Geschrieben 13. Dezember 200817 Jr. comment_48896 Titel geändert: Bernard Madoff ( Ex-Nasdaq-Chef ) - 50 Milliarden Dollar Ponzi Scheme - Schneeball-System zusammengebrochen Bearbeitet 23. Februar 200917 Jr. von whipsaw Titel geändert Melden
Geschrieben 14. Dezember 200817 Jr. comment_48907 Ich hatte am Freitag Abend den Bericht bereits in der US Presse gelesen. 50 Milliarden $ Wahnsinn oder? Dagegen ist Nick Leeson ein Unschuldslamm. Dem früheren Chef der US-Technologiebörse Nasdaq wird vorgeworfen, Investoren um 50 Milliarden Dollar (umgerechnet knapp 38 Milliarden Euro) betrogen zu haben. Er soll mittels eines Hedge-Fonds ein Schneeball-System aufgebaut haben, bei dem Investoren hohe Gewinne versprochen wurden, die mit dem Geld neuer Anleger bezahlt wurden. Jetzt bekommen wir also die Bestätigung dafür, worüber lange hinter vorgehaltener Hand spekuliert wurde.Hedgefunds sind nichts anderes als besser organisierte Schneeball-Systeme. Wenn das jetzt die Runde macht und die Investoren Panik bekommen, sehen wir bis Neujahr noch zwei oder drei weitere Pleiten. Interessant ist auch der Artikel aus dem Spiegel. Er enthält weitere Details zum Hergang. Melden
Geschrieben 14. Dezember 200817 Jr. Autor comment_48916 1.pdfHmm, wir speichern mal das PDF hier auf dem Server. Melden
Geschrieben 14. Dezember 200817 Jr. comment_48918 New York (dpa) - Von dem mutmaßlichen Milliarden-Betrug an der Wall Street sind laut einem Zeitungsbericht auch große Namen der Finanzwelt betroffen. Diesen Artikel weiter lesenÄhnliche Fotos/VideosMilliarden-Betrug schockiert Wall Street Bild vergrößern So gehörten unter anderem die französische Großbank BNP Paribas und die japanische Nomura über Geschäftsbeziehungen zu den Opfern des Finanziers Bernard L. Madoff, der laut Vorwürfen der Behörden ein gigantisches «Schneeball-System» im Volumen von 50 Milliarden Dollar betrieb, berichtete das «Wall Street Journal» am Samstag. Auch mehrere Unternehmen aus der Hedge-Fonds-Branche und Prominente wie der Eigentümer des Baseball-Teams New York Mets seien betroffen. Der 70-jährige Madoff selbst hatte den US-Behörden zufolge den Schaden auf 50 Milliarden Dollar beziffert. Das wäre der größte Betrugsfall der Geschichte. Es soll ein klassisches Schneeball-System gewesen sein: Die Anleger bekamen die versprochenen hohen Zinsen - wohl acht bis zwölf Prozent im Jahr - aus dem Geld immer neuer Investoren. Demnach gestand Madoff den Betrug zwei seiner wichtigsten Angestellten - laut Zeitungsberichten waren es seine Söhne -, die anschließend die Behörden einschalteten. Unter den Opfern des Betrugs sollen neben Hedge-Fonds und Super- Reichen auch kleinere Investoren sein, die erspartes oder geerbtes Geld für den Lebensabend angelegt haben. Laut Zeitungsberichten gehen die Behörden von mehreren hundert Geschädigten aus. Das «Wall Street Journal» zitierte zum Beispiel einen Anwalt von 30 Investoren, deren Verluste eine Milliarde Dollar übersteigen könnten. In den Golf- und Country-Clubs, in denen Madoff verkehrte, galt er als Investment-Star. Zum Teil vertrauten ihm die Leute laut Medienberichten nahezu ihr gesamtes Erspartes an. Die «New York Times» berichtete von Familien, die alle ihre Rücklagen verloren haben. Eine Wohltätigkeits-Stiftung aus Massachusetts ist vermutlich ihr gesamtes Geld los und muss schließen. Das wirklich große Geld kam aber aus der Hedge-Fonds-Branche. So habe allein die Fairfield Greenwich Group, ein sogenannter «Hedge- Fonds-Fonds» - ein Unternehmen, dass Geld einsammelt, um es in Hedge- Fonds zu investieren - bei Madoff 7,5 Milliarden Dollar angelegt. Zugleich wirft das plötzliche Auffliegen des Betrugs die Frage auf, wie ein so großes Schneeball-System über Jahre unentdeckt bleiben konnte. Madoffs Firma legte der Finanzaufsicht SEC alle erforderlichen Berichte vor. Die Investoren bekamen regelmäßig Auszüge mit der Auflistung angeblich ausgeführter Geschäfte. Die SEC hatte bereits 1992 Madoffs Firma mit dem Verdacht auf ein Schneeball- System untersucht, jedoch keine Unregelmäßigkeiten gefunden. Auch Überprüfungen in den Jahren 2005 und 2007 förderten nach offiziellen Angaben keine größeren Probleme zu Tage. Dabei gab es auch immer wieder Zweifel von Wettbewerbern, denen das Geschäft Madoffs zu glatt lief, um wahr zu sein. Der Mitarbeiter einer Konkurrenzfirma schrieb der SEC schon im Jahr 1999, er glaube, Madoff betreibe ein Schneeball-System. Als Buchprüfer beschäftigte Madoff eine winzige New Yorker Firma. Eine misstrauische Anleger-Beratung will herausgefunden haben, dass der Wirtschaftsprüfer nur drei Beschäftigte hatte: Eine Sekretärin, einen 78-Jährigen, der in Florida wohnte, und einen 47-jährigen Buchhalter. Das Eingeständnis eines Milliardenbetrugs durch Madoff selbst hat die US-Bundespolizei FBI und die SEC nun offenbar überrascht: Die schriftlichen Vorwürfe enthalten praktisch nur die Angaben, die er selbst im Gespräch mit seinen Mitarbeitern gemacht haben soll. Madoff war zeitweise auch Verwaltungsratsvorsitzender der Technologiebörse NASDAQ und zählte seit Jahrzehnten zu den einflussreichen Figuren der Wall Street. Den Behörden zufolge gestand Madoff, dass er nur noch 200 bis 300 Millionen Dollar übrig habe und sein Unternehmen ansonsten pleite sei. «Es war alles eine große Lüge», habe er gesagt. Madoffs Firma Bernard L. Madoff Investment Securities agierte vor allem als Broker an der Börse. Allerdings unterhielt er auch einen Investment-Arm, über den der Betrug gelaufen sein soll. Die Kombination war praktisch, denn so konnte man behaupten, zahlreiche Geschäfte über den eigenen Aktienhandel abgewickelt zu haben. Presseberichten zufolge sind auch zahlreiche Investoren in Spanien betroffen. Nach Informationen der Madrider Wirtschaftszeitung «Expansión» vom Samstag liegt die Schadenssumme nach ersten Schätzungen bei rund drei Milliarden Euro. Zu den Opfern sollen demnach unter anderem Kunden der Vermögensverwaltungsgesellschaft Optimal und der Privatbank Banif zählen, die zur führenden Großbank Santander gehören. Die betroffenen Gesellschaften in Spanien hätten in Risikofonds investiert, die an Madoffs Wertpapierunternehmen gekoppelt gewesen seien. QUELLE: Yahoo Financehttp://de.news.yahoo.com/26/20081214/tbs-w...-4a5d31b_1.html Melden
Geschrieben 16. Dezember 200817 Jr. comment_49104 Ponzi Scheme wird 2009 umbenannt in Madoff Scheme Habt ihr euch die Liste der "Kunden" angesehen? Viele renommierte Institutionen sind darunter. Unter anderem auch spanische Santander.Vor ein paar Tagen habe ich einen Artikel über den geplanten Einstieg der Santanter ins Zertifikategeschäft gelesen. Darin hieß es: Die nach Marktkapitalisierung zweitgrößte Bank Europas kam bislang recht unbescholten durch die Finanzkrise Ein Wochenende später stehen mal schnell 3,1 Milliarden Verlust in den Büchern Melden
Geschrieben 5. Februar 200917 Jr. comment_54789 Der frühere Investor Harry Markopolos hat die Börsenaufsicht SEC schon vor Jahren vor Bernard Madoff gewarnt - und dabei Todesängste ausgestanden. Jetzt rechnet er vor dem Finanzausschuss ab. Er habe fünf Minuten gebraucht, um in Bernard Madoff einen Betrüger zu erkennen, sagt Harry Markopolos. "Danach habe ich neun Jahre lang um mein Leben gefürchtet." So lange untersuchte Markopolos, einst selbst Investor, die Aktivitäten Bernard Madoffs. Seit 2000 will er reihenweise Belege gesammelt haben, dass Madoff seine Anleger um Milliarden betrog. Und das habe ihn in höchste Gefahr gebracht: Zwar hätten er uns sein Team Madoffs Psyche nicht gekannt. "Aber wir wussten, dass er einer der mächtigsten Männer an der Wall Street ist und unsere Karrieren ohne Weiteres zerstören kann - oder Schlimmeres." "Ich tat es für die USA" Harry Markopolos @ wikipedia Melden
Geschrieben 23. Februar 200917 Jr. comment_57007 "Dossier: Kein Halten bei Finanzbetrug" Erst Madoff, jetzt Stanford - fast jede Woche fliegt in den USA ein neues Schneeballsystem auf. Den Betrügern gelingt es nicht mehr, an frisches Kapital zu kommen, um ihre Tricks zu vertuschen. In ihrer Panik tauchen viele einfach ab - und hinterlassen ein Trümmerfeld. © FTD.de 2009 - all rights reserved Melden
Geschrieben 26. Februar 200917 Jr. comment_57317 Der Insolvenzverwalter des Unternehmens des mutmaßlichen Milliardenbetrügers Bernard Madoff ist auf der Suche nach Anlegern, die vor dem Zusammenbruch des Investmentimperiums Gelder abgezogen haben. [...]Laut US-Gesetzen müssen Investoren mit Rückforderungen ihrer Auszahlungen durch den Insolvenzverwalter rechnen, wenn sie in den 90 Tagen vor dem Auffliegen eines Kapitalanlagebetrugs Mittel abgezogen haben. Juristisch durchsetzbar sind allerdings auch Rückforderungen über Gelder, die bis zu sechs Jahre vor dem Bekanntwerden des Betrugs abgezogen wurden.[...]bislang lediglich rund 940 Mio. $ sicher stellen konnte - das sind weniger als zwei Prozent der geschätzten Schadenssumme [...]Die Rechtslage ist aufgrund eines Präzedenzfalls eindeutig: Im Falle des 2005 zusammengebrochenen Schneeballsystems von Bayou Management entschieden die Gerichte meist Madoffs Insolvenzverwalter jagt Altanleger Melden
Geschrieben 5. März 200917 Jr. comment_58254 Erst betrogen, dann verdächtigt: US-Behörden haben die Konten von Kunden des mutmaßlichen Anlagebetrügers Stanford gesperrt - "zum Schutz" der Anleger. Jetzt klagen die Geprellten gegen die Börsenaufsicht SEC. Stanford-Opfer verklagen Börsenaufsicht Melden
Geschrieben 20. März 200917 Jr. comment_60172 Der amerikanische Finanzdienstleistungssektor ist/ war offensichtlich ein gigantisches Schattensystem. Nachdem Bernard Madoff mit seinem Milliardenschneeballsystem Schlagzeilen machte, fliegt in den USA eine ähnliche Betrügerei nach der anderen auf. Die zuständige Aufsicht ist schon genervt. Hört sich an, als ob das System "well organized" gewesen wäre. Organisation + Kriminalität Quelle: FTD.de Melden
Geschrieben 29. Juni 200916 Jr. comment_78370 Der US-Finanzjongleur Bernard Madoff ist wegen milliardenschwerer Betrügereien zur Höchststrafe von 150 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht in New York folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Madoffs Verteidiger hatten für den geständigen 71-Jährigen auf eine Haftstrafe von zwölf Jahren plädiert. Madoffs Finanzmanipulationen waren der vermutlich größte Betrugsfall in der Geschichte der USA. Milliardenbetrüger zu 150 Jahren Gefängnis verurteilt © Fokus Online "...der vermutlich größte Betrugsfall in der Geschichte der USA..." Was heisst das jetzt wieder...? Melden
Geschrieben 30. Juni 200916 Jr. comment_78433 "...der vermutlich größte Betrugsfall in der Geschichte der USA..." Was heisst das jetzt wieder...?Dass er spätestens in 50 Jahren als "größter Betrugsfall" abgelöst wird, wenn endlich im Nachhinein rauskommen sollte, dass die Mondlandung der Amis nur nen Fake war. Im Übrigen bin ich doch etwas erstaunt, wenn ich im TV hören muss, dass Leute bei Madoff ihr GANZES Geld verloren haben (zum Teil waren das ja Riesenbeträge). Das kann ja nur sein, wenn sie ALL-IN bei Madoff drin waren. Das sollte man doch aber eigentlich nie machen - alles auf eine Karte setzen . Scheint aber irgendwie ne weit verbreitete Strategie zu sein. Mit Lehman-Zertis sind ja auch soviele richtig arm geworden. Menschlich macht es zwar Sinn, ALL-IN in das Produkt mit der größtmöglichen Rendite zu gehen, um den Output zu maximieren, aber ich hoffe, aus den Vorkommen der Vergangenheit lernen manche, dass es doch auch recht risikoreich ist. Da sollte m.M.n. Aufklärung auch verstärkt ansetzen, dass man sein Risiko sinnvoller verteilt. Allerdings auch nicht 33% Madoff, 33% Lehman und 33% "was als nächste Bombe platzt", sondern man muss vermutlich lernen, Abstriche bei der Rendite zu machen. Dafür bleibt aber noch bisschen was über, wenn mal 1 oder 2 der Geldanlagen ausfallen. Melden
Geschrieben 30. Juni 200916 Jr. comment_78440 Da sollte m.M.n. Aufklärung auch verstärkt ansetzen, dass man sein Risiko sinnvoller verteilt. Allerdings auch nicht 33% Madoff, 33% Lehman und 33% "was als nächste Bombe platzt", Melden
Geschrieben 7. Juli 200916 Jr. comment_80076 Die-Opfer-der-Schneeballschlacht Der Regisseuer Steven Spielberg hat einen Großteil der Gelder seiner „Wunderkinder-Stiftung“ Bernard Madoff zur Verwaltung und Mehrung überantwortet. Der Macher von „E.T.“ und „Schindlers Liste“ muss machtlos zusehen, wie wahrscheinlich 70 Prozent seines Stiftungsvermögens dahinschmelzen wie ein Schneeball auf einer heißen Herdplatte.... ... die Spieler der New York Mets. Der Verein gehört zur Beteiligungsgesellschaft Sterling Equities, die ihr Vermögen von Madoff verwalten ließ. Je weniger übriggeblieben ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Baseball-Club zumindest finanziell vor einem Abstieg aus der Profiliga geht. Nicht nur Sportvereine und Privatanleger, auch echte Finanzprofis gingen Madoff auf den Leim... ...der Stiftung des Nobelpreisträgers Ellie Wiesel. Wie im Falle von Spielbergs Wunderkind-Stiftung ist hier auch ein Teil des Geldes unwiederbringlich perdu. Die Leidtragenden sind vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien, deren Ausbildung mit dem Stiftungsvermögen finanziert werden sollte. Das Perfide: Madoff selbst unterhielt Stiftungen, die sich um die Belange sozial Schwacher kümmerten. Melden
Titel geändert: Bernard Madoff ( Ex-Nasdaq-Chef ) - 50 Milliarden Dollar Ponzi Scheme - Schneeball-System zusammengebrochen
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