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1€-Jobber

Geschrieben
Sagen wir's so, ich habe nichts für Hahn aber viel für junge, talentierte Coder übrig. Wobei das eine nicht direkt mit dem anderen zu tun haben muss.

Vielleicht macht Herr Hahn seine Sache als Coder aber gut ? Weißt Du das ? Ich kenn leider keinen, der je eine Systementwicklung bei ihm eingekauft hat, aber kann ja sein, dass er entsprechend Expertise besitzt.

 

Für nicht-erfolgreiche System kann man ihn ja nicht verantworlich machen und die anderen Sachen auf der Webseite bezüglich der Systementwicklung klingen zum Großteil vernünftig, weil man sich als Entwickler auch gegen den Kunden hin absichern muss und will. V.a. wenn man paarmal für 50 Cent/Stunde gearbeitet hat, weil die Projekte ausgeufert sind und man sich fragt, warum 1-Euro-Jobber rumheulen, denn die kriegen schließlich 100% mehr als man selbst :vangry: und mussten meist nicht 5 Jahre dafür studieren.

 

 

Und btw: die meisten Programmierer, die ich kenne sind nicht unbedingt Ziel von Sympathiebekundungen.:wub:

Featured Replies

Geschrieben
und man sich fragt, warum 1-Euro-Jobber rumheulen, denn die kriegen schließlich 100% mehr als man selbst :vangry: und mussten meist nicht 5 Jahre dafür studieren.

 

hmmmmmmmm, ganz großes hmmmmmmmm...

 

Nicht vergessen bitte, diese werden dazu gezwungen (sofern sie nicht sowieso freiwillig wollen) unter Androhung einer Kürzung ihrer Bezüge und müssen oft in Bereichen arbeiten, die sie so niemals wollten (Park fegen etc.).

 

Glaube mir - ich kenne aus meiner vorherigen Tätigkeit Beispiele von Jobbern, die könntest Du Dir niemals vorstellen und wärest froh wenn Du für 0,50/Stunde stattdessen programmiert hättest...

 

Das reicht von gesundheitsschädlichen Einsätzen der Asbestbeseitigung ohne Schutzmittel über Einsätze in Altersheimen wo man normale Pflegekräfte ersetzt hat bis hin zu Einsätzen in Straßenbahnen als Quasiwachschutz ...etc. etc..

 

Und das alles für ein Butterbrot, teilweise hat man höhere Fahrtkosten/Verpflegungskosten als man an Lohn erhält (so um die 100-150 EUR im Monat).

 

Sorry, kurzes Schreddern von mir - nicht das hier den Gästen von außerhalb ein falsches Bild entsteht.

Geschrieben
  • Autor
hmmmmmmmm, ganz großes hmmmmmmmm...

...

Sorry, kurzes Schreddern von mir - nicht das hier den Gästen von außerhalb ein falsches Bild entsteht.

Ich könnte das jetzt noch vertiefen und schreiben, dass ich z.B. bei 15 Stunden Programmieren am Tag, 7 Tage die Woche über Monate hinweg, um Termine einzuhalten, mäßiger Zahlungsmoral von Kunden, fehlendem Versicherungsschutz (was passiert, wenn mein Programm das Rechenzentrum beim Kunden lahmlegt, weil ich mir die Versicherung nicht leisten konnte und er mich wahrscheinlich auf Schadensersatz verklagt), Stress mit dem Finanzamt usw. zeitweise lieber Laub gefegt hätte (im Ernst) oder im Alterheim gearbeitet hätte (was ich auch schon gemacht habe bzw. auch in ner Tagesklinik von ner Psychiatrie) oder Schultoiletten geputzt (was ich auch schon habe, ist allerdings schon paar Jahre her).

 

Na ja, Schwamm drüber. Muss jeder selbst wissen, meine Erfahrungen sind jedenfalls nicht die besten gewesen.

Geschrieben
Ich könnte das jetzt noch vertiefen und schreiben, dass ich z.B. bei 15 Stunden Programmieren am Tag, 7 Tage die Woche über Monate hinweg, um Termine einzuhalten, mäßiger Zahlungsmoral von Kunden, fehlendem Versicherungsschutz

 

dann würde ich entgegnen:

 

Arbeitszwang (obwohl im Grundgesetz anders beschrieben ;-)

Tätigkeiten für Privatfirmen (Bereicherung von Firmen aufs Staatskosten)

Tätigkeiten für Kommungen (Entlassung von regulär Beschäftigten)

gewinnbringende Tätigkeiten für Vereine (da Zuschuss für den Arbeitgeber)

Androhung von Zwangskürzung bei Nichterfüllung der Arbeitspflicht

Gesundheitsschutz oft nicht gegeben

nicht kostendeckend, Fahrtkosten sind höher

Stress mit der ARGE aufgrund falscher Behauptungen der Chefs (--> Leistungskürzung)

keine Zeit mehr für andere Jobsuche (da 30 Stunden die Woche, oft drüber)

keine Perspektive (da keine Übernahme)

Verschlechterung des persönlichen Umfeldes

Geschrieben
... aah, ich kann ja z.Z. keine Screenshots hier einstellen...

 

Mal ne Frage off-the-topic: was stört Dich an der Benutzung der Zitatefunktion? Ein paar entscheidende Sätze kann man doch immer herausschneiden. Da meckert auch keiner wegen den copyrights? :benedict:

Geschrieben

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Einen Euro für Hamburgs Kultur!

 

Der folgende Beitrag befasst sich mit den Arbeitsbedingungen von 1-Euro-Jobbern im Hamburger Kultursektor. Anlass gab das „Marat“-Stück am Hamburger Schauspielhaus. Nachdem der Auftritt eines Chors bestehend aus Hartz IV-Empfängern, die auf 1-Euro-Job-Basis entlohnt wurden, für einigen Wirbel gesorgt hatte, beschloss THE THING den Sinn und Zweck der Maßnahme genauer in den Blick zu nehmen.

 

Autorin Ann-Kathrin Stoltenhoff führte Gespräche mit Betroffenen, mit dem ver.di-Mitarbeiter Roland Kosiek und dem kommissarischen Direktor des Museums der Arbeit, Dr. Jürgen Bönig, und kam zu dem Schluss, dass die Maßnahme bestenfalls die betroffenen Hartz IV-Empfänger davor bewahrt, in den eigenen vier Wänden depressiv zu werden. Schlimmstenfalls und im Regelfall stellen 1-Euro-Jobs eine Belastung für die Betroffenen, die Institution und die gesellschaftliche Gesamtsituation dar – bei verschwindend geringer Integrationsquote.

 

ic.arrow.right.png Einen Euro für Hamburgs Kultur!

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Man muss bei den 1 € - Jobs den Sinn verstehen.

Die sind ja nur dafür da, um den Einstieg in das Arbeitsleben zu erleichtern, damit man also als ALG II - Empfänger nicht "nur Zuhause herumhockt", sondern auch rauskommt.

 

1-€ Jobber dürfen nur dort eingesetzt werden, wo sie reguläre Jobs nicht gefährden. Mittlerweile wird das eigentlich von der ARGE gut gehandhabt. Früher war es wirklich schlimm, da haben sie teilweise, insbesondere Grundstücksverwaltungsfirmen, erhebliche Vorteile gegenüber der Konkurrenz verschafft.

 

Die Fahrtkosten werden entgegen dem oben bezeichneten Schaubild erstattet, zumindest indirekt. Das "Gehalt" wird auch auf die ALG II Berechnung nicht bzw. nur teilweise angerechnet, man hat somit die Möglichkeit, sich etwas hinzuzuverdienen.

Klar - machen möchte ich das auch nicht - aber die Idee dahinter ist schon nicht verkehrt (Fordern und fördern).

 

 

Das SGB II wird aber demnächst eh überarbeitet - die ARGE ist an sich verfassungswidrig.

 

 

Mit SIcherheit ist eine Programmiertätigkeit als 1€ Jobber aber unzulässig.

Bearbeitet von Henrik

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