Vermutlich ist ein Thema an der Allgemeinheit in den vergangenen Tagen etwas vorbei gegangen: Die Backdoors im Juniper-Betriebssystem ScreenOS.
Was war also passiert? Juniper ist hinter Cisco der weltweit zweitgrößte Netzwerkausrüster. Zur Produktpalette gehören Router und Switches für das Internetbackbone, Firewalls und weitere Hardware für den Datacenter-Bereich. Bei einer Routine-Untersuchung des eigenen Codes wurden zwei Schwachstellen entdeckt.
Die erste ist eine Schwachstelle des Administrator-Kennworts. Es gibt eine Zeichenkette die fest als korrektes Passwort im System hinterlegt wurde. Wer dieses Passwort weiß kann sich problemlos (sofern er einen gültigen Usernamen auf dem System zusätzlich weiß) einloggen.
Die zweite Schwachstelle setzt auf einen schwachen Zufallsgenerator bei der Verschlüsselung von VPN-Datenverkehr. Er ist eben nicht ganz so zufällig wie man es erwarten würde. Das Problem: Mit vorhersehbarem Zufallsgenerator lässt sich der Datenverkehr, welcher eigentlich verschlüsselt sein sollte, schneller lesbar machen.
Zusammengefasst: Wir sind ein Angreifer, können uns auf einem Juniper-Router mit einem bekannten Passwort einloggen und dann dort sogar den verschlüsselten Traffic ansehen.
Der Fall wurde an das FBI abgegeben. Noch gibt es keine genauen Informationen, wer dahinter stehen könnte. Natürlich legt das FBI sofort die Vermutung nahe, dass es die bösen Chinesen gewesen sein müssen
Parallel dazu ging Juniper offen damit um, veröffentlichte sofort einen Patch um die Lücke zu schließen und informierte die Öffentlichkeit über das was passiert war. Das war das beste was sie machen konnten. Viele Unternehmen würden jetzt einfach gar nichts machen, das Risiko aussitzen und in Kauf nehmen, dass die Lücke bei schutzlosen Kunden ausgenutzt wird.
Was macht die Juniper-Aktie? Sie bricht ein. Was passiert beim direkten Konkurrenten Cisco? Die Aktie steigt.
Ja, es ist kurzfristig ein Problem für Juniper. Aber langfristig die beste Reaktion die sie hätten zeigen können. Der Markt scheint nicht an langfristigem Erfolg interessiert zu sein.
Vermutlich ist ein Thema an der Allgemeinheit in den vergangenen Tagen etwas vorbei gegangen: Die Backdoors im Juniper-Betriebssystem ScreenOS.

Was war also passiert? Juniper ist hinter Cisco der weltweit zweitgrößte Netzwerkausrüster. Zur Produktpalette gehören Router und Switches für das Internetbackbone, Firewalls und weitere Hardware für den Datacenter-Bereich. Bei einer Routine-Untersuchung des eigenen Codes wurden zwei Schwachstellen entdeckt.
Die erste ist eine Schwachstelle des Administrator-Kennworts. Es gibt eine Zeichenkette die fest als korrektes Passwort im System hinterlegt wurde. Wer dieses Passwort weiß kann sich problemlos (sofern er einen gültigen Usernamen auf dem System zusätzlich weiß) einloggen.
Die zweite Schwachstelle setzt auf einen schwachen Zufallsgenerator bei der Verschlüsselung von VPN-Datenverkehr. Er ist eben nicht ganz so zufällig wie man es erwarten würde. Das Problem: Mit vorhersehbarem Zufallsgenerator lässt sich der Datenverkehr, welcher eigentlich verschlüsselt sein sollte, schneller lesbar machen.
Zusammengefasst: Wir sind ein Angreifer, können uns auf einem Juniper-Router mit einem bekannten Passwort einloggen und dann dort sogar den verschlüsselten Traffic ansehen.
Der Fall wurde an das FBI abgegeben. Noch gibt es keine genauen Informationen, wer dahinter stehen könnte. Natürlich legt das FBI sofort die Vermutung nahe, dass es die bösen Chinesen gewesen sein müssen
Parallel dazu ging Juniper offen damit um, veröffentlichte sofort einen Patch um die Lücke zu schließen und informierte die Öffentlichkeit über das was passiert war. Das war das beste was sie machen konnten. Viele Unternehmen würden jetzt einfach gar nichts machen, das Risiko aussitzen und in Kauf nehmen, dass die Lücke bei schutzlosen Kunden ausgenutzt wird.
Was macht die Juniper-Aktie? Sie bricht ein.
Was passiert beim direkten Konkurrenten Cisco? Die Aktie steigt.
Ja, es ist kurzfristig ein Problem für Juniper. Aber langfristig die beste Reaktion die sie hätten zeigen können.
Der Markt scheint nicht an langfristigem Erfolg interessiert zu sein.
Edward Snowden kommtiert das ganze so: "Juniper hat Hintertüren in seiner Software geschlossen, die von Cisco stehen noch sperrangelweit offen."
Bearbeitet von Rumpel