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Nachkaufen oder Verbilligen, das ist hier die Frage !

Geschrieben

Strategische Frage ma (ja, auch von mir gibts manchmal sinnvolle Postings!) l:

 

Gehört ihr zu den Personen, die überlicherweise in mehreren Margen kaufen, oder, negativ gesprochen, verbilligen ?

 

Prinzipiell soll man das nicht ja nicht machen - irgendwann hat sich aus verbilligt und alle Tranchen werden ausgestoppt.

 

"Früher" hab ich mir immer 2 CFDs gekauft und wenn es dann gegen mich lief, nach kurzer Zeit nochmal 2 Stück reingehauen. Und dann evtl. nochmal 2.

 

Heute mach ich es immer noch ähnlich. Ich kaufe einen Kontrakt, und danach lade ich nochmal 2 ein. Allerdings war es früher so, dass ich das gemacht habe, um optisch zu verbilligen. Heute kauf ich nach, weil ich mir sicher bin, dass ich das ganze lohnt.

 

Ein Paradebeispiel war das hier, obwohl mir ein wenig mulmig war: Zeitweise (beim Hoch auf 14915) stand die Posi bei 5 CFDs mit 40 Talern im Minus, oder auch im Schnitt 8 Punkte pro Kontrakt). Trotzdem war ich halbwegst relaxed denn ich hatte nur wenig Befürchtung, dass kein Bounce kommt.

Bitte führt euch vor Augen, dass die Kerzen zwar klein aussehen, der €/Y aber momentan ne Monster-Vola hat, z.B. die lange grüne Kerze durch den S2 ist 25 (!!) Punkte lang.

 

 

Hättet ihr Trade soweit, je nach Definition, "aus dem Ruder" bzw. ins Minus laufen lassen oder nicht ?

 

http://i219.photobucket.com/albums/cc76/AncientSion/Boerse/4-1.jpg

Featured Replies

Geschrieben

daytrader wäre bei dem Thema der perfekte Interviewpartner :-)

 

 

Zur Frage. Ich selbst halte nicht viel davon. Wenn ich es denn tue, dann mache ich es aus zwei Gründen. Erstens: Ich kenne den Basiswert wie meine Westentasche :devil: , und zweitens: ich weiß, dass das Verbilligen klappen wird.

 

Klappt das Verbilligen nicht ;-) dann mache ich die Posi dicht. Mehr Gedanken mache ich mir darum nicht. Es widerspricht auch meinem Handelsansatz, einen tieferen Sinn in dem zu suchen, was ich da tue. In dem man nachkauft, versucht man Fehlentscheidungen kosmetischen Korrekturen zu unterziehen.

Da diese nicht dem ursprünglichen Handelsansatz entsprechen, gehen die früher oder später in die Binsen.

 

just my 2¢

Geschrieben
  • Autor
Es widerspricht auch meinem Handelsansatz, einen tieferen Sinn in dem zu suchen, was ich da tue. In dem man nachkauft, versucht man Fehlentscheidungen kosmetischen Korrekturen zu unterziehen.

Da diese nicht dem ursprünglichen Handelsansatz entsprechen, gehen die früher oder später in die Binsen.

 

just my 2¢

 

Hey,

 

erstmal danke für den Beitrag. Meine Nachfrage dazu: Wenn ich mir denke, dass der Wert über(ver)kauft ist, aber nicht den genauen Zeitpunkt der Korrektur vorhersehen kann, habe ich trotzdem einen Plan, nämlich, dass das Ding kurzfristig fällt. Durch weiteres Investieren verstärke ich doch nur mein Engagement und bekräftige meine Überzeugung des Plans.

 

?

Bearbeitet von AncientSion

Geschrieben

Das funktioniert in 30% der Fälle. Bei 28% bist du aber gerade nicht im Markt.

 

Disziplin ist wichtig und ein klarer Verstand :-) Erzwinge nichts, das rächt sich. Du tradest alle 4 Monate aktiv, die Wahrscheinlichkeit, das du einen 6ten Sinn hast ist nahe Null.

 

Ich seh's realistisch, heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass ich Recht habe.

Geschrieben
  • Autor

Klar hab ich einen 6. Sinn. Aber der bezieht sich nicht auf Börse :D

 

Na gut, ich danke dir auf jeden Fall für deine Beiträge ! Man liest sich morgen würd ich sagen.

Geschrieben
Hättet ihr Trade soweit, je nach Definition, "aus dem Ruder" bzw. ins Minus laufen lassen oder nicht ?

 

Also wenn ich ehrlich sein soll, finde ich deine Einstiegspunkte fuer das shorten relativ "interessant''...

Verlaesst du dich bei jedem deiner Trades auf dein Bauchgefuehl oder haelst du dich an ein bestimmtes System?

 

Persoenlich setze ich mir immer mein mentales Verlustrisiko... ist es erreicht, dann nehme ich auch mal einen Verlust hin.

Verluste gehoeren dazu, um auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben, und helfen im "sensitive trading'' :devil:

 

Ueber meinem Schreibtisch haengt eine Pinnwand, an der ein riesengrosser Zettel mit meinen Regeln..., so dass ich die

bei jedem Trade vor Augen habe ... Selbstdisziplin gehoert zum Geschaeft, wenn du langfristig verdienen moechtest.

Geschrieben
Strategische Frage ma ) l:

 

also da ich es nicht mache (da ich meist dann schon längst wieder raus bin), kann Dir vielleicht eine Aussage eines bekannten Traders helfen.

 

Tom DeMark hat irgendwo mal geschrieben, das man einer Position auch mal Luft lassen soll und wenn man Vertrauen in den Wert hat, verbilligt er genau ein einziges Mal. Da man selten den absoluten Tiefpunkt erwischt, kann sich das rentieren.

 

Da er wohl relativ erfolgreich ist, hat ihm das anscheinend auch noch nicht weiter geschadet.

Geschrieben

Also eine Position in mehreren Tranchen aufmachen ist eine sehr gute Sache. Ich mache es allerdings genau kontrovers zu Dir. Ich möchte nicht "verbilligen", sondern mache meine Position nur grösser, wenn der Trade für mich läuft.

In deinem Beispiel: Du verkaufts, liegst schief und dann NICHT Position vergrössern. Dann kannst du deinen Stop weiter weg legen. Wenn eine Position für dich läuft kannst du vergrössern und Stop auf Einstand nachziehen. Somit bist du mit Trades die gegen dich laufen, nur mit kleiner Size dabei, Positionen die für dich laufen tendenziell mit grösserer Size dabei.

Geschrieben
  • Autor
Also eine Position in mehreren Tranchen aufmachen ist eine sehr gute Sache. Ich mache es allerdings genau kontrovers zu Dir. Ich möchte nicht "verbilligen", sondern mache meine Position nur grösser, wenn der Trade für mich läuft.

In deinem Beispiel: Du verkaufts, liegst schief und dann NICHT Position vergrössern. Dann kannst du deinen Stop weiter weg legen. Wenn eine Position für dich läuft kannst du vergrössern und Stop auf Einstand nachziehen. Somit bist du mit Trades die gegen dich laufen, nur mit kleiner Size dabei, Positionen die für dich laufen tendenziell mit grösserer Size dabei.

 

Was für eine Art Investor bist du ? Ich habe meine gesamten Trades innerhalb von maximal 15 Minuten geschlossen. Zähle mich eher zu den Scalpern als zu den Leuten, die strategische Positionen für Stunden oder Tage eingehen.

Wenn ich Move kriege, springe ich gerne schnell ab, 10 Punkte reichen mir z.B. LOCKER aus. Manchmal sind auch 6-8 ausreichend für ein gutes Gefühl ;)

 

Ich kann mir nur schwer vorstellen, bei diesen kleinen Schwellen im Gewinn nachzulegen. Denn wenn ich Gewinn habe, ist er auch mehr oder weniger kurzfristig realisiert :)

Geschrieben
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, ist harokasch Eurexhändler.

Ich handel Aktien und Futures. Ich bin allerdings zu 95% kein Ticktrader. D.h. bei mir sind Positionen auch mal mehrere Wochen im Bestand.

Wenn du als Ticktrader unterwegs bist, macht das verbilligen aber genau so wenig Sinn. Enweder du erwischst die Welle und gehst mit Profit raus, oder du erwischst die Welle nicht und gehst mit einem Loss raus.

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