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BU-Rente

Geschrieben

Hallo,

 

ich überlege, eine BU-Rentenversicherung abzuschließen (BU = Berufsunfähigkeit).

Hat jemand mit so etwas Erfahrungen oder kennt sich beruflich damit aus?

 

Es gibt wohl neuerdings auch Systeme, die die BU mit Fonds etc. koppeln.

 

Also grundsätzlich bin ich kein Fan von so etwas, genauso wie von Riester, man kommt wohl meistens besser bei weg wenn man sich selbst kümmert (also quasi mit sich selbst einen Vertrag abschließt). Allerdings da die Gefahr hoch, dass man irgendwann doch auf die Geldreserven zugreift (Hausbau, neues Auto).

 

Falls jemand etwas dazu beitragen kann - danke schonmal.

 

Es geht darum, 2/3 des jetzigen Nettos im Falle einer BU monatlich ausgezahlt zu bekommen. Profil: männlich, Schreibtischtäter, unter 30.

Featured Replies

Geschrieben

Hallo Henrik,

 

vor 20 Jahren habe (damals so dein Alter) ich auch für alles mögliche Versicherungen gehabt.

Heute habe ich zum Glück nur noch ganz wenige (Hausrat,Feuer,PKW), warum? Hier nur ein aktuelles Beispiel wie

heute und in Zukunft 'abgezockt' wird.

 

Kapitalabfindung einer Lebensversicherung ist beitragspflichtig zur Krankenversicherung

ic.arrow.right.png Urteilsbesprechung vom 19.01.2009

 

SG Mannheim, Urteil v. 30.05.2008

LSG B-W, Urteil v. 14.10.2008, Az. L 11 KR 2896/08

Geschrieben
  • Autor

Danke,

ja das Gefühl habe ich auch. Auch wenn man nachrechnet, ist das alles Mist, und im besten Fall kommt man wenigstens den Einzahlbetrag raus.

Meine Riesterprognose: 40 Jahre lang 160 € monatlich, um ab 65 dann eine garantierte Mindestrente von 300 € zu bekommen, steuerpflichtig natürlich. Zumal die Fondsgesellschaften auch so clever sind und nach dem Kurssturz alles verkaufen, wenn es eh im Minus ist, um dann wieder einzusteigen wenn es wieder hoch ist.

Aber wenn ich mal in Rente gehe, gibts diese nicht mehr, und dann bekommt man vielleicht hier ein bissel, dort ein bissel.

 

Mh.

 

Die aus deiner Liste habe ich auch, + Riester, + Privathaftpflicht.

Ich überlege auch, der "neue" Golf, ob Vollkasko oder nur Haftpflicht. 6 Jahre alt, 10.000€ Wert. Haftpflicht 250 € oder Vollkasko 750 €. Schätze, ich nehme nur Haftpflicht.

Geschrieben

Stichwort: Riester

 

Dazu nur mal diese sehr umfangreichen Informationen von der Top Info-Domäne www.NachDenkSeiten.de

 

 

ic.arrow.right.png Probleme beim Riester-„Produkt“: (Stand: März 2009)

 

Eberhard Stopp, Fachwirt für Finanzberatung, hat für die NachDenkSeiten nach bestem Wissen und Gewissen Fakten zur Riester-Rente und zum „Wohn-Riester“-Modell zusammengetragen. Als Versicherungsmakler, der – wie andere Vermittler auch – nur an dem Verkauf von solchen Produkten verdient und nicht damit, dass er davon abrät, gerät Stopp wohl kaum in den Verdacht, mit seinen kritischen Einschätzungen eigene Interessen zu verfolgen.

 

Sein Fazit: Die Riester-Rente und der sog. „Wohn-Riester“ lösen das Problem der Altersvorsorge nicht, und diese „Produkte“ sind zudem mit vielen Risiken verbunden.

Geschrieben
  • Autor

Die Nachteile kenne ich und habe sie bewusst inkaufgenommen,

allerdings wird zumindest meine Beitragszahlung als Sonderausgabe anerkannt, d.h., die Steuern zahle ich dafür erst bei Auszahlung, und nicht schon jetzt (nachgelagerte Besteuerung). Das hat der Herr Finanzfachwirt falsch geschrieben...

Geschrieben

Ich habe eine BU über meine alte Firma laufen. Darüber habe ich 50% Rabatt bekommen. Diese jetzt zu kündigen

wäre schwachsinn. Der Betrag den ich erhalte ist allerdings nicht so hoch.

 

Weiterhin habe ich noch ein BU mit 1k / Monat, fondsgebunden abgeschlossen. Hier erhalte ich aber die eingezahlten

Beträge plus Fondsgewinne zurück, das Konzept ist ganz gut. Ein BU zahlt ja in diversesten Fällen, auch bei geistiger Behinderung, wenn Du Deinen Schreibtischtjob nicht mehr erfüllen kannst und deswegen was anderes machen musst (hm... was wäre das dann :-) usw. ich halte es schon für sinnvoll, zumindest im gewissen Rahmen. Ich glaube, meine hat sogar nen Todesfallschutz, dass ist für die Frau natürlich ganz interessant, die sich vielleicht mal um Kinder und Haus kümmert.

 

Beste Grüße

DT

  • 2 Monate später...
Geschrieben

Das Risiko der Berufsunfähigkeit ist wesentlich größer als die meisten meinen, natürlich auch von Branche zu Branche unterschiedlich. Für manche läuft das Leben auch ganz anders als sie vermuten (Autounfall, schwere Krankheit...). Vor allem in den ersten Berufsjahren, wenn noch keinerlei Ersparnisse dar sind denke ich, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu den sinnvolleren Versicherungen zählt . Weil das Risko berufsunfähig zu werden auch größer ist als z.B. zu sterben ist eine solche Versicherung natürlich auch viel teurer als eine Risikolebensversicherung.

Die Versicherungen propagieren auch eher Lebensversicherungen oder Rentenversicherungen, die ich beide für entbehrlich halte (Vermischung von Sparvorgang und Risikovorsorge, extrem lang laufende Verträge). Auch wenn ich nicht alle gesellschaftspolitischen Ansichten teile, ist meiner Meinung nach der Bund der Versicherten e.V. eine gute und unabhängige Anlaufstelle http://www.bundderversicherten.de in allen

Versicheungsfragen und ich bin schon ewig Mitglied.

Geschrieben
Weil das Risko berufsunfähig zu werden auch größer ist als z.B. zu sterben

 

Helf mir auf die Sprünge,

ich dachte das Risiko zu sterben liegt bei annähernd 100%?

Geschrieben
Helf mir auf die Sprünge,

ich dachte das Risiko zu sterben liegt bei annähernd 100%?

Na ja, ich vermute mal, für eine bestimmte Kohorte oder wie Altersgruppen bei den Versicherungen heißen, ist das Risiko in jungen Jahren größer, berufsunfähig zu werden als zu sterben (war da nicht mal was mit Sterbetafeln und Survival analyses, irgendwann mal im Psychologiestudium :hmmmm: ?).

Mit zunehmenden Alter ändert sich das Risikoprofil jedoch dahingehend, dass dass Sterberisiko steigt, das Berufsunfähigkeitsrisiko jedoch gegen 0 geht, vermute ich mal, da man ja mit Eintritt ins Rentenalter nicht mehr regulär arbeitet. Außer vielleicht manche Politiker, aber deren Berufsunfähigkeitsprofil bleibt über die Jahre eh unverändert (Randgruppeneffekt :whiteflag:) und kann in dem Modell wohl als Konstante behandelt werden.

 

 

EDIT:

 

@Henrik

Ich hab keine BU, werde mir vermutlich auch keine zulegen. Ich hab längere Zeit drüber nachgedacht, ob oder ob nicht.

Aber ich arbeite eigentlich sehr gerne, kann mir auch nicht vorstellen, irgendwann nicht mehr zu arbeiten. Ich kann recht viele unterschiedliche Sachen, wenn auch nicht perfekt. D.h. je nachdem, was passieren könnte, hätte ich noch Ausweichmöglichkeiten, so dass die Versicherung nicht in Anspruch genommen würde (bin eh kein Fan von den Dingern und hab nur das Nötigste, was einem aufgezwungen wird). Wenn der Versicherungsfall je eintreten würde, heißt das, ich kann auf nix mehr ausweichen, habe sowohl Augenlicht (das Schlimmste) verloren, kann wahrscheinlich den Oberkörper nicht mehr bewegen und/oder aber unerträgliche Schmerzen, die nicht mehr weggehen oder bin ein psychisches Wrack. In allen Fällen wäre das Leben als solches aber nicht mehr lebenswert, denn ich definiere mich sehr über meine Aktivitäten und Leistung. Nutzlos Dahinvegetieren ist nicht mein Ding.

Schlussendlich ist dann die Entscheidung gegen eine BU die logische Konsequenz gewesen.

Geschrieben

Danke Krümmel, jetzt hat es glaube ich jeder verstanden!

 

Bei Versicherungen kommt es m.E. immer darauf an Risiken abzusichern, die - die auch wenn Sie sich selten realisieren - einen völlig ruinieren. Deshalb sind auch m. E. Hapftplichtversicherungen wichtig und auch der Grund warum man ohne KFZ Haftpflicht kein KFZ fahren darf.

 

Natürlich gibt es auch Konstellationen, da kann auch ein Berufsanfänger das Risko der Berufsunfähigkeit problemlos tragen (reiches Erbe oder entsprechend geheiratet oder auch die Überlegungen von Krümmel). Aber ich denke eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist auf jeden Fall eine Versicherung über die es sich in jungen Jahren lohnt nachzudenken. Meistens versuchen die Vertreter eine Kapitallebensversicherung aufschwätzen obwohl eine Riskolebensversicherung effizienter wäre und am Ende haben die jungen Leute hohe Versicherungsprämien zu zahlen (für die Lebensversicherung oder Rentenversicherung) aber keinen Schutz gegen Berufsunfähigkeit. So habe ich es Anfang der 80er gemacht. Auch wenn ich bis jetzt nicht berufsunfähig geworden bin nd eine robuste Gesundheit geerbt habe, hätte ich es nicht nochmals so gemacht.

 

Anderes Beispiel um meine Grundgedanken von Versicherungn zu erläutern: Eine kaputte Glascheibe kann man immer irgendwie bezahlen insofern ist eine Glasversicherung meines Erachtens völlig unnötig. Sie sichert kein existentielles Risiko ab.

Bearbeitet von Metagon

Geschrieben
Ich hab keine BU, werde mir vermutlich auch keine zulegen. Ich hab längere Zeit drüber nachgedacht, ob oder ob nicht.

Aber ich arbeite eigentlich sehr gerne, kann mir auch nicht vorstellen, irgendwann nicht mehr zu arbeiten.

 

Falsche Denkweise.

 

Eine BU schliesst man im ersten Fall eigentlich nicht für sich ab, sondern wie eine Lebensversicherung für seine Hinterbliebenen.

 

Nutzlos Dahinvegetieren ist nicht mein Ding.

 

Deshalb wäre es für dich ein Segen wenn man dich in dem Falle verhungern liese, was aber sicherlich nicht passieren würde.

 

Probleme hat halt nur dein Mann/Frau der eigentlich nicht arbeiten gehen könnte weil er noch 5 Kinder erziehen muss.

 

Genauso wie bei der Lebensversicherung darf man hier nicht nur Egoistisch denken.

Geschrieben
Falsche Denkweise.

Nein, für mich passend.

 

Eine BU schliesst man im ersten Fall eigentlich nicht für sich ab, sondern wie eine Lebensversicherung für seine Hinterbliebenen.

Ich hab keine "Hinterbliebenen", denen ich was hinterlassen will bzw. müsste.

 

Deshalb wäre es für dich ein Segen wenn man dich in dem Falle verhungern liese, was aber sicherlich nicht passieren würde.

Auch für solche Situationen lassen sich Lösungen finden.

 

Probleme hat halt nur dein Mann/Frau der eigentlich nicht arbeiten gehen könnte weil er noch 5 Kinder erziehen muss.

Kann mir auch egal sein, denn dann hätte er es mir verschwiegen, dass er noch irgendwo 5 Kinder hat. Von mir sind sie nämlich nicht, das wüsste ich.

 

Genauso wie bei der Lebensversicherung darf man hier nicht nur Egoistisch denken.

Nachdem ich mich bereits einmal mit ner Versicherung um Geld im Notfall gezankt (und verloren) habe, sehe ich es nicht ein, ein Produkt, welches ich nicht benötige und welches im Bedarfsfall vielleicht noch nicht mal ausgezahlt wird zu erwerben.

 

Für andere mag dies anders aussehen und durchaus sinnvoll sein. Aber ich kaufe mir ja auch kein iPhone, nur weil das grad alle machen, ich aber eigentlich kein Handy brauche oder will.

Geschrieben
Nein, für mich passend.

 

Will ich auch nicht bestreiten.

 

Ich habe auch keine, obwohl ich Alleinverdiener bin und Frau und 3 Kinder (die wahrscheinlich von mir sind) habe.

 

Wollte eigentlich nur zum Ausdruck bringen das es sich da eher lohnt wie wenn ich keine weiteren Personen versorgen muss.

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