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Amitelo - Kursgewinne > 10.000 Prozent

Geschrieben

ic.arrow.right.png Amitelo sorgt für Aufregung

 

Kursgewinne von bis zu 10.000 Prozent bei dem umstrittenen Schweizer Telekomunternehmen haben heute für Begierde gesorgt. Doch Anlegern und Brokern droht ein böses Erwachen.

 

Grund für die plötzliche Geldvermehrung ist ein so genanntes Reverse-Splitting. Tatsächlich sollten die Inhaberaktien von Amitelo am vergangenen Freitag nach Börsenschluss im Verhältnis 100 zu eins umgebucht werden. Dadurch werteten die Papiere von zuletzt drei Cent auf drei Euro auf. Allerdings bedeutet eine solche Maßnahme auch, dass Aktionäre, die zuvor 100 Amitelo-Aktien besaßen, jetzt nur noch eine ihr Eigen nennen können.

 

amitelo.png

 

Mein Beileid den Abteilungen, die bei Banken und Discountern für die Regulierung der Mistrades zuständig sind.

Featured Replies

Geschrieben
  • Autor
Seit Wochenbeginn ist die Amitelo-Aktie um unglaubliche 40.000 Prozent nach oben geschossen. Grund für den Kurssprung war anfangs noch der Reverse Split und das damit verbundene Umstellungschaos. Inzwischen treiben Short-Spekulationen den Kurs.

 

[...]

 

So könnten etwa Short-Positionen als Kurstreiber funktionieren. Mit Schuld daran könnten die Online-Banken sein. Mehrere von ihnen nämlich hätten die Umbuchung der Bestände nicht rechtzeitig vorgenommen, werfen Anleger in Internetforen vor.

 

 

....zu letzterem könnte ich ein Buch schreiben... :hmmmm:

 

 

 

Quelle: 40.000%

Geschrieben

Ich habe mich mal erkundigt, was da bisher gelaufen ist. Den ein oder anderen interessierts vielleicht.

 

 

"

Am freitag war ein Split, die Aktienzahl wurde verringert und der Preis optisch erhöht.

 

Dieser Split wurde vor dem eigentlichen Beschluss auf der Gv am 5.9. ? glaube ich durchgezogen. dafür braucht man den Verwaltungsrat und einen bestimmten Anteil an Altaktionären die das abnicken.

 

Diese Meldung wurde an Clearstrem geschickt. Die haben die Aufgabe die Broker (Banken zu informieren)

 

dann am Montag wurden bei den Brokern einige Depots mit alten Aktien nicht umgestellt. Der normale Anleger hat dann morgens in seine leichedepot geschaut und gesehen 5000-6000 % Plus mit Amitelo. Einige haben einfach raus geworfen.

 

Einige davon könnten dadurch Probleme bekommen weil sie nun durch den verkauf der Shares, nach Rückbuchungen der Banken extrem Short sind.

 

Die Banken die den Fehler nicht weiter geben konnten haben nun angefangen die Shares zurückzukaufen, dann ist die lustige und wilde Horden breites Grinsen von Zockern auf die gestiegen % gestoßen und hat gekauft wie die Irren. Dann hatten die Banken den Fehler zu spät versucht zu ändern, da war schon zu viel Handel gelaufen als man es so einfach zurückdrehen konnte.

 

es waren nach dem Split nur ca 1,6 Millionen Aktien unterwegs. Zuerst hieß es nur 600k, aber Amitelo hatte ja noch zwei Finanzierungen am Laufen. Aus dem Druck das so viele Aktien gehandelt wurden sind die es eigentlich nicht gab, die aber entweder von Shortern, Altaktionären oder Banken zurückgekauft werden MÜSSEN, ist nun dieser Handel entstanden. Die Broker die Fehlerlos waren haben natürlich wie nie verdient an Ordergebühren usw. Die kleinen Trader wurden bevorzugt und die Banken haben ihre Stückzahlen kaum bekommen und es wurden immer mehr Trades und der Preis so zusätzlich noch angeschoben. Einige habe ihre Stücke sogar mit Verkaufsordern weit über dem preis gestellt, da so verhindert wird, das die Banken sich die Stücke ausleihen konnten.

 

dann kam eine Shortempfehlung von BMO dazu, die unglücklich verlief.Zu dem Zeitpunkt hat man deutlich gesehen das versucht wird den Kurs zu drücken. Lange haben die das aber nicht geschafft und der Kurs bekam noch mehr Aufwärtsdruck.

 

Die Shortsperren waren oftmals aber auch nur Versuche die User zu verschrecken, immer wenn ich von Shortsperren im thread gelesen habe ging es doch, lässt sich ja schnell überprüfen.

 

 

das üble wird sein das der Stock so schnell fällt und wahrscheinlich zu einem Zeitpunkt den keiner so richtig abschätzen kann lassen nun die shorter die Hände davon. Zusätzlich kommt noch hinzu das wenn die Gv den Split ablehnt, also die Masse der Anleger dies verneint, dann muss schon wieder gedeckt werden. Einige Leute wurden heute ruiniert und das tut mir selber Leid. Die Longs haben gut abgesahnt und wieder Leben in die Börse gebracht. Denke das am Ende Amitelo wieder quasi bei 0 steht Zwinkern aber aus dem ganzen der Börsenherbst noch schwungvoller wird.

"

Geschrieben
  • Autor

Die größten Probleme werden die Depotbanken resp. deren Wertpapierabwicklungsdienstleister haben.

Die Banken/ Broker, die die Stücke nicht rechtzeitig umgebucht haben, stehen jetzt im Fokus und in der Verantwortung.

 

Ich mag bezweifeln, dass eine "saubere" Rückabwicklung möglich ist.

Dabei wäre es so einfach gewesen. Stücke sperren, Umbuchung vollziehen, Stücke freigeben.

Normalerweise gehen Kapitalveränderungen dieser Art oftmals mit Änderungen bei den Wertpapierspezifikationen einher. Eine hundertprozentig funktionierende Lösung ist dabei die Vergabe einer neuen Security Nummer. Mit Vollziehen einer solchen Maßnahme können Fehlbestände gar nicht erst aufgebaut werden.

 

Btw. Leerverkäufe wie wir sie vom CFD Trading kennen, dürften nicht stattgefunden haben. Die Shortsells die im Markt waren, stammen von nicht gesperrten WP Beständen. Zusätzliche Positionen konnten von Endkunden der Banken mangels Möglichkeit nicht aufgebaut werden.

  • 4 Wochen später...
  • 4 Wochen später...
Geschrieben

Amitelo AG Vorgänge geben weiter Rätsel auf

 

Der Fall Amitelo AG wird immer bizarrer. Die Aktie des schweizerischen Dienstleisters auf dem Gebiet der Telekommunikation fiel in diesem Jahr mit einer merkwürdigen Aktienzusammenlegung auf. Am 18. August 2008 wurden 100 Aktien zu einer gemacht, der Kurs verhundertfachte sich im Gegenzug durch diesen Reverse-Split. Einigen Banken gelang es nicht, die Daten in den Kundendepots rechtzeitig umzustellen. So konnten Aktionäre Papiere zu viel höheren Kursen verkaufen, als es sonst möglich gewesen wäre. Einen „modernen Bankraub“ nannte das der Börsenbrief Investment24.

 

Anleger, die nichts von dem Reverse-Split mitbekommen hatten, verkauften zudem Papiere, die sie gar nicht mehr besaßen. Um das Tohuwabohu zu beenden, wurde am 18. September die Rückabwicklung aller Handelsgeschäfte angeordnet.

 

http://www.graumarktinfo.de/gm/aktuell/vor...nv=meistgelesen

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