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Wir wussten: Es gab wenig zu verlieren, aber sehr viel Geld zu gewinnen

Geschrieben

Auszug aus dem Interview des Manager Magazins mit John Paulson, seines Zeichens bestverdienendster Hedgefondsmanager der Welt

 

 

 

"Es war wie einen Jackpot zu knacken"

 

mm:
Sie sagten einmal, Sie hätten nie zuvor in Ihrem Leben eine Anlagemöglichkeit mit derart limitiertem Risiko und gleichzeitig nahezu unbegrenzten Chancen gesehen. Können Sie das erklären?

 

Paulson:
Stellen Sie sich vor, Sie bauen eine Short-Position in Anleihen auf, spekulieren also darauf, dass deren Kurse fallen. Ihr Risiko ist dann, dass die Kurse während der Laufzeit steigen, denn dann machen Sie mit einer Short-Position Verluste. Nehmen wir weiter an, dass die Anleihen zum Zeitpunkt der Investition ungefähr bei ihrem Nominalwert, also 100 Prozent, notieren. Das war bei den Subprime-Papieren der Fall. Die Bonds hatten eine Laufzeit von drei Jahren, nach deren Ablauf sie zu 100 Prozent zurückgezahlt werden sollten. Das bedeutete, dass der Kurs der Bonds am Ende gar nicht über 100 steigen konnte. Unser Risiko beschränkte sich also selbst im Worst Case auf Zinskosten, die Sie als Inhaber einer Short-Position immer in Kauf nehmen müssen. Das war aber gerade mal ein Prozent pro Jahr auf das eingesetzte Kapital.

 

mm:
Und die Chancen?

 

Paulson:
Wenn der Kurs von 100 auf 50 fällt, haben Sie 50 Cent gewonnen - minus einen Cent für die Zinsen. Wir wussten: Es gab wenig zu verlieren, aber sehr viel Geld zu gewinnen.

 

Quelle: Manager Magazin | Heft 7/2008 13.08.2008

Featured Replies

Geschrieben
  • Autor

:wink:

 

Fünf der reichsten Hedge-Fonds-Manager müssen nach Informationen der Financial Times vor dem Regulierungsausschuss des US-Repräsentantenhauses antreten, um Auskunft zu geben über die Risiken, die von ihrer Branche für die Gesamtwirtschaft ausgehen. Unter ihnen auch George Soros.

 

"Verhört" werden sollen die amerikanisch-ungarische Investorenlegende George Soros, Harbinger-Chef Philip Falcone, John Paulson von Paulson & Co., Citadel-Chef Kenneth Griffin sowie James Simons von Renaissance.

 

Quelle: FTD.de

  • 1 Jahr später...
Geschrieben
  • Autor

Geld zum Zocken scheint auch während der Finanzkrise reichlich vorhanden gewesen zu sein.

 

Amerikas Hedgefonds-Manager machen wieder gigantische Gewinne: Vier Milliarden Dollar verdiente der Spitzenreiter im vergangenen Jahr laut "New York Times". Die 25 Top-Verdiener kassierten im Schnitt eine Milliarde pro Kopf - so viel wie noch nie.

 

David Tepper

 

 

Bin mir ziemlich sicher, dass wir von Tepper noch hören werden.

Geschrieben
Bin mir ziemlich sicher, dass wir von Tepper noch hören werden.

 

Im Sinne von "alles verzockt"?

 

Ich meine, das Risiko war ja für mittel- bis langfristige Anlage in Stocks wirklich sehr überschaubar in der Krise. Jetzt wird es schwierig.

Geschrieben
  • Autor
Ich meine, das Risiko war ja für mittel- bis langfristige Anlage in Stocks wirklich sehr überschaubar

 

Ehrlich?

 

Er wettete auf die Rettung der großen amerikanischen Banken

 

Wieviele haben das in Summe überlebt?

Das eine GS nicht geopfert wird, war klar. Aber bei den anderen brauchte man schon einen kleinen Mann im Ohr, der einem die Weissagung auf das Orderticket hämmert.

 

4 Milliarden Jahresgehalt,

-lassen wir es 10% des Profits des Funds sein - machen 40 Milliarden USD Gewinn für den Fond aus.

Die 40 Milliarden sind gehebeltes Volumen von was? Sagen wir 20 Milliarden diversifiziert, 10 Mrd. in Bonds (1,5 %er :blink: ) und 10 Milliarden um mit risikolosem Faktor 3 in Banken zu investieren, die bis heute nicht alle Leichen aus dem Keller geschafft haben.

 

Ich stelle mir dann noch die Klientel von Investoren vor, die - während dessen alle anderen ihre Hedgefondanteile abstossen - einen neuen Messias am Horizont erkennen, bei dem sie ihr Bargeld parken.

 

Ich bekomme die Rechnung nicht zusammen.

Appaloosa Management war Ende 2009 circa 3 Milliarden schwer.

Citigroup, BOA und wie sie alle gehießen haben konnten sich inzwischen börsenkurstechnisch freischwimmen.

Wenn man aber so große Pakete an Unternehmen hält, muss man die auch irgendwie los werden. Oder stand da irgendwas von Buchgewinn-Milliardär?

  • 2 Jahre später...
Geschrieben

49 Mio. Dollar hat Paulson jetzt der Tageszeitung "Aspen Times" zufolge auf den Tisch gelegt und dafür ein Haupthaus mit 5000 Quadratmetern Wohnfläche

 

LOL, 5000 qm Hausfläche sind zum Vergleich:

 

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