl es paradoxerweise genau das ist, ohne daß jedoch irgend jemand bereit ist, das öffentlich einzugestehen.

 

Bei dieser Gelegenheit kann ich nicht umhin, einen ehemaligen Kumpel von mir zu zitieren, der nach drei Jahrzehnten und nicht mehr zu zählenden Tradingideen, -konzepten, -strategien und -systemen überwiegend im Daytrading bis zum heutigen Tage fest davon überzeugt ist, daß sein ausbleibender nachhaltiger Erfolg an der Börse auf persönliche Schwächen zurückzuführen ist und er ohne dieselbigen ganz sicher schon sehr viel Geld gewonnen hätte. Obwohl er ein kluger Mensch ist, Akademiker, selber früher beim Broker gearbeitet, über 30 Jahre Handelserfahrung gesammelt hat, war es mir nicht möglich, ihn davon zu überzeugen, daß es nicht an seiner persönlichen Unfähigkeit gelegen hat. Auch konnte ich ihn nicht dazu bewegen, einmal eine ungefähre Rechnung über den Daumen aufzustellen, wieviel Transaktionskosten (Kommissionen, Handelsspreads, Slippage alles inklusive) er in den letzten 30 Jahren bezahlt hat und diese Zahl in Relation zu seinem Nettoverlust in eben diesen 30 Jahren zu setzen mit dem Hinweis, daß er beim Vergleich beider Zahlen möglicherweise ein überraschendes Ergebnis erhalten würde. Nein, Transaktionskosten seien unwichtig, er sei nur an sich selber gescheitert.

 

Tja, an mangelnder Bildung und an mangelnder Erfahrung liegt es offenkundig nicht. Es scheint ein menschlicher Urinstinkt zu sein nicht zu akzeptieren, daß für alles, was man tut, und insbesondere für alles, was man an der Börse tut, Glück und Pech die maßgeblichen Faktoren sind. Das ist ein Tabu, darüber darf nicht gesprochen werden. Obwohl es genau das ist und nichts weiter.

Geschrieben

>


 

Hört sich aber stark nach einem selbsteinschränkenden Glaubenssatz an. Ich habe jetzt keine Beweise dafür, dass es Leute gibt, die dauerhaft Geld mit traden aus den Märkten ziehen. Aber auch keine Beweise, die dagegen sprechen.

Du gehst davon aus, dass nicht nur der Börsenhandel sondern auch Systeme, die man verwendet, auf ein Nullsummenspiel hinauslaufen? Was ziehst Du daraus für Lehren? Börse ist vergebene Liebesmüh und fäßt in Zukunft nicht mehr mit ner Zange an, oder man hat Glück und wird als Buch- oder SeminarAutor bekannt und erfolgreich, oder man zockt sollange mit einer Million bis man eine Million vorne liegt und sich Millionär nennen darf... ? :)


Geschrieben

Du gehst davon aus, dass nicht nur der Börsenhandel sondern auch Systeme, die man verwendet, auf ein Nullsummenspiel hinauslaufen? Was ziehst Du daraus für Lehren? Börse ist vergebene Liebesmüh und fäßt in Zukunft nicht mehr mit ner Zange an...?

 

 

Nicht im geringsten! Hunderte Millionen Menschen spielen in Lotterien, wetten auf Fußballspiele und Pferderennen, gehen in Casinos und Spielhallen, und obwohl die meisten verlieren, tun sie es trotzdem und sind glücklich dabei. Warum also nicht auch an der Börse zocken? Wobei ich im Vergleich zur Lotterie dem Börsenzock wegen seiner ganzen Geschichten drum herum aus Politik, Wirtschaft und Finanzmarkt den deutlich größeren Unterhaltungswert beimesse.

 

Ich würde mir nur wünschen, daß man sich ehrlich machte und dem Faktor Glück die zentrale Bedeutung zukommen ließe, die er tatsächlich hat. Mir ist aber völlig klar, daß dieser Wunsch aus den schon von mir angesprochenen Gründen auf ewig eine Illusion bleiben wird. Wem das Glück eine Weile hold ist, erlangt Guru-Status, der "weiß, wie es geht" und dem alle hinterherlaufen, bis ihn das Glück verlassen hat und der nächste Guru aus der Taufe gehoben wird, bis auch diesen das Glück verläßt usw.

 

Sehr schön zu beobachten ist dieser Aufstieg und Fall der Börsengurus - und auch das nicht ohne Unterhaltungswert - bei den Top-Trader-Listen von Ayondo zum Beispiel. Ich greife mir mal als prominenten Fall stellvertretend für zahlreiche andere den Werdegang des Portfolios von Stefan Riße heraus, bekannt durch seine große Medienpräsenz. Vor ungefähr drei Jahren war Herr Riße die unangefochtene Nummer 1 bei Ayondo mit den meisten Followern und einem Tradinggewinn von fast 100 % nach sechs Monaten. Auch er selbst war von sich und seiner Strategie absolut überzeugt, nachzusehen unter anderem in

 

diesem Interview.

 

Zweieinhalb Jahre später ist der gesamte Gewinn verflogen und das Portfolio stillgelegt:

 

Das traurige Ende

 

Was war passiert? Hat Herr Riße innerhalb von zwei Jahren verlernt, was er in 30 Jahren Börsenerfahrung gelernt hatte? Ist er dement geworden? Nein, ihn ereilte lediglich das ganz normale Traderschicksal, das so gut wie alle ereilt. So wie Herrn Riße ergeht es auch allen anderen, manchen schon nach wenigen Monaten, bei Herrn Riße waren es drei Jahre, bei anderen können es 5 oder 10 Jahre sein - egal, man muß die Zeitreihe nur lang genug machen.

 

Mein ehemaliger Kumpel schwärmte mir vor Jahrzehnten immer von den "Turtle Traders" vor - wo man angeblich das erfolgreiche Traden von Gurus beigebracht bekam. Im Gegensatz zu ihm habe ich mich Jahrzehnte danach mal auf Spurensuche begeben, was denn aus den großen Lehrmeistern der Turtles geworden ist. Nun, sie hatten später mit ihren Trendfolgesystemen etwa so viel Mißerfolg, wie sie zuvor Erfolg hatten. The same old story all the way.

Geschrieben

Vielleicht sollte man noch differenzieren. Mechanische Systeme funktionieren nicht ewig. Märkte passen sich an die Strategien an und verändern sich. Man kann jetzt auch nicht sagen, dass ein einfaches GD-System in keiner Situation mehr funktioniert. Nur es gibt jetzt genug Gegeneffekte, die ein Handel, rein mechanisch angewand, unrentabel machen. Was vor 20 Jahren der letzte Schreih der Technik war, ist jetzt nur noch ein Lächeln wert. Wer kann schon sagen wieviel Handelssystem mit neuronalen Neztwerken unterwegs sind, um die Märkte mit allen Formen und Ausprägungen von GDs zu beackern. Interessant ist, dass sich die Märkte trotzdem relativ hamonisch entwickeln. Nur keine Bewegung gleicht der anderen. Von den Tendenzen her, könnte man eine gewisse Regelmässigkeit ableiten.

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